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 Betreff des Beitrags: Erster Eindruck Dr. Neubauer Gorilla
BeitragVerfasst: Mittwoch 16. April 2008, 23:29 
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hi zusammen,

hier nun der erste Eindruck des neuen Antitops Gorilla von Dr. Neubauer.

Trainingsdauer: 2 x 1,5 Stunden reines Blocktraining
Beläge: Gorilla, 1,3mm und 0.6mm
Holz: Avalox P500, Wallenwein Omega

Vorab: um sich unnötigen Frust zu ersparen, sollte der Gorilla nicht vor dem Training aufgeklebt werden. Die Schwammunterlage scheint den Kleber sehr gut aufzunehmen und wird extrem katapultig. Der Belag ist dadurch kaum zu kontrolieren und verzeit selbst kleinste Fehler nicht.

Einen Tag später sieht dies dann ganz anders aus ...

Testbericht:

Der Gorilla ist ein sehr leichter Antitop mit einem recht weichen Schwamm und weicher, sehr glatter Oberschicht. Das Tempo ist schneller als bei den meisten glatten langen Noppen. Die 0,6er Version liegt vielleicht zwischen Fakir und Alligator.

Gegnerischen Schnitt nimmt der Belag so gut wie nicht an, durch die weiche Oberfläche verliert der Ball zwar etwas an Spin, trotzdem ist eine Schnittumkehr vorhanden; vergleichbar vielleicht mit dem Dr. Neubauer Monster oder TSP P-1 Bamboo.

Besonders als "Superblock-Spieler" fällt natürlich der Umstieg auf einen deutlich schnelleren Belag nicht einfach. Auch spielt sich natürlich ein Antitop anders als eine glatte Noppe. trotzdem muss ich nach ca. 3 Stunden Training sagen: Der Block klappt gut. Man muss sich zwar sehr stark konzentrieren, denn es gibt unterschiede bei der Annahme von Spinbällen.

Am auffallensden sind die beiden folgenden Effekte (Vergleich zwischen Super Block und Gorilla):

1. Auf schnittlose Bälle muss der Gorilla senkrechter (gerader) gehalten werden. mit dem Super Block konnte ich diese Bälle mit leicht geöffnetem Schlägerblatt schön nach vorne drücken. Versuche ich dies mit dem Gorilla, dann steigt der Ball und landet weit hinter dem Tisch. Eine Korrektur des Handgelenkes nach vorne, so dass der Schläger senkrechter steht, behebt dieses "Problem". Der Ball kommt gerade und flach auf die gegnerische Tischhälfte.

2. Beim gegnerischen Topspin (mit "normalem" Spin) halte ich den Super Block recht gerade - fast senkrecht. Versuche ich dies beim Gorilla, dann landet der Ball im Netz. Hier muss ich beim Blocken den Schläger etwas zu mir neigen.

Beide Effekte zusammen verwirren ersteinmal! Denn: Der Aufschlag oder Konterball vom Trainingspartner (oder auch der sehr spinarme erste Topspin) landet hinter dem Tisch, während der Block auf Topspin im Netz endet.

Zugegeben, meine erste Gedanke war: der Belag macht was er will - denn (nochmal!), der Topspin-Block geht ins Netz, der "leere" Ball über den Tisch (=verkehrte Welt). Dies scheint aber ein typischer Umstellungseffekt zu sein, wenn man sehr glatte, langsame Noppen gewöhnt ist :!: ... man (zumindest ich) halte einfach den Schläger instinktiv wie beim retournieren mit dem Super Block.

Nach drei Stunden Blocktraining ging es jedoch schon gut und auch einige reflexartige Blocks kamen auf den Tisch. Der Umstieg sollte mit etwas Training recht gut klappen (wenn man denn, das doch weichere Anti-Spielgefühl mag).

Eines ist jedoch auch recht sicher: Die Schnittumkehr ist nicht mehr so gut wie bei den Spitzenreitern der glatten Noppen, d.h. viele Gegner können öfters nachziehen.

Auch die Annahme von schnellen Aufschlägen ist wegen des höhren Tempos etwas schwieriger, wenn auch leichter als mit den meisten griffigen Noppen. Wie der Gegner auf solch einen Anti-Return seines Aufschlages reagiert, werden die nächsten Teststunden zeigen. Allzu schlimm wird es aber nicht werden, denn die wenigen Aufschläge die wir trainiert haben, zeigten zwar, dass weniger Schnitt "rüber" kommt aber das aufgrund des höheren Tempos auch weniger Zeit zum reagieren bleibt und so der "tödliche dritte Ball" vom Aufschläger meist ausbleibt.

Im Vorteil ist der Gorilla auf jeden Fall beim Flippen und bei schussartigen Störschlägen. Diese sind besonders auf schnittlose Bälle einfacher zu spielen.

Der Gorilla wurde auf zwei Hölzern gespielt, einem klassischen Offensivholz (Avalox P500) und auf einem RI-Balsaholz (Wallenwein Omega).

Der Block ging mit beiden Hölzern sehr gut. Mit dem Omega konnte jedoch variabler geblockt werden, da das passive Blockspiel mit Balsahölzern schön das Tempo aus dem Spiel nimmt. Man muss aber auch bedenken, dass ich ein Balsaholz spiele und dass es mir natürlich leichter fällt damit variabler zu blocken.

Mit dem 1,3er Schwamm war die Schnittumkehr bei beiden Hölzern fast gleich gut, mit dem 0,6er Gorilla zeigte das Omega mehr Wirkung. Dies ist jedoch nicht verwunderlich denn auch mit GLN hat das P500 nur eine mittelmäßige Schnittweiterleitung.

