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Tischtennis - Reglen, Informationen und Wissenswertes

Seit 1988 ist Tischtennis offizielle olympische Sportart. Hier gibt es eine Übersicht über alle Olympiasieger.

Der folgende Teil basiert auf einem Text der Wikipedia-Enzyklopädie, deren Inhalte gemäß der GNU FDL frei nutzbar sind.

Tischtennis wird gerne als die "schnellste Ballsportart der Welt" bezeichnet. Für die Ausübung benötigt man neben einem Tischtennistisch auch pro Spieler einen Schläger sowie einen Tischtennisball. Das Ziel des Spieles besteht darin, möglichst viele Punkte zu erzielen, indem man den Ball hin- und herspielt, dabei möglichst eigene Fehler vermeidet und durch geschickte Spielweise Fehler des Gegners herbeiführt. Unter "Fehler" versteht man hierbei, wenn der Gegner den geschlagenen Ball nicht mehr vorschriftsmäßig zurückschlagen kann.

Gespielt wird Tischtennis seit Ende des 19. Jahrhunderts, als es in England erfunden wurde. Zu dieser Zeit verwendete man noch den Namen "Ping Pong". Dieser wurde aber 1901 als kommerzielle Marke geschützt und darf seitdem nicht mehr frei verwendet werden. "Ping Pong", eine Bezeichnung, die bei uns heute beinahe ausschließlich im Hobbyspielerbereich anzutreffen ist, wird aber in China weiterverwendet, wo der Sport offiziell "Ping Pong Ball" heißt und bereits vor vielen Jahren zum Volkssport Nr. 1 avancierte.

Gespielt wird traditionell auf mattgrünen oder mattblauen Tischen mit weißen, oder violettfarbenen mit gelben Bällen von 40 mm Durchmesser, insbesondere aber bei Länderspielen oder internationalen Turnieren werden in den letzten Jahren verstärkt auch blaue Tische verwendet.


Grundregeln im Einzelwettkampf

Im Einzelwettkampf spielen zwei Spielerinnen oder Spieler gegeneinander. Im Folgenden sind mit dem Begriff "Spieler" sowohl Spieler als auch Spielerinnen gemeint.

Vorschriftsmäßiger Aufschlag

Ein vorschriftsmäßiger Aufschlag sieht nach den zurzeit gültigen Internationalen Tischtennisregeln (Teil A) (siehe Weblinks) folgendermaßen aus (in Klammern der maßgebliche Punkt der Internationalen Tischtennisregeln):
  • Der Aufschlag beginnt damit, dass der Ball frei auf dem geöffneten Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand des Aufschlägers liegt (6.1).
  • Der Aufschläger wirft dann den Ball, ohne ihm dabei einen Effet zu versetzen, nahezu senkrecht so hoch, dass er nach Verlassen des Handtellers der freien Hand mindestens 16 cm aufsteigt und dann herabfällt, ohne etwas zu berühren, bevor er geschlagen wird (6.2).
  • Wenn der Ball herabfällt, muss der Aufschläger ihn so schlagen, dass er zunächst sein eigenes Spielfeld berührt und dann über die Netzgarnitur oder um sie herum direkt in das Spielfeld des Rückschlägers springt oder es berührt. Im Doppel muss der Ball zuerst die rechte Spielfeldhälfte des Aufschlägers und dann die (rechte Spielhälfte) des Rückschlägers berühren (6.3).
  • Der Ball muss sich vom Beginn des Aufschlags bis er geschlagen wird oberhalb der Ebene der Spielfläche und hinter der Grundlinie des Aufschlägers befinden und darf durch keinen Körper- oder Kleidungsteil des Aufschlägers oder seines Doppelpartners für den Rückschläger verdeckt werden. Sobald der Ball hochgeworfen wurde, muss der freie Arm des Aufschlägers aus dem Bereich zwischen seinem Körper und dem Netz entfernt werden (6.4).
  • Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, so aufzuschlagen, dass der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent sehen kann, ob der Aufschlag in allen Punkten der Aufschlagregel entspricht (6.5).
  • Falls der Schiedsrichter Zweifel an der Zulässigkeit eines Aufschlages hat, kann er beim ersten Vorkommnis dieser Art auf Let (Wiederholung) erkennen und den Aufschläger verwarnen (6.5.1).
  • Bei jedem folgenden zweifelhaften Aufschlag dieses Spielers oder seines Doppelpartners erhält der Rückschläger einen Punkt (6.5.2).
  • Verstößt der Aufschläger jedoch eindeutig gegen die Bestimmungen über einen vorschriftsmäßigen Aufschlag, so wird nicht verwarnt, sondern der Rückschläger erhält den Punkt (6.5.3).
  • In Ausnahmefällen kann der Schiedsrichter die Bestimmungen der Aufschlagsregel lockern, wenn er überzeugt ist, dass ein Spieler sie wegen einer Körperbehinderung nicht einhalten kann (6.6).
Anmerkungen: Ein korrekter Aufschlag erfolgt also immer hinter dem Tisch (der so genannten Grundlinie). Anfänger beugen sich oft über den Tisch und schlagen kurz vor dem Netz auf, dies ist aber nicht zulässig. Hinter dem Tisch legt der Aufschläger den Ball in den Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand (seit der Saison 2003/2004 muss die Hand nicht mehr flach sein) und wirft ihn mindestens 16 cm hoch.

