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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 1. März 2019, 15:32 
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hierzu muß ich sagen, dass das Tachi 2019, was ich als ERSTES bekommen habe, nicht mehr mit der aktuell ausgelieferten Version zu tun hat in Sachen Geschwindigkeit. Das erste Testmuster war noch etwas "behäbig" und habe das Achim so auch vermittelt. Weitere Versionen vom Tachi waren wesentlich flotter auf der Vorhand, deswegen kommt es hier zu unterschiedlichen Eindrücken. Ich es jetzt die VH nicht mehr als "Allround" einstufen.

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Re-Impact Preference VH: Donic Acuda S1 Turbo 2.0mm rot , RH: DHS Skyline 3-60 2.1mm schwarz
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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 1. März 2019, 16:08 
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Die Basis der Hölzer ist bei allen gleich. Sie unterscheiden sich nur in den Zusatzoptionen wie mcp oder emk voneinander und im KSLS-System, das bei Klein-, Mittel- und Großblättern ebenfalls einen anderen Verlauf bekommt.
Das KSLS-System ist das entscheidende Glied in der Kette. Hier kann ich ein Holz so verändern, das es an Druck verliert und dadurch sehr langsam wird. Ich kann es aber auch lebendiger machen als es zuvor war, in dem ich die Flexibilität der Spielflächen erhöhe. Das Masseverhalten des Holzes muß höher werden, da der neue Ball alles andere als spinfreudig ist. Durch die Erhöhung des Masseverhalten ist nun aber die 8 mm Balsaschicht durch die Drehung des Balsakernes bei den Testhölzern anfälliger gegen Tempo geworden, so dass die Ballflugkurve bei Passivblock extrem niedrig war, wenn der Gegner offensive Gegenattacken spielte. Man gerät da viel zu schnell unter Druck und kann auf das Anheben des Balles nicht mehr rechtzeitig reagieren, was zu großen Spielunsicherheiten führte.

Bitte, das betrifft aber nicht die normalen Spielgeräte. Da läuft der Innenkern in einer Rechtsdiagonale, die in der VH und RH wiederum seitenverkehrt anders herum verläuft und dann viel Widerstand beim ballkontakt auf beiden Spielflächen leistet. Somit wird bei viel Schnittverhalten oder TS-Verhalten die Ballflugkurve wieder stärker angehoben. Das Problem ist also nur bei den Testhölzern entstanden als ich die Diagonale nach links drehte.

@4olaf
Ja, Du hast recht. Das erste Testmodell war langsamer und damit die ganz neuen Testmodelle wieder zu dem allroundverhalten hinkommen, habe ich nun bei den neuen Testhölzern eine rechtsverlaufende Kreuzdiagonale mit 4 mm Schichten eingebaut. So kommen wir wieder auf die gleiche Blattstärke! Jedoch steigen die Spielbälle nun in der VH mehr an, weil das Schnittverhalten steigt, während diese in der RH entgegengesetzt noch weiter fallen müssen.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 15. März 2019, 19:50 
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Mein überarbeitetes Tachi 2019 ist heute angekommen. Einen Unterschied erkennt man sofort:
statt eines einschichtigen 8 mm Kerns wurde bei diesem Holz ein geteilter Kern von 2x 4 mm verbaut,
analog zum Rapier 44. Ich bin gespannt, wie sich das auswirken wird. Am Montag wird es getestet.

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Freitag 15. März 2019, 21:32 
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ich verspreche Dir, es verhält sich GANZ anders ... ich finde es Top!

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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Montag 18. März 2019, 23:43 
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So, die erste Trainingseinheit mit der überarbeiteten Version des Tachi 2019 liegt nun hinter mit und es überwiegen ganz eindeutig die positiven Eindrücke.
achim hat geschrieben:
damit die ganz neuen Testmodelle wieder zu dem allroundverhalten hinkommen, habe ich nun bei den neuen Testhölzern eine rechtsverlaufende Kreuzdiagonale mit 4 mm Schichten eingebaut. So kommen wir wieder auf die gleiche Blattstärke! Jedoch steigen die Spielbälle nun in der VH mehr an, weil das Schnittverhalten steigt, während diese in der RH entgegengesetzt noch weiter fallen müssen.
Zumindest für die Vorhand kann ich das 1:1 so bestätigen. Die Flugkurve ist eindeutig höher als beim ersten Holz. Das gilt ganz besonders, wenn man den Ball eher gefühlvoll als auf Tempo anzieht. Eigentlich gibt es kaum einen Ball, den ich so nicht anziehen kann. Was geblieben ist, ist die Tatsache, dass der Ballabsprung etwas flacher wird, wenn man die Bälle mehr auf Tempo anzieht. Das ist immer noch etwas ungewohnt, ich denke aber, das kriegt man mit der Zeit in den Griff und kann es sogar positiv nutzen.

Das Absprungverhalten auf der RH ist (zumindest bei meinem Holz) aber nicht flacher geworden. Auch dort empfinde ich den Ballabsprung höher als bei dem ersten Testholz, aber definitiv flacher als auf der Vorhand. Auch das gefällt mir gut.

Etwas Probleme habe ich mit dem Gesamtgewicht (187g mit den beiden Cornilleau Target Pro GT x51 Belägen in 2,0 mm). Das ist eben ein relativ schwerer Belag und so ein Re-Impact-Mittelblatt ist nun mal nicht gerade klein. Das Resultat ist eine (zu) kopflastiges Holz, mit all den damit verbundenen Vorteilen (Topspin) und Nachteilen.