Fazit: Der König ist tot, lang lebe der König! Auch nach dem Verbot gibt es eine Schnittumkehr, auch wenn diese nicht mehr ganz so extrem ist wie bislang. Das Spiel wird vermutlich offener und schneller werden, denn die Antis eignen sich besser zum Angreifen.

Dem Glatt-Noppenspieler bieten sich nun neben einem Umstieg auf klassiche lange Noppen zwei weitere Alternativen. Zum einen die schnitt-neutralisierenden Noppen von TT-Master und nun die Antis von Dr. Neubauer.

Ich bin optimistisch, das auch Hallmark und andere Noppen-Experten (TSP, Tibhar?) weitere interessante Alternativen entwickeln werden und wir bei Noppen-Test freuen und auf eine "arbeitsreiche" Sommerpause :mrgreen:

Viele Grüße und viel Spaß beim Testen

Jörn

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 01:40 
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Greenhorn

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Vielen Dank für den ersten sehr ausführlichen Eindruck. Gibt es vielleicht auch schon einzelne Spieler die den Bären angetestet haben und diesen näher (vielleicht sogar im Vergleich zum Affen) beschreiben können.
Besten Dank

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 08:55 
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Danke Jörn, ein Klasse Bericht der mir Hoffnung schenkt!
Vor allem weil ich kaum Spiele verloren hab, wenn der Gegner möglichst spinnige Aufschläge gespielt hat. Viel größere Probleme hatte ich stets bei kurzen flachen einwürfen und einem folgenden harten Flip oder schon Topspin über dem Tisch.
Ich sach mal herrlisch :twisted:
Wenn du dem SB eine 10 bei der Schnittumkehr geben würdest, wo siedelst du dann im Vergleich einen SBS und dann den neuen Affen an?

SG Maik

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 09:24 
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Hi Jörn,
so bin ich doch froh das auch Du mittlerweile wieder von SU redest :mrgreen:

Klasse Bericht sehr schön wie wir es von Dir gewohnt sind.
Bist Du der Meinung das auch mit dem monkey Hölzer mit wenig Katapult und sehr harten Außenfunieren einen Vorteil in Sachen SU geben?

Würde es Sinn machen den Belag mit einer Dämpfungsfolie zu verlangsamen?
Gruß


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 10:02 
Super Bericht Jörn !!!

Wäre es zulässig den Schwamm vom Gorilla abzulösen und die dünne Klebefolie, mit der der Toni Hold Anti New 40 ox ausgestattet ist, drunterzumachen? Was beim Toni erlaubt ist müsste doch auch beim Doc zugelassen sein :mrgreen:
Die Frage ist natürlich macht das überhaupt Sinn, aber falls ja müsste man doch noch mehr Schnittumkehr bekommen :D


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 10:10 
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Hallo Jörn,

schöner Testbericht danke dafür.

Wie siehts es beim Gorilla mit Konter und Schuss aus?? Wie gut und/oder kontrolliert lässt jenes spielen??

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 11:11 
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markn hat geschrieben:
Super Bericht Jörn !!!

Wäre es zulässig den Schwamm vom Gorilla abzulösen und die dünne Klebefolie, mit der der Toni Hold Anti New 40 ox ausgestattet ist, drunterzumachen? Was beim Toni erlaubt ist müsste doch auch beim Doc zugelassen sein :mrgreen:
Die Frage ist natürlich macht das überhaupt Sinn, aber falls ja müsste man doch noch mehr Schnittumkehr bekommen :D


hiho,

ich denke, dass es in Sachen Schnittumkehr nicht viel ausmachen wird. Der 0,6er Schwamm lässt einen das Holz schon sehr gut "spüren". Bei GLN ist der unterschied zwischen OX und 0,6mm ja auch recht klein.

Die Kontrolle ist m.E. mit dünnem Schwamm besser, da dieser hier etwas dämpft, erst ab dickeren Belägen kommen dann die dynamischen Eigenschaften des Schwammes zur Geltung.

So zumindest bei Tests die ich mit anderen Antitop Belägen (u.a. TH New 40 und Butterlfy Super Anti) gemacht habe.

Bis zur offiziellen Klärung von Seiten der IFFT würde ich jedoch keinen OX-anti spielen, da hier immernoch eine Grauzone herrscht. Wir sollten auch nicht über etwaiige Modifikationen von Belägen diskutieren, sonst langen wir gleich bei einem neuen Verbot. Die IFFT hat scheinbar Spaß daran gefunden Verbot auszusprechen ... GLN Verbot, Frischklebeverbot, Boosterverbot ...

Viele Grüße

Jörn

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 11:14 
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ManuAnti hat geschrieben:
Hallo Jörn,

schöner Testbericht danke dafür.

Wie siehts es beim Gorilla mit Konter und Schuss aus?? Wie gut und/oder kontrolliert lässt jenes spielen??


hiho,

Der Konterschlag ist m.E. schwerer als beim klassichen Anti, denn der Belag ist einfach schneller und hat sehr wenig Griffigkeit (weniger als die meisten anderen Antis).

Der Schuss geht jedoch sehr gut, besonders wenn der Ball kurz oder halblang ist egal ob flach oder hoch) ... Motto: Augen zu und hau d'ruff ;-)

lg

Jörn

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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 11:28 
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Jörn hat geschrieben:

Vorab: um sich unnötigen Frust zu ersparen, sollte der Gorilla nicht vor dem Training aufgeklebt werden. Die Schwammunterlage scheint den Kleber sehr gut aufzunehmen und wird extrem katapultig. Der Belag ist dadurch kaum zu kontrolieren und verzeit selbst kleinste Fehler nicht.

Einen Tag später sieht dies dann ganz anders aus ...


Das höre ich gerne. Da werde ich gleich noch mal einen Versuch starten.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 17. April 2008, 11:36 
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Und bald ANTI Verbot :!:


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