Die Regel, dass der Ball in jeder Phase des Aufschlags sowohl für den Gegenspieler als auch für den Schiedsrichter oder den Schiedsrichter-Assistenten (sofern vorhanden) sichtbar sein muss, wurde in der Saison 2003/2004 eingeführt, um verdeckte Aufschläge zu verhindern, bei denen der Rückschläger den dem Ball mitgegebenen Schnitt nicht erkennen kann.

Berührt der Ball das Netz, sind aber sonst alle Kriterien eines korrekten Aufschlags erfüllt, wird der Aufschlag wiederholt. Bei anderen Aufschlagfehlern, wenn der Ball z. B. das Netz nicht passiert, erhält der Gegner den Punkt. Im Gegensatz zum Tennis hat man hier keinen zweiten Versuch.

Ballwechsel

Ein Ballwechsel wird eingeleitet mit einem Aufschlag. Danach muss man den Ball immer direkt über das Netz (oder um die Netzgarnitur herum) spielen, so dass er auf der Tischhälfte des Gegners aufspringt oder sie berührt. Der Gegner lässt den Ball genau einmal aufspringen und spielt ihn dann über das Netz auf die andere Seite zurück. Der Ball muss also auf jeder Seite genau einmal aufspringen.

Ein Ballwechsel ist beendet, wenn einem der Spieler ein Fehler unterläuft, indem er den Ball
  • mit seinem Schläger vor Überschreiten der Grundlinie annimmt, bevor er die eigene Tischhälfte berührt hat,
  • in der eigenen Tischhälfte mehr als einmal aufspringen lässt,
  • zuerst auf seine Seite schlägt,
  • ins Netz schlägt, oder
  • nicht auf die gegnerische Tischhälfte schlägt, bzw. der Ball die Tischkannte berührt und nicht nach oben wegspringt.
Wenn einem Spieler ein Fehler unterläuft, dann wird für den Gegner ein Gewinnpunkt gezählt.

Ferner wird ein Ballwechsel beendet, wenn
  • der Schiedsrichter das Spiel unterbricht, oder
  • beim Zeitspiel (siehe unten) der Ballwechsel nicht rechtzeitig beendet wird.
Wechsel des Aufschlagrechts

Das Recht zum Aufschlag wechselt jeweils nach zwei Punkten. Muss ein Satz verlängert werden, schlagen die Spieler nach jedem Punkt abwechselnd auf.

Der Satz

Ein Satz endet, wenn ein Spieler elf Gewinnpunkte erreicht hat und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung hat, zum Beispiel 11:9, 12:10, 13:11 usw. Beim Stand von 10:10 geht der Satz in die Verlängerung. Dabei wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Der Satz endet dann, wenn sich ein Spieler zwei Punkte Vorsprung erkämpft hat.

Das Spiel

Ein Spiel besteht aus mehreren Sätzen, die beim 11.Punkt enden oder nach einem Spielstand von 10:10 ein Spieler 2 Punkte Differenz erreicht hat. Bei Mannschaftskämpfen sind in der Regel drei Gewinnsätze vorgeschrieben. Das heißt, das Spiel endet, wenn einer der Gegner drei Sätze gewonnen hat. Dies ist nach höchstens fünf Sätzen der Fall (3:2). Nach jedem Satz werden die Seiten gewechselt. Im entscheidenden letzten Satz, also zum Beispiel bei einem Stand von 2:2, werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler fünf Punkte erreicht hat.

Zeitspiel (Wechselmethode)

Das Zeitspiel setzt ein, wenn ein Satz nach zehn Minuten noch nicht beendet ist, es sei denn, beide Spieler haben bereits neun Punkte oder mehr erreicht. Beim Zeitspiel wechselt das Aufschlagsrecht nach jedem Punkt. Der Gewinnpunkt wird wie beim normalen Spiel vergeben, mit einer Ausnahme: Wenn der Gegner des Aufschlagenden 13 mal den Ball erfolgreich zurückgespielt hat, erhält er den Punkt. Das heißt, bei einem Ballwechsel wird der Ball maximal 13 mal hin- und hergespielt. Sind noch weitere Sätze zu spielen, dann werden diese auch im Zeitspielmodus durchgeführt.

Grundregeln beim Doppelwettkampf

Beim Doppel spielen je zwei Spieler gegeneinander. Es gelten die gleichen Grundregeln wie beim Einzel mit den folgenden Besonderheiten.

Ballwechsel

Beim Ballwechsel müssen die Spieler – anders als beim Tennis – abwechselnd den Ball spielen.

