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 Betreff des Beitrags: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Sonntag 6. November 2016, 17:20 
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Hi an Alle.

Ich habe da ein kleines (eher großes) mentales Problemchen. Es ist mir derzeit fast unmöglich, im Training gelerntes, gefestigtes und geplantes, mit in den Wettkampf zu nehmen bzw. umzusetzen. Im Training setze ich mir verschiedene Ziele, je nach Trainingspartner. Die Ziele setze ich mehr oder weniger nur für mich, weil alle nur Sätze spielen wollen. Ich habe für mich damit kein Problem, weil ich meine Trainingspläne trotzdem umsetzen kann. Im Training nehme ich mir dann z.B. vor, platziert, sicher, mit wechselnder Rotation und Geduld zu spielen. Unabhängig davon, was der Gegner macht. Ich will dem Gegner so zusagen meine Übung aufzwingen, ohne das der es merkt. Das funktioniert zu meiner Überaschung auch ganz gut. Der Ausgang eines solchen Spiels ist mir egal, wichtig ist mir eben die Umsetzung des Trainingsziels.
Wenn es dann aber zum Wettkampf, speziell das Einzel kommt, ist alles weg. Keine Konzentration, keinen Plan, keine Taktik mehr. Kein Platzierungsspiel und keine Schnittwechsel. Ich spiele dann einfach nur noch irgendwas und lege dem Gegner oft "Elfmeter" hin oder mache selbst viele einfache Fehler. Im Doppel ist soweit alles ganz gut, wahrscheinlich weil mich mein Partner immer wieder antreibt und Vorgaben für Platzierung, Schnitt und Tempo macht. Aber im Einzel fall ich sinnbildlich in ein Loch und komme da auch nicht raus. Dann verliere ich gegen Gegner, nur weil ich deren Spiel mitmache, anstatt denen mein Spiel "aufzuzwingen". Genauer gesagt, ich versuche dies nicht mal.
Habt Ihr Tipps für mich, wie ich dieses Problem beheben könnte?

Gruß Otter

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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Sonntag 6. November 2016, 18:53 
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Ein blödes, aber nicht untypisches Problem... - ich glaube, der Begriff "Trainingsweltmeister" passt da, oder?

Im Forum das zu beurteilen oder gar zu beantworten halte ich für schwierig. Zumal ich ja nicht weiß, wie genau du spielt, wie es beim Training bzw. beim Spiel aussieht. Unter diesen Voraussetzungen meine bescheidenen Cents - ob sie helfen, ist natürlich eine andere Frage:

Erstmal: Du spielst Bezirksliga und sagst, dass nix hinhaut? Das ist ja schon mal ne beachtliche Spielklasse. :ok:

Wie nehmen deine Mannschaftsspieler das wahr? Sehen sie das ähnlich schlimm wie du es beschreibst oder übersiehst du vielleicht, dass du auch klasse Bälle spielst?
Bedenke, dass die Gegner komplett anders spielen als deine Trainingspartner - da fällt die Antizipation komplett weg. (Ich selbst habe damit auch zu kämpfen.)
Und eine ganz wichtige Info: Gute Gegner machen schnittlose Aufschläge oder schnittarme Vorbereitungsbälle auf die Noppen.

Wäre es eine Option, eine Spielklasse tiefer zu spielen und durch Siege mehr Sicherheit zu gewinnen?
Spielst du Turniere? Ideales Training, um sich mit ganz anderen Gegnern auseinander zu setzen.
Trainierst du auch mal in Nachbarsvereinen?

Dann fällt mir noch ein:
Was sind deine zwei oder drei Hauptschläge? Dass du diese systematisch trainierst, so dass du diese quasi auch um 3 Uhr morgens abrufen kannst. Dann sitzen sie auch in Drucksituationen. Gibt's denn wirklich keinen, der mit dir mal ne Runde Systemtraining macht???

Was mir persönlich auch hilft: Dreck fressen. Um jeden Ball kämpfen, Hauptsache zurück auf die gegnerische Hälfte. Auch wenn sich die Schlagtechnicken bar jeglicher Ästhetik zeigen.

_________________
Joo Se Hyuk, Tenergy 05, 2.1 und BTY Feint Long II, 1.1


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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Sonntag 6. November 2016, 20:00 
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Greenhorn

Registriert: Montag 1. Dezember 2014, 12:49
Beiträge: 19
Da hilft wahrscheinlich nur das Wissen, dass es deinem Gegenüber sehr wahrscheinlich auch so geht. Und wie TT-Schlumpf schon geschrieben hat - Dreck fressen, beissen, kämpfen.

