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RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch
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Autor:  TT-Arnold [ Sonntag 15. April 2018, 16:15 ]
Betreff des Beitrags:  RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch

Hallo zusammen,

nach etwa fünfjähriger Abstinenz habe ich nun wieder angefangen, regelmäßig zum Schläger zu greifen und wieder richtig Spaß an der Sache.

Das nun angesprochene Problem hatte ich auch schon vor der Pause (es legt definitiv nicht am Neueinstieg, wenn es sich aber natürlich mit zunehmendem Training eindämmen lässt). Zuerst zum Material:

Joola Chen Weixing (mit runder Linse, relativ leicht, also ein etwas langsameres)
VH: TSP Triple Spin 1,9mm schwarz
RH: FS 729 1,1mm rot (orange Sponge)

Spielstil: gemäßigte moderne Abwehr, am Tisch sehr viel Schnitt (deshalb beidseitig NI), grundsätzlich beidseitige Schnittabwehr, kein regelmäßiges Gegenziehen, aber eigene Eröffnung.

Das Problem betrifft die RH. Der Friendship ist in der Abwehr sehr angenehm, sehr sicher und mit viel Schnitt und flacher Flugbahn spielbar, am Tisch bei allem außer langem Schupf eine Katastrophe. Problematisch sind dabei vorallem zwei Dinge:

Kein Bogen: Was in der Abwehr wohl zu dem großartigen Verhalten führt, minimiert am Tisch das Trefferfenster enorm. Bei allen kürzeren Schlagbewegungen ist jeder Ball ein Strich. Blocks sind damit quasi nicht spielbar, Schupfbälle gehen nur dann (dann aber gut), wenn genügend Zeit/die Situation für eine lange Sichelbewegung ist.

Extrem kleiner Sweetspot: Sobald der Ball außerhalb eines sehr kleinen Bereichs im Zentrum getroffen wird, ist der Belag völlig tot, keine Kontrolle mehr, der Ball fällt einfach runter oder schlägt bei harten Schlägen durch, dazwischen ist quasi nichts mehr, das erste Problem wird bei nicht optimalem Treffpunkt zusätzlich maximal schlimm.

Beide Probleme sind mMn bei frontal getroffenen Bällen massiv stärker als bei sehr stark tangierten Bällen -> Beim Einwickeln in der Abwehr empfinde ich den Belag als recht gutmütig.

Wichtig: Es geht hier nicht darum, Topspin oder stramme Aktivblocks spielen zu können, allerdings ist in der aktuellen Situation mit dem Belag nur exakt eine Schlagbewegung, nämlich eine Sichelbewegung stark unter den Ball, spielbar.

Ich kann mich noch erinnern, das sehr dezentes Frischkleben/Tunen das ganze erheblich besser gemacht hat, es scheint also nicht unwesentlich an der sehr geringen Elastizität des Belags zu liegen.

Was gäbe es also an Alternativen?

Meine Überlegungen bewegen sich bisher in drei Bahnen:

Dünner, harter Klassiker -> Mark V in ~1,0mm, sehr lineare Dynamik, am Tisch deutlich variabler (auch aktiv) und unempfindlicher spielbar, wahrscheinlich weniger Schnitt, evtl. in der Abwehr zu wenig dämpfend und anderes Spielgefühl

Klassischer griffiger Abwehrbelag -> Tibhar Super Defence etc. in ~1,0mm, ähnlich langsam, elastischer, am Tisch etwas fehlerverzeihender und variabler spielbar (passiv aber mehr als Schupf möglich), in der Abwehr möglicherweise höhere Flugbahn, evtl. etwas weniger Schnitt und anderes Spielgefühl

Hybrider Klebriger Belag -> Globe 999(E), Spinlord Marder 1, etc. in 1,0mm, Spielgefühl ähnlich, aber elastischer/weniger tot, am Tisch etwas variabler, evtl. bleibt das Problem in abgeschwächter Form aber bestehen, aber gleicher Schnitt und ähnliche Flugbahn in der Abwehr

Die dritte Variante scheint mir am naheliegensten, allerdings kenne ich die in Frage kommenden Beläge am schlechtesten bzw. scheinen mir diese Beläge irgendwie alle sehr unterschiedlich zu sein, trotz ähnlicher Zielgruppe (kann das gerade nicht anders beschreiben), die eher raren Testberichte laufen teils ziemlich auseinander.
Bei den ersten beiden Varianten fehlt mir die Erfahrung in dünner Schwammstärke, habe beides länger auf der Vorhand gespielt und immer mal auch auf der RH probiert, aber eben stets in >1,5mm

Was ist eure Meinung dazu?

