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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 07:20 
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Beiträge: 47
Die Hölzer von Achim Rendler sind in 3 verschiedenen Größen verfügbar.

Mich würde jetzt interessieren, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Blattgrößen aufs Spiel haben.

Die kleinste Größe ist mit den selben Belägen sicher ein wenig leichter, als das Großblatt.

Aber ist das der einzige Grund für Unterschiede, oder welche Faktoren spieln da noch mit.

Bzw welche spürbaren Auswirkungen gibt es?

Mich würde die Theorie dahinter sehr interessieren, als auch das, was ihr im Spiel empfunden und erlebt habt.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 09:04 
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Registriert: Donnerstag 15. August 2013, 21:42
Beiträge: 93
Hallo,

das Thema bewegt mich auch, sehr sogar!!!
Nicht nur, dass Vieltester durch unterschiedliche Blattgrössen Probleme haben, z.B. einen preisgünstig im Forum erworbenen Testbelag sinnvoll auf Dauer zu nutzen, das geht dann halt auch nur zum testen (Beispiel: ich kaufe Testnoppe xy hier im Forum für 15€ die auf 15cmx15,3 geschnitten ist um sie auf z.B. Re-Impact Mittelblatt zu testen- die Noppe xy gefällt mir beim Test- dann muss ich diese doch wieder verkloppen und mir das Teil neu kaufen, weil ein deutlich zu kleiner Belag dann auf die Dauer doch nicht geht...).
Aber zurück zum eigentlichen Thema:
Ich liebe Hölzer, leicht oversized aber halt nicht fast kreisrund wie das Re-Impact Mittelblatt-damit kann ich irgendiwe nichts anfangen für mein Spiel. Noch komischer für mich ist das Spielgefühl mit Hölzern, welche breiter denn länger sind, geht für mich gar nicht.Das (Rendlersche) Grossblatt wiederum ist für meine Hände, Arme und Körpergrösse zu gross, zumal ich tischnah spiele, das geht vom Handling gar nicht (obwohl mir die Proportionen dieses Holzes gefallen).
Nach meinen Erfahrungen verändern sich die Spieleigenschaften nicht zum Negativen, wenn man das Re-Impact Mittelblatt an den Seiten leicht verschlankt (Breite dann statt 162 z.B. ca. 156). Eine radikale Verkleinerung dürfte die Spieleigenschaften stark verändern, habe ich aber noch nicht selbst durchgeführt. Lies dir mal den `Turbo`Thread durch, da hat einer dieses Holz in Mittelblattgrösse auf Butterfly Normalmass kleingeschliffen und es wurde ein anderes Holz, augenscheinlich dann sehr unkontrolliert.
Zu guter Letzt: auch andere grosse Hölzer (z.B. NSD) wurden ja oft verkleinert, dazu kann ich aber nichts sagen, da ich auf Grund einer Handgelenksverletzung seit Jahren nur noch leichte Balsa Hölzer spiele.
Die Blattform sollte auch zum Spielstil passen: Leute die VH ziehen und RH schupfen oder auch ziehen kommen normalerweise mit Hölzern, welche in Höhe und Breite ähnlich sind, gut zurecht. Spieler der schlagenden Zunft (wie ich) brauchen den Schwerpunkt anders, also etwas kopflastig, sprich Hölzer die länger als breiter sind.
Sehr gut gefällt mir die die klassische chinesische Form (damit meine ich nicht C-Pen!) sondern z.B. die Yinhe Maße 150x158, auch Lion und Tuttle und andere chinesische Firmen stellen Hölzer in dieser Grösse her.

Gruss
Rapo


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 09:23 
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Registriert: Samstag 18. August 2018, 22:23
Beiträge: 47
Dankeschön für die erste Rückmeldung!

Beim Turbo Thread habe ich nachgelesen, dass Achim Rendler recht explizit von fremden Modifikationen seiner Hölzer abrät. Ich kann das nachvollziehen, da man damit einiges kaputt machen kann (Furniere, Verleimung) und auch die ausgetüftelte Balance so weit verschiebt, dass das Holz völlig unspielbar werden kann.

Hat vielleicht jemand ein und dasselbe Modell eines re-impact Holzes mit gleichen Belägen auf unterschiedlichen Größen ausprobiert?