Für das nächste Training werde ich die Beläge wechseln. Mein Plan ist es, dünnere Beläge zu wählen, die zudem etwas leichter sind. Auf der Vorhand wird das voraussichtlich der Tenergy 05 FX in 1,7 mm sein und auf der Rückhand der Andro Rasanter R47, ebenfalls in 1,7 mm. Ich hoffe, dass sich die Balance dadurch verbessern wird.

Noch ein Wort zum Tempo: da hat sich meine Einschätzung vom ersten Training (mit dem ersten Testholz) nicht verändert. Für mich ist das ein Off- Holz mit Tendenz zum Off, wenn man aggressiv in die Bälle geht. Für mich persönlich dürfte es ruhig etwas langsamer sein. Ich bin nun mal kein Holzexperte und kann die Auswirkungen der möglichen Veränderungen nicht einschätzen. Trotzdem würde ich über eine Reduzierung des Balsakerns nachdenken, aber trotzdem bei dem geteilten Kern bleiben. Vielleicht würden 2x2 mm auch schon ausreichen, mit Sicherheit aber 2x3 mm. Aber wie gesagt: ich bin kein Holzbauer.
achim hat geschrieben:
Das KSLS-System ist das entscheidende Glied in der Kette. Hier kann ich ein Holz so verändern, das es an Druck verliert und dadurch sehr langsam wird. Ich kann es aber auch lebendiger machen als es zuvor war, in dem ich die Flexibilität der Spielflächen erhöhe.
Vielleicht ist ja auch eine Modifizierung des KSLS-Systems die Lösung. Trotzdem glaube ich, dass es besser wäre, das Spielverhalten "lebendig" zu halten und lieber den Kern zu reduzieren. Aber wer weiß: vielleicht bringen die dünneren Beläge ja auch schon das gewünschte Resultat.


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 Betreff des Beitrags: Re: neues Tachi 2019
BeitragVerfasst: Samstag 23. März 2019, 16:36 
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Beiträge: 207
Magic_M hat geschrieben:
Etwas Probleme habe ich mit dem Gesamtgewicht (187g mit den beiden Cornilleau Target Pro GT x51 Belägen in 2,0 mm). Das ist eben ein relativ schwerer Belag und so ein Re-Impact-Mittelblatt ist nun mal nicht gerade klein. Das Resultat ist eine (zu) kopflastiges Holz, mit all den damit verbundenen Vorteilen (Topspin) und Nachteilen. Für das nächste Training werde ich die Beläge wechseln. Mein Plan ist es, dünnere Beläge zu wählen, die zudem etwas leichter sind. Auf der Vorhand wird das voraussichtlich der Tenergy 05 FX in 1,7 mm sein und auf der Rückhand der Andro Rasanter R47, ebenfalls in 1,7 mm. Ich hoffe, dass sich die Balance dadurch verbessern wird.
Dieser Plan ist aufgegangen. Mit den beiden 1,7 mm Belägen hat sich das Gesamtgewicht von 187g auf 171g reduziert.
achim hat geschrieben:
damit die ganz neuen Testmodelle wieder zu dem allroundverhalten hinkommen, habe ich nun bei den neuen Testhölzern eine rechtsverlaufende Kreuzdiagonale mit 4 mm Schichten eingebaut. So kommen wir wieder auf die gleiche Blattstärke! Jedoch steigen die Spielbälle nun in der VH mehr an, weil das Schnittverhalten steigt, während diese in der RH entgegengesetzt noch weiter fallen müssen.
Magic_M hat geschrieben:
.....Das Absprungverhalten auf der RH ist (zumindest bei meinem Holz) nicht flacher geworden. Auch dort empfinde ich den Ballabsprung höher als bei dem ersten Testholz, aber definitiv flacher als auf der Vorhand.
Diese Aussage nehme ich zurück. Keine Ahnung, woran es lag. Aber zumindest hat sich dieser Eindruck im 2. Training nicht bestätigt. Achim hat mit seiner Vorhersage Recht: der Ballabsprung auf der RH ist flacher geworden.

Nun zu den aktuellen Eindrücken:
Die Stärke dieses Holzes liegt eindeutig in der "Leichtgängigkeit" und den Spineigenschaften, wenn man den Ball weich anzieht. Das klappt wirklich IMMER. Selbst mit dem T05FX in 1,7 mm gehen aber noch immer zu viele Bälle hinten raus, wenn man den Topspin mit langer Armbewegung voll durchzieht. Entweder muss ich mich wirklich zu einer kürzeren und weniger kraftvollen Armbewegung zwingen oder aber probiere es mal mit noch unkatapultigeren Belägen, und genau das werde ich beim nächsten mal versuchen. Allerdings wird dieser Test noch etwas auf sich warten müssen, weil wir in der nächsten Woche zwei Meisterschaftsspiele haben und das Training daher ausfällt. Anfang April (in der Woche vor Ostern) geht es also weiter mit dem Test.

PS: Inzwischen experimentiert übrigens ein weiterer Holzbauer mit Kork. Allerdings setzt der es (bei einem symmetrischen Aufbau) als Kernfurnier ein. Im Gegensatz zu Achim`s Hölzern hat die Korkeiche dort einen Anteil von mindestens 60% der gesamten Blattstärke.


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