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Tibhar Paul Drinkhall Allround
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Autor:  vdrsilver [ Donnerstag 19. Januar 2017, 22:59 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Wie macht sich das Holz eigentlich in der Abwehr?

Autor:  vdrsilver [ Samstag 25. März 2017, 13:44 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Any news?

Autor:  Hiltons Erbe [ Sonntag 26. März 2017, 10:16 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Es ist selbsverständlich kein Def Holz.
Aber meiner Meinung nach spielt es sich auch in der
Abwehr mehr als ordentlich. Kann mich immer nur wiederholen.
Ich habe noch nie ein anderes All Holz in der Hand gehabt mit
der Balance bei allen Schlägen.

Autor:  vdrsilver [ Dienstag 11. April 2017, 21:56 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Ich fürchte, ich werde es probieren müssen, und hoffe, dass es für ein abwehrlastiges Allroundspiel ohne Material nicht zu schnell ist.

Autor:  Noppenlux [ Mittwoch 12. April 2017, 17:12 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Könnte Tenergy 05 2,1VH auf das Holz passen,RH D'Tecs 0,5mm,wie groß ist das Schlägerblatt

Autor:  Hiltons Erbe [ Mittwoch 12. April 2017, 18:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

149 breit 156 lang

Autor:  Leguan [ Samstag 29. April 2017, 13:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

So, habe mir auf Hiltons Empfehlung hin das Drinkhall geholt und wollte euch meine Eindrücke nicht vorenthalten. Bin aber kein Holzexperte und kann es nur mit dem Appelgren vergleichen.

Verarbeitung: Die Verarbeitung ist mMn irgendwie billig. Das halb so teure Appelgren ist (oder war zumindest früher) erheblich besser verarbeitet. Alle Kanten sind scharf und müssen erst mal mit Schmirgelpapier bearbeitet werden. Die Plastiklinse passt sich nicht wirklich in die dafür vorgesehene Aussparung ein, dafür hat aber die Aussparung extra scharfe Kanten. Will man diese entfernen verkratzt man sich schnell die Linse.

Aufbau: Die Größe wurde schon angegeben. Diese entspricht ungefähr dem alten Appelgren und ist somit größer als das neue Appelgren. Auch die Blattform und der nicht zu dünne Griff gefallen mir gut. Der Furnieraufbau ist Ayous - Ayous - Limba, wobei auffällig ist, dass das Limba-Außenfurnier erheblich dicker ist als beim Appelgren und auch bei anderen Allroundhölzern, die ich gesehen habe.

Spielverhalten: Der erste Test war mit Coppa auf der Vorhand und Neptune (0.5) auf der Rückhand, die gleiche Kombi, die ich bisher auf dem Appelgren hatte. Mein Ersteindruck war auf der Vorhand katastrophal. Ich habe überhaupt keinen Spin in die Bälle bekommen und hatte kein Gefühl. Selbst beim simplen Test (Ball mit Spin am senkrechten Schläger hochspringen lassen) hat man dies sofort gemerkt. Der Belag war wie tot.

Allerdings habe ich auch gemerkt, dass mir die zusätzliche Steifigkeit des Holzes bei einigen Dingen entgegenkommt. Deswegen habe ich als nächstes einen National Hero, den ich noch hatte, auf die Vorhand getan. Das Ergebnis war im Vergleich zum Coppa ein Unterschied wie Tag und Nacht. Plötzlich kann ich wieder spinnige Topspins ziehen. Ich bilde mir ein, dass Spin und Gefühl bei der Appelgren + Coppa-Kombination noch einen Ticken besser waren, aber das mag auch Gewöhnungssache sein. Ich vermisse auch die Vibrationen des Appelgren, da ich es eben seit meiner Kindheit so kenne. Auf der anderen Seite eröffnet mir das Drinkhall die Möglichkeit evtl. etwas mit den Vorhandbelägen zu experimentieren. Beim Appelgren entsteht mit modernen Belägen ein so hoher Ballabsprung, dass ich es nicht mehr kontrollieren kann. Der National Hero war da gerade so an der Grenze, während ich beim Drinkhall das Gefühl habe, dass noch Luft nach oben ist.

Damit aber nun zum endgültig Positiven: Das was ich mit dem Holzwechsel bezweckt habe (siehe hier), bietet das Drinkhall tatsächlich. Allen Schläge, bei denen es nicht hauptsächlich auf Spin ankommt, sind mit dem Drinkhall merklich besser machbar. Das Wegbiegen des Holzes bei eher senkrechtem Ballwinkel, das das Appelgren in diesen Situation so unberechenbar macht, ist beim Drinkhall nicht gegeben. Auch Noppenblocks sind sicherer spielbar. Insgesamt scheint mir die Noppenseite von der erhöhten Steifigkeit zu profitieren. Bei der Unterschnittabwehr bilde ich mir zwar ein, etwas weniger Schnitt zu haben, aber auch sie spielt sich konsistenter.

Insgesamt bin ich froh, dieses Holz ausprobiert zu haben. Insbesondere hat es mir gezeigt, dass die Unsicherheit bei bestimmten Schlägen nicht (nur) an meiner Unfähigkeit lag, sondern durchaus mit dem Schläger zusammenhing. Momentan kann ich mir gut vorstellen, bei diesem Holz zu bleiben. Oder aber ich versuche, eins zu finden, dass die Vorzüge des Appelgren mit denen des Drinkhall verbindet...

Autor:  Hiltons Erbe [ Samstag 29. April 2017, 17:46 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Schöner Bericht. Mein Drinkhall war von der Verarbeitung sehr gut.
Scheint also unterschiede zu geben.

Autor:  vdrsilver [ Sonntag 30. April 2017, 19:48 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

@Leguan: Danke für den Bericht! Für mich (ebenfalls von einem vibrierenden Holz kommend: Grubba All+) stellt sich die Frage, ob das neue Hanno Allround Classic nicht die bessere Alternative für ein nicht vibrierendes Allround Holz ist. Für Materialspieler ist ein härteres und steifes Holz aber vermutlich zumindest auf der Materialseite besser. Für die VH Seite ist die Fortsetzung der Kombi, die du und ich auch als angenehm empfinden, nämlich etwas weichere Außenfurniere mit mittelharten Klassikern wie Coppa und Sriver oder auch Mark V, vielleicht mit dem Hanno besser möglich. Aber alles nur Vermutung.

Autor:  Leguan [ Samstag 8. Juli 2017, 12:50 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Tibhar Paul Drinkhall Allround

Nachtrag zu meinem obigen Bericht: Ich habe das Drinkhall Allround jetzt mal mit einem Baracuda ausprobiert, den ich noch rumliegen hatte: Und siehe da, diese Kombi ist sehr gut spielbar und macht wirklich Laune.

Es scheint mir also so zu sein, dass die Hölzer auf die jeweilige Belaggeneration abgestimmt werden (was ja irgendwie auch logisch ist, beim Testen während der Entwicklung). Für mich ist ein Appelgren mit Klassiker wunderbar spielbar, mit Baracuda quasi unkontrollierbar (extrem hoher Ballabsprung, alles geht hinten raus). Auf der anderen Seite ist ein Drinkhall mit Klassiker praktisch unspielbar (kein Spin, flacher Ballabsprung, alles landet im Netz), aber ein Tensor wird kontrollierbar.

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