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 09:45 
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Beiträge: 93
Von ein und demselben Holz hab ich noch keine 3 unterschiedlichen Grössen testen können mit den selben Belägen.
Wenn es dich brennend interessiert, lass dir doch 3 Testhölzer der selben Marke von Achim schicken.
Ich glaube und empfinde nach meinen bisherigen Erfahrungen: Achim hat bewusst diese Grössen mit unterschiedlichen Relationen gewählt, um bestimmte Spezifika dieses oder jenes Modelles in 3 verschiedenen Grössen so halbwegs für den Spieler wiederfindbar zu machen. Dennoch wird das Kleinblatt in Rendlerscher Form etwas schneller sein als das Grossblatt der selben Baureihe.
Das subjektive Empfinden des Spielers ist aber dann doch nicht gänzlich ausser Acht zu lassen, jeder empfindet halt anders..., für mich wär wie schon geschrieben rein von der Form (!) her das Grossblatt ideal, ist mir aber zu gross, die Grossblattform als Mittelblatt würde aber wahrscheinlich die Spieleigenschaften zu deutlich verändern, obwohl es mir vom Handling echt gefallen würde..., also muss man einen Kompromiss finden.


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 10:41 
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Beiträge: 679
im Prinzip spielen sich die größeren Schläger (für mich) von Re-Impact angenehmer und bieten mehr Feedback. Sie spielen sich leicht langsamer, aber die Kontrolle steigt enorm. Nicht, dass man jetzt mehr Trefferfläche hat, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man den SweetSpot trifft, ist einfach höher und das merkt man deutlich im Spiel. Echte Profis, die ein entsprechendes Training haben, treffen auch mit kleinen Schlägern zu 80 bis 90% immer den SweetSpot und das sieht man auch sehr gut an den Belägen (wo diese am meisten abgenutzt sind). Im Amateur-Bereich habe ich nur wenige Spieler getroffen, die ein ähnliches "Belagbild" aufweisen, d.h. viele treffen den Ball dann doch mal eher am Rand bis außeres Mittelfeld.

Die Hölzer von Achim zu verkleinern - davon rate ich ab, weil die Spieleigenschaften dadurch wirklich sich stark verändern können (auch wenn jetzt einige wieder meinen, alles BlaBla)... ich hatte selbst mal ein "normales" Barath und ein nur um ca. 5mm an den Seiten verkleinertes Barath. Besonders die Rückhand war unkontrollierter geworden. Achim erklärt das mit seiner Schwingungstheorie etc - ich selbst verstehe davon nichts, habe das aber selbst nachempfinden können. Am liebsten spiele ich auch Großblatt - bloß da würde mir der Schläger leider mit einem China Belag insgesamt zu schwer werden, deswegen ist meine bevorzugte Größe das Mittelblatt. Mit dem Standardblatt komme ich weniger klar, weil mir hier die Kontrolle ein bisschen fehlt.

Also im Prinzip kann man davon ausgehen, je kleiner der Schläger von Re-Impact, umso mehr verliert man die Kontrolle, erhöht damit aber das Tempo - aber mit dieser Regel muß man etwas vorsichtig sein, weil das auch wirklich vom individuellem Spiel und Belag abhängt. Nicht jeder kann z.B. auch mit einem großen Schläger dann automatisch besser spielen.

Wenn jemand z.B. UNBEDINGT ein kleineres Holz spielen möchte, könnte Achim bestimmt dort auch mit bestimmten Maßnahmen den Sweetspot erhöhen, damit würde aber das Ursprungsholz nicht mehr eben das gleiche sein aus der Serie - das sind dann spezielle Variationen von seinen Spielhölzern, das ist halt auch nur möglich, wenn man mit einem Holzbauer den direkten Kontakt dann aufnehmen kann.

Ich kenne sogar spieler, deren Hölzer zu leicht sind und sich Bleigewichte (von Golfschlägern) an das Holz befestigen, um so mehr "Power" in die Schläge zu bekommen...Sachen gibt es, die gibt es nicht...

_________________
Re-Impact M3 Select VH: DONIC Acuda Blue P1 Turbo 2.0mm rot , RH: DHS Skyline 3-60 2.1mm schwarz
Re-Impact Dr. Barath VH: DONIC Acuda Blue P1 Turbo 2.0mm rot , RH: Xiom Musa 2.0m schwarz
Re-Impact Preference VH: Donic Acuda S1 Turbo 2.0mm rot , RH: DHS Skyline 3-60 2.1mm schwarz


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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 20:03 
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Beiträge: 263
Ganz Opak hat geschrieben:
Die Hölzer von Achim Rendler sind in 3 verschiedenen Größen verfügbar.

Mich würde jetzt interessieren, welche Auswirkungen die unterschiedlichen Blattgrößen aufs Spiel haben.

