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rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb
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Autor:  Asterix [ Dienstag 10. Januar 2017, 21:39 ]
Betreff des Beitrags:  rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Hallo,

ich weiß, ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber trotzdem die Frage:

Nehmen wir an, der TTC Unbeliebt spielt ein Heimspiel gegen den TV Zubrav.
Nehmen wir weiter an, es handelt sich um das entscheidende Spiel um den Aufstieg von der Bananenklasse in die goldene-Ananas-Liga.

Da man vom Hinspiel her weiß, dass die Nummer eins - Theodor Unschlagbar - vom TV Zubrav das Zünglein an der Waage ist und wie im Hinspiel sowohl Doppel als auch beide Einzel gewinnen wird, ist der Aufstieg massiv gefährdet. So kommt man in einer Nacht-und-Nebel-Aktion durch einstimmigen Mannschaftsbeschluß des TTC Unbeliebt zu dem Ergebnis, dass man einfach Theodor Unschlagbar Hallenverbot erteilt.

Der TV Zubrav muss dadurch mit einem Ersatzspieler antreten und verliert 7:9.
Der TTC Unbeliebt steigt dadurch auf und feiert die Meisterschaft überschwenglich.

So. Spaß beiseite. Ist so etwas möglich?
Vom Gefühl her wiegt das Hausrecht sicher schwerer wie das Recht auf ein Rundenauswärtsspiel bestreiten zu dürfen.
Aber wie sieht das wirklich aus? Wenn dem so wäre, könnte man oben geschilderten Fall ja tatsächlich ausnutzen und so einen Gegenspieler "rechtmäßig" eliminieren.

Was sagt ihr?

Gruß Asterix

Autor:  bamboole [ Dienstag 10. Januar 2017, 23:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Eine ähnliche Diskussion gab es bereits:
http://forum.tt-news.de/showthread.php?t=124329

Die Frage ist wohl juristisch kniffelig, wird teils als Grauzone beschrieben und bedarf dann noch einiger Zusatzinformationen, ob es mal Anlass gegeben hat, gegen den Star ein Verbot auszurechen oder ob es um die reine sportliche Schwächung geht. Hausrecht kann wohl ausgeübt werden, es dürfte aber dann hinterher ein sportrechtliches Verfahren drohen, in dem bei willkürlicher Ausübung des Hausrechts und Erteilung des Hallenvebots zur eigenen Vorteilsnahme ein Punktverlust droht. Das kann aber so oder so ausgehen. Es scheint so, als ob sich auch Experten nicht immer einig sind, ob Hausrecht oder Sportrecht gilt und wie das zu werten ist. Da sind einige Parameter zu bedenken. Die Diskussion gibt und gab es auch in anderen Sportarten.

http://www.schoenen-dunk.de/forum_t8505 ... werden.htm

http://www.fussball-sr.de/16784-gegneri ... teilt.html

Autor:  Neppomuk [ Mittwoch 11. Januar 2017, 07:30 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Hat das Hausrecht nicht der Eigentümer der Halle ? Das wäre dann ja i.d.R. die Stadt etc. Die Vereine sind ja nicht mal Mieter, sondern nutzen die Hallen nur "geduldet".

Autor:  Phoenix [ Mittwoch 11. Januar 2017, 07:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Ganz davon ab, dass die meisten Vereine kein Hausrecht durchsetzen können, da es sich um öffentliche Hallen handelt

Autor:  bamboole [ Mittwoch 11. Januar 2017, 09:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Nicht unbedingt. Es kommt auf die Kompetenzregelung an und ob ein Verein Nutzer oder z.B. Pächter ist und ob es sich wohl um eine öffentliche oder "halböffentliche Halle" handelt. Durchaus möglich, dass die Stadt es so in der Nutzungsordnung vorsieht und delegiert, dass der Abteilungsleiter, bzw. bestimmte Personen während der vereinsmäßigen Nutzung das Hausrecht ausüben dürfen.

Autor:  A1980 [ Mittwoch 11. Januar 2017, 09:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

der eigentumer der halle/inhaber des nutzungsrechtes kann selbstverständlich hallenverbot erteilen. sofern es dafür keinen triftigen grund gibt (z.b gefahr in verzug) und der verband da nicht mitspielt (entweder vorher oder nachher), wird das spiel wohl zu null für die mannschaft gewertet die unvollständig angetreten ist (bei machen verbandsstatuten müsste man aber gleich an ort und stelle protest einlegen).

sollte das mit ankündigung passieren, müsste man vorab intervenieren und den verband einschalten. dieser kann zwar nicht die berechtigung erteilen die halle betreten zu dürfen, allerdings sehr wohl dem querulierenden verein eine strafverifizierung (zu null niederlage des querulierenden vereins) bei fehlender compliance androhen.

Autor:  Grimes [ Mittwoch 11. Januar 2017, 09:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Oder einfach das Spiel an einem neutralen Ort austragen lassen, wenn vorher bekannt.

Autor:  Novalis [ Mittwoch 11. Januar 2017, 12:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: rechtliche Frage: Hallenverbot und Spielbetrieb

Niemand ist gezwungen die Halle des TTC Unbeliebt zu betreten!
Wer seine Gastgeberrechte missbraucht, muss damit rechnen, dass er irgendwann allein in seiner Halle sitzt. Vermutlich möchte auch niemand Mitglied beim TTC Ekelpaket sein.
Mitgliederverlust und Ächtung können bis zur Vereinsauflösung gehen.
Die Halle wird dann Flüchtlingen zur Verfügung gestellt.
Die Urheber und Täter hätten dann auch Hallenverbot nach ihrem Abstieg und anschließender Vereinsauflösung.
Die Frage für mich ist nicht rechtlicher Natur, sondern hat es sich gelohnt?

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