Beispiel: A und B spielen gegen X und Y. Dann wäre ein korrekter Ballwechsel A, X, B, Y, A, X, B, Y. Im zweiten Satz wäre die Aufstellung so zu ändern, dass Y, B, X, A, Y, B, X, A ein korrekter Ballwechsel wäre. Die Aufstellung wechselt nach jedem Satz.

Im Doppel endet ein Ballwechsel aus den gleichen Gründen wie beim Einzel, aber auch dann, wenn ein Spieler den Ball zwei mal hintereinander spielt.

Eine Ausnahme von der Regel, dass die Spieler eines Doppels den Ball abwechselnd spielen müssen, gilt für einen Doppelwettkampf, an dem ein oder mehrere Rollstuhlfahrer beteiligt sind. In diesem Fall darf der Rollstuhlfahrer alle Bälle zurückschlagen, die auf seine Seite gespielt werden (also auf die Tischhälfte links oder rechts von der Mittellinie, je nachdem, wo er mit seinem Rollstuhl gerade steht).

Aufschlag

Im Doppel wird diagonal aufgeschlagen von der eigenen rechten in die gegnerische linke Seite.

Regeln vor 2001/2002

Die geschilderten Regeln wurden zum Teil im Jahre 2001/2002 eingeführt. Vorher galten unter anderem folgende abweichende Bestimmungen:
  • ein Satz endete nach 21 Gewinnpunkten, wenn mindestens zwei Punkte Vorsprung erreicht waren. Beim Stande von 20:20 wurde der Satz verlängert mit wechselndem Aufschlag nach jedem Punkt, und zwar solange, bis ein Spieler zwei Punkte erreicht hatte.
  • das Aufschlagsrecht wechselte nach fünf Punkten
  • Zeitspiel setzte ein, wenn ein Satz 15 Minuten dauerte
  • es wurde mit kleineren Bällen gespielt: früher 38 mm, heute 40 mm Durchmesser.
  • Durch die neuen Regeln soll der Sport vor allem für den (TV-)Zuschauer interessanter werden: die kurzen Sätze sollen mehr Spannungsmomente durch häufigere Entscheidungsphasen erreichen, die großen Bälle durch weniger Rotation und Geschwindigkeit den Sport besser beobachtbar machen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ziele erreicht werden.
Gremium für Regeländerungen

Zuständig für die Regeln ist der ITTF-Kongress ("Annual General Meeting"). Dieses Gremium tritt normalerweise bei den Tischtennisweltmeisterschaften zusammen und berät über Regeländerungen. Der Deutsche Tischtennisbund DTTB ist nicht Mitglied dieses Gremiums.

Spielweisen und Spieltaktik

Man kann auf verschiedene Weisen versuchen, Gewinnpunkte zu erkämpfen. Prinzipiell kann man offensiv oder defensiv spielen. Eine Mischung von Offensiv- und Defensivspiel nennt man Allroundspiel. Heute haben wir es meist mit Offensivspielern zu tun: Man versucht den Gegner mit unterschiedlichem Anschneiden des Balles (Spin: Topspin, Sidespin …) und mit Schmetterbällen unter Druck zu setzen. Ist dieser auch offensiv eingestellt, dann versucht er ein Gegenspiel durch Blocken (Wilfried Lieck war hierin ein Meister), Gegenspin oder Schmetterbälle zu organisieren. Nur noch selten sieht man heute rein defensiv eingestellte Spieler oder Abwehrspieler. Oft spielen diese weit hinter dem Tisch und bringen den Ball mit Unterschnitt oder auch Ballonabwehr zurück. Legendär war hier in den sechziger Jahren Eberhard Schöler. Bei den Weltmeisterschaften 2003 in Frankreich trat der Koreaner Joo Se-Hyuk mit einer explosiven Mischung aus aggressivem Angriffsspiel und recht spektakulärer Defensive auf. Er verlor erst im Finale gegen den Österreicher Werner Schlager. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese Spielweise gegen das vorherrschende Angriffspiel behaupten kann.


