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Neues Re-Impact Holz M3-SELECT
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Seite 1 von 6

Autor:  4olaf [ Sonntag 19. August 2018, 16:28 ]
Betreff des Beitrags:  Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

Es wird demnächst ein neues Holz von Achim geben - es wird M3-SELECT heißen und wurde speziell für die Plastikbälle konzipiert - was ist an dem Holz jetzt anders?

Ich habe mit Rücksprache mit Achim in den letzten Monaten einige Hölzer in verschiedenen Kombinationen getestet. Ausgehend von dem beliebten Preference Holz - und meinem Liebling dem Barath - haben wir versucht ein neues Holz zu konzipieren, was meinen Anforderungen an ein neues Holz erfüllt. Wichtig bei dem Plastikball (vor allem bei den ABS Plastikbällen), den Ball aktiver zu spielen und ihn mehr "Führung" zu geben. Der Spin ist eher zweitrangig (aber dennoch wichtig für die Flugbahn), aber gerae beim Passiv-Spiel kann es bei einem zu langsamen Holz passieren, dass die Bälle verhungern, bei einem zu schnellen Holz fliegen sie zwar entsprechend schnell, aber die Kontrolle fehlt. Bei dem alten Zelluloid-Ball konnte man hier mit Rotation dem Ball mehr Kontrolle geben, die Flugbahn besser bestimmen. Beim Plastikball verliert dieser schneller die Rotation, die Flugbahn ändert sich, der Ball bleibt manchmal "stehen", manchmal springt er beim Aufprall nicht typisch in die gedachte Richtung usw. Je besser man den Plastik-Ball mit einem Schlag führen kann, umso sicherer und kontrollierter erscheint er. Das ist auch der Grund, warum man beim Plastikball mit festen Schlägen besser im Spiel bleibt als nur mit leichten oder variantenreichen Spieltechniken. Das Spiel wird immer mehr zum Haudrauf und verliert immer mehr an Technik. Das ist mir und auch vielen Vereinskameraden (NRW-Liga bis 2. Kreisklasse) aufgefallen - bei manchen Bällen weniger, bei anderen extrem.

Ich bin immer überzeugter Balsa-Holz Spieler gewesen - kenne aber auch die Nachteile eines Balsaholzes. Auch ich hatte unter den Testhölzern ein Holz mit extremen Katapultverhalten und kaum Kontrolle gehabt, andere waren einfach zu langsam und ungefährlich. Es ist wichtig, dass das Katapultverhalten des Holzes genausogut dosierbar ist, wie ein linearspielendes Vollholz mit katapultigen Belägen. Aber - ich möchte auch das passive Spiel gut beherrschen können und da sind dann z.B. schnelle Hölzer eher ungeeignet - langsame Hölzer bieten wiederum zu wenig Druck - beides zu vereinen ist für mich am einfachsten in einem guten Balsa-Holz.

Ich liebe eigentlich mein Barath und spiele es in der 422 Ausrichtung, also mit dem dickeren Balsakern auf der Vorhandseite und gerade mit etwas härteren Belägen spielt sich das Holz harmonisch gut und der weiche Ballanschlag ist für mich ein Muss. Leider stellte ich immer wieder fest, dass beim (ABS-)Plastikball die passiven Bälle nicht immer da hingingen, wo ich es haben wollte, beim aktiven Spiel war der Spin am Ende (nach dem Auftreffen auf der Platte) zu gering und Plastikbälle waren einfacher zu retounieren. Dass das jetzt nicht ein Problem von dem Holz speziell ist, sondern alle Spieler mit diesen Problemen zu kämpfen habe, sehe ich bei unseren Materialspielern in meinem Verein - Glanti Spieler (Landesliga) haben einfach nicht mehr die Gefährlichkeit - ein bisschen abwarten und man kann jeden Ball nachziehen oder draufkloppen, Noppenspieler (Bezirksliga) bekommen keine "ekligen" Returns mehr hin usw... Das Spiel an sich wird harmloser für Materialspieler - mein Spiel aber leider auch, das merke ich vor allem bei schwächeren Gegnern (Kreisliga/1. KK), dass Angaben und Spinbälle auf einmal doch noch mal wiederkommen usw.

Genau das hat mich ein bisschen frustriert - und mit Achim dann insgesamt fast 10 Holzbauarten getestet (u.a. auch eine Barath Variante und diverse andere Aufbauten). Das Holz sollte nicht schwer sein (gerade mit meinen schweren China Belag z.B. ist jedes Gramm tödlich), sollte - wenn möglich - nicht mehr so dick sein, MUSS aber ein Katapultverhalten aufweisen, um a) bei aktiven Bällen genug Power zu haben und b) bei passiven Bällen den Ball gut zu führen, aber kurz kurz, kurz lang und lang kurz Spiel ohne Kraftaufwand zu realisieren. Herausgekommen ist das neue M3 SELECT.

