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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Februar 2019, 15:51 
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Hallo zusammen!
Nach meinem Klassiker-Projekt bei den Belägen, waren jetzt (durch einen Zufall) zwei Klassiker-Hölzer dran. Das Stiga Allround Classic und das Donic Appelgren Allplay.

Ich selbst spiele seit einiger Zeit das Stiga Allround Classic mit einem Chinabelag auf der VH. Zunächst war es der DHS H3, jetzt ist es der Friendship Battle II, Schwammhärte 47 Grad.
Da mein Sohn das Appelgren Allplay spielt und neue Beläge brauchte, habe ich die Gunst der Stunde genutzt und auch da Chinabeläge aufgeklebt. Insgesamt habe ich DHS H3, FS 729-08 und FS Battle II probiert. Alle Beläge habe ich NICHT geboostet oder sonst irgendwie behandelt. So wie sie vom Hersteller kamen, habe ich sie aufgeklebt.

Hier mein Fazit:
Beide Hölzer funktionieren gut mit den harten Chinabelägen. Auf beiden Hölzern hat mir der Battle II am besten gefallen. Mit dem 729-08 konnte ich jedoch mehr Druck nach vorne machen und mit dem DHS H3 bekam ich gefühlt am meisten Spin in den Ball.

Das Stiga Allround hat einen mittelharten Anschlag und ist sehr flexibel. Zusätzlich vibriert es stark. Durch die harten Beläge werden die Vibrationen jedoch auf ein angenehmes Maß reduziert. Das ist mein Eindruck. Ich weiß, dass da jeder einen anderen Geschmack hat.

Das Appelgren Allplay hat einen weichen Anschlag und ist ebenfalls sehr fexibel. Dieses Holz hat weniger Vibrationen und mit den harten Belägen wird das noch weiter reduziert.

Mit beiden Hölzern können sehr schöne, schnelle, relativ flache und sehr spingeladene TS gespielt werden. Das Gefühl ist hierbei mit dem Stiga Allround besser, weil es aufgrund des härteren Anschlags einen klar definierten "Druckpunkt" vermittelt. Man fühlt genau wie man den Ball getroffen hat und wie viel Spin da drin ist.

Beim Appelgren Allplay ist das etwas anders. Mit dem Holz kann man genau so viel Spin erzeugen, es fehlt aber dieser klar definierte "Druckpunkt". Ich nehme an, dass aufgrund des weichen Anschlags die Rückmeldung nicht so schön klar durch kommt. Dafür ist dieses Holz im passiven Spiel sicherer und kann mehr Geschwindigkeitsspitzen heraus nehmen. Speziell beim Blockspiel merkt man das.

Im Angriffspiel und hier speziell beim Schuss hat mir das Stiga wieder besser gefallen. Ich hatte den Eindruck, dass die Schüsse schneller und präziser waren.

Die LN auf der RH fand ich wieder beim Appelgren angenehmer, aufgrund der geringeren Vibrationen. Die LN war aber auf beiden Hölzern nicht besonders störig. Da war das Arbalest Horsa um einiges fieser : )

Beide Hölzer lassen sich sehr gut spielen. Das Stiga bot mir die bessere Rückmeldung bei den harten Chinabelägen. Die Angriffschläge konnten mit mehr Power gespielt werden.
Das Appelgren bot mehr Sicherheit, war gefühlt etwas langsamer und gab mir eine nicht so klare Rückmeldung bei den harten Chinabelägen. Dafür war das Gefühl für die LN ox beim Appelgren angenehmer.


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BeitragVerfasst: Donnerstag 28. Februar 2019, 19:46 
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Kenne beide Hölzer langjährig aus dem FF. Zumeist gespielt mit NI Klassikern und div. KN. Im Großen & Ganzen hast du Recht. Für mich ist das AAP das ausgewogenere Holz. Mit ein / zwei Lagen Versiegelung, die wegen der weichen Außenfurniere eh Pflicht sind, wird es noch besser. Die starken Vibrationen des Stiga AR Cl gingen mir irgendwann stark auf den Sack. Sonst hätte ich´s wohl heut noch. Beim Stiga fand ich noch die Griffe und die Verarbeitung besser. Die ist beim APP halt einfach nur "ok".

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Holz: Donic Appelgren AR V2 (3x)
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BeitragVerfasst: Sonntag 21. April 2019, 13:12 
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@rookie: super Bericht! Ich bin mit beiden Hoelzern nie so richtig klar gekommen. Deshalb spiele ich seit ca. 30 Jahren Grubba, zur Zeit eine ca. ebenso alte Japanversion. Fand aber auch die europäischen Exemplare aus der Zeit um 2000 recht gut. Mit dem Plastikball funktionieren die Japanhoelzer (auch davon gibt es mehrere Versionen) aus meiner Sicht aber besser: auch flexibel, aber härter, etwas schneller und mehr Katapult.


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BeitragVerfasst: Sonntag 21. April 2019, 20:00 
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Hey vdrsilver, das ist ja cool!