Autor:  Neppomuk [ Sonntag 15. April 2018, 19:02 ]
Betreff des Beitrags:  Re: RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch

Deine RH Problematik mit dem dünnen FS verwundert kaum. Auch deine Analyse bzgl. frontalen Schlägen passt. Duch den harten, dünnen Schwamm hast du quasi direkten Holzkontakt. Damit kann man den Ball kaum führen. Außerdem sind klebrige Beläge beim Block gerne mal Zicken. Man weiß nie, wie stark die Klebrigkeit den Ball zurückhält. Besonders beim eher passiven Block. M.E.n. bedarf es bei guter Technik keiner Klebrigkeit um max. Unterschnitt zu generieren !
Mein Tip: Tibhar Vari Spin 1,2 oder 1,5. ICH erreiche damit max. US. Als einer der wenigen Kontrollbeläge ist der eher medium-hart und nicht so softig wie entsprechende Konkurrenzmodelle. (Tackiness, Quattro, Backside, Return, etc).
Im Klassikerbereich lohnt ein Blick auf den Vario Soft in 1,2

Autor:  Kogser [ Sonntag 15. April 2018, 19:11 ]
Betreff des Beitrags:  Re: RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch

Einer meiner Jugendspieler spielt ähnlich. Vorhand Rasanter 47 2.0, RH Friendship 729 super FX 1.0 Rot
Mit TTM Holz abgewandeltes Hammer und Sichel

Damit geht eigentlich alles ;-)

Autor:  EvilScientist [ Sonntag 15. April 2018, 22:07 ]
Betreff des Beitrags:  Re: RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch

Vor meinem Umstieg auf Langnoppen habe ich auch mit dem Vari Spin gespielt. Der erlaubt maximalen Unterschnitt am Tisch, ist nicht klebrig und sehr sicher beim Blocken. In 1,5 mm kann man damit auch verhalten angreifen. Fast alle anderen Kontrollbeläge (Marder I, Tackiness, etc.) sind mir zu weich und gefühllos beim Block. Hier eine gute Beschreibung dazu: https://www.tt-spin.de/tibhar-vari-spin/

Anekdote zum Belag: Im einem Doppel hatte einer unserer Gegenspieler seinen Partner furchtbar zusammengefaltet und angedroht sofort mit dem Spielen aufzuhören, wenn sein Partner "noch ein einziges Mal versucht, einen Ball von dem schwarzen Belag (Vari Spin 1,5) anzuziehen". Bis dahin hatte der mindestens 6-7 Mal meinen Schupfball ins Netz gezogen und den ersten Satz damit praktisch alleine verloren.

Autor:  RealGyros [ Sonntag 15. April 2018, 22:18 ]
Betreff des Beitrags:  Re: RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch

Ich kenne einen anti Spieler der auf der anderen Seite einen TSP 730 spielt fürchterlich dieser Unterschnitt kann ich nur sagen. Hab aber letztes Mal gewonnenen habe 9 von 10 Bällen auf den Anti gespielt.

Autor:  TT-Arnold [ Mittwoch 18. April 2018, 09:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: RH NI-Abwehr-Belag, Probleme am Tisch

@Kogser:
Das dürfte der exakt gleiche Rückhandbelag sein, dann macht anscheinend das Holz oder seine Technik den Unterschied, wäre mal interessant, das auszuprobieren.

Das mit dem Vari Spin klingt vernünftig, den habe ich auch lange in dicker auf der Vorhand gespielt, der wäre auf jeden Fall meine Option auf der Rückhand. Vielen Dank an alle :)

Ich habe letzte Woche dann mehrfach hin- und herüberlegt und meine Vortestwahnkombi wieder auf das Chen montiert:
VH: Vari Spin 1,6mm rot
RH: Curl P1r, 0,5mm schwarz

War damit jetzt zwar erst einmal trainieren, der Curl ist etwas wild (wurde durch den Kleber bestimmt nicht besser) aber giftig, die Technik eine doch andere als mit NI (hauptsächlich früher und mehr/anderes Handgelenk), aber die muscle memory kam schon im Laufe des einen Abends langsam zurück.
Aber schon bei dem einen Mal waren die aktiven Optionen am Tisch besser, hinhalten ist bekanntermaßen Scheiße mit dem Curl, war's vorher aber auch und brauche ich auch nicht.

Also mal gucken, ich werde diese Kombi nun erstmal weiter spielen (die hat sehr lange für mein Spiel sehr gut funktioniert, warum ich gewechselt bin, weiß ich heute nicht mehr so genau, dieses Forum hatte bestimmt seinen Anteil :lol: :peace: ), falls ich aber doch wieder zu 2x NI zurückkomme, wirds der Vari Spin auf der Rückhand.

Danke an alle. Thread kann gerne gekapert werden :)

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