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 Betreff des Beitrags: Victas Matsushita - VS 401 und P1R
BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2020, 14:00 
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Hallo, wie ihr dem Thema entnehmen könnt, habe ich eine Frage zu dieser Kombi. Mit dem VS 401 bin ich früher nicht richtig warm geworden. Nachdem ich ihn aber nochmal auf dem Matsushita versucht habe, muss ich sagen, das passt einfach. Das Spielgefühl ist einmalig. Abwehr und sogar Topspin-Angriff klappen extrem gut, sicher und gefährlich. Das Holz entwickelt hierbei beachtliche Temporeserven bei allen aktiven Schlägen bleibt aber in der Abwehr und im Schupf unheimlich kontrolliert.

Nun zu meiner Frage:
Auf der Rückhand sollte der P1R doch eigentlich für das Matsushita prädestiniert zu sein. Ich frage mich nur in welcher Schwammstärke. In 1.0 mache ich noch viele Fehler beim zweiten/ dritten Abwehrball. Könnte 0,5 hierbei Abhilfe schaffen oder soll ich einfach mich reinhängen und dran bleiben.
Was sind so eure Erfahrungen? Der Eindruck auf der Vorhand und zum Holz allgemein ist einfach zu gut, als dass ich das auf Kosten einer besseren Rückhand eintauschen möchte.

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BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2020, 17:49 
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Ich habe zu Zelluloid-Zeiten das VKM und den VS 401 auf der Vorhand gespielt. Die Kombi ist schon wahnsinnig schnittig. Der P1R war mir aber immer zu anspruchsvoll - selbst mit dünnem Schwamm. Früher habe ich deshalb den Feint Long 2 in 1,1 mm auf dem VKM gespielt. Seit wir auf den ABS-Ball (Joola Prime) umgestiegen sind, habe ich auf die Kombi in der Signatur gewechselt. Der FL2 macht mit dem ABS-Ball leider kaum noch Schnitt.
Der Spike P1 spielt sich ähnlich schnittig wie der P1R, ist aber vor allem am Tisch deutlich gutmütiger. Das wäre meine Empfehlung. Sicherer ist die 0,4 mm-Version (eigentlich 0,4-0,6), den maximalen Schnitt errreicht man mit 1,0 mm. Eine Leichtspielnoppe ist das aber noch lange nicht! Mann muss durch die sehr hohe Griffigkeit der Noppe den Schnitt des Gegners schon richtig einschätzen. Wenn die Technik mal stabil eingespielt ist, kann man ja immer noch auf eine höhere Schwammstärke oder auf den P1R wechseln.

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BeitragVerfasst: Freitag 22. Mai 2020, 19:24 
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Meine Empfehlung: dabei bleiben. Ob 0,5mm oder 1,0mm macht beim Schupf und in der Abwehr nicht viel aus, aber wenn man ab und zu einen LN-Konter einstreuen möchte, ist das mit dickerem Schwamm für einen selbst leichter und wegen des höheren Tempos für den Gegner schwerer.

Ich selbst spiele die Kombi (H3+)VKM+P1R 1,0 seit letzten Sommer ausschließlich, hatte sie erstmals 2016 eingesetzt, damals aber keinen für mich angenehmen VH-Belag gefunden. Der P1R ist gar nicht so schwierig zu kontrollieren, wenn man an ihn gewöhnt ist. Wenn nach 1-2 Bällen deine Abwehr nicht mehr kommt, liegt das nicht am Material.

Bevor du herumtestest, beantworte dir erst einmal solche Fragen: Bleibst du immer im selben Abstand zum Tisch bzw. spielst du den Ball immer zum gleichen Zeitpunkt? Nimmst du den Ball eher früh oder eher spät (später ist leichter zu kontrollieren)? Gehst du immer zurück in die Grundstellung? Triffst du später den Ball nicht, weil du z.B. nicht mehr richtig zum Ball stehst?

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 17:37 
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Hey,
ich bin es nochmal. Nachdem am Freitag wieder Training war, kann ich sagen, dass ich nach wie vor ein gutes Gefühl beim VKM und dem VS401 1.5 habe. Ich kann sicher abwehren auf der Vorhand und auch der Topspin, sowohl als Eröffnung, als auch im Nachspielen klappt auffällig sicher. Außenstehende bestätigten mir hier auch eine große Sicherheit. Nun zum Problem:
Ich bekomme den P1R in 1.0 nicht gebändigt, mache viel zu viele Fehler auf den zweiten und dritten Abwehrball. Das liegt an mir. Mir wurde gesagt, dass ich in der Abwehr zuviel mit dem Oberarm "arbeite" statt den Unterarm durchzuschwingen und die volle Bewegung zu machen. Dann stehe ich oftmals auch nicht tief genug und das mit dem "zurück in die Grundstellung" ist auch so eine Sache, an der man arbeiten kann...