Es ist eine Mischung aus diversen Bauten und Erfahrungen mit Außenfurnieren und der Korkeiche. Im Gegensatz zum Barath wird nur eine Lage Korkeiche auf der Rückhandseite eingesetzt. Auf der Vorhandseite ist das Deckfurnier aus Esche und darunter liegt ein 6mm Balsa Kern, die Rückhandseite besitzt ein härteres Lärchefurnier hinter einem 2mm Balsakern. Das Holz ist somit um 2mm dünner als ein Barath und wiegt als Mittelblatt nur 72g (Standarf sollte dann unter 70g kommen). Die Vorhand ähnelt meinem Barath, spielt sich aber dennoch etwas spinniger und der Ballabsprung ist etwas flacher (minimal). Der Katapult auf der Vorhand ist schön dosierbar und nicht größer als beim Barath - Blocks sind einfach und sicher, insgesamt würde ich ihn nur minimal langsamer und spinanfälliger als ein Barath bezeichnen, gegenüber dem Preference bietet es viel mehr Dynamik und Spielspaß. Ich würde die Vorhand in ALL+ bis OFF- einstufen (je nach gespielten Belägen) - aber sehr gut auch mit schnellen Belägen spielbar - ich selber spiele den Acuda S1 Turbo in 2.0mm und empfinde es als angenehm - selbst Unterschnittabwehr ist mit dem OFF Belag gut zu spielen und der Katapult selbt beim richtigen "Reinhacken" nicht übertrieben.

Das eigentlich tolle an der Neuentwicklung ist aber die Rückhand - weil durch das harte Außenfurnier (Lärche) wird der Balsa Effekt sehr reduziert - könnte man meinen. Habe ich auch bei anderen Hölzern so gehabt, leider spielten die sich bei aktiven Spiel als viel zu harmlos und bei passiven Spiel verliert gerade der Plastikball an "Tempo" - er verhungert sehr oft, Resultat ist - der Ball landet im Netz. Versuche ich den Ball dann mit mehr Kraft übers Netz zu "heben", dann verliere ich entweder die Kontrolle oder der Ball kommt dann doch zu lang. Bei diesem Holz jetzt ist der Katapult aber auch gerade bei passiven Schlägen so gut dosierbar und ich kann ohne Probleme den Spin vom Gegner "mitnehmen", den Ball abtropfen lassen ohne eine Handbewegung oder durch Zurückziehen oder Gegendrücken den Ball noch an Tempo nehmen oder mitgeben. Wichtig ist aber für mich ist, dass - wenn ich den Schläger nur hinhalte und den Winkel setze, dass der Ball auf jeden Fall wieder übers Netz kommt und ich ihn verteilen kann. Nur, wenn ICH entscheide, ob ich ihn noch mehr an Kraft rauben oder geben möchte, sich das auswirkt. Möchte ich aktiv mit der Rückhand angreifen, kein Problem - es gibt immer noch genug "Power", um auch Bälle mit starken Tempo und Spin zu spielen.

http://www.retail-service.de/bilder/m3select1.jpg
http://www.retail-service.de/bilder/m3select2.jpg
http://www.retail-service.de/bilder/m3select3.jpg
http://www.retail-service.de/bilder/m3select4.jpg
http://www.retail-service.de/bilder/m3select5.jpg

Insgesamt würde ich die Vor- und Nachteile wie folgt beschreiben:

Vorhand:
+ mittelstarkes Katapult, was in jeder Spielsituation gut zu dosieren ist.
+ spinnig, eher weicher Anschlag
+ sehr gute Kontrolle bei Top-Spin und Blockbälle
+ Unterschnittabwehr kontrolliert
+ gute Schußmöglichkeiten mit härteren Belägen
+ schön, mittelweicher Ballanschlag (wer es nicht mag, dann eher negativ)
- etwas schnittanfälliger als beim Barath oder Preference
- etwas flachere Ballflugkurve, bei Topspin auf Unterschnitt muß mehr nach oben gezogen werden

Rückhand:
+ Rückhand spinunanfällig
+ Rückhand schönes, etwas reduziertes Katapultverhalten
+ gute Führung vom Ball, bei Block und Unterschnittabwehr
- Topspins etwas ungefährlicher - Spin ist gut vorhanden, aber durch die etwas langsameren Bälle leichter für den Gegner zu kontrollieren
- Rückhand für sehr schnelle Bälle (Schuß) eher ungeignet, da Katapultverhalten zu gering
- etwas härterer Ballanschlag

Insgesamt:
+ dünner als vergleichbare Kombihölzer von Re-Impact
+ mit 72g für diejenigen, die etwas leichtere Hölzer mögen
+ Ideal für Plastikball im passiven Spiel
- kein Haudrauf Holz - für aggressives Vorhand/Rückhand Spiel gibt es geeignetere Hölzer
- wer etwas schwerere Hölzer mag, dürfte hier zu wenig Gewicht für die Vorhand haben

Testbeläge waren auf der Vorhand Donic Acuda S1 Turbo 2.0mm und Rückhand DHS Skyline TG 60 2.1mm. Mit Material sollte die Rückhand ähnlich gut spielbar sein, da es im Prinzip dem Barath und dem Preference ähnelt, nur halt kontrollierter im Katapultverhalten. Das Re-Impact Turbo z.B. halte ich für Rückhand wesentlich undynamischer und die Vorhand harmloser vom Katapult - aber das Turbo ist - entgegen der Namensgebung - auch sehr anders im Spielverhalten.

Wer Fragen hat, einfach stellen...Achim kann zu dem Holz selber noch nichts sagen, weil es ein Testholz ist, was momentan nur ich gespielt habe. Über das KSLS-System kann da noch Finetuning betrieben werden. Und das schöne am Holz ist, dass bei Sonderwünschen das eine oder andere bestimmt noch angepasst werden kann, z.B. härtere und weichere Deckfuniere auf der Vor-/Rückhand.