Nun, ein Mittelblatt ist größer als ein Kleinblatt. Es hat genauso wie das Kleinblatt eine Spiegelasymetrie in der Schlagfläche und ist seitenverkehrt gegenüber gesetzt vom gleichen identischen Winkel wie in der entgegengesetzten Grifffläche gesetzt. Durch die größere Fläche des Mittelblattes fällt die Ballflugkurve beim Spielen nicht so flach ab wie bei einem Kleinblatt. Ein Kleinblatt erzeugt auch weniger Schwingungsverhalten wie das Mittelblatt, weil es auch leichter und kleiner ist als ein Mittelblatt. Die Gewichtsangabe und die technischen Daten gelten bei Re-Impact immer für ein Kleinblatt. [b]Sie sind auch nur unter Re-Impactsystemen vergleichbar; also auch nicht unter konventionellen Hölzern vergleichbar anzusehen. Durch die Spiegelasymetrie in der Schlagfläche wird genauso wie beim Kleinblatt weniger Gegendruckverhalten durch den Luftwiderstand erzeugt, so dass beim Klein- und Mittelblatt die Arm- und Schultergelenke durch den fehlenden Gegendruck spürbar entlastet werden.[/b]

Die kleinste Größe ist mit den selben Belägen sicher ein wenig leichter, als das Großblatt.
Aber ist das der einzige Grund für Unterschiede, oder welche Faktoren spielen da noch mit.
Bzw., welche spürbaren Auswirkungen gibt es?

Mich würde die Theorie dahinter sehr interessieren, als auch das, was ihr im Spiel empfunden und erlebt habt.


es ist viel leichter als ein Großblatt und auch viel leichter in der Handhabung, weil beim Großblatt der Luftwiderstand von vorne nicht verringert werden kann und das Blatt deswegen auch kopflastiger fällt, eben weil die asymetrische Form hier nicht so ausgeprägt ist wie beim Kleinblatt oder beim Mittelblatt. Beim Großblatt fällt auch die Ballflugkurve viel höher aus als beim Klein oder Mittelblatt, wobei die Spielbälle nicht sofort abtauchen wie beim Klein- oder Mittelblatt.

Ja, warum benutze ich in meiner Erfindung asymetrische Formen? Der Grund ist ganz einfach, weil unsere Hände bzw. Arme - je nach Spieler und Länge des Unterarmes gesehen - in einen, jeweils von ihren bzw. unseren unterschiedlichen Körpern ausgerichteten asymetrischen Winkel, -(vom jeweiligen Körper selbst ausgerichtet)- fallen und der Ball deswegen immer diagonal zur Spielfläche aufschlägt; egal ob wir Unterschnitt oder Überschnitt spielen.

Wenn das Schlägerholz also asymetrisch ist, dann wirkt das Holz beim Spieler selbst wie eine verlängerte Hand. Je nachdem, welche Technik er spielt, wird die Schlagwirkung durch die diagonale Auslegung des Holzes auch noch beim Spielen selbst durch höheres oder gesteuertes Katapultverhalten verstärkt, weil die holzphysikalischen Eigenschaften der verwendeten Bauhölzer in Ihrer Wirkung in der jeweiligen Biegeelastizität des Holzes eher noch erhöht werden als das bei einem normalen Schlägerholz anderer Hersteller der Fall ist.

Da normale konventionelle Hölzer meistens in Ihrer Bewegung der Schichten zueinander völlig gesperrt sind und mit festen Hartholzgriffen gefertigt werden, wird hier auf die Sensopunkte der Hand mehr ein Eigenschwingungsverhalten der Spielhölzer selbst übertragen, wobei die Spielbeläge dem gesperrten Holz erst das nötige Eigenleben einhauchen.

Re-Impacthölzer sind dagegen wie Musikinstrumente gefertigt, die hohe und tiefe Schallwellen erzeugen, die einerseits hörbar (Hochfrequenz gerichtete Schallwellen) und andererseits fühlbar (Niedrigfrequenz gerichtete Bewegungswellen) sind. Durch eine diagonale Auslegung von Schichten innerhalb der Schlagflächen werden so außerdem 2 unterschiedliche Spielebenen erzeugt, die jeweils nur durch Schlägerdrehen voneinander aktiviert werden.
Da sich durch die asymetrische Auslage des Spielholzes in der spiegelasymetrischen Griffform auch die Griffhaltung in den beiden Spielebenen ganz entscheidend verändert, hat man so zwei ganz verschiedene Technikausrichtungen in der Hand, die nur durch das Drehen des Holzes selbst bei einem Kombisystem oder einem symetrisch ausgelegten System ganz andere Spieleigenschaften erzeugen müssen.