Ich stehe eher auch vor einer grundsätzlichen Frage:
Neben den Übungen fällt mir in den Punktspielen auf, dass ich eine meiner früheren Stärken (habe praktisch 80% meiner "Karriere" bisher OX-Noppen gespielt zuletzt den Cluster, den Rest davon P1R o,5 (halbes Jahr in der Jugend) und Octopus mit 0,5 Schwamm gespielt), das Spiel mit der Noppe am Tisch (Wischer, Druckschupf, Noppen-Druckball auf US-Aufschlag) während der ersten 2-3 Ballwechsel so nicht mehr praktizieren kann. Ich versuche mit dem P1R entweder den Ball mit einer Art Schupfbewegung lang zu setzen oder drehe auf NI-Rückhand um den Aufschlag zurückzuspielen. In der Konsequenz bin ich weniger aggressiv und direkt passiver, da diese Druckbälle und Wischer mit dem P1R 1.0 nicht in der Gefährlichkeit spielbar sind. Ist der Schupf mit dem P1R nur einen Tick zu ungenau gesetzt, kann ich den Ballwechsel vergessen, da die Bälle leer und langsam sind, oftmals steigen und die einzige Gefährlichkeit in der Platzierung besteht.
Nach der Aufschlagannahme (erster Druckball/Rückschlag) möchte ich tendenziell aber schon Abwehr spielen, bzw. lasse mich auch gerne in die Abwehr drängen. Ich brauche aber dieses Element am Tisch einfach um nicht direkt "niedergezogen" zu werden.

Ich weiß nicht ob in meiner Spielklasse BZKL Mitte (TTR 1550) das so eine gute Idee ist mit der griffigen Noppe. Ideal wäre eine Noppe, die guten Schnitt in der Abwehr bietet, mit der ich aber auch sicher 3-4 Bälle (mit kürzerer Bewegung als beim Curl) aus der Abwehr bringen kann. Gleichzeitig sollen aber auch am Tisch besagte Schläge gehen. Dtecs 0,5 habe ich schon auf dem VKM versucht. Das war ähnlich schwierig zu händeln, da die Noppe und der Schwamm ein gewisses Eigenleben haben und der Flex des VKM noch hinzu kommt. Ich glaube meine Technik passt besser zu einer OX-Noppe. Meine Bewegung ist einfach nicht lang genug und ich kann den Ball nicht so einwickeln, wie es beim Curl erforderlich ist.

Ich dachte evtl. an den Agenda OX. Der Maximalschnitt ist mir auch garnicht so wichtig, da ich durch Schlägerdrehen mit dem VS 401 entsprechenden Schnitt generieren kann. Die Abwehr muss einfach sicherer werden auf der RH-Seite. Ich möchte moderne Abwehr spielen, aber auch am Tisch müssen derartige Störschläge (zu Beginn der Ballwechsel) möglich sein. In den Übungen sieht das mit der griffigen Schwammnoppe gut aus, aber wenn wir ans zählen gehen, geh ich meist unter, da meine Bälle am Tisch nicht gefährlich sind und auch in der Abwehr eins zum anderen kommt....
Kann man auch mit OX-Noppen perspektivisch moderne Abwehr erfolgreich spielen? Vom Niveau befinde ich mich vermutlich nämlich in einer Zwischenstufe. Unter mir (Kreisklasse) geht die Tendenz zu Störspiel und über mir (Bezirksoberliga/Bezirksoberliga aufwärts) eher Spiel mit klassischen griffigen Schwammnoppen. Ich möchte mittelfristig nach oben natürlich. Die Noppe soll mich dabei unterstützen beide Systeme spielen zu können.
Kann mit einer helfen?
VKM und VS 401 sind für mich gesetzt wiegesagt. Das passt einfach schon zu gut.

Danke für eure Erfahrungen schonmal im Voraus ;)

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BeitragVerfasst: Sonntag 24. Mai 2020, 19:30 
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Den Agenda habe ich auf dem VKM auch schon ausprobiert. Das ist einer der wenigen Beläge, die in 0x auch mit dem ABS-Ball ordentlich Unterschnitt generieren. Wichtig ist dabei ein konsequenter Handgelenkseinsatz und das Durchschwingen (Sensen) mit dem Unterarm. Um Schnitt in der Abwehr zu erzeugen MUSS das sein, sonst kommt nur ein schwacher US zustande.
Vorteil vom Agenda in 0x ist, dass Druckschupf und Seitwischer am Tisch einen gewissen Störeffekt haben (mehr als Schwammnoppen, aber weniger als Dtecs & Co.). Außerdem kommen in der Abwehr die Bälle flacher und sicherer als z.B. mit dem P1r. Generell ist auch die Aufschlagannahme einfacher als mit den griffigen Schwammnoppen. Die Geschwindigkeit vom Agenda ist dabei in 0x schon ganz ordentlich, so dass auch Angriffsbälle am Tisch gehen.
Einen Versuch wäre es sicher wert, das Training der RH-Abwehr muss aber trotzdem sein. Kein Material spielt von alleine!

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