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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Februar 2019, 18:21 
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So der Horizontal 55 1,0mm von Stiga hat seine ersten zwei Testeinheiten um:

- gespielt wurde mit Andro 3s ABS Bällen auf einem Joo Se Hyuk und einem Vega Def 2,0mm auf der VH.
- Fokus lag auf einem direkten Vergleich mit dem Curl P1r, vorwiegend in der langen Abwehr

Der Belag hat relativ harte, geriffelte Noppen und schien von Anfang an langsamer zu sein als der Curl.

Kontrolle
Der Belag ist mMn zwar nicht unbedingt etwas für LN Neulinge, spielt sich für mich aber mehr als solide aus der langen Verteidigung. Ich hatte kaum irgendwelche Umstellungsprobleme, vom Curl kommend. Die Kontrolle würde ich als höher als beim Curl einschätzen (auch aufgrund der geringeren Geschwindigkeit). Sowohl sehr spinnige TS als auch Schlagspins stellten kein großes Problem dar. Wichtig hierbei scheint mir die lange Bewegung (wie D. Kleinert es formuliert hat) aus der V-Armstellung vom Ohr kommend nach schräg unten. Dann bekommen die Bälle eine wirklich schöne Länge und bleiben flach.

US Entwicklung
Meiner Einschätzung nach tun sich beide Beläge da nicht viel - Soll heißen: Richtig unter den Ball gesägt, schießt den kaum ein Gegner nach (in meiner TTR Range natürlich). Auch die Ablage scheint viele Gegner schon vor Probleme zu stellen. Der US kann je nach Handgelenkseinsatz auch schön variiert werden, sodass ein "lesen" des US relativ schwierig zu sein scheint und somit entsprechendes Fehlerpotential beim Gegner birgt.

Block/Schuss
Ablagen auf "gesägte" Bälle konnte ich im Vergleich zum Curl wesentlich einfacher und effektiver schießen oder mit Konterbewegung verteilen. Auch hier wirkte sich das geringere Tempo bzw. etwas höhere Kontrolle positiv aus. Aus dem Handgelenk geschossen kommen zwar keine Flatterbälle zustande, verlange ich aber auch von einer griffigen LN nicht. Der gerade Block auf TS ist erwartungsgemäß relativ ungefährlich, mit einer leichten Hackbewegung nach unten wird der Schnitt aber doch oftmals falsch eingeschätzt. Soll heißen - Auch ein Hackblock auf einigermaßen langsame aber sehr spinnreiche TS ist am Tisch absolut möglich.

Fazit
Ich bin immernoch total hin- und hergerissen ob der H55 mein neuer RH Belag wird. Auf der einen Seite stehen eine höhere Kontrolle bei (fast) gleichem US-Potential, auf der anderen Seite aber die geringere Geschwindigkeit des Belages. Ich muss einfach mehr arbeiten mit dem Ball :( Für Leute, denen der Curl zu schnell oder zu unkontrolliert war, kann ich den Stiga H55 wärmstens empfehlen; mit dem Zusatz: Es ist, wie der Curl, KEIN Leichtspiel Belag, also für LN Einsteiger eher nicht zu empfehlen. Ich will mir noch einen H55 in einer anderen Schwammstärke holen, weswegen der frisch getestete H55 in 1,00 rot auch abzugeben ist (siehe Forum)

Sportsgruß

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Februar 2019, 22:51 
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Hi, danke für dein Bericht. Kannst du kurz auch was zum vega def was sagen?

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Sonntag 24. Februar 2019, 23:09 
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Offtopic zum Vega Def.:

Ein absolutes Brett von der Härte her - Muss man mögen. Habe vorher den MX-S gespielt.
Der Vega Def ist mal absolut kein Def Belag... Voll durchgezogen kommen da wirklich Raketen und für mich genial aus der Halbdistanz zu spielen.
Viel Schnitt im TS und Schupf... Eine tischferne US Abwehr ist nicht einfach aber wenn sie kommt, ist da Höllenschnitt in den Bällen.
Schuss ist nicht mein Schlag, daher kaum bewertbare Erfahrung.
Das als kurzen Eindruck

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Dienstag 26. Februar 2019, 19:17 
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@Schnittokowski. Was die härte des Vega Def angeht gebe ich dir vollkommen recht. Mit einem JSH oder gleichwertig schnelle Hölzer würde ich diese Exentrische Zicke auch niemals spielen aber mit weichen bis sehr weichen Hölzern ist dieser Belag sehr Interssant und für die Defensive zu gebrauchen aber Erfordert einen hohen Trainigsaufwand. Wenn man die sehr speziellen Eigenheit des Vega Def erst einmal verstanden hat ist dieser Belag eine echte Waffe.
Die US Abwehr damit ist wirklich Höllisch.

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Mittwoch 27. Februar 2019, 09:20 
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KingSlice hat geschrieben:
@Schnittokowski. Was die härte des Vega Def angeht gebe ich dir vollkommen recht. Mit einem JSH oder gleichwertig schnelle Hölzer würde ich diese Exentrische Zicke auch niemals spielen aber mit weichen bis sehr weichen Hölzern ist dieser Belag sehr Interssant und für die Defensive zu gebrauchen aber Erfordert einen hohen Trainigsaufwand. Wenn man die sehr speziellen Eigenheit des Vega Def erst einmal verstanden hat ist dieser Belag eine echte Waffe.
Die US Abwehr damit ist wirklich Höllisch.