Spieltechniken
  • Spin: Durch eine geeignete Schlagtechnik in Verbindung mit dem entsprechenden Schlägermaterial (elastische, griffige Beläge, schnelles Holz) versetzt man den Ball in Rotation. Gebräuchlich sind die Begriffe Topspin und Sidespin.
  • Topspin: Der Ball wird in der oberen Hälfte getroffen bzw. tangential gestreift – mit mehr oder weniger Krafteinsatz. Dadurch erhält der Ball eine Vorwärtsrotation, die ihn beim Auftreffen auf dem Tisch flach und schnell abspringen lässt. Die Flugbahn ist kürzer als bei einem "normalen geraden" Schlag. Der Topspin ist der wichtigste Angriffsschlag im modernen Tischtennis.
  • Sidespin: Der Ball wird seitlich getroffen bzw. tangential gestreift – mit mehr oder weniger Krafteinsatz. Dadurch erhält der Ball zusätzlich eine seitwärts gerichtete Rotation. Die Flugbahn weicht nach rechts oder links von der normalen "geraden" Bahn ab.
  • Unterschnitt: Der Ball wird in der unteren Hälfte gestreift und erhält so eine rückwärts gerichtete Rotation (vom schlagenden Spieler aus gesehen). Die Flugbahn verlängert sich. Diese Rotation bewirkt, dass der unaufmerksame oder unerfahrene Gegner den Rückschlag mehr oder weniger häufig ins Netz spielt.
  • Schmetterball: Der Ball wird mit voller Kraft "geschossen". Er erreicht eine hohe Geschwindigkeit.
  • Ballonabwehr: Der Spieler steht weit hinter dem Tisch und spielt den Ball extrem hoch mit viel Topspin zurück. In der Regel versucht man so, einen Schmetterball abzuwehren.
  • Block: Möglichkeit einen Topspin abzuwehren: Der Spieler steht dicht am Tisch und versucht den Ball gegen den passiven und stark geschlossenen Schläger springen zu lassen; dies kompensiert den Topspin. Dabei nutzt er die sofortige Ballrückgabe, die lange Topspin-Bewegung des Gegners und die hohe mögliche Varianz des Winkels um den Punkt zu erzielen. Als Variante gibt es den aggressiven Block, bei dem der Schläger nicht passiv gehalten wird, sondern - um den Gegner unter Druck zu setzen - eine kurze drückende Bewegung nach vorne gemacht wird.
  • Konterball: Gerader spinloser Ball mit mittlerer bis hoher Geschwindigkeit. Wird häufig zum Einspielen genutzt.
  • Flip: Ball, der über dem Tisch mit einer Wischbewegung aus dem Handgelenk gespielt wird. Wird genutzt, wenn der Ball zu kurz und zu flach ist für Topspin bzw. Schmetterball und erfordert ein extrem gutes Ballgefühl (Händchen). Der Flip wird insbesondere für den aggressiven Rückschlag verwendet.
  • Schupfball: Unterschnittball, der über dem Tisch gespielt wird.
Spielbetrieb

Tischtennis wird sowohl hobbymäßig zu Hause in Garten, Garage, Keller usw. als auch verbandsmäßig organisiert innerhalb von Vereinen gespielt. Die Spieltechnik der Hobbyspieler unterscheidet sich hauptsächlich infolge des unterschiedlichen Schlägermaterials deutlich von der Technik der "Profis".

Deutschland

Dem Deutschen Tischtennisbund gehören mehr als 10.000 Vereine mit rund 850.000 Mitgliedern an. Gespielt werden Damen- und Herreneinzel, Damen- und Herrendoppel sowie gemischtes Doppel.
Nationale Mannschaftskämpfe werden in verschiedenen Spielklassen organisiert, innerhalb derer man auf- oder absteigen kann. Deren Einteilung und Wertung in den unteren Klassen obliegt jedoch dem zuständigen Landesverband, so dass wegen der unterschiedlichen Spielerzahl und Spielstärke nicht alle Ligenbezeichnungen aller Verbände miteinander verglichen werden können.

Die Bundesliga in Deutschland gilt als die stärkste Liga der Welt, im wesentlichen wegen der Gastspieler und der höchsten Anzahl Welt-top-100-Spieler.

Folgende Spielklassen gibt es in Deutschland:
  • 1. Bundesliga - eingleisig
  • 2. Bundesliga - zweigleisig
  • Regionalliga
  • Oberliga
  • Verbandsliga
  • Verbandsklasse
  • Bezirksoberliga (1. Bezirksliga)
  • Bezirksliga (2. Bezirksliga)
  • Bezirksklasse (3. Bezirksliga)
  • Kreisliga
  • 1. Kreisklasse (A-Klasse; Kreisklasse A)
  • 2. Kreisklasse (B-Klasse; Kreisklasse B)
  • 3. Kreisklasse (C-Klasse; Kreisklasse C)
  • 4. Kreisklasse (D-Klasse; Kreisklasse D)
Daneben werden auf den verschiedenen Verbandsebenen noch Einzelmeisterschaften organisiert: Kreismeisterschaft, Bezirksmeisterschaft, Landesmeisterschaft, Deutsche Meisterschaft.

Außerdem gibt es, ebenfalls auf den verschiedenen Ebenen, die sog. "Ranglistenturniere" und Pokalspiele.