Für mich bietet die Rückhand mit dem Lärchefurnier ein sehr einzigartiges Spielgefühl, was viele Hölzer nicht aufweisen können. Hierzu muß man es aber auch einmal getestet haben, gerade mit dem Balsa Kern und die Eigenschaften von Katapult geben und nehmen.

Autor:  Mastermind [ Sonntag 19. August 2018, 19:20 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

Das verstehe ich nun aber nicht: Früher hat Rendler immer groß Werbung gemacht mit Aussagen wie "Spinenwicklung 200% wie normal". Da muss doch auch mit P-Bällen immer noch sooo viel Spin in den Bällen sein, dass zu wenig Spin für seine Hölzer auch jetzt doch gar kein Problem sein dürfte. Oder war das etwa alles nur Unsinn…?

Autor:  4olaf [ Sonntag 19. August 2018, 21:58 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

Mastermind hat geschrieben:
Das verstehe ich nun aber nicht: Früher hat Rendler immer groß Werbung gemacht mit Aussagen wie "Spinenwicklung 200% wie normal". Da muss doch auch mit P-Bällen immer noch sooo viel Spin in den Bällen sein, dass zu wenig Spin für seine Hölzer auch jetzt doch gar kein Problem sein dürfte. Oder war das etwa alles nur Unsinn…?

Die Frage ist, auf welchen Referenzwert sich die 200% bezieht... Die Aussage heißt ja nicht 200% mehr Spin bei Belag X auf Butterfly Y Holz.

Und dass die Spinentwicklung sich mit Plastik anders entwickelt ist nun mal so, Oberfläche, Größe des Balls etc.

Spin ist aber bei Plastik nicht mehr so relevant, wenn ich vorher mit Zelluloid gegen unseren Glanti Spieler gespielt habe, konnte ich keinen zweiten Ball nachziehen... Bei Plastik ist das fast kein Problem, den Ball rüberzunudeln oder feste entgegenzuziehen. Viel wichtiger ist das Spiel jetzt nach vorne, d h. man geht auf noch katapultigere Beläge oder das Holz verhilft mit dem Katapult für den Vortrieb. Das mag jeder entscheiden wie er möchte... Aber wer einmal die neuen "Plastikbeläge" wie Rasanter und Co getestet hat, merkt keinen wesentlichen Unterschied (Immer auf die Retounierbarkeit beim Gegner achten).

Grade bei katapultigen Hölzern hatten meine Gegner die meisten Probleme, je linearer sich ein Holz spielte, umso einfacher waren die Returns. Ab einem gewissen Katapult geht aber die Kontrolle verloren. Hier das richtige Mittelmaß zu finden, ist der Knackpunkt. Beim Zelluloid war für mich das Barath das ideale Holz, beim Plastik in einigen Punkten nicht mehr so optimal - auf der Rückhand finde ich das neue M3 Select harmonischer mit den Plastikball, weil das Führen mit dem Katapult durch das härtere Lärche Furnier einfacher ist. Durch den Spin machst du mit Plastik nur noch wenig Punkte, viel wichtiger ist jetzt Tempo und Platzierung.

Das M3 Select ist jetzt kein Spinwunder, das ist auch nicht der Sinn bei der Entwicklung, da gibt es schon gute Hölzer wie das Rapier. Es geht bei den Holz um Dynamik durch kontrolliertes Katapultverhalten (was ich bisher nur so gut beim Barath hatte - und der einen oder anderen Dream Entwicklung) und das sowohl im passiven wie aktivem Spiel. Spin und Tempo müssen zusammen passen.

Autor:  Noppenjunkie [ Sonntag 19. August 2018, 23:21 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

4olaf hat geschrieben:
Es wird demnächst ein neues Holz von Achim geben - es wird M3-SELECT heißen und wurde speziell für die Plastikbälle konzipiert - was ist an dem Holz jetzt anders?

Ich habe mit Rücksprache mit Achim in den letzten Monaten einige Hölzer in verschiedenen Kombinationen getestet. Ausgehend von dem beliebten Preference Holz - und meinem Liebling dem Barath - haben wir versucht ein neues Holz zu konzipieren, was meinen Anforderungen an ein neues Holz erfüllt. Wichtig bei dem Plastikball (vor allem bei den ABS Plastikbällen), den Ball aktiver zu spielen und ihn mehr "Führung" zu geben. Der Spin ist eher zweitrangig (aber dennoch wichtig für die Flugbahn), aber gerae beim Passiv-Spiel kann es bei einem zu langsamen Holz passieren, dass die Bälle verhungern, bei einem zu schnellen Holz fliegen sie zwar entsprechend schnell, aber die Kontrolle fehlt. Bei dem alten Zelluloid-Ball konnte man hier mit Rotation dem Ball mehr Kontrolle geben, die Flugbahn besser bestimmen. Beim Plastikball verliert dieser schneller die Rotation, die Flugbahn ändert sich, der Ball bleibt manchmal "stehen", manchmal springt er beim Aufprall nicht typisch in die gedachte Richtung usw. Je besser man den Plastik-Ball mit einem Schlag führen kann, umso sicherer und kontrollierter erscheint er. Das ist auch der Grund, warum man beim Plastikball mit festen Schlägen besser im Spiel bleibt als nur mit leichten oder variantenreichen Spieltechniken. Das Spiel wird immer mehr zum Haudrauf und verliert immer mehr an Technik. Das ist mir und auch vielen Vereinskameraden (NRW-Liga bis 2. Kreisklasse) aufgefallen - bei manchen Bällen weniger, bei anderen extrem.

