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 Betreff des Beitrags: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Freitag 21. Februar 2014, 21:41 
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Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 14:41
Beiträge: 342
Vielleicht kann mir von euch jmd. mit Ratschlag helfen, bin nämlich mit meinem Latein etwas überfordert :
folgende Ausgangssituation: Meisterschaftsspiel gegen eine profihaft agierende Truppe, anders ausgedrückt, sozusagen Semiprofi gegen Amateure (meine Mannschaft). Kurzer Blick auf den Schläger des Gegners: NI + dicker blauer Schwamm beidseitig. Spielverlauf: konnte im 1. Satz kein einziges Service entsprechend beantworten, soll heißen a) zu hoch od. b) zu lang od c) im Netz. Ich muß hinzufügen, daß ich generell nicht extrem schnittanfällig bin, hier habe ich allerdings kein Rezept finden können. Die Services haben übrigens harmlos ausgesehen, doch weder der rel. unempfindliche L.S.D auf Vh noch die ebenfalls unempfindliche KN (Valor Premier) auf Rh haben wie gewohnt reagiert.
Mir ist allerdings beim Beobachten während d. Einspielzeit des Gegners aufgefallen, daß er es mit einer Handbewegung geschafft hat, daß beim Service der Ball sich sozusagen auf der gegnerischen Hälfte vorm Herunterfallen vom Tisch verblüffend noch seitlich Richtung Netz gedreht hat. Meine Fragen an euch:
(1) glaubt ihr, daß durch reines Aufschlagstraining sowas erreicht werden kann, od. kann es u.U. auch sein, daß materialmäßig 'nachgeholfen' wurde, soll heißen, daß nicht nur die Technik, sondern auch die Chemie hier eine Rolle spielt (Booster).
(2) was tun in solchen Fällen ? Auf Verteidigerposition schon beim Service zurückgehen od. in Tischnähe bleiben, aber wie dann reagieren ?
Übrigens ist es meinen beiden Mannschaftskollegen ähnlich ergangen, nur der Verteidiger in meiner Mannschaft hatte eine geringfügig bessere Annahme, wurde spätestens jedoch beim Rückschlag kaltgestellt, da der Ball ebenfalls relativ höher als üblich gestiegen ist (Joola Octopus auf langsamen Holz)

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P-Ball
vorne: Waran 2.0
hinten: Three Sword Zeus OX
dzt. Holz -> LKT Toxic 5 modifiziert


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Freitag 21. Februar 2014, 23:51 
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Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2008, 13:22
Beiträge: 131
Aufschläge haben meiner Meinung nach fast ausschließlich mit Technik zu tun. Sicher setzt der Belag gewissermaßen Grenzen, aber ob es nun ein getunter Belag ist oder ein normaler Tensor sollte da außer im absoluten Spitzenbereicht ziemlich egal sein.

Ansonsten wäre es vielleicht einmal sinnvoll, wenn du die Angaben beschreiben würdest die er gemacht haben soll. Aus der einzigen Beschreibung die du zu den Aufschlägen machst werde zumindest ich nämlich eher weniger schlau: gegnerische Hälfte ? (wessen Seite ? die des Aufschlägers oder deine ?) "seitlich Richtung Netz" ???

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Holz: Donic Persson Impuls 7.0
VH: Joola Rhyzm 425 2.0 rot
RH: Tackiness D 1.5 schwarz


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 00:07 
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Beiträge: 277
Das Spiel ist vorbei, was willst du denn da jetzt noch machen? ;)

Okay, mal im Ernst, war es das Problem, den Schnitt überhaupt zu sehen (bzw. die Abstufungen) oder hast du den Spin zwar richtig gesehen, aber es war zuviel, um damit umzugehen (z. B. soviel von dir auch richtig erkannter Unterschnitt, dass du die Bälle nicht hochbekommen konntest)? Dann könntest du das ja gezielt trainieren. Die Aussage, du seist an sich nicht schnittanfällig, hört sich ja fast ein wenig so an, als würdest du dir üblicherweise kaum Gedanken über den Schnitt im gegnerischen Aufschlag machen müssen und bist vielleicht im Schnittlesen nicht geübt genug, auch bei stärkeren Aufschlägern genauer hinzugucken - das Material macht vielleicht auch ein wenig bequem.

