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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Januar 2021, 02:24 
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Gerade im Bezug auf das Mehrgewicht durch Anti statt ox Noppe immer wieder eine interessante Frage.

Meinungen?


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BeitragVerfasst: Freitag 29. Januar 2021, 02:47 
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warum sollte Balsaholz den Störeffekt vermindern? Gerade im Bezug auf das Mehrgewicht eines schweren Belages wird es doch eher interessant, gerade viel Balsaholz hier einzusetzen. Genau deswegen, weil durch das geringe Gewicht von Balsaholz der schwere Belag ja viel eher wieder gewichtsmäßig ausgeglichen wird, um eine hohe Kopflastigkeit zu verringern. So sorge ich doch eher dafür, dass der Griffbereich schwerer wird und so auch einen großen Bauanteil der Schlägerfläche mitträgt, um die sensiblen Handbereiche mit besten Sensiblitätsanschlägen auf die Senso Punkte der Hand auszubilden.
Durch das Ausgleichen der Schwere wähle ich zum Beispiel gerne asymmetrische Schlägerformen, siehe Re-Impact Technologie, um diese dynamischer in der Bewegung nach vorn zu machen, so dass gleichzeitig Arm und Schultergelenke entlastet werden können, weil weniger Luftwiderstand von vorne entsteht und die Ballflughöhe durch solche Effekte auch viel tiefer als normal ausfallen wird. Durch eine gut ausgebildete asymmetrische Schlägerform kann ich den Schläger in der Vorwärtsbewegung in der normalen Armbewegung so automatisch weiter nach unten ziehen, so dass die rückkehrende Ballbewegung eher wieder ansteigen wird, weil die meisten Spieler die extrem flachen Bälle hochheben wollen. Selbst erfahrene Spieler können da nicht einfach stehen bleiben wollen wie bei dem zuvor gespielten Zelluloidball, um einen schnellen Blockball zurück spielen zu wollen und müssen deswegen der schnell und abrupt fallenden Ballbewegung des Kunststoffballes sowieso aktiver entgegen gehen.

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Januar 2021, 12:49 
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Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Beiträge: 631
@RealGyros

betrifft verstärkt Re-Impact Hölzer und deren Entwicklung

Das eigentliche Problem beim Einsatz von Balsa ist doch die Bildung größerer Verzugskrümmung in Verbindung mit den passenden Festholzelementen. Das heißt, je größer die Angriffsfläche der Dicke der verwendeten Balsaschicht ist, desto größer kann auch Ihr Verzug ausfallen, wenn die innere Spannung richtungsbestimmt in die falsche Richtung geht und von den schwereren Vollholzfurnieren nicht durch Gegenspannung gegengehalten werden kann. Deswegen ist es ja auch so schwierig, Balsaholz richtig zu verbauen, damit alle verwendeten unterschiedlichen Holzspannungen von Festholz und Weichholz sich nicht richtungswirkend, z.B. stärkere Spannungen gegen schwächer wirkende Spannungen in Richtung der schwächer wirkenden Spannung über die Außenfurniere verziehen können. Je weiter diese Effekte richtungsbestimmt nur in eine oder komplex in eine größere Fläche nach außen wirken, umso größer ist die Gefahr, dass sich der Schläger über die Bindung der Außenfurniere sehr ungünstig verziehen kann.

Um genau dieses Problem zu verhindern, kommen ja bei vielen Herstellern Kunstfasern oder Carbon zum Einsatz, um das Balsaholz ausreichend gegen den plötzlichen Verzug sperren zu können. Der Störeffekt hat damit eh weniger zu tun, sondern eher der ungewünschte Verzug des Holzes, den weiches Holz wegen seiner instabilen Lage oder wegen hoher gespeicherter Luftanteile im Holz selbst begünstigen kann.
Das wiederum verhindert, dass die Wettkampfhölzer preiswerter gebaut werden können, denn man muss bei einer Entwicklung alle Kosten berechnen, die entstehen werden. Verzieht sich dabei ein Produkt in Verlust Anteilen um mehr als 20 % der gefertigten Produktionsanteile , so ist die Entwicklung insgesamt gesehen nicht mehr finanzierbar.

Ein weiteres Problem ist, dass durch die Verwendung von Faserteilen das Ballgefühl komplett verfälschen kann und man auch ein falsches Feedback erhält, was jedoch kein Ballgefühl definiert. Man kann so viel weniger in einem Holz an Spieleigensaften entdecken wollen, die einem die spielerischen Vorteile im Spiel verschaffen könnten. Das ist bei den meisten Produkten so, die auf dem Markt sind, dass diese dann Spielbeläge benötigen, die diesem toten Holz erst das Leben wieder einhauchen müssen, damit der Tischtennisspieler Infos über das Komplettholz erfühlen kann. Die Signale sind aber sehr sehr schwach, weil das Spiel mehr über die Spielbeläge stattfindet und auch stattfinden muss. Bei meinen Re-Impact Hölzern sind die Grundlagen des Holzes nicht durch künstliche Fasern gesperrt, sondern wirken recht lebendig, so dass der Tischtennisspieler jede Menge von Infos beim Spielen selbst erhalten wird. Nun ist es viel wichtiger, die Spielbeläge an die Kombi des Holzes mit anpassen zu müssen, damit so ein lebendiges Holz nicht von den verwendeten Spielbelägen übersteuert oder untersteuert werden kann, um dann besonders schlechte Spieleigenschaften zu vermitteln.