Ich bin immer überzeugter Balsa-Holz Spieler gewesen - kenne aber auch die Nachteile eines Balsaholzes. Auch ich hatte unter den Testhölzern ein Holz mit extremen Katapultverhalten und kaum Kontrolle gehabt, andere waren einfach zu langsam und ungefährlich. Es ist wichtig, dass das Katapultverhalten des Holzes genausogut dosierbar ist, wie ein linearspielendes Vollholz mit katapultigen Belägen. Aber - ich möchte auch das passive Spiel gut beherrschen können und da sind dann z.B. schnelle Hölzer eher ungeeignet - langsame Hölzer bieten wiederum zu wenig Druck - beides zu vereinen ist für mich am einfachsten in einem guten Balsa-Holz.

Ich liebe eigentlich mein Barath und spiele es in der 422 Ausrichtung, also mit dem dickeren Balsakern auf der Vorhandseite und gerade mit etwas härteren Belägen spielt sich das Holz harmonisch gut und der weiche Ballanschlag ist für mich ein Muss. Leider stellte ich immer wieder fest, dass beim (ABS-)Plastikball die passiven Bälle nicht immer da hingingen, wo ich es haben wollte, beim aktiven Spiel war der Spin am Ende (nach dem Auftreffen auf der Platte) zu gering und Plastikbälle waren einfacher zu retounieren. Dass das jetzt nicht ein Problem von dem Holz speziell ist, sondern alle Spieler mit diesen Problemen zu kämpfen habe, sehe ich bei unseren Materialspielern in meinem Verein - Glanti Spieler (Landesliga) haben einfach nicht mehr die Gefährlichkeit - ein bisschen abwarten und man kann jeden Ball nachziehen oder draufkloppen, Noppenspieler (Bezirksliga) bekommen keine "ekligen" Returns mehr hin usw... Das Spiel an sich wird harmloser für Materialspieler - mein Spiel aber leider auch, das merke ich vor allem bei schwächeren Gegnern (Kreisliga/1. KK), dass Angaben und Spinbälle auf einmal doch noch mal wiederkommen usw.

Genau das hat mich ein bisschen frustriert - und mit Achim dann insgesamt fast 10 Holzbauarten getestet (u.a. auch eine Barath Variante und diverse andere Aufbauten). Das Holz sollte nicht schwer sein (gerade mit meinen schweren China Belag z.B. ist jedes Gramm tödlich), sollte - wenn möglich - nicht mehr so dick sein, MUSS aber ein Katapultverhalten aufweisen, um a) bei aktiven Bällen genug Power zu haben und b) bei passiven Bällen den Ball gut zu führen, aber kurz kurz, kurz lang und lang kurz Spiel ohne Kraftaufwand zu realisieren. Herausgekommen ist das neue M3 SELECT.

Es ist eine Mischung aus diversen Bauten und Erfahrungen mit Außenfurnieren und der Korkeiche. Im Gegensatz zum Barath wird nur eine Lage Korkeiche auf der Rückhandseite eingesetzt. Auf der Vorhandseite ist das Deckfurnier aus Esche und darunter liegt ein 6mm Balsa Kern, die Rückhandseite besitzt ein härteres Lärchefurnier hinter einem 2mm Balsakern. Das Holz ist somit um 2mm dünner als ein Barath und wiegt als Mittelblatt nur 72g (Standarf sollte dann unter 70g kommen). Die Vorhand ähnelt meinem Barath, spielt sich aber dennoch etwas spinniger und der Ballabsprung ist etwas flacher (minimal). Der Katapult auf der Vorhand ist schön dosierbar und nicht größer als beim Barath - Blocks sind einfach und sicher, insgesamt würde ich ihn nur minimal langsamer und spinanfälliger als ein Barath bezeichnen, gegenüber dem Preference bietet es viel mehr Dynamik und Spielspaß. Ich würde die Vorhand in ALL+ bis OFF- einstufen (je nach gespielten Belägen) - aber sehr gut auch mit schnellen Belägen spielbar - ich selber spiele den Acuda S1 Turbo in 2.0mm und empfinde es als angenehm - selbst Unterschnittabwehr ist mit dem OFF Belag gut zu spielen und der Katapult selbt beim richtigen "Reinhacken" nicht übertrieben.