Im Spiel ist es schwierig, darauf zu reagieren. Zurückgehen ist eine Möglichkeit, wenn denn die Aufschläge überhaupt lang genug kommen. Bei halblangen Aufschlägen oder gar kurzen (so hörte es sich ja an), geht das sowieso nicht. Vielleicht hilft da eine Art Schadensbegrenzung.. Also nicht mehrmals den gleichen Aufschlag fressen. Einen "unlogischen" Aufschlag nicht immer wieder logisch beantworten... Ich hatte mal einen Gegner, der hatte einen bestimmten Aufschlag, bei dem ich nicht den Schnitt erkennen konnte. Sind dann ein paar mal zu hoch gestiegen, bei seinen anderen ist das nicht passiert. Schnitt blieb weiterhin nicht "erkennbar", aber es war dann klar, dass da mehr Überschnitt als erwartet drin ist, auch wenn ich das nicht gesehen habe. Sich vielleicht etwas mehr trauen, als zu feige und zu hoch ablegen, was dann eh nichts bringt... Tiefere Position bei der Aufschlagsannahme, um den Schnitt beim Balltreffpunkt besser zu sehen. Finten versuchen auszublenden...

Vielleicht ist es für deinen inneren Frieden auch am besten, ihn einfach als sehr guten Aufschläger abzuhaken und gut ist es. Auch in niedrigen Spielklassen gibt es ja manchmal in der Liga einen Topaufschläger, der einfach 80% der Leute alt aussehen lässt. Die "Tuning"-Hypothese hilft dir nicht weiter. wenn sein Team sowieso deutlich stärker war, passen doch deutlich stärkere Aufschläge gut dazu.

Nur mal so als ein paar Gedanken...


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 00:14 
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Registriert: Mittwoch 15. August 2012, 15:21
Beiträge: 143
Booster ist für Aufschläge eher kontraproduktiv. Das geht am besten mit unkatapultigen Belägen. Mit klebrigen (Chinabeläge) kriegt man auch noch mal mehr Schnitt rein aus dem Handgelenk.

Annahme: erstmal muss man erkennen, was da passiert ist. Das ist das schwierigere. Dann den Schläger entsprechend so drehen, dass der Spin returniert werden kann. Nach hinten gehen und schupfen ist dagegen keine gute Idee. Lange Aufschläge in jedem Fall gegen gehen. Es sei denn Du bist Abwehrspieler.


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 00:15 
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Registriert: Mittwoch 15. August 2012, 15:21
Beiträge: 143
Booster ist für Aufschläge eher kontraproduktiv. Das geht am besten mit unkatapultigen Belägen. Mit klebrigen (Chinabeläge) kriegt man auch noch mal mehr Schnitt rein aus dem Handgelenk.

Annahme: erstmal muss man erkennen, was da passiert ist. Das ist das schwierigere. Dann den Schläger entsprechend so drehen, dass der Spin returniert werden kann. Nach hinten gehen und schupfen ist dagegen keine gute Idee. Lange Aufschläge in jedem Fall gegen gehen. Es sei denn Du bist Abwehrspieler.


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 01:24 
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Registriert: Donnerstag 28. Juli 2011, 12:52
Beiträge: 193
Ich stimme dem zu, dass es eher von der Technik/Handgelenkeinsatz kommt, als vom Material. Ich stehe derzeit vor dem selbigen Dilemma. Ich trainiere gelegentlich mit einem ehemaligen OL-Spieler, der nach 7! Jahren seinen alten Schläger wieder in die Hand genommen hat. Ich weiß erst was in seinen Aufschlägen drin war, wenn der Ball meine LN verlassen hat und unkontrolliert in der Halle rumfliegt. Gleiches Phänomen tritt auf, wenn ich ihm meinen Ersatzschläger in die Hand drücke (VH Palio c8000).

Dem etwas entgegenwirken kann ich, indem ich wirklich den Ball laaaaaaaang ausspringen lasse und unter den Ball gehe. Danach schlägt zwar seine VH bei mir ein, aber hey ... Ich hab einen Aufschlag bekommen :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 07:53 
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Beiträge: 1500
Verein: TSV Willsbach
Spielklasse: - Moderner Allrounder - Reaktivierter Edelreservist :-)
Hi,
ein paar Erfahrungen/Tips für einen gelungenen Rückschlag. Funzt zumindest in unteren Klassen ganz propper:
- Falls der Drall aus der Bewegung nicht erkennbar ist, sich auf den Ballflug konzentrieren. Zur Not den Aufdruck suchen. Ist mental sehr anstrengend.
- bei langen Services etwas zurück gehen.
- Nur auf den OS/US einstellen, den Seitschnittanteil durch zielen in die andere Ecke ausgleichen. Z.B. würde der ankommende Seitschnitt den Ball nach links lenken mehr nach rechts spielen.
- Ich tue mich leichter, den return mit kleinen Bewegungen zu "setzen" bzw zu platzieren. Für lange Bew. fehlt oft die Zeit.
- Für den Return ist die schnittunempfindlichere KN hilfreich, zur Not wird auch mal gedreht

Ein guter Rückschläger wird man letztllich nur durch die Praxis. Also gegen so viele verschiedene Gegner wie möglich spielen.