Da das natürlich niemand hier weiß, wie das ganze funktioniert, kann ich das auch nur erklären, warum meine Hölzer seit über 16 Jahren diese besondere Asymetrie haben. Die Schlägeraußenkante dient auch zur Verstärkung von Schallwellen, die unterschiedlich stark durch das KSLS-System gelenkt werden und Ballgefühl erzeugen sollen. Sie dienen aber auch dazu, um statische Wärme innerhalb des Systems zu lenken. Re-Impacthölzer entstehen systembedingt aus einem vorgefertigten Furnier heraus immer in Einzelanfertigung und werden deswegen auch erst nach Bestelleingang in Reihenfolge der eingegangenen Bestellungen gefertigt.

Wenn jetzt jemand beigeht und sein Holz verkleinert, ohne eine passende Schablone dafür zu verwenden, dann kann er selbstverständlich das Gegenspannungsverhalten der einzelnen Schichten so verändern, das sich solche Hölzer dann auch im schlimmsten Fall gesehen plötzlich verziehen können. Es wird aber in jedem Fall das Ballgefühlsverhalten so verändert, dass man durch die plötzlich fehlende Kontrolle auch nicht mehr die Spieleigenschaften des Holzes selber voll auswerten kann,weil man diese dann auch nicht mehr an den Sensopunkten der Hand, auf Daumen und Zeigefinger und Handballen ausgerichtet erfühlen kann.
Aber wenn ein Originalschlägerholz in der Schlägerform angepasst bzw. verändert wird, erlischt auch sofort die Gewährleistungsgarantie des Herstellers innerhalb der vorgeschriebenen gesetzlichen Gewährleistungsfrist, wobei ein Umtausch oder eine Reklamation nur im Originalzustand des Holzes möglich ist.

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Re-Impact GmbH. Weidendamm 6. 49448 Lemförde, Tel. 05443-9209999 mailto://info@re-impact.de/


Zuletzt geändert von achim am Donnerstag 6. September 2018, 09:03, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mittwoch 5. September 2018, 20:04 
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Zitat:
@rapo
Nach meinen Erfahrungen verändern sich die Spieleigenschaften nicht zum Negativen, wenn man das Re-Impact Mittelblatt an den Seiten leicht verschlankt (Breite dann statt 162 z.B. ca. 156).


Jeder kann bei mir auf besondere Anfrage zu jeder zeit z.B. ein Schlägerholz Größe Mittelblatt mit den Kleinblattmaßen in der Breite ordern. Auch dieses kann dann bis max. 15,4 cm mit Hilfe einer Systemschablone angepasst werden, ohne das die Spieleigenschaften darunter leiden werden.

Rapo, Du hast halt nur Glück gehabt, das Deine Veränderungen für Dich nicht spürbar waren, denn eine Diagonale innerhalb einer größeren spielbedeutenden Balsaschicht verläuft seitenverkehrt gesehen beim Drehen im umgekehrten Bild ja genau anders herum.

Wird die Asymetrie in der Schlägerkante des Holzes sehr ungünstig verändert, kann das im Spielverhalten eines Holzes selbstverständlich ungünstige Spielauswirkungen auslösen. Dann können z.B. auch die Arm und Schultergelenke nicht mehr so spürbar entlastet werden und die Ballflugkurve des Balles kann ungünstig steigen oder der Ballaufsprung auf dem Tisch ungünstig verlängert werden.

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BeitragVerfasst: Samstag 8. September 2018, 11:50 
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Vielen Dank für die qualifizierte Antwort und die ausführlichen Erklärungen! Ich glaube, das Forum kann echt glücklich sein, einen derartigen Experten hier zu haben. Ich bin jedenfalls begeistert! Vielen Dank auch nochmal für die anderen Rückmeldungen!


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BeitragVerfasst: Samstag 8. September 2018, 14:05 
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Ich habe noch etwas wichtiges in meinen Ausführungen vergessen. Die asymetrische Griffform ist erfindungsgemäß bei jedem Re-Impactsystem so gestaltet, dass in der 1.Spielebene (KSLS-System, 4 Einschnitte oben) die Grifflänge, die seitlich zu den Fingern ist, um ca. 0,8 cm kürzer ist als die Grifflänge der gegenüberliegenden Griffseite. Auf diese Weise schließen wir bei einer asymetrischen Schlägerform automatisch die Schlagfläche in der Vorwärtsbewegung in der Vorhand nach unten. So wird nicht nur der Luftwiderstand von vorne verringert, sondern auch der Schließwinkel der gesamten Schlagfläche so optimal geschlossen, so dass die Ballflugkurve des Balles extrem niedrig ausfallen muß und die Spielbälle deswegen auch schnell abtauchen können. Da die Diagonale in der Schlagfläche von rechts oben nach links unten verläuft, entstehen in dieser Spielebene erfindungsgemäß mehr Schallwellen, weil der Ballaufsprung quer zur Maserung aufschlägt. Folglich muß die Geschwindigkeit in beiden Schlagflächen geringer ausfallen als in der 2. Spielebene, wo die Diagonale dann seitenverkehrt mit der Ballbewegung in Richtung der Holzmaserung verläuft.