Diese Angst ist einer der Gründe dafür, dass einige Spieler vor dem Spiel ein, zwei Bier trinken. Das empfehle ich definitiv nicht anzufangen. Lieber verliere ich.

Süni


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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 08:43 
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Spielklasse: Bezirksklasse
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TT-Schlumpf hat geschrieben:
Ein blödes, aber nicht untypisches Problem... - ich glaube, der Begriff "Trainingsweltmeister" passt da, oder?
Trifft zu.
Im Forum das zu beurteilen oder gar zu beantworten halte ich für schwierig. Zumal ich ja nicht weiß, wie genau du spielt, wie es beim Training bzw. beim Spiel aussieht.
Wie oben beschrieben. Ziel ist, im Training und Wettkampf das gleiche zu spielen. Abwehr mit gelegentlichen Gegenangriffen. Unter diesen Voraussetzungen meine bescheidenen Cents - ob sie helfen, ist natürlich eine andere Frage:

Erstmal: Du spielst Bezirksliga und sagst, dass nix hinhaut? Das ist ja schon mal ne beachtliche Spielklasse. :ok:

Wie nehmen deine Mannschaftsspieler das wahr? Sehen sie das ähnlich schlimm wie du es beschreibst oder übersiehst du vielleicht, dass du auch klasse Bälle spielst?
Die sehen das nicht so schlimm und sagen mir dann, daß der Gegner wirklich gut war. Ein Blick auf den TTR sagt dann aber meist etwas anderes. Ist aber auch verständlich, solange das Team erfolgreich aus einer Partie hervorgeht. Und es betrifft auch nur das Einzel. Im Doppel schlagen wir in letzter Zeit Gegner, die tatsächlich stärker sind als ich und mein D-Partner.
Bedenke, dass die Gegner komplett anders spielen als deine Trainingspartner - da fällt die Antizipation komplett weg. (Ich selbst habe damit auch zu kämpfen.)
Sich während eines Wettkampfes auf Antizipation zu verlassen, halte ich eh für fatal. In den allermeisten Fällen wird man falsch liegen. Ich denke aber, wenn man als Abwehrspieler seinen Gegner gut anspielt, ist Antizipation vernachlässigbar. Dieses Anspiel und die Konzentration, die dafür nötig ist, habe ich aber eben nur im Training. Im Wettkampf (Einzel) ist sie plötzlich weg.
Und eine ganz wichtige Info: Gute Gegner machen schnittlose Aufschläge oder schnittarme Vorbereitungsbälle auf die Noppen.
Meine Trainingspartner bewegen sich in TTR-Rahmen zwischen 1660 und 2050. Diese schnittlosen Aufschläge bekomme ich tatsächlich (auch im Training) und kann damit eigentlich auch gut umgehen.

Wäre es eine Option, eine Spielklasse tiefer zu spielen und durch Siege mehr Sicherheit zu gewinnen?
Ich will es zwar eigentlich nicht, weil ich mich mit der nächstniedrigeren Mannschaft irgendwie nicht identifizieren kann, es wird aber zur Rückrunde so kommen. Vorallem wegen TTR (bin auf ~1530 gefallen) werde ich wahrscheinlich Kreisliga mittleres PK auflaufen.

Spielst du Turniere? Ideales Training, um sich mit ganz anderen Gegnern auseinander zu setzen.
Trainierst du auch mal in Nachbarsvereinen?
Ja und hin und wieder. Turniere spiele ich, habe aber da das gleiche Problem. Im September lief es noch ganz gut (3.Platz in Wäschenbeuren). Aber danach war irgendwie Schluß und ich bin abgesackt (1. Rangliste -40). Ich trainiere hin und wieder bei meinem Ex-Verein ein bisschen, weil mein Sohn dort bei den Kindern trainiert und spielt. Ganz selten bei "fremden" (sind nicht wirklich fremd) Vereinen, wenn z.B. unsere Halle zu ist.

