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 Betreff des Beitrags: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Donnerstag 19. November 2020, 10:09 
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kann mir evtl. jmd. v. euch im Zusammenhang mit Schwammhärten einen Hinweis zu folgendem Testsetting geben:2 x identes Holz, 2 x idente Schwammstärke = 1 mm, Setting 1: GD 8228 Taichi Schwamm Original ~ 42° / Setting 2 GD 8228 FS blau ~ 43-45° ?
Robotertest: starker Oberschnitt / mittleres Tempo
Versuchstestung 1: passiver Block
Ergebnis: 8228 (Original Taichi) -> kurz setzen funktioniert (Ball steigt moderat)
8228 (FS blau) -> kurz setzen funktioniert nicht, Ball fällt wie ein Stein ins Netz od. geht weit über den Tisch
Versuchstestung 2: aktiver Block
beides funktioniert !
Frage an euch: kann mir jmd. erklären, warum bei härterem Schwamm (mit lt. Beschreibung mäßigem Katapult) der Ball beim Passivblock wie ein Stein ins Netz fällt ? Es handelt sich dabei ja nicht um einen Dämpfungsschwamm, ich versteh das irgendwie nicht !!

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2020, 07:59 
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möchte mich nochmals an euch wenden, in der Hoffnung, daß jmd. vlt. v. eigenen Erfahrungen mit 'Schwammtests' berichten kann. Habe durch Zufall einen höchst aufschlußreichen Bericht über das Thema 'Schwammdicke' ausgehoben, schade jedenfalls, daß anscheinend nur im angelsächsischen Bereich derartige Fachartikel existieren ->
https://pingsunday.com/effect-of-sponge ... 99s_sponge

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2020, 12:39 
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Bei härteren Schwämmen braucht es etwas mehr Energie um den Belag zu "aktivieren". Ein weicherer Schwamm entfaltet seine Katapultwirkung schon bei geringerer Kraftentfaltung. Mit der aktiven Bewegung gibt man etwas Energie zusätzlich in den Ball, so dass auch der härtere Schwamm den Ball herausschleudert.
Das kann man z.B. bei der Fastarc-Serie von Nittaku sehr schön sehen: G1 und C1 haben das gleiche Obergummi, aber unterschiedliche Schwammhärten. Mit dem C1 (weicher) kann man auch passive Hinhalteblocks spielen, mit dem G1 fast gar nicht. Die aktive Bewegung hilft beim G1 zusätzlich, die starke Schnittanfälligkeit zu kompensieren.
Einer unser BKS-Spezialisten im Verein hatte mich auch mal gefragt, wieso ich beim Blocken immer aktiv in den Ball hineingehe. Nach einem Schlägertausch und 4 von 5 Blockbällen ins Netz mit meinem Schläger hatte er es dann verstanden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2020, 15:10 
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Danke @EvilScientist f. deine Erklärung. Was mich noch interessiert, wäre die Beantwortung der Frage inwieweit beispielsweise die Härte bzw. Geometrie der Noppen in Verbindung mit der Schwammhärte einen Effekt auf das Ballflugverhalten hat. Ich hab jedenfalls noch niemals zuvor gesehen, daß ein Ball beim passiven Block auf harten TS gleich 2x auf der eigenen Hälfte aufhüpft od. ins Netz plumpst ! Wenn ich deine Aussage richtig verstehe, würde somit der harte Schwamm sozusagen einen 'Trigger' in Form aktiven Vorwärtsbewegung benötigen, um überhaupt aktiv zu werden. Das leuchtet mir zwar ein, steht f. mich jedoch im krassen Widerspruch zum sgn. 'Dämpfungsschwamm', der ja genau dafür eigentlich gedacht sein sollte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Mittwoch 25. November 2020, 16:34 
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Verein: TTC Eppertshausen
Dämpfungsschwämme sind dafür gemacht, um Energie zu absorbieren. Der Ball taucht in den wenig elastischen Schwamm ein und verliert Energie. Der Dämpfungsschwamm katapultiert den Ball nicht heraus sondern bildet sich langsam zur Ausgangsform zurück. Einfaches Beispiel: Moosgummi mit dem Finger eindrücken und zusehen, wie sich die Delle wieder zurückbildet. Dämpfungsschwämme können hart oder weich sein, entscheidend ist das "Schlucken" von Energie.
Zum Einfluss der Noppenstruktur und der Obergummi-Schwamm-Kombination empfehle ich folgenden Link: https://www.youtube.com/watch?v=7ynthhadBXU
Ein weiterer Punkt beim Blockspiel ist auch noch eine evtl. vorhandene Klebrigkeit des Obergummis, was auch eine bremsende Wirkung haben kann.

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Donnerstag 26. November 2020, 08:03 
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@EvilScientist -> Super ! Vielen Dank f. deine Erklärung, jetzt lichtet sich schön langsam der Nebel. Hab nicht gewußt, daß es auch harte Dämpfungsschwämme gibt u. vor allem, daß die Klebrigkeit d. Belages ebenfalls eine Art Bremswirkung haben kann.
Hab übrigens gestern den Schwamm gewechselt auf Avalox 1,0 40-43° u. siehe da, das Blockverhalten hat sich sofort zum Positiven verändert, komplett verschieden zum harten Schwamm, wobei man meinen könnte, daß die Schwammstärke v. 1,0 diesbzgl. ein vernachläßigbarer Faktor ist, dem ist allerdings nicht so !

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Donnerstag 26. November 2020, 08:30 
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Evil hat (wie so oft ;-)) schon viel erklärt. Zur Ergänzung: Die Klebrigkeit ist ein extremer Faktor deines Bremseffektes. Der Ball wird quasi festgehalten. Mit einem Dämpfungsschwamm hat das nix zu tun. Das ist m.E. umso stärker bei:
- höherer Klebrigkeit
- frontalen Schlägen
- undynamischen, dünnen Schwämmen
- wenig Krafteinsatz

Andersrum kann das Festhalten kompensiert werden durch:
- einen dynamischen, katapultigen (dicken) Schwamm
- eine möglichst aktive Gegenbewegung (z.B. Konter- statt Block)
- tangentiale Schläge (TS, US)

Btw: deshalb spiele ich (RH-Händchenspieler) keinen klebrigen Belag. Bei Stopp- oder Passivblocks kann man ne Münze werfen. Zudem ist es ein Märchen, daß es Klebrigkeit braucht um optimalen Schnitt zu erzeugen !!!

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 Betreff des Beitrags: Re: Spezialfrage: Schwammhärte
BeitragVerfasst: Donnerstag 26. November 2020, 08:58 
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@Neppomuk -> danke f. deinen ergänzenden Beitrag !! Dass nur Klebrigkeit verantwortlich f. einen optimalen Schnitt sein soll, ist, wie du völlig richtig erwähntest, auch mM. nach sozusagen eine Art Wunschtraum, aus dem man rel. schnell wieder aufwacht. Was mich allerdings verblüfft ist die Tatsache, daß selbst dünne Schwämme mehr od. weniger tot sein können ('undynamisch') u. damit das Ballverhalten extrem beeinflussen können. Das reflektiert insbesondere die irrige Auffassung , daß gerade beim dünnen Schwamm sowieso das verwendete Holz die 1. Geige spielt u. alles andere nur 'Nebengeräusche' verursacht -> dem ist anscheinend nicht so !!!

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