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 Betreff des Beitrags: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 01:13 
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Hallo Leute,

ich hab mal eine Frage zum Umgang mit Balsahölzern. Ich meine hierbei nicht die ultradicken Prügel sondern die moderaten Off- Dinger.

Ich habe seit kurzem ein Spinlord First Strike und hab vorher dieselben Beläge auf einem BTY Grubba All+ gespielt (Evo MX-P max + Agenda ox).

Abwehr mit dem Agenda geht. Er scheint etwas weniger Unterschnitt zu erzeugen, aber dafür mehr Störeffekt zu haben (härtere Aussenfuniere ?)

Bei passiven Schlägen mit dem Evo MX-P hab ich ein nie erlebtes Sicherheitsgefühl. Super !!!

Auch wenn ich den Schläger drehe und RH-Topspin oder Konter spiele ist das besser als je zuvor. Es fühlt sich einfach kontrolliert, aber trotzdem doppelt so schnell, an.

Nur die Vorhand (meine eigentlich stärkste Waffe) ist zur Lottobude geworden. Da ich mit viel Sidespin in die Bälle gehe, ist jeder zweite Ball unkontrollierbar neben oder hinter dem Tisch. Der Versuch das mehr zu kontrollieren machte meinen Topspin sehr langsam. Wenn ich danach wieder beschleunigen wollte, war der Ball im Netz, oder drüber.

Irgendwann bekam ich dann mit dreiviertel Power einen ordentlicehn Gegentopspin hin, aber einen langen Unterschnittball wirklich mit Tempo zu ziehen war wie Lotto (ab und zu mal ein Treffer, aber eigentlich eher nicht).

Was mach ich falsch ? Normalerweise lasse ich dem langen Unterschnittball etwas Zeit aus zu drehen und ziehe dann mit viel Spin und Tempo. Auf die Bälle hab ich normalerweise eine sehr hohe Trefferquote, aber mit dem Balsaholz fühlte sich alles irgendwie falsch an.

Ist das der Trick bei Balsa, daß man nur noch mit halber Kraft spielt ? Oder wie sonst muss ich meine Technik anpassen ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 01:26 
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nein, das hat nichts mit "halber kraft" spielen zu tun...ich kenne das holz jetzt nicht, aber balsa ist nicht gleich balsa (also da gibt es von holz zu holz auch feine unterschiede). wichtig ist auch zu verstehen, dass es relevant ist, ob man den ball in der steigenden phase, am höchsten punkt oder beim fallen trifft. da reagiert jedes balsa holz auch wieder anders - achim rendler bezeichnet seine hölzer auch als aktiv-holz und klassisches holz.

wenn du mit der herkömmlichen methode, wie du sonst gespielt hast, nicht klar kommst - versuch erst mal das schlägerblatt nicht so weit zu schließen, also offener an den ball zu gehen (das machst du z.b. auch bei eher passiven schlägen, eine art konterball). wenn das besser funktioniert, dann versuch bei dieser schlagtechnik dem ball immer mehr spin zu geben, bis du die ideal schlägerhaltung/schlagausführung gefunden hast (auch mal versuchen, den ball früher zu nehmen).

wenn viele schreiben, mit einem balsa holz wäre weniger spin nur möglich, so ist das auch nur begrenzt richtig. diese personen versuchen mit der gleichen schlagtechnik wie bei einem konventionellem holz das gleiche ergebnis zu bekommen. das geht nicht, dafür spielt man ja auch balsa-hölzer ;)

man kann sehr wohl viel spin erzeugen, aber ohne anpassung der schlagtechnik geht das nicht...und wie gesagt, das hängt auch vom holz ab, wie und wie nicht man das umsetzen kann!

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 08:35 
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Tach.

4olaf hat recht. Ein Balsaholz hat, je nach Schlägerwinkel, Schlaghärte und Technik, ein unterschiedliches Katapultverhalten. Wenn man rotationsreich spielt (den Ball tangential trifft), also quasi nur streift, ist ein Balsa (je nach Dicke), ziemlich kontrolliert und erzeugt (Belagabhängig) viel Spin. Trifft man den Ball dagegen voll, entwickelt das Balsa einen ziemlich hohen Katapult, was zu einem höheren Tempo führt. Dann gilt: Auf welchen Ball, spiele ich welche Technik? Entscheide (reagiere) ich falsch, ist der Punkt meist dem Gegner. Habe ich den Bogen einmal raus (Training, Training, Training), kann ein Balsaholz ein großer Vorteil sein. Da ich trotz erheblichen Temporeserven, viel Kontrolle haben kann.
Wenn man es aber nicht beherrscht oder beherrschen lernt, wird der Vorteil zu einem sehr großen Nachteil.

Gruß Otter

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 11:45 
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Das hier noch Training erforderlich ist, hab ich wohl gemerkt (war mir aber auch klar). Nur suche ich noch eine klare Linie.

Langsame Topspins gehen ja gut und kontrolliert. Nur wenn ich versuche etwas "Dampf" zu machen, dann passieren die verrücktesten Sachen.