Ich muss gerade den Dachboden aufräumen und ausmisten (Anweisung meiner Frau). Und beim Aufräumen und durchsehen der ganzen Kartons habe ich ein uraltes Holz wieder gefunden. Es ist auch ein BTY Grubba. Ich schätze, von ca. 1985, das habe ich damals von einem Vereinskollegen abgekauft. Ist auch ein Japan-Modell und es hat sogar noch dieses genagelte Metallabzeichen am Griffende. Da sitzt man in dieser Rumpelkammer und macht sofort eine Zeitreise im Kopf. :-)
Ich werde das Holz auch nochmal ausprobieren. Das war damals ein gutes TS-Holz, zusammen mit frisch geklebten Sriver (und 38 mm Zelluloidbällen).
Und das Holz funktioniert immer noch gut? Auch mit ABS-Bällen?


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BeitragVerfasst: Sonntag 21. April 2019, 21:07 
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rookie hat geschrieben:
Ich muss gerade den Dachboden aufräumen und ausmisten (Anweisung meiner Frau)

Ah, ein "Pantoffelheld" :ugly: :ugly: :ugly: Da weiß man wer die Hosen an hat ! Du jedenfalls nicht :!:

Das BTY A. Grubba hab ich lange gespielt und es letztes Jahr bei ebay für 85 !!! € nach Paris verklopft. Offenbar ne Rarität. In den 1990ern ein absolutes Klasseholz. Nur hat sich das Spiel dann in eine andere Richtung entwickelt. Variabel und kontrolliert statt bds. TS. Spart Kraft :pause:

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BeitragVerfasst: Montag 22. April 2019, 13:34 
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Ja, heute sind’s Raritäten. Ich hab in den frühen Zeiten der Bucht angefangen, alte Grubbas zu sammeln, und besitze nun etwa 25 Exemplare :-)

Die alten haben alle das Metallschild am Griffende und unterscheiden sich Äußerlich z. B. Dadurch, dass die Schrift auf dem Blatt und dem Griff entweder in Fraktur („Altdeutsch“) oder in der modernen Weise gehalten ist. Es gibt mindestens vier verschiedene Versionen. Die flexibelste und hervorragend für Topspin und Rotation geeignete Version hat normale Beschriftungen, und die dunklere Haelfte des Griffs ist dunkelbraun. Ist der Griff heller, ist das Holz härter und steifer. Wenn ich mal zu viel Zeit habe, mache ich mal eine Fotodokumentation.

Natürlich sind die alten Japangrubbas auch heute noch hervorragend spielbar. Ihr Geheimnis ist das fantastische Verhaeltnis zwischen Rotation, Geschwindigkeit und Kontrolle. Aber Achtung: Allzu katapultige Belaege sollte man nicht spielen, weil die Hoelzer selbst schon einen gewissen Eigenkatapult (hohen Absprung) haben. Klassiker funktionieren super, ich spiele nach jahrzehntelanger Sriverei nun VH Victas 402, der wegen seines geringen Katapults, maessigem Tempo sowie flachen und kurzen Flugbahn sehr gut zu dem Holz und meinen Allroundspiel passt.


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BeitragVerfasst: Montag 22. April 2019, 18:26 
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OK, dann habe ich das TS-Modell. Schrift ist normal und eine Griffhälfte ist dunkelbraun.
Ich werde das Holz mal aufarbeiten und dann mit einem modernen China-Belag testen. Das Spielgefühl interessiert mich jetzt auch.
RH wir wieder ne LN. Mal sehen wie das wird. Stelle ich mir zu weich vor.

rookie


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BeitragVerfasst: Montag 22. April 2019, 20:25 
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Ts Modell - nun, das ist meine Sicht. Andere werden es vielleicht anders empfinden. Aber ich denke, dass du einen ebenso schönen wie interessanten Fund gemacht hast, und bin sehr gespannt auf deine Eindruecke. Es wird auf jeden Fall etwas schneller und etwas lebendiger als die von dir vorgestellten Hoelzer sein. China Belaege liegen mir nicht so, aber könnte passen. Bei langer Noppe bin ich skeptischer, aber wer weiß. Willst du das Holz versiegeln?


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BeitragVerfasst: Dienstag 23. April 2019, 06:29 
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vdrsilver hat geschrieben:
Ich hab in den frühen Zeiten der Bucht angefangen, alte Grubbas zu sammeln, und besitze nun etwa 25 Exemplare :-)

Clever ! :-)

Versiegeln mußte man das Ding damals nicht, die Außenfurniere sind ja rel. hart. Ich hab den Hr. Grubba noch live in aktion gesehen. Ein TS orientierter ALL+ Genius ! https://www.youtube.com/watch?v=7ieDWIKgWMc
Eins ist klar, das Holz ist auf seine Spielweise optimiert. Machen kann man alles, aber für Chinabeton ist das Holz kaum gedacht. Bei dem Gedanken, jemand könnte LN oder Anti drauf pappen würde sich der gute Andrzej bestimmt im Grab rumdrehen :evil:

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BeitragVerfasst: Dienstag 23. April 2019, 08:26 
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Ja, ich werde das Holz dann auch versiegeln, mit diesem Joola-Versiegeler. Den habe ich noch zu Hause.
Werde dann mal berichten, wie sich das Holz spielt.
China-Belag auf VH sehe ich sogar positiv, weil das Holz sehr flexibel ist. LN auf RH kann ich überhaupt nicht einschätzen. Wahrscheinlich wird das nichts.
Ich orientiere mich einfach mal an den Resten, die ich zu Hause rum liegen habe.

Bis dann!


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