_________________
Greets N.

Holz: Donic Appelgren AR V2 (3x)
1. Seite: Koku 119II, Summer 3C
2. Seite: Tibhar Rapid, Spinlord Adler II, Tiger


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 15:57 
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Registriert: Freitag 5. Februar 2010, 14:41
Beiträge: 342
vorerst 1x Danke an euch alle f. die wirklich gut gemeinten Ratschläge, auf die ich der Reihe nach kurz eingehen möchte
(1) @Shimone
ein Service, das sowohl beim Einspielen als tw. auch im Match praktiziert wurde, war ungefähr v. folgender Qualität: https://www.youtube.com/watch?v=tD1YiwDeBjE
Das Ganze allerdings 'wettkampfgetrimmt'
(2) @l'eau effet
2 od. 3 Aufschläge waren Pendulum bzw. Reverse Pendulum Services, jedoch so raffiniert kurz, daß trotz intensivem Hinschauen u. selbstverständlich auch Ballbeobachtung ein Schnitt nicht zu lesen war (Profiaufschläge), das Ärgerliche dabei: an sich ist ja gerade der L.S.D bei der Serviceannahme sehr gutmütig u. läßt kurze Ablagen zu, hier jedoch hab ich gedacht, ich träume, welche Türme ich produziert habe
(3) @pibach
du hast vollkommen recht, daß man erst erkennen soll, was da passiert. Das Blöde bei der Geschichte ist jedoch, daß es anscheinend Schnittvarianten gibt, die man aus div. Gründen nicht üben kann (mangels Trainingspartnern im Verein!!!) u. die bei erster Konfrontation einfach tödlich sind.
Meine Frage dazu: was würdest du in einem solchen Fall als 'Standardannahme' vorschlagen ?
(4) @Damiman21
das, was du berichtest, ist genau das Dilemma, in dem ich mich auch befinde. Ball ausspringen lassen funktioniert zwar evtl., doch müßte ich schon beim Service nach hinten ausweichen u. bin f. einen gewieften Gegner damit eine leichte Beute. Übrigens hat der Spieler (ebenso wie du vom ehemaligen OL-Spieler schreibst) Bundesliganiveau, dh. hat voriges Jahr noch 2. BL in Österreich gespielt.
(5) @Neppomuk
danke dir speziell f. deine Ratschläge. Werde versuchen noch gezielter auf den Aufdruck zu schauen (ist wirklich sehr anstrengend). Das Problem bei den langen Services war, daß diese in der Endphase beschleunigt haben (nach außen gezogen), dh. ich bin auch (wie du anregst) etwas nach hinten gegangen, hab aber damit gleichzeitig die volle Tischbreite f. den Longline-Schlag freigegeben , so schaut's leider aus. Das mit der KN stimmt sicherlich, hab auch rel. gut damit gegenhalten können, zumindest besser als mit der LN.

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P-Ball
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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 20:55 
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Registriert: Montag 29. August 2005, 18:37
Beiträge: 659
Über so komplizierte Aufschläge freue ich mich weil ich sie i.d.R.mit meinem BT für den Aufschläger sehr übel zurück spielen kann,entweder mit Druckschupf oder Block. :mrgreen:

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Material:
Holz:Butterfly Grubba Carbon All+/VH:Friendship Origin soft,1,8/RH:Palio CK531A,ox
Holz:Butterfly Grubba Carbon All+/VH:CTT National Strike,1,8/RH:Bomb Talent,ox,


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 Betreff des Beitrags: Re: Aufschlagabwehr - aber wie ?
BeitragVerfasst: Samstag 22. Februar 2014, 21:53 
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Registriert: Donnerstag 30. Oktober 2008, 19:48
Beiträge: 1083
Spielklasse: KL
bei mir ist's eigentlich auch so, je mehr Schnitt, egal welcher, desto besser, bzw. schlechter für den anderen...

jedoch muss ich auf leere Aufschläge schon achten, sonst gehen meine Rückschläge auch nach oben. d.h. leere Bälle muss man schon erkennen, ebenso Rollangaben, bzw. welche mit überschnitt. diese kann ich mit der Noppe angreifen oder wenn sie lang sind, reinsensen.

_________________
VG, Ralf
Tenergy 25 1,9mm--- WOBBLER--- Grubba Carbon ALL+ 154gr

Noppen... find ich gut!


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