International
  • Europameisterschaft
  • Europaliga – hier spielen die stärksten Nationalteams aus Europa
  • Einzel- und Mannschaftsweltmeisterschaft
  • Seit 1988 Olympische Sportart

Historisches

Internationale Geschichte des Tischtennis
Ursprung

Über den Ursprung des Tischtennis gibt es verschiedene Meinungen. Einige sehen die Anfänge am Ende des 19. Jahrhunderts in Indien, von wo aus es sich nach England verbreitete, andere bestreiten dies und halten die Engländer für die Erfinder, wo es 1874 erstmals schriftlich erwähnt wurde: Der englische Major Walter Clopton Wingfield machte das "spharistike" (griechisch: "Lass uns spielen") bekannt. Hierbei handelte es sich um einen Holzkoffer, darin enthalten die Spielregeln und das ganze Zubehör vom Hammer bis zu den Schnüren für die Befestigung der Netzspannvorrichtung auf englischem Rasen. Das Spiel entwickelte sich aus dem "normalen" Tennis und wurde zunächst vorwiegend vom englischen Adel im Freien gespielt. Man verwendete einen Gummiball mit Flanellüberzug oder auch eine Kugel aus Kork. Später benannte man das Spiel in Lawn-Tennis (Rasen-Tennis) um.

Wegen des häufigen Regenwetters in England verlegte man das Spiel dann in die Wohnung und benutzte dabei normale Esstische; man verlegte das Tennisfeld auf den Tisch. Eine Schnur diente als "Netz", als Schläger nahm man Federballschläger, Bücher oder gar Bratpfannen. Folgerichtig nannte man das Spiel wieder um in Raum-Tennis. 1875 veröffentlichte der englische Ingenieur James Gibb die ersten Spielregeln.

"Ping Pong"

1891 brachte James Gibb von einer Geschäftsreise aus den USA bunte Zelluloid-Bälle mit. Von nun an verdrängte der Begriff Ping Pong, welcher 1878 erstmals vereinzelt wegen der Geräusche des Balls auftauchte, zunehmend die Bezeichnung Raum-Tennis. Verschiedene Hersteller kreierten weitere Namen, zum Beispiel Gossima, Whiff Waff, Flim Flam und schließlich Table Tennis. Der Geschäftsmann John Jacques de Croydon, ein Freund von Gibb, meldete 1891 den Begriff "Ping Pong" beim englischen Patentamt zum Patent an und verkaufte die amerikanischen Rechte an die Firma Parker Brothers. In diesen Jahren wurde der Schläger weiterentwickelt: Der Holzschläger wurde beklebt mit Kork, Schmirgelpapier, Wildschweingewebe. In England wurde 1900 der erste Verein gegründet. Schließlich erfand E. C. Goode 1902 den Gummibelag mit Noppen. Im gleichen Jahr wurde in England der nationale Verband "Ping Pong Association" gegründet. Dieser musste aber nach weniger als drei Jahren wegen der Namensrechte an "Ping Pong" aufgeben.

Verbreitung außerhalb Englands

In Ungarn fand 1897 die erste nationale Meisterschaft statt. Zwischen 1905 und 1910 stellte Edward Shires, ein Vertreter von Schreibmaschinen, das Spiel in Wien und Budapest vor. 1899 wurde die 1. Berliner Tennis- und Ping-Pong-Gesellschaft (der spätere Fußball-Bundesligist Tennis Borussia Berlin) gegründet, 1900 das erste Ping-Pong-Cafe (Viktoria-Luise-Platz in Berlin) eröffnet. Um 1899 gelangte eine vereinfachte Variante nach Japan. Von hier aus gelangte es nach China, Korea und Hongkong. 1901 fand in Hamburg-Uhlenhorst das erste deutsche Turnier statt. Bis in die Jahre nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich das Spiel nicht wesentlich weiter, vielleicht wegen der verschiedenartigen und teilweise komplizierten Regeln.

Gründung von Verbänden, erste wichtige Veranstaltungen

Nach und nach werden nationale und internationale Verbände gegründet:
  • 1907 wurde die erste deutsche Meisterschaft gespielt im Kasino am Nollendorff-Platz in Berlin
  • 1921 "Table Tennis Association" in England
  • 1925 Gründung des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) (25. November)
  • 1925 Erste offizielle deutschen Meisterschaften im Herren- und Dameneinzel in Berlin
  • 1926 Gründung des Österreichischen Tischtennis-Verbandes ÖTTV
  • 1926 Internationale Tischtennisförderation ITTF in Berlin, gegründet von England, Schweden, Ungarn, Indien, Dänemark, Deutschland, Tschechoslowakei, Österreich und Wales
  • 1926 wurde die erste Europameisterschaft in London geplant, die allerdings durch die Beteiligung von einigen Indern zu einer Weltmeisterschaft aufgewertet wurde. Für das Endspiel qualifizierten sich die beiden Ungarn Roland Jacobi und Zoltan Mechlovits. Jacobi spielte in langen Bügelfaltenhosen und weißem Hemd – man überredete ihn, wenigstens die Fliege abzulegen – und war nach dem 3:0 Sieg der erste Tischtennisweltmeister.
  • 1927 "La fédération française de tennis de table" in Frankreich
  • 1928 erste Meisterschaft von Frankreich
  • 1930 "The American Ping Pong Association" gestattete den Mitgliedern nur die Verwendung von Spielmaterial der Parker Brothers. Deshalb entstanden in Amerika 1933 zwei weitere Verbände: "U.S. Amateur Table Tennis Association" und "The National Table Tennis Association". 1935 vereinigen sich die drei Verbände zur "U.S. Table Tennis Association" (welche sich 1994 in "U.S.A. Table Tennis" umbenannte)
  • 1933 Der Kieler TTK wurde erster deutscher Mannschaftsmeister der Herren
Weitere Entwicklung