Beispiel: Gegner spielt Topspin in meine Vorhand. Ich lasse den Ball unter Tischhöhe fallen und gehe leicht dagegen. Der Ball fliegt flach und schnell zurück. Der Gegner zieht weiter und ich komme etwas näher an den Tisch heran und antworte mit einem Treibschlag (nur gegengehen und etwas drücken). Der Ball bleibt schön flach und wird noch schneller. Mein Gegner kommt etwas aus dem Gleichgewicht und sein nächster Topspin wird langsamer und springt höher ab. Jetzt hab ich genug von der "Spielerei" und ziehe voll gegen (so mache ich das eigentlich normalerweise immer). Jetzt geht mein Ball ca. 2 Meter hinter den Tisch.

Ich war fassungslos. Korrekturen führten meist zu direkten Bällen ins Netz. Ideal war diese Gegendrücken (Treibschlag), denn der Schlag war schon schneller als meine normalen Topspins (hatte nur weniger Spin).

Aber vielleicht muss ich ja nur noch etwas experimentieren.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 13:08 
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Beim Block passiert ja das gleiche, trifft der Ball frontal hart auf, ist es schwer ihn noch auf den Tisch zu bekommen (RH-NI-Block; BTY Balsa ALL+). Ich kam mit dem BTY Balsa ALL+ mit 2x NI an sich wirklich prima zurecht, musste die entsprechenden Versuche aber letztlich einstellen, weil der NI-RH-Block bei bestimmten Bällen einfach nicht zu kontrollieren war. RH-Schuss war ebenfalls oft eher Glückssache. Alles was mit Spin zu tun hatte, war hingegen klasse und das weiche Anschlaggefühl gibt es so halt nur mit Balsa.

Einfacher im Handling finde ich durch Kunstfaser gesperrte Balsa-Hölzer, zB aus der TSP-Glasfiber Serie. Konkret kenne ich da nur das TSP 2.5, das auf der VH Seite mit entsprechenden Belägen recht fix ist und auf jeden Fall sehr gute Rotation erzeugt. Bei diesen Hölzern tritt der balsaeigene Katapult nur gemäßigt bzw. fast gar nicht (TSP 2.5) hervor. Bei reinen Balsa-Hölzern wie deinem sind hingegen schon erhebliche Technikanpassungen beim Block, Schlagspin und Schuss erforderlich. Da geht anfangs alles drüber. Probier ggf. mal ein TSP im Bereich 3 bis 5.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 14:16 
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Danke für den Tipp. Aber eigentlich möchte ich erstmal versuchen meine Technik anzupassen.

Denn nie war mein Rückhand-Topspin besser. (Ihr merkt schon, ich drehe den Schläger häufig).

Aber der Hinweis mit dem Treffpunkt des Balls ist interessant. Den RH-Topspin treffe ich relativ hoch (dicht am Tisch in der aufsteigenden Phase oder am höchsten Punkt). Meine VH-Technik ist anders.

Beim VH-Topspin treffe ich den Ball in der absteigenden Phase und das fühlt sich mit diesem Balsaholz nicht gut an. Hier werde ich mal ein paar Versuche starten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 15:24 
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Falls der MX-P (den kenne ich nicht) eher weich und / oder katapultig ist, dann ist das nichts für Balsa. Am besten geht ein eher härterer Belag mit wenig Katapult wie T05, Vega Pro. Ich hatte einen Friendship 729 FX Lighting Max auf dem Balsa ALL+ drauf, der war eigentlich perfekt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 15:59 
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Der MX-P ist eher ein harter Belag (ähnlich der T05 und Verga pro, aber mit mehr Katapult).

Vielleicht ist ja der Katapult das Problem.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Mai 2015, 16:12 
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ich würde auch eher zu einem weniger "gummi" belag raten und beläge mit moderatem katapult bevorzugen. zu viel katapult kann sich mit dem eigenkatapult vom holz auch ungangenehm "vermatschen"...aber wenn du sagst, du kannst mit der rückhand super top spins ziehen, versuch lieber die technik anzupassen und nimm den ball früher. das kann man aber generell nicht bei ALLEN balso hölzern so empfehlen, die verhalten sich alle anders (auch vom katapult verhalten).

es kann sein, wenn du den ball zu spät nimmst, dass du auch gleichzeitig keinen spin für einen "bogen" reinbekommst und der ball anstatt im top-spin bogen auf die platte dann gerade ins aus geht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Balsaholz - Technikanpassung ?
BeitragVerfasst: Samstag 30. Mai 2015, 02:35 
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Ball früher nehmen. Ja das hat geholfen.

Vor allen Dingen beim Gegentopspin nicht so weit fallen lassen und insgesamt kürzere Bewegungen spielen.

Allerdings wollte mein heutiger Trainingspartner unbedingt mit den 40+ Bällen spielen. Vielleicht war deshalb auch die Trefferquote bei mir höher (ich find ja das mit den Bällen Topspinduelle leichter geworden sind).

Auf der Rückhand konnte ich keinen grossen Unterschied zu den alten Bällen feststellen. Der Agenda war gewohnt sicher. Und der RH-Topspin war auch wieder gut.

Mal sehen wie es weiter geht. Im Moment würde ich sagen, bis zur neuen Saison habe ich es raus :wink:

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