US Abwehr spiele ich eigentlich nur auf sehr langsame spinnige TS. Alles was eine mittlere Geschwindigkeit und höher hat, wird gehoben oder gegen gezogen. Dafür passt die Kombi Vega Def + JSH für mich wie die Faust aufs Auge

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Sonntag 3. März 2019, 21:03 
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Nun habe ich nach langer Abstinenz auch mal wieder mit einer Testreihe angefangen und dabei auch den Stiga Vertikal 55 ox (ist wohl gleich zum 20 ox) gecheckt. Mein erster Eindruck ist, dass der Belag von den Spielmöglichkeiten sehr dem Nittaku Screw One ähnelt. Bezüglich genauerer Unterschiede bin ich mir noch nicht ganz sicher. Immerhin ist damit aber klar, dass es sich um eine Allround-Noppe mit Möglichkeiten zum sicheren Angriff und zur sicheren Abwehr handelt. Ich teste noch ein paar andere Beläge und komme danach wohl nochmal auf das Thema zurück. Der Screw One war immerhin ein anerkannter, bezüglich seiner nicht mehr erfolgender Herstellung von einigen bejammerter Belag.

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Dienstag 5. März 2019, 22:33 
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Heute kam dann die Horizontal-Version dran - auch in ox rot.
Die Unterschiede zwischen den Belägen sind größer als erwartet. Mit dem Vertikal gelingen manche Angriffsschläge besser, was aber nicht heißt, dass man mit der Horizontal Version nicht auch gut angreifen kann. Bei allen passiven Schlägen fand ich den Horizontal besser - mehr eigener Schnitt oder bei Variation bessere Möglichkeit, den Schnitt rauszunehmen. Gute flache und schnittigere Abwehr. Passivblock waren einfacher, krummer und gefährlicher. Insgesamt wirkte der Horizontal etwas langsamer und kontrollierter. Mein Gegenüber meinte zumindest auch, dass die Bälle wesentlich wirkungsvoller wären. So richtig krumm wie mit der DTecS Noppe wird es aber nie. Der Horizontal ox und der Icebreaker sind von meiner Testreihe noch übrig geblieben. Bin mal gespannt - im Moment sieht es so aus, als gäbe es Chancen, mein Spiel weiterzuentwickeln.

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 Betreff des Beitrags: Re: neue Langnoppen von Stiga
BeitragVerfasst: Samstag 13. Juli 2019, 09:39 
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Wollte auch noch meine Erfahrungen mit dem Horizontal beitragen.

Ich habe vorher einen Milky Way Neptune 0.6 gespielt. Jetzt habe ich mir einen Horizontal 0.3-0.6 geholt. Ich habe lange geschwankt, ob ich die 20 oder 55 version nehmen soll, und mich letztlich für die 20er-Variante entschieden, weil ich ein All+-Holz spiele, und ich Angst hatte, dass es sonst zu schnell wird.

Zuerst zum Belag: Stiga gibt die Dicke als 0.3-0.6 an, aber das was ich bekommen habe, war definitiv eher 0.3 oder weniger als 0.6. Es ist sozusagen ein Hauch von einem Schwamm, und der dünnste Schwamm, den ich je gesehen habe.

Zur Unterschnittabwehr:
Ich weiß zwar immer noch nicht, ob der Schläger mit der 55er-Variante zu schnell geworden wäre, aber mit der 20er-Variante ist eher das Gegenteil der Fall: Der Belag ist wirklich schnarchlangsam, und Abwehrbälle kommen eher zu kurz, als dass sie hinten rausgehen. Wenn ich gut stehe und wirklich reinsensen kann, ist das sehr gut, denn dann kann ich den Ball gut plazieren und auch den Schnitt dosieren, was ich mit dem Neptune nicht so gut konnte. Wenn ich aber schlecht stehe, und noch irgendwie an den Ball komme, landet der Ball desöfteren im Netz oder ist harmlos, während der Neptune die Eigenschaft hatte, auch bei Notschlägen noch einen gefährlichen Ball zu produzieren. Ob im "normalen" Abwehrtraining vergleichbar viel Schnitt im Ball ist, wie beim Neptune, konnte ich leider nicht testen, weil unser 1er, der einzige im Verein der meine Bälle nachziehen konnte, leider den Verein gewechselt hat.

Zum Spiel am Tisch:
Hier ist der Horizontal dem Neptune in allen Belangen überlegen. Wahrscheinlich aufgrund des superdünnen Schwammes fühlt sich der Belag recht ox-nah an. Ich habe eine super Kontrolle, kann variantenreicher spielen, und die Bälle präziser verteilen. Der Neptune war eben eine reine Abwehrnoppe, und nicht wirklich für das Spiel am Tisch gemacht.

Fazit:
Für mich bleibt der Horizontal 20 drauf, hauptsächlich weil ich letzte Saison gemerkt habe, dass selbst von den höherklassigen Pokalgegnern mit ~ 1600 Punkten sich eher wenige trauen, öfter nachzuziehen, und ich deswegen desöfteren gezwungen bin, am Tisch zu spielen. Nach meinen bisherigen Eindrücken ist der Horizontal 20 eine wirkliche Allroundnoppe, mit der man alles machen kann. Für reines Unterschnittabwehrspiel würde ich weiterhin den Neptune bevorzugen.
Für Leute die einen Kompromiß zwischen ox und Schwamm suchen, könnte der 0.3 20er Schwamm auch eine Überlegung wert sein.


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