Bis zum Zweiten Weltkrieg kamen die besten Tischtennisspieler und -spielerinnen aus Ungarn (Maria Mednyanszky, Victor Barna), Tschechoslowakei und Rumänien. Ab 1953 wurden die japanischen Spieler führend. Sie entwickelten den Penholder-Griff, wobei der Schläger zwischen Zeigefinger und Daumen gehalten wurde. Ferner beklebten sie den Schläger mit dicken Schaumstoffmatten, was das Spiel erheblich schneller machte. Die Japaner erfanden auch den Topspin. Anfang der 1960er Jahre war Erich Arndt der erste deutsche Spieler, der den Topspin beherrschte. In den nächsten 30 Jahren kamen fast alle Weltmeister aus Asien. Anfang der 1980er Jahre konnten die Europäer mit Hilfe von neuen Techniken (Frischkleben) aufholen
  • 1949 Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 29./30. Juli der DTTB in Bad Homburg wiedergegründet
  • 1951 Am 11. März wurde der DTTB wieder in die ITTF aufgenommen
  • 1958 erste "echte" Europameisterschaft
  • 1964 Der Franzose Alex Ehrlich stellt in Malmö seinen neuentwickelten Tischtennis-Roboter vor
  • 1966/67 deutsche Bundesliga für Herren
  • 1972/73 deutsche Bundesliga für Damen
  • 1988 wurde Tischtennis offiziell olympische Sportart.
Tischtennis und Politik vor dem Zweiten Weltkrieg

Immer wieder versuchte die Politik, Einfluss auf das Sportgeschehen zu nehmen. So durften die deutschen Herren 1934 nicht an der Tischtennis-WM teilnehmen, denn man befürchtete, dass sich die "überlegene nordische Rasse" gegen "minderwertige Völker" blamieren könnte. Auch 1935 verzichtete man auf eine Teilnahme der Herrenmannschaft aus Protest dagegen, dass Irland, Nordirland und Wales mit jeweils eigenen Mannschaften antraten. Erst 1936 entsandte man wieder ein Herrenteam, um für die bevorstehenden Olympischen Spiele in Deutschland zu werben.

Tischtennis und Politik im Nachkriegsdeutschland

Nicht immer konnte man Politik und Sport voneinander trennen. Speziell in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg beeinflusste die Politik das Sport-Verhältnis zwischen der DDR und Westdeutschland. 1950 stellten der Deutsche Tischtennisbund DTTB und der Tischtennisverband der DDR jeweils den Antrag, in den internationalen Tischtennisverband International Table Tennis Federation (ITTF) aufgenommen zu werden. Dies lehnte die ITTF ab und forderte ein gemeinsames Auftreten der beiden Verbände. Daraufhin gründete man am 8. Juni den Arbeitsausschuss Deutscher Tischtennissport. Dieser beantragte 1951 erfolgreich die Aufnahme "Gesamtdeutschlands" in die ITTF. Bei der Weltmeisterschaft in Wien im März 1951 nahmen dann erstmals nach dem Krieg Deutsche teil. In den folgenden Jahren wurden jeweils gesamtdeutsche Meisterschaften ausgetragen: 1951 in Berlin am Funkturm, 1952 in Ost-Berlin (Deutsche Sporthalle), 1953 in Herford. 1957 trat nochmals eine gesamtdeutsche Mannschaft bei der WM in Stockholm auf; Heinz Schneider (Thüringen) wurde Dritter im Einzel.

Am 2. August 1958 schließlich endeten die Gemeinsamkeiten: DTTB und Tischtennisverband der DDR wurden separat "provisorische Mitglieder" der ITTF. Als der DTTB 1960 beauftragt wurde, die Europameisterschaften im Jahre 1962 auszurichten, legte dieser als Austragungsort West-Berlin fest. Dagegen protestierte die DDR, alle osteuropäischen Länder kündigten einen Boykott der Veranstaltung an. Tatsächlich kam es 1962 zum Boykott mit der Begründung, West-Berlin gehöre nicht zur Bundesrepublik. Lediglich Jugoslawien beteiligte sich nicht an dem Boykott. Im November 1964 kam es bei der Europameisterschaft in Malmö (Schweden) zum nächsten Eklat, weil bei der Auftaktveranstaltung die DTTB-Auswahl das Schild "West-Allemagne" und die ostdeutsche Mannschaft das Schild "DDR" trug. 1965 versuchte man, seitens der Bundesrepublik die Beziehungen wieder zu verbessern: Der DSB bezuschusste den Ost-West-Sportverkehr.