Das eigentlich tolle an der Neuentwicklung ist aber die Rückhand - weil durch das harte Außenfurnier (Lärche) wird der Balsa Effekt sehr reduziert - könnte man meinen. Habe ich auch bei anderen Hölzern so gehabt, leider spielten die sich bei aktiven Spiel als viel zu harmlos und bei passiven Spiel verliert gerade der Plastikball an "Tempo" - er verhungert sehr oft, Resultat ist - der Ball landet im Netz. Versuche ich den Ball dann mit mehr Kraft übers Netz zu "heben", dann verliere ich entweder die Kontrolle oder der Ball kommt dann doch zu lang. Bei diesem Holz jetzt ist der Katapult aber auch gerade bei passiven Schlägen so gut dosierbar und ich kann ohne Probleme den Spin vom Gegner "mitnehmen", den Ball abtropfen lassen ohne eine Handbewegung oder durch Zurückziehen oder Gegendrücken den Ball noch an Tempo nehmen oder mitgeben. Wichtig ist aber für mich ist, dass - wenn ich den Schläger nur hinhalte und den Winkel setze, dass der Ball auf jeden Fall wieder übers Netz kommt und ich ihn verteilen kann. Nur, wenn ICH entscheide, ob ich ihn noch mehr an Kraft rauben oder geben möchte, sich das auswirkt. Möchte ich aktiv mit der Rückhand angreifen, kein Problem - es gibt immer noch genug "Power", um auch Bälle mit starken Tempo und Spin zu spielen.

http://www.retail-service.de/bilder/m3select1.jpg
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http://www.retail-service.de/bilder/m3select3.jpg
http://www.retail-service.de/bilder/m3select4.jpg
http://www.retail-service.de/bilder/m3select5.jpg

Insgesamt würde ich die Vor- und Nachteile wie folgt beschreiben:

Vorhand:
+ mittelstarkes Katapult, was in jeder Spielsituation gut zu dosieren ist.
+ spinnig, eher weicher Anschlag
+ sehr gute Kontrolle bei Top-Spin und Blockbälle
+ Unterschnittabwehr kontrolliert
+ gute Schußmöglichkeiten mit härteren Belägen
+ schön, mittelweicher Ballanschlag (wer es nicht mag, dann eher negativ)
- etwas schnittanfälliger als beim Barath oder Preference
- etwas flachere Ballflugkurve, bei Topspin auf Unterschnitt muß mehr nach oben gezogen werden

Rückhand:
+ Rückhand spinunanfällig
+ Rückhand schönes, etwas reduziertes Katapultverhalten
+ gute Führung vom Ball, bei Block und Unterschnittabwehr
- Topspins etwas ungefährlicher - Spin ist gut vorhanden, aber durch die etwas langsameren Bälle leichter für den Gegner zu kontrollieren
- Rückhand für sehr schnelle Bälle (Schuß) eher ungeignet, da Katapultverhalten zu gering
- etwas härterer Ballanschlag

Insgesamt:
+ dünner als vergleichbare Kombihölzer von Re-Impact
+ mit 72g für diejenigen, die etwas leichtere Hölzer mögen
+ Ideal für Plastikball im passiven Spiel
- kein Haudrauf Holz - für aggressives Vorhand/Rückhand Spiel gibt es geeignetere Hölzer
- wer etwas schwerere Hölzer mag, dürfte hier zu wenig Gewicht für die Vorhand haben

Testbeläge waren auf der Vorhand Donic Acuda S1 Turbo 2.0mm und Rückhand DHS Skyline TG 60 2.1mm. Mit Material sollte die Rückhand ähnlich gut spielbar sein, da es im Prinzip dem Barath und dem Preference ähnelt, nur halt kontrollierter im Katapultverhalten. Das Re-Impact Turbo z.B. halte ich für Rückhand wesentlich undynamischer und die Vorhand harmloser vom Katapult - aber das Turbo ist - entgegen der Namensgebung - auch sehr anders im Spielverhalten.

Wer Fragen hat, einfach stellen...Achim kann zu dem Holz selber noch nichts sagen, weil es ein Testholz ist, was momentan nur ich gespielt habe. Über das KSLS-System kann da noch Finetuning betrieben werden. Und das schöne am Holz ist, dass bei Sonderwünschen das eine oder andere bestimmt noch angepasst werden kann, z.B. härtere und weichere Deckfuniere auf der Vor-/Rückhand.

Für mich bietet die Rückhand mit dem Lärchefurnier ein sehr einzigartiges Spielgefühl, was viele Hölzer nicht aufweisen können. Hierzu muß man es aber auch einmal getestet haben, gerade mit dem Balsa Kern und die Eigenschaften von Katapult geben und nehmen.

Liest sich ja richtig schön (und lang), könnte auch von Achim persönlich sein :pfeif: .
Was kostet denn das gute Stück?

Autor:  4olaf [ Sonntag 19. August 2018, 23:49 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

also so wie ich von Achim das mitgeteilt bekommen habe, ist es nicht teurer als andere Hölzer mit ähnlicher Bauweise, also ab 149 Euro.

und noch mal, damit keine Mißverständnisse auftreten. Es ist nicht das spinnigste Holz. Ich habe hier die unterschiedlichsten Testhölzer in den letzten Wochen bekommen und da wir ab nächster Saison komplett auf Plastik umstellen auch jetzt erst den Bedarf gesehen. Mit dem Barath hatte ich sehr gute Möglichkeiten, beim Zellu Ball den Gegner unter Druck zu setzen, mit dem Plastikball habe ich immer wieder gemerkt - gerade auf der Rückhand - dass zu viele gute Spieler keine Probleme mit Schnitt hatten und mir die Bälle um die Ohren geschossen bzw. verteilt hatten. Aber bevor ich jetzt weiter auf den Plastikball schimpfe und rumweine, habe ich versucht, eine Lösung zu finden. Habe dann erst mal in meinem eigenen Holzfundus verschiedene alte Hölzer getestet, um zu sehen, wo der Zug hingehen muß. Glücklicherweise hat Achim mir dabei geholfen und kostenlos unterschiedliche Hölzer zum Testen bereitgestellt. Einige waren davon wesentlich spinniger als mein Barath - aber über den Spin bekam ich nicht die Punkte, selbst wesentlich schlechtere Spieler haben mit viel Spin kein Problem (es sei denn wir gehen so in 2. bis 3. KK rein) - beim ersten Ball vielleicht noch ins Netz geschoben, konnte man später die Bälle einfach nur "anheben" und das wars. Dann versucht schnellere Hölzer zu spielen, einige mit viel Katapult, andere mit weniger. Hier konnte man dann schön feststellen, wo und wie man Punkte besser macht. Mit meinem Barath habe ich vielleicht im Spiel 2-3 Punkte alleine nur durch meine Angaben gemacht - mit Plastik fast keine einzige mehr, das frustriert dann anfangs.

Und letztendlich ist ein gefährlicher Ball nicht ein nur spinniger Ball, sondern ein spinniger Ball, der aber auch genug Tempo hat, aber gleichzeitig mit dem Holz so dynamisch zu spielen ist, dass man nicht allein durch die Bewegung die Stärke von Tempo und Spin erahnen kann. Das geht sehr gut mit Hölzern, die ein Katapult aufweisen und man so Bälle mit Spin, mit viel Spin oder auch leere Bälle spielen kann, aber alle noch mit unterschiedlichen Tempovarianten. Sehr gute Spieler können das sicherlich auch mit einem normalen Holz - ich kann das nicht. Kann dafür aber sehr gut mit dem Balsa Holz so Bälle spielen, die eben nicht erwartet werden und das ist nun einmal mein Vorteil bei meinem Spiel. Nach fast zehn Testhölzern war nun das M3 Select das Holz, was ich als ideal für diese Aufgabe empfand und ich habe Achim genau dieses Holz dann empfohlen.

Ich denke, dass nur durch die eine Korkeiche Schicht das Holz auf der Rückhand zwar etwas katapultiger geworden ist - das aber widerum durch das härtere Außenfurnier aufgefangen wird und sich so eine ideale Symbiose aus Katapult und Kontrolle bildet. Und wenn ich hier "ideal" schreibe, dann beziehe ich das auf all die anderen Hölzer, die ich getestet habe (und auch die Hölzer, die ich sonst noch von Re-Impact kenne, also die älteren Modelle).

Das ist und bleibt aber immer eine schwierige Einschätzung, weil das ganze Spiel sehr subjektiv ist, zumal das auch von den Belagkombinationen abhängt. Deswegen bin ich vorsichtig mit solchen Aussagen, dass das Holz für jeden sich genau so spielt, wie für mich. Ich kann auch Vergleiche zu anderen Re-Impact Modellen ziehen - ABER - den direkten Vergleich Zelluloid zu Plastik habe ich nur mit dem Barath so kennengelernt und nun mit den Testholzserien. Ich weiß zwar, wie sich ein Tachi, ein Rapier oder Dream sich gespielt haben - aber nicht mit Plastik, und genau das war das Problem jetzt, dass der Plastikball (besonders der normale ABS Ball wie von DHS, Donic, Andro etc. - aber auch der Nittaku Premium) so seine Eigenschaften hatte, die mein Spiel mit dem Barath ungefährlicher machten. Ich konnte nun aber mit unterschiedlichen Gegnertypen (Glanti, D-Tecs Noppen, Angriffspieler im TTR-Bereich 1500 bis 2050 TTR Punkten) und den einzelnen Testhölzern meine Erfahrungen sammeln und die Schwachstellen PlastikBall, meine Spielweise und die Spielweise vom Gegner. Ich hatte z.B. zwei Testhölzer, womit der D-Tecs Spieler gar nicht klar kam (weil teilweise leere Bälle auf seine Noppen kamen), aber der Angriffspieler mich in Grund und Boden geschossen hat. Bei anderen ging der Block gar nicht, bei zu katapultarmen Hölzern und dann eben Chinabelag ist der Ball nur so runtergefallen usw...

Autor:  Magic_M [ Montag 20. August 2018, 07:15 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

Der Aufbau ist nicht sooo weit vom Turbo 62 entfernt. Auch das hat auf der VH eine dicke 6 mm Balsa-Schicht direkt unter dem Deckfurnier, gefolgt von einer Korkschicht und einer dünneren 2 mm Balsa-Schicht auf der RH. Hauptunterschied ist wohl, dass beim Turbo direkt unter dem RH-Deckfurnier noch eine weitere Korkschicht verbaut wurde, und das ist wahrscheinlich auch der Grund für diese Einschätzung:
4olaf hat geschrieben:
Das Re-Impact Turbo z.B. halte ich für Rückhand wesentlich undynamischer und die Vorhand harmloser vom Katapult

Im Prinzip ist es fast eine Mischung aus Turbo und Barath, denn wenn du bei deinem Barath die Korkschicht unter den 4 mm Balsa uf der VH entfernen würdest, hättest du dort auch 6 mm Balsa, dann eine Korkschicht und noch mal 2 mm Balsa, wie jetzt bei diesem Holz.
4olaf hat geschrieben:
Ich denke, dass nur durch die eine Korkeiche Schicht das Holz auf der Rückhand zwar etwas katapultiger geworden ist - das aber widerum durch das härtere Außenfurnier aufgefangen wird und sich so eine ideale Symbiose aus Katapult und Kontrolle bildet.

Wahrscheinlich ist das im Moment Achim`s favorisierte Kombi: 6+2 mm Balsa, dazwischen Kork und der Rest (unterschiedliche Deckfurniere oder eine weitere dünne Korkschicht unter dem Deckfurnier) ist eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Autor:  4olaf [ Montag 20. August 2018, 09:32 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

ja, das Turbo spielt sich dennoch komplett anders. Und klar, dass man mit dem Furnieraufbau jetzt nicht DIE Neuheit entwickeln kann - da ist man natürlich auf Dicken, Furnierarten und Verleimung limititiert - wobei Achim mit seiner Korkeiche ein Alleinstellungsmerkmal hat und ich kenne keinen anderen Hersteller, der dieses Furnier verarbeitet . Bloß da gibt es noch viel mehr "Stellschrauben"...ich habe auch lange mit Achim über die Griffe geschrieben und bei zu harten Griffschalen verliert das Holz sehr viel an Dynamik und Gefühl - sind sie zu weich geht es in die andere Richtung. Achim versiegelt alle seine neuen Hölzer jetzt auch mit einer Zelluloid-Schicht. Der Unterschied beim Aufprall mag vielleicht nur minimal sein, aber dennoch merkt man einen Unterschied zwischen Zelluloid Versiegelung, Naturversiegelung und keine Versiegelung.

Hier ist mal ein Beispiel von zwei weiteren Testhölzern:

http://www.retail-service.de/bilder/testholz.jpg

Das rechte entspricht dem Preference Aufbau, das linke dem jetzigen M3 Select. Dennoch spielt es sich komplett anders, es hat andere Deckfurniere und der Katapult ist dort viel zu ausgeprägt. Wenn man hier den Aufbau sieht und dann das Spielergebnis würde man denken, man spielt komplett zwei unterschiedliche Hölzer. Ich habe das M3 Select erst nach dem Test von diesem einen Holz bekommen, wo ich Achim von meinem negativen Eindruck berichtet hatte. Ich habe diesen Aufbau eigentlich schon komplett verworfen und dachte nicht, dass er mir eine andere Version schickt, die dann auf einmal passt.

Autor:  Mastermind [ Montag 20. August 2018, 10:39 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

4olaf hat geschrieben:
Die Frage ist, auf welchen Referenzwert sich die 200% bezieht... Die Aussage heißt ja nicht 200% mehr Spin bei Belag X auf Butterfly Y Holz.
Nicht zu einem bestimmten Holz, aber ja wohl im Vergleich zu (vielen? den meisten?) anderen Hölzern. Oder zu was soll ich die Werbe-Prosa zu meinem damals gekauften Konterspin 5 (Zitat: VH und RH "Effet +50%") sonst ins Verhältnis setzen - zu einer Ravioli-Dose? Und wenn seine Hölzer tatsächlich so viel mehr Spin hätten (hahaha), dann braucht sich hier auch niemand um Spineinbußen durch den P-Ball sorgen...

Autor:  4olaf [ Montag 20. August 2018, 11:03 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

Mastermind hat geschrieben:
4olaf hat geschrieben:
Die Frage ist, auf welchen Referenzwert sich die 200% bezieht... Die Aussage heißt ja nicht 200% mehr Spin bei Belag X auf Butterfly Y Holz.
Nicht zu einem bestimmten Holz, aber ja wohl im Vergleich zu (vielen? den meisten?) anderen Hölzern. Oder zu was soll ich die Werbe-Prosa zu meinem damals gekauften Konterspin 5 (Zitat: VH und RH "Effet +50%") sonst ins Verhältnis setzen - zu einer Ravioli-Dose? Und wenn seine Hölzer tatsächlich so viel mehr Spin hätten (hahaha), dann braucht sich hier auch niemand um Spineinbußen durch den P-Ball sorgen...

Das hat Achim aber mal erklärt, das mit der Spinangabe...Ob ein Re-Impact mehr oder weniger Spin erzeugt hat viel etwas mit dem Holz an sich zu tun, ob und wie Du es spielst und ob es ein Aktiv Holz ist usw...

Wie ich oben schon geschrieben habe, der Spin ist nicht der ausschlaggebende Faktor für einen Punkt, der Spin ist z.B. für eine gute Flugkurve und Flugstabilität verantwortlich. Rate mal, warum manche Plastikbälle auf einmal in der Luft stehenbleiben oder wegspringen - weil dieser sehr abrupt Spin verliert. Du mußt Dir das ähnlich einer Gewehrkugel vorstellen, die nur die Flugbahn einhält, solange diese sich dreht. Du erzeugst mit jedem Holz nicht unbedingt weniger Rotation wie bei einem Zelluloid-Ball, aber die Rotation bleibt weniger lang erhalten. Je langsamer der Ball nun fliegt, umso weniger Effet (und damit weniger Effekt) bleibt beim Gegner dann übrig. Ergo sollte der Ball "schneller" den Gegner mit Spin erreichen und somit sollte der Ball auch schneller gespielt werden. Durch den etwas größeren Ballumfang beim Plastik verliert dieser so zusätzlich noch Geschwindigkeit. Das zu kompensieren, dazu brauche ich ein Holz mit Katapult.

Ein chinesischer Belag wird nicht allein dadurch gefährlich, weil er extrem viel Spin erzeugt, sondern in Kombination mit Tempo. Deswegen müßtest Du einen Chinesen entweder mit viel Kraft spielen oder mit viel Katapult. Viel Kraft benötigt viel (Kraft-)Training, viel Katapult einen katapultigen Schwamm (Frischkleben) oder katapultiges Holz (z.B. dickeres Balsaholz). Deswegen ist es auch so viel angenehmer ein Holz mit Katapult und Chinesen zu spielen, weil Du a) das Spinplus von einem Chinesen mit b) dem Katapult von einem Holz kombinierst und dadurch gefährliche Bälle erst erzeugt werden. Du könntest ähnlich gefährlich mit einem z.B. Vollholz ohne Balsa spielen, müßtest aber wesentlich mehr Kraft in die Vorwärtsbewegung reinbringen, um den gleichen Effekt zu erzielen (oder halt wie früher immer vorher frischkleben).

Damit wir uns nicht falsch verstehen: mit Katapult meine ich NICHT reines Tempo, weil ein Hau-Drauf Spiel ist auch mit dem Plastikball nicht unbedingt die Lösung für alles...es ist einfacher auf Bälle zu ziehen und draufzukloppen - ja...und Verteidiger haben auf jeden Fall den Nachteil dadurch, dass der Ball eben nicht mehr die "gefährliche" Länge hat, der Ball zu hoch steigt, der Ball Rotation veliert usw...und genau das soll mit dem KATAPULTVERHALTEN kompensiert werden. So habe ich das mit den Testhölzern festgestellt, dass auch hochklassige Spieler (NRW-Liga) Probleme haben mit dem variablen Spiel kurz/lang und leer/spin, weil sie dieses Spiel auch nicht gewöhnt sind. Mit einem gut dosierten Katapult Holz habe ich die Möglichkeit sehr kurz die Bälle abzulegen (unmöglich für einen Topspin) aber auch lang in die Ecken oder Tischmitte zu spielen (was den Gegner wesentlich mehr an Bewegung fordert). Die meisten Spieler haben eine schlechte Bewegung und genau hier ist die Möglichkeit mit Platzierung, Spin und Tempowechsel eher die Punkte zu "erzwingen".

Zurück zu dem M3-Select: ich habe hier wieder mehr Punkte mit Angaben machen können als mit dem Barath (vorwiegend Vorhand Angaben). Auch hier egeben sich wieder die Möglichkeiten (je nach Winkel und Krafteinwirkung) kurze Angaben mit viel Spin zu erzeugen, die ins Netz geschoben werden. Mit der gleichen "Anfangsbewegung" kann ich diese aber auch lang mit und ohne Spin machen. Okay - das kann jeder andere gute Tischtennisspieler auch. Für mich ist aber ausschlaggebend, wie LEICHT ich diese Variationen spielen kann. Mit dem Barath war das Tempo bei zu viel Kraft dann zu hoch...Bälle sprangen dann zu nah am Netz auf und ins Netz oder zu weit. Also das Dosieren des Katapults war etwas anspruchsvoller. Also hat Achim mir weniger katapultige Hölzer gebaut und schwupps, das ganze Spiel war anders, das Holz was lebloser und es war einfach zu anstrengend Topspins zu ziehen usw. - Bis ich dann wirklich ein harmonisches Feedback bekommen habe, sind einige Hölzer mit unterschiedlichen Aufbauten halt erstellt worden.

Wenn andere gerne langsame Hölzer spielen, oder Balsaprügel und und und...dann ist das sicherlich nicht das optimale Holz. Mit einem Rapier44 ist mit Sicherheit mehr Spin drin - aber halt nicht die Möglichkeiten wie mit einem M3 Select. Ich spiele damit z.B. einen Druckschupf mit normalen Noppen-Innen Beläge oder kann sehr leicht entscheiden, ob ich z.B. einem Noppenspieler Bälle leer in seine Noppen spielen möchte. Das gelingt mir z.B. mit einem katapultigen Holz sehr viel leichter als mit einem langsamen, nicht katapultigem Holz, wo ich einfach zu viel Kraft in die Bewegung nach vorne machen muß, damit er auch die richtige Länge erreicht. Ich bin da dann auch einfacher viel spinanfälliger bei Gegenschlägen usw.

Autor:  Ganz Opak [ Montag 20. August 2018, 14:38 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Neues Re-Impact Holz M3-SELECT

Die Beschreibung der neuen Kreation klingt sehr interessant. Ich vermute, da bin ich nicht der Einzige, der hier gerne mal zugreifen würde.
Frage ist, wie schnell mal an das neue Holz rankommt. Ich vermute, der Achim Rendler nimmt sich viel Zeit, die individuellen Bedürfnisse herauszuarbeiten, Das dauert Zeit. Vermutlich sind die Furniere auch noch handselektiert.
Wieviele Hölzer schafft er da? Die Warteliste wird wahrscheinlich schon jetzt endlos sein und bis in den Winter reichen. Für meine kommende Saison seh ich da schwarz.

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