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BeitragVerfasst: Donnerstag 20. Juli 2017, 18:34 
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Hallo zusammen

Würde gerne einmal zum folgender Fragestellung eure Meinungen hören:

Ich spiele seit Jahren europäische Tensor Beläge à la Tenergy oder Tibhar Evo Serie. Durch Zufall bin ich an ein Video auf Youtube geraten, in dem die europäischen und chinesischen VH-Topspin Techniken gegeneinander gestellt werden.

Hier fiel mir auf, dass, laut der Theorie der langen Armführung (CHINA) vs. schneller Unterarmflexion (EUROPA), meine Technik viel weiter Richtung auskurbeln und langer dynamischer Armführung geht.

Hat jemand vielleicht schonmal denselben Gedankengang gehabt und aufgrund diesem vom Japan/ESN Belag auf einen Hurrican/Skyline/China Belag gewechselt?

Ein Test steht hier in jedem Fall mal an um die Theorie auf mich gelegt zu bestätigen / widerlegen.

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Tischtennis - obwohl am Tisch gespielt - ist ein BEWEGUNGSSPORT !

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BeitragVerfasst: Donnerstag 20. Juli 2017, 22:33 
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Glaube das Video habe ich auch gesehen, ich war schon vorher auf diesem Weg.
Bin von ESN auf China Klassiker gewechselt, zur Zeit H3. Ich hätte nie diese enorme Unterarmbeschleunigung sondern spiele aus dem ganzen Arm, lasse zudem den Ball auch mal etwas weiter fallen. Für mich war der Test erfolgreich, ich spiele zwar mit den Hurricanes nicht besser als mit ESN Belägen, zumindest zur Zeit, aber ich merke das der Belag besser zur Technik passt. Es geht mehr auf den Tisch, dafür muss ich aber gleichzeitig besser stehen und mehr arbeiten.


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BeitragVerfasst: Freitag 21. Juli 2017, 09:44 
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Die CHN Lappen haben halt normalerweise weniger Katapult. Ich glaube man kann alle Beläge mit derselben Technik spielen. Ein schneller Unterarmzug ist nie ein Nachteil.

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BeitragVerfasst: Freitag 21. Juli 2017, 10:00 
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Verteidigerle hat geschrieben:
Die CHN Lappen haben halt normalerweise weniger Katapult. Ich glaube man kann alle Beläge mit derselben Technik spielen. Ein schneller Unterarmzug ist nie ein Nachteil.


Wenn man sich genauer mit der Technik der Chinesen auseinander setzt merkt man, dass diese tatsächlich beides kombinieren. Den langen Armzug und dann im entscheidenden Moment der Unterarm/Handgelenk. Nur so kommen deren brachiale Topspins zustande. Aber das wichtigste dort ist die Spannung aus der Körpermitte. Nur aus dem Arm wird das nichts.


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BeitragVerfasst: Freitag 21. Juli 2017, 10:35 
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Die technischen Unterschiede kommen daher zustande, dass nicht vorhandener Katapult & ein flacher Ballabsprung der klebrigen Beläge kompensiert werden müssen. Sonst kommt aus solchen Belägen kein Spin und Tempo raus. Bei katapultigen Belägen mit höherem Ballsprung kann eben eine kürzere Bewegung gespielt werden. Ist aber kein Muss. Joo Saehyuk z.B. spielt auch eine relativ lange Bewegung.


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BeitragVerfasst: Freitag 21. Juli 2017, 11:56 
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EmRatThich

https://www.youtube.com/watch?v=YkdAxfA_3wE

https://www.youtube.com/watch?v=UVFGH09Ca9o

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https://www.youtube.com/watch?v=H4QWss-RgLc

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TTR-Hunter

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BeitragVerfasst: Freitag 21. Juli 2017, 13:36 
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In der zweiten Hälfte des Videos kann man anhand der Trockenübungen gut sehen, wie die "chinesische" Schalgtechnik funktioniert und wie welche Bewegungen aufeinander aufbauen:
https://youtu.be/LbMZIRVKCNE


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BeitragVerfasst: Freitag 21. Juli 2017, 17:47 
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Beiträge: 26
Ich habe mir in letzter Zeit genau die gleiche Frage gestellt, weil auch meine Topspintechnik aus ganzem Arm+Körper besteht.

Ich wäre allerdings, bis ich diese Youtube-Videos gesehen habe, nie auf die Idee gekommen, meine Technik als chinesisch anzusehen. Als ich in den 90ern das Tischtennisspielen erlernte, war das doch die Standardtechnik, oder? Jedenfalls haben damals die meisten so gespielt, und ich habe es sowohl bei uns im Verein als auch auf den Bezirkslehrgängen so beigebracht bekommen. Gespielt wurde damals mit den üblichen Klassikern, die ja nicht klebrig waren.

Ich habe erst Anfang des Jahres wieder angefangen, und in meinem jetzigen Verein wird eher mit kurzen Armbewegungen gespielt. Aber mit den damaligen Belägen und 38mm Bällen hätte das nicht funktioniert. Einen Unterschnittball mal eben so mit einer einfachen Armbewegung anzuziehen war einfach nicht drin. Mir scheint dies also eher eine neuere Entwicklung zu sein, und nicht eine althergebrachte "europäische" Technik.

Ich habe in letzter Zeit herumexperimentiert und kann noch dazu sagen, dass die Belag-Holz-Kombination extrem wichtig ist. Zu harten Belägen gehören flexible+weiche Hölzer und zu Katapultbelägen eher harte Hölzer, was anderes ist für mich nicht kontrollierbar (wird ja auch von EmRatThich so gesagt).