Tischtennis in der DDR zwischen 1958 und der Wende

Ab 1958 versuchte sich die DDR immer mehr von westlichen Ländern abzugrenzen. 1961 wurde der gesamtdeutsche Sportverkehr "eingefroren". Der Tischtennissport verlor an Bedeutung, insbesondere nach dem "Leistungssportbeschluss" im April 1969, wonach Tischtennis nicht mehr zu den förderungswürdigen Sportarten zählte. 1972 nahm die DDR noch an der Europameisterschaft teil, danach blieb sie aber allen Europa- und Weltmeisterschaften fern. Die Teilnahme an Wettbewerben, an denen nicht-sozialistische Länder vertreten waren, war verboten.

Ping-Pong-Diplomatie zwischen USA und China

In den 1950er und 1960er Jahren versuchten die USA und die Volksrepublik China mit "normalem" diplomatischen Mitteln die Beziehungen zu verbessern; die sogenannten Warschauer Gespräche brachten aber nicht die erhofften Ergebnisse. Zu Hilfe kamen hier schließlich die Tischtennisspieler. Während der Weltmeisterschaften 1971 in Nagoya (Japan) lud China die amerikanischen TT-Spieler nach Peking ein. Diesem Besuch folgten weitere Treffen von hochrangigen Politikern (Nixon 1972), wodurch Spannungen abgebaut und die Beziehungen verbessert wurden. Diese Ereignisse sind heute unter dem Begriff Ping-Pong-Diplomatie bekannt.

Erfolge deutscher Spieler und Mannschaften
  • 1929 Das Damendoppel Erika Metzger/Mona Rüster gewinnt die Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft in Budapest.
  • 1933 Astrid Krebsbach 3. Platz bei Weltmeisterschaft in Baden
  • 1934 Deutsche Damenmannschaft belegt den 1. Platz bei der Weltmeisterschaft in Paris
  • 1934 Astrid Krebsbach 2. Platz bei Weltmeisterschaft in Paris
  • 1936 Astrid Krebsbach 2. Platz bei Weltmeisterschaft in Prag
  • 1939 Deutsche Damenmannschaft belegt den 1. Platz bei der Weltmeisterschaft in Kairo
  • 1957 Heinz Schneider (Thüringen) 3. Platz bei der WM in Stockholm
  • 1962 Europameisterschaft in Berlin(West) Damen-Mannschaft belegt 1. Platz; Agnes Simon 1. Platz im Einzel
  • 1964 Eberhard Schöler 3. Platz bei Europameisterschaft in Stockholm
  • 1965 Eberhard Schöler 3. Platz bei Weltmeisterschaft in Ljubljana
  • 1967 Eberhard Schöler 3. Platz bei Weltmeisterschaft 1967 in Stockholm
  • 1968 Europameisterschaft in Lyon 1. Platz der Damenmannschaft (Agnes Simon, Edith Buchholtz, Jutta Krüger, Wiebke Hendriksen)
  • 1969 Eberhard Schöler Vizeweltmeister in München, Gabriele Geißler DDR wird Dritte im Damen-Einzel, die deutsche Herrenmannschaft wird WM-Zweiter .
  • 1978 Wilfried Lieck / Wiebke Hendriksen werden Europameister im Mixed.
  • 1989 Jörg Roßkopf und Steffen Fetzner in Dortmund Weltmeister im Doppel.
  • 1992 Jörg Roßkopf wird Einzeleuropameister in Stuttgart.
  • 2002 Timo Boll Europameister im Einzel und auch Goldmedaille im Doppel
  • 2003 Timo Boll ist als erster deutscher Tischtennisspieler im Januar 2003 die Nummer 1 der Weltrangliste; im November 2004 belegt er Platz 9.
  • 2003 Torben Wosik wird EM-Zweiter im Einzel.
  • 2004 Die deutsche Herrenmannschaft wird WM-Zweiter bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in Doha (Katar). Sie unterliegt dem chinesischen Team im Finale mit 0:3.
Erfolge internationaler Spieler

Der Ungar Victor Barna ist der erfolgreichste Tischtennisspieler aller Zeiten. Zwischen 1929 und 1939 gewann er 22 WM-Titel: fünfmal im Einzel, achtmal im Doppel, zweimal im Mixed und siebenmal mit der Mannschaft.


Technische Details zu den Spielgeräten
Der Tisch
    Tischtennis-Tisch
Ein wettkampftauglicher Tisch muss eine Länge von 2,74 m und eine Breite von 1,52 m haben. Die Oberfläche muss genau 76 Zentimeter über dem Boden liegen. Der Tisch wird mittels eines 15,25 cm hohen Netzes in zwei gleichgroße (1,37 m x 1,525 m) Hälften geteilt. Auf ihm muss ein Tischtennisball, der aus 30 Zentimetern Höhe fallengelassen wird, 22 bis 25 cm hoch springen. Jede Hälfte wird der Länge nach noch einmal mittels einer 3 mm breiten Linie in zwei Hälften unterteilt. An den Kanten des Tisches verläuft außerdem noch eine 20 mm breite weiße Linie. Die Oberfläche des Tisches muss nicht reflektierend und dunkel sein. Gebräuchlich sind i.d.R. dunkelgrüne und blaue Tische.