Dann fällt mir noch ein:
Was sind deine zwei oder drei Hauptschläge? Dass du diese systematisch trainierst, so dass du diese quasi auch um 3 Uhr morgens abrufen kannst.
Das hat mich mein Doppelpartner auch gefragt. Dieser meinte, daß muss bei dem Abwehrspieler der Schupf sein. Aber ob das wirklich bei mir der Fall ist? Im Training ja, im Wettkampf eher nein. Dann sitzen sie auch in Drucksituationen.
Gibt's denn wirklich keinen, der mit dir mal ne Runde Systemtraining macht???
Doch den gibt es. Ich spiele mit diesem auch regelmäßig Übungen. Er ist selbst ein erfahrener Abwehrspieler. Und dabei klappt auch alles und ich bin seitdem ich mit ihm spiele, auch sicherer geworden. Gerade was das Schupfspiel angeht. Aber im Einzelwettkampf scheint das alles wie weggeblasen zu sein.

Was mir persönlich auch hilft: Dreck fressen. Um jeden Ball kämpfen, Hauptsache zurück auf die gegnerische Hälfte. Auch wenn sich die Schlagtechnicken bar jeglicher Ästhetik zeigen.
Das hat mir nach dem letzten Spiel mein Doppelpartner auch gesagt (auf der Heimfahrt). Pushen und um jeden Ball/Punkt kämpfen. Wenn man dann trotzdem verliert, hat es eben nicht sein sollen, man war in schlechter Form oder der Gegner war einfach besser, aber man kann sich selbst nicht vorwerfen, es nicht versucht zu haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 08:49 
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@ süni
Da hilft wahrscheinlich nur das Wissen, dass es deinem Gegenüber sehr wahrscheinlich auch so geht. Und wie TT-Schlumpf schon geschrieben hat - Dreck fressen, beissen, kämpfen.

Diese Angst ist einer der Gründe dafür, dass einige Spieler vor dem Spiel ein, zwei Bier trinken. Das empfehle ich definitiv nicht anzufangen. Lieber verliere ich.

Süni

Das mit dem Bier kommt für mich nicht infrage. Ich denke aber auch, daß ist vor oder während eines Wettkampfes bei meinen Mannschaftskollegen nicht besonders gern gesehen. Danach ok, aber nicht davor oder währenddessen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 10:19 
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Das "Problem" kenne ich. Auch wenn es bei mir noch etwas anders ist. Ich spiele im Systemtraining gut, aber sobald es um Punkte geht nicht mehr. Vor allem, wenn ich selbst das Spiel gg schwächere Gegner machen muß. Es betrifft vor allem den VH TS, der im Spiel viel schlechter kommt, da meine Beine sich nicht so bewegen wie sie es im Training gelernt haben. Bzw sich garnicht bewegen wollen....

Ich merke, daß es ganz stark von meiner Konzentration abhängt und vom Druck den ich mir selbst mache. Wenn ich es schaffe mich durch nichts ablenken zu lassen: Licht, Boden, Lärm usw und mich an den Matchplan immer wieder erinnere, dann spiele ich auch viel besser. Und ich muß mir klar machen, daß Fehler zu Tischtennis gehören, auch eigenen. 11:0 Satzgewinne sind selten! Und am Ende zählt ein 11:9 genauso als Satzgewinn!


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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 13:35 
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Hi Otter,
Vielleicht hilft da auch Citalopram? Mir hilft es auf jeden fall!
Lg olli

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dieses forum ist wie ein auto... nennt mich fluxkompensator


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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 14:47 
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Registriert: Mittwoch 12. Oktober 2005, 23:50
Beiträge: 107
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Spielklasse: Landesliga oben
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Der einzige, den ich hier genauso verachte wie dich, ist der doofe admin, der es seit jahren nicht schafft dich zu entfernen...

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Holz: Dr. Neubauer Firewall
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RH: Tibhar Grass D.Tecs (Contra-Spezial)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 14:58 
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Spielklasse: Verbandsklasse
Hat eh und je keinen Sinn...........

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Mizutani SZLC
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RH: ABS 1,8mm

Im Test:
Andro Ligna all+
VH: Tibhar MX—P max
RH: Gorilla 0,6<<< zu schnell....

***Antipower***


Zuletzt geändert von sabby am Mittwoch 9. November 2016, 07:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mentales Problem
BeitragVerfasst: Montag 7. November 2016, 15:42 
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Beiträge: 737
Verein: TTC Fischbach
Spielklasse: Bezirksklasse hinteres Paarkreuz
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interessantesten Themen angestoßen. So ein Forum braucht vielleicht immer irgendeinen Exzentriker. Aber sehr gewöhnungsbedürftig ist er aber schon.

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Der frühe Vogel fängt den Wurm


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