Aber auch das, was der TTR-Hunter in dem Video sagt, hat seine Berechtigung: Mit den langen Armbewegungen muss man schneller sein, oder anders ausgedrückt: Wenn man "irgendwie" noch an den Ball kommt, und keine Zeit mehr hat, für eine lange Armbewegung, ist das Ergebnis mit einem Tensorbelag prinzipbedingterweise gefährlicher als der Notschlag den man mit der "chinesischen" Kombi noch rüberbekommt.
Auf der anderen Seite fällt mir mit der "chinesischen" Kombi das Unterschnittspiel leichter, und auch kurze, plazierte Aufschläge mit Unterschnitt sind damit besser machbar.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 27. Juli 2017, 08:34 
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Beiträge: 225
Leguan hat geschrieben:
Ich habe mir in letzter Zeit genau die gleiche Frage gestellt, weil auch meine Topspintechnik aus ganzem Arm+Körper besteht.

Ich wäre allerdings, bis ich diese Youtube-Videos gesehen habe, nie auf die Idee gekommen, meine Technik als chinesisch anzusehen. Als ich in den 90ern das Tischtennisspielen erlernte, war das doch die Standardtechnik, oder? Jedenfalls haben damals die meisten so gespielt, und ich habe es sowohl bei uns im Verein als auch auf den Bezirkslehrgängen so beigebracht bekommen. Gespielt wurde damals mit den üblichen Klassikern, die ja nicht klebrig waren.

Ich habe erst Anfang des Jahres wieder angefangen, und in meinem jetzigen Verein wird eher mit kurzen Armbewegungen gespielt. Aber mit den damaligen Belägen und 38mm Bällen hätte das nicht funktioniert. Einen Unterschnittball mal eben so mit einer einfachen Armbewegung anzuziehen war einfach nicht drin. Mir scheint dies also eher eine neuere Entwicklung zu sein, und nicht eine althergebrachte "europäische" Technik.

Ich habe in letzter Zeit herumexperimentiert und kann noch dazu sagen, dass die Belag-Holz-Kombination extrem wichtig ist. Zu harten Belägen gehören flexible+weiche Hölzer und zu Katapultbelägen eher harte Hölzer, was anderes ist für mich nicht kontrollierbar (wird ja auch von EmRatThich so gesagt).

Aber auch das, was der TTR-Hunter in dem Video sagt, hat seine Berechtigung: Mit den langen Armbewegungen muss man schneller sein, oder anders ausgedrückt: Wenn man "irgendwie" noch an den Ball kommt, und keine Zeit mehr hat, für eine lange Armbewegung, ist das Ergebnis mit einem Tensorbelag prinzipbedingterweise gefährlicher als der Notschlag den man mit der "chinesischen" Kombi noch rüberbekommt.
Auf der anderen Seite fällt mir mit der "chinesischen" Kombi das Unterschnittspiel leichter, und auch kurze, plazierte Aufschläge mit Unterschnitt sind damit besser machbar.


Im wesentlichen Quatsch. In den 90er machte man immer ne lange Armbewegung und nahm die Bälle späht. Das war halt damals stand der Technik.
Die besten aus diesen Jahrzehnt würden heute gnadenlos abgeschossen weil diese Technik einfach zu langsam für das moderne Spiel gewesen ist.
Da nützt es auch nicht wenn wir heute einen 40mm Ball haben der langsamer ist. Stand der Technik ist halt früh in den Ball rein, zu machen und möglichst hart drauf für Tempo und Spin. Wenn ich heute mit einen 38mm Ball spiele, bin ich immer 2min zu spät.

Bei den Profis ist es daher eigentlich egal ob Tenergy oder Hurricane da die ohne hin früh über den Ball kommen.
Bei uns Volkssportler ist es aber schon entscheidend ob ich Tenergy oder Hurricane spiele.
Ein Spieler der sehr weich spielt, und dazu auch noch späht den Ball trifft, macht sich mit ein Hurricane schlechter.
Wie gesagt kommen die Bälle drucklos mit weniger Spin als wenn man gleiches mit einen Vega Pro spielen würde.
In unseren Klassen müssen wir noch nicht jeden Ball mit einer kurzen Armbewegung über den Tisch spielen weil unser Spiel bedeutend langsamer ist.

Wenn man wirklich irgendwo ansetzen will und sich umstellen will setzt das eine genaue Analyse voraus.
Was brauch ich für ein Holz und für ein Belag für meine Technik? Da muss man wissen was welcher Belag macht und wie das Holz damit zusammen hängt.

Und ob man nun weiche oder harte Hölzer bevorzugt ist vollkommen individuell. Das hat nichts damit zu tun ob man Soft oder harte Beläge spielt.
Es geht mit allen, alles. Zu meiner Sturm und Drang Zeit habe ich ein Primo Off+ mit geklebten Nimbus Soundbelägen gespielt. Sowohl lange Abwehr als auch Angriff. Davor wars ein Stiga Allround Evolution auf einen geklebten Mambo. Am Frischklebeverbot erfolgte dann die Umstellung zum Keyshot Light und Tenergy 05. Danach auf einen mittelharten/harten Selbstbau mit Vega Pro. Diese Kombi spiele ich seit 5 Jahren und werde auch nie wieder was anderes spielen. Auch damit geht Angriff und lange Abwehr.

Vor einigen Jahren, beim Lehrgang in Grenzau konnte man sich von Wang zeigen lassen was alles nicht geht ;-)
Der hat mit jedes Material alles machen können... ... Allerdings fast alles nicht Zweiligatauglich.
Man hat eben seinen perfekten Schläger...

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