Wenn z. B. ein Re-Impact Holz übersteuert, dann entstehen flummige schnelle Bälle, die nicht mehr oder nur sehr schwer kontrolliert werden können. Wenn ein Re-Impact Holz dagegen untersteuert, dann entsteht ein recht pappiger Spielanschlag, weil z.B. katapultlose dicke Spielbeläge die katapultlos gehaltene Spielfläche noch mehr einschränken können. Auf einem katapultlosen Rendler Holz spielt man also katapultreiche Spielbeläge einer bestimmten Stärke, die das Holz in seiner Wahrnehmung nicht zu stark beleben und umgekehrt auf einen katapultreichen Holz eher katapultarme Spielbeläge, die ebenfalls nicht zu dick ausfallen sollten, wenn die Hölzer in Ihrer Stärke auch dicker werden. Der Grund dafür ist, dass das Sweetspotverhalten bei sehr dicken Rendler Hölzer so groß wird, dass dieser bis in die Außenkanten reichen kann und für den zu dicken Spielbelag technisch nicht mehr spielbar ist, weil dieser gar nicht wahrgenommen werden kann.

Der neue Kunststoffball kommt meiner Erfindung sogar sehr entgegen, weil Rendler Hölzer wesentlich mehr Kraftreserven haben und auch beim Spielen selbst zusätzlich aufbauen können, die normale Schläger anderer Hersteller gar nicht entwickeln können.

Nun will man aber in der Rückhand diese zusätzliche Kraft gar nicht haben, sondern eher noch weniger oder gar keine davon, damit das Holz in der Rückhand auch völlig langsam und katapultlos aussteuert. Dafür soll die Vorhand aber genau diese Re-Impact Vorteile behalten.

Sowas ist natürlich auch für mich sehr schwierig herzustellen. Aber gerade das reizt mich sehr, um das gegenwärtige Problem anzugehen. Hinzu kommt die besondere Trägheit des Kunststoffballes, auf den wir jetzt stärker einprügeln müssen. All dieses wird sich ungünstig auf die Rückhand eines z.B. Glanti Schlägers auswirken.

Schlimmer ist, dass ich nur max. 300 Schläger im Monat fertigen könnte und damit nur eine kleine Zahl von Wettkampfspielern monatlich weltweit bedienen kann. Ein weiteres Problem ist, dass ich davon keine Massenanfertigungen bauen kann, weil die Systemaussteuerung sehr genau passen muss, um als Hersteller von Wettkampf Schlägern zu 100 % alle verpflichtenden und gültigen ITTF-Bestimmungen und auch die damit zu erreichenden Schlägerschwerpunkte des Systems selbst in der Technik am besten zu 90 % machbar auch gewährleisten zu können.

Je härter die Außenfurniere dabei werden und je härter das Holz insgesamt vom Kern her wird, umso schwieriger ist es, so ein Holz ohne PC Schrittverluste ausfräsen zu wollen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Verwendung von Balsaholz in Verbindung unterschiedlicher Härten von Klebern sich auch auf die teuren Fräsköpfe auswirken können, um diese schneller unbrauchbar zu machen. Bei der Verwendung hoher Balsaanteile im Holz selbst kann ich auch keine Wasserschneidanlage begünstigend verwenden, so das ich diese besonderen Wettkampf Schläger zu 100 % in reiner Handarbeit täglich herstelle und täglich sofort nach der Fertigstellung an den Kunden versende.
Re-Impact Hölzer werden laut Stand der entwickelten Technik immer besser und enthalten über die Jahre der Entwicklung gesehen nun bis zu 18 eigenständig wirkende Entwicklungsanteile.
Es gibt bei Re-Impact bereits Wettkampf Schläger Systeme, die in der Lage sind, das Tempo auf beiden Schlagflächen in einer Bezugsebene zueinander abregeln zu wollen, wenn man als Spieler passiver spielen möchte und genauso schnell wieder Kräfte dazu schalten, wenn der gleiche Spieler nun aggressiver in die Bälle spielen möchte. Dann bemerkt man direkt, dass die Schläger beim Ballkontakt plötzlich mehrere Tempogänge dazu schalten können. Das ist z. B. das Dream oder z.B. das sehr linear aussteuernde Hyperion. Es gibt im ChevantiS auch schon ein Schlägerholz, dass die Rückhand so passiv aussteuern kann, dass selbst ein Gorilla in 0,6 mm oder ein Barna Super Anti ohne Probleme so dämpfend ausgesteuert werden kann, dass diese Beläge ihre natürliche Gefährlichkeit voll entfalten können. Ein Nachteil ist jedoch das relative schwere Gewicht von 9 Schichten, die hier bei einem Kleinblatt mit mcpsystem auf für Re-Impact Verhältnisse sehr schwere 85 g kommen.

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BeitragVerfasst: Freitag 29. Januar 2021, 19:09 
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Registriert: Sonntag 14. August 2005, 12:41
Beiträge: 6094
achim hat geschrieben:
...
Ein weiteres Problem ist, dass durch die Verwendung von Faserteilen das Ballgefühl komplett verfälschen kann und man auch ein falsches Feedback erhält, ....


Das "kann" ist vollkommen korrekt, aber dann sollte es auch heißen

" ... falsches Feedback erhalten kann "

statt "erhält". Auch ist die Aussage "Das ist bei den meisten Produkten so,.." recht gewagt.

Ich finde pauschale Aussagen in jeder Richtung - Carbon = totes Holz ebenso wie Balsa = Flummi - zweifelhaft.

Leben und leben lassen.


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