Der Ball

Der Ball besteht aus Zelluloid, ist hohl und hat einen Durchmesser von 40 mm. Er ist in verschiedenen Qualitäten erhältlich, die durch die Anzahl der Sterne voneinander unterschieden werden. Sie unterscheiden sich im Grad ihrer Rundung und durch die Härte. Bälle gibt es in verschiedenen Farben. Für den Spielbetrieb zugelassen sind mattweiße und mattorangene 3***-Bälle.

Der Schläger

Der Schläger ist in vielen verschiedenen Ausführungen erhältlich. Er ist zumeist oval und in der Mitte aus mehrfach geleimtem Holz. Es existieren aber auch Varianten mit z.B. Carbon- oder Kevlarfurnieren. Es gibt vier gängige Griffformen: Gerade, konkav, anatomisch und konisch, zudem zwei Griffformen für japanischen und chinesischen Penholder.

Jeder Schläger muss zwei Beläge unterschiedlicher Farbe haben: einen roten und einen schwarzen Belag. Dies ist vorgeschrieben, damit der Gegner das Drehen des Schlägers bemerkt und somit auf die beiden Beläge entsprechend reagieren kann. Sofern ein Spieler nur eine Seite des Schlägers benutzt (insb. beim klassischen Penholder), muss nur diese Seite mit einem Belag versehen sein (rot oder schwarz). Die andere Seite muss dann jedoch in der anderen Farbe lackiert sein.
Man unterscheidet verschiedene Typen von Belägen: Noppen innen, kurze Noppen außen, lange Noppen, Noppengummi und Anti-Topspin.

Tischtennistrainingsgeräte

Tischtennistrainingsgeräte werden unterstützend zum Erlernen der Grundschläge für das wettkampfmäßige Tischtennisspiel eingesetzt. Je nach Grundschlagart, wie Topspin, Schupfball, Aufschlag u.s.w., werden entsprechende Trainingsgeräte (http://www.returnboard.de) im Vereinstraining angewandt.

Trainings- und Freizeitspiele

Tischtennis wird aber nicht nur wettkampfmäßig gespielt, sondern oft und gern auch in der Freizeit mit abgeänderten Regeln.

Chinesisch oder Rundlauf

Eine beliebte Variante bei mehr als drei (besser: mehr als fünf) Spielern ist das "Chinesisch", auch "Rundlauf" genannt. (In Österreich "Rundgangerl" genannt). Auf jeder Seite des Tisches stellt sich mindestens ein Spieler auf. Nachdem ein Spieler seinen Schlag fehlerlos durchgeführt hat, rennt er auf die andere Seite und stellt sich hier an, um erneut einen Schlag durchzuführen. Jeder, der einen Fehler macht, scheidet aus. Sind nur noch zwei Spieler übrig, wird normal gespielt. Der Sieger bekommt einen Punkt, danach setzen alle wieder ein.

Englisch

Für drei Spieler gibt es eine Variante, die eine Mischung zwischen Einzel und Doppel ist. Der Spieler, der auf seiner Tischseite allein spielt, darf solange allein spielen, bis er einen Fehler macht. Dann wird gegen den Uhrzeigersinn gewechselt. Punkte sammelt man nur als Alleinspieler. Diese Variante bezeichnet man als Englisch.

High-Level-Spiel

Das High-Level-Spiel wird von mehreren Spielern am Returnboard gespielt. Ziel dieses Spiels ist es, mindestens fünf "Returns" (Rückschläge) erfolgreich hintereinander zu spielen und sich damit für das nächsthöhere Level zu qualifizieren. Jedes Level von 1 bis 21 verkörpert einen entsprechenden Blockwinkel, der mittels der Levelleiste eingestellt wird. Je höher die Level-Zahl, desto kleiner ist der eingestellte Blockwinkel und desto schneller und flacher kommen die geschlagenen Bälle zurück.
  1. Alle Mitspieler beginnen im gleichen Level (z. B. Level 7). Jeder Spieler, der nach dem Einspielen des Balles weitere 5 Ballwechsel erreicht, indem der fünfte Rückschlag über das Netz zurückkommt und die eigene Tischhälfte trifft, bleibt im Wettbewerb. Dafür hat jeder Teilnehmer 5 Versuche.
  2. Die im Level 7 erfolgreichen Spieler haben danach im Level 8 wiederum 5 Versuche, um fünf Ballwechsel zu schaffen.
  3. Mit 5 oder mehr Ballwechseln erhält der Spieler also stets die Berechtigung zum Weiterspielen im nächsthöheren Level.
  4. Erreicht ein Spieler 10 oder mehr Ballwechsel, erhält er einen Bonus, d. h. er erhält für das nächsthöhere Level 3 Zusatzversuche.
  5. Sieger