Drehe ich nun das besagte Schlägerholz um 180° = 2. Spielebene, dann habe ich den kürzeren Griffanschlag ja nun in der Innenhand liegen, während die Griffseite zu den Fingern nun um 0,8 cm verlängert wird. Das hat dann zur Folge, dass wir mit unserer Hand nun weiter in die Schlagfläche greifen und die Schlagflächen so mit unseren Daumen und Zeigefinger versteifen. Die erwähnte Diagonale verläuft nun seitenverkehrt von links oben nach rechts unten wie oben bereits erklärt. Da ich jetzt aber mehr Platz zu den Fingern habe, wirken beide Schlagflächen nun direkter als in der 1. Spielebene. Da die Schallwellen nun geringer sind, die durch den Ballaufsprung ausgelöst werden, muß die Geschwindigkeit in den Schlagflächen enorm ansteigen und die Ballflugkurve insgesamt leicht ansteigen statt andersherum.

Die Re-Impacttechnologie besteht zum großen Teil aus Aktivhölzern (z.B. SpinPlay), die man mehr aus dem kurzen Unterarm oder Handgelenk spielt, weil Aktivhölzer nur in der ansteigenden Ballflugkurve den höchstmöglichen Spin haben, während die Hölzer weniger oder gar keinen Spin entwickeln, wenn wir die Bälle mehr in einer fallenden Ballphase spielen. Das liegt daran, das der Katapult bei Aktivhölzern viel ausgeprägter ist als bei konventionell ausgerichteten Re-Impacthölzern (z.B. Rapier 44) , die in der Abpressbewegung oder Hinhalteblock völlig katapultlos sind.
Je dicker so ein Schlägerblatt ist, umso größer ist auch sein Sweetspotverhalten (z.B. Turbo 82), je dünner (z.B. Hydra), umso kleiner ist das Sweetspot.

Bei den ganz neuen Dreamsystemen verschmelzen die Systeme aus Aktiv und konventionell ausgerichteten Systemen in beide Systemmöglichkeiten. Das heißt z.B. das man das neue Preference mit einer langen wie auch kurzen Ballaufnahme mit dem höchstmöglichen Effet spielen kann, während das Turbo als Weiterentwicklung der Swiftreihe 24, 33,44, 66 und Dark Knight nur in der jeweiligen Spielebene sich mit einem Kunststoffball oder anders herum einem Celluloidball besser spielen lassen kann.
Je dicker die Hölzer also gewählt werden, umso dünner müssen bei bestimmten Systemen die Spielbeläge ausfallen.
Wenn bei Re-Impactsystemen Spielbeläge das Holz übersteuern, dann bemerkt man dieses an einem flummig unkontrolliert wirkenden Ballanschlag. Das Holz kann dann auch sehr langsam wirken. In diesem Fall sind die Spielbeläge für dieses Holz zu dick oder zu katapultig zum Holz gesetzt, wenn das Holz ähnlich katapultig ist.
Wenn Spielbeläge jedoch andersherum das Holz untersteuern, dann wirkt der Ballanschlag, pappig, unkontrolliert und langsam. Meistens handelt es sich bei diesen Spielbelägen um zu dicke Belage, die katapultlos zum Holz reagieren, während das Holz dann ebenfalls katapultloser entwickelt ist.

Es ist jetzt auch ein wenig Eigenwerbung geworden. Ich bitte das zu entschuldigen, aber es sind unsere Erfindungen, meine und die meines verstorbenen Bruders Eugen. ..... Eugen ist nach wie vor in meinen Gedanken und in meinem Herzen sehr lebendig, denn ich greife auch auf seine Erfindungen und Gedanken ständig zurück, um euch neue Ideen zu präsentieren.

Alles andere kann man auf unserer Onlineseite besser nachlesen https://www.re-impact.de/ oder auch im australischen One of kind Forum.https://ooakforum.com/ Es gibt auch einen Re-Impact-Guide mit Empfehlungen, wo alles nochmal nachgelesen werden kann.

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Re-Impact GmbH. Weidendamm 6. 49448 Lemförde, Tel. 05443-9209999 mailto://info@re-impact.de/


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