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 Betreff des Beitrags: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Montag 16. April 2018, 18:43 
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Hallo Freunde,

1. Wie findet ihr so Kollegah und Farid Bang?

2. Findet ihr deren Musik antisemitisch?

3. Wie ist der Kontext deren Musik, in Relation zu Jan Böhmermann und Charlie Hegbo, zur künstlerischen Freiheit zu verstehen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 12:04 
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Registriert: Dienstag 15. Juli 2008, 11:50
Beiträge: 1213
Zu 1: ich finde die beiden nicht toll.

Zu 2: ich finde deren musik hochmütig und abwertend. Als antisemitisch würde ich sie allerdings nicht bezeichnen.

Zu 3: gute frage... ich weiss es nicht genau. Kommt immer darauf an wer was wo wie gegen wen macht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 12:52 
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Beiträge: 3303
Ich sehe die Sache ganz pragmatisch und ohne auf die Inhalte einzugehen. Als Freund von Hard & Heavy bin ich da textlich grundsätzlich entspannter.

Fakt ist, die CDs und Titel stehen nirgendwo auf dem Index, sie dürfen gesendet werden, es gibt keine Auftrittsverbote. Insofern ist das was veröffentlicht wird, konform mit den gesetzlichen Grundlagen und grundsätzlich durch Kunstfreiheit gedeckt. Anderenfalls wären sie nicht bis zur Echopreisverleihung durchgedrungen und Songs vorab wegen Jugendgefährdung, Volksverhetzung und Aufstachelung zum Rassenhass etc. verboten worden.

Ob das nun den Hörern oder einzelnen Hörern gefällt oder sie sich angegriffen fühlen, spielt hier keine keine Rolle und ist lediglich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer es hören möchte, hört es. Wer nicht, hat die Möglichkeit des Abschaltens.

Ist schon kurios, wer sich nun alles so meldet, entrüstet und die Preise zurückgibt. Aufmerksamkeit ist ihnen gewiss, auch den Personen, die nicht zu den Gewinnern gehören. Alles legitim. Aber nicht alle Lieder, die nicht mit der heilen Welt von Helene Fischer & Co. übereinstimmen, sind zu verbieten. Wie würde wohl heute die Reaktion auf Marius Müller Westernhagens Lied "Dicke" aussehen? Diskriminierungsbeauftragte würden Sturm laufen.

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man solche PR-Veranstaltungen wie "Echo", die ja nur der Selbstbeweihräucherung der eigenen Musikbranche dienen, nicht generell abschaffen sollte. Wenn man aber die gesamte Branche und einzelne Genres öffentlich repräsentieren und zur Publikumshuldigung feilbietet, gehören auch die nicht so "stromlinienförmig" agierenden Akteure aus der "Schmuddelecke" mit dazu. Auch sie tragen dazu bei, dass viele Agenten und Verlage durch deren Musik sehr viel Geld verdienen. Und dagegen wehrt sich niemand. Cool wäre es, wenn die Musikverlage sich auf diese Weise distanzieren würden, dass sie das mit den umstrittenenen Künstlern verdiente Geld sozialen Projekten oder Stiftungen spenden würden, wenn es denn wirklich so schlimm und moralisch unerträglich ist. Das wäre dann echte Betroffenheit. Ansonsten ist die moralische Entrüstung nur Show, die den positiven Nebeneffekt von kostenloser zusätzlicher Aufmerksamkeit und Chancen auf Mehreinnahmen erhöht. Je mehr Protest, desto höher die Einnahmen der beiden Musiker - und der Verlage. Am Ende profitieren beide. Die Rückgabe der Echos anderer Künstler erzielt mehr öffentliche Aufmerksamkeit als der Echo selbst je hatte und ist für die "Stigmatisierten" hilfreich. Als Outsider verdient man dadurch gewiss nicht schlechter...

Solange der Rechtsstaat hier nicht eingreift, haben sie alles "Recht" zu singen, was sie singen. Das ist der Maßstab. Und es scheint ja auch Menschen gefallen zu haben, sonst hätten sie es nicht bis auf die Bühne geschafft.

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Ich teste, also bin ich!

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Zuletzt geändert von bamboole am Freitag 20. April 2018, 14:33, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 13:01 
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Diese beiden nutzlosen Vollhonks leben und der Superblock ist tot-
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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 13:37 
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@bamboole
Guter Beitrag.
Leider gibt es nicht so viele Menschen, die mal logisch nachdenken und so einiges hinterfragen.
Die meisten glauben das was Sie lesen und das was in einer Statistik veröffentlicht wird.
Das mal so ganz allgemein, passt auch zum Thema Regeländerungen, neue TT Bälle usw.....

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VG, Ralf
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Noppen... find ich gut!


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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 13:49 
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Sehe ich etwas anders. Nicht alles was per Gesetz erlaubt ist, ist auch legitim oder ethisch korrekt. Das eine Kölner Politikerin und Hotelbesitzerin durch eine absurde Vereinbarung mit der Stadt auf einmal Millionärin wird, mag nicht strafbar sein. Aber anstößig finde ich es allemal.

Die Texte und der kolportierte Lebensstil aus dieser "Szene" waren schon seit einem Jahrzehnt und länger frauenfeindlich, obszön und gewaltverherrlichend. Das man sich jetzt nach der Verleihung öffentlich daran so stört, finde ich scheinheilig.

Die vor allem beanstandete Textzeile "mein Körper so definiert..." finde ich abstoßend, dumm und natürlich antisemitisch. Ob sie auch so gemeint war...keine Ahnung. Aber ich glaube, dass mit solchen...ich nenne es mal Dingen, der Schreckensgedanken an diese historischen Geschehnisse irgendwie aufgeweicht wird. Und das finde ich falsch.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 15:42 
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Super Beitrag Maik !

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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 21:22 
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Ich glaub ehrlich gesagt das die beiden nicht richtig begreifen was genau in Auschwitz-Birkenau und in welcher Größenordnung dort getötet wurde.
in 3,5 Jahren über eine Million Menschen in den Tod zu schicken ist schon eine extreme Größenordnung.
Die beiden wollten mit den Texten provozieren, das ist ja auch ok, künstlerische Freiheit ist jedem gestattet aber hier sind sie glaube ich unwissentlich deutlich über das Ziel hinausgeschossen.

Ich habe mir vor ein paar Jahren Auschwitz-Birkenau angeschaut, einfach weil mich Geschichte interessiert.
Aber das hebt sich nochmal deutlich von anderen Lagern wie Dachau oder Sachsenhausen die ich auch schon gesehen habe.
Das lässt einen normalen Menschen nicht kalt.


Ich denke wenn die beiden sich einfach mal die Ausstellung in Auschwitz-Birkenau anschauen werden Sie über Ihre Textzeile etwas anders denken.
Die Führung da ist extrem interessant und bringt immer wieder neue grausame Details die man vorher so nicht wusste.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Freitag 20. April 2018, 23:02 
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Dachau würd mich auch mal interessieren. Hab schon Mittelbau Dora in Nordhausen besucht V1/2 Fertigung. Vor allem der Stollen. Unvorstellbar ! Damit macht man keine "Kunst" etc.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kollegah und Farid Bang
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. April 2018, 18:05 
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bamboole hat geschrieben:

Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob man solche PR-Veranstaltungen wie "Echo", die ja nur der Selbstbeweihräucherung der eigenen Musikbranche dienen, nicht generell abschaffen sollte. Wenn man aber die gesamte Branche und einzelne Genres öffentlich repräsentieren und zur Publikumshuldigung feilbietet, gehören auch die nicht so "stromlinienförmig" agierenden Akteure aus der "Schmuddelecke" mit dazu. Auch sie tragen dazu bei, dass viele Agenten und Verlage durch deren Musik sehr viel Geld verdienen. Und dagegen wehrt sich niemand. Cool wäre es, wenn die Musikverlage sich auf diese Weise distanzieren würden, dass sie das mit den umstrittenenen Künstlern verdiente Geld sozialen Projekten oder Stiftungen spenden würden, wenn es denn wirklich so schlimm und moralisch unerträglich ist. Das wäre dann echte Betroffenheit. Ansonsten ist die moralische Entrüstung nur Show, die den positiven Nebeneffekt von kostenloser zusätzlicher Aufmerksamkeit und Chancen auf Mehreinnahmen erhöht. Je mehr Protest, desto höher die Einnahmen der beiden Musiker - und der Verlage. Am Ende profitieren beide. Die Rückgabe der Echos anderer Künstler erzielt mehr öffentliche Aufmerksamkeit als der Echo selbst je hatte und ist für die "Stigmatisierten" hilfreich. Als Outsider verdient man dadurch gewiss nicht schlechter...


Na also, geht doch :-)

https://web.de/magazine/unterhaltung/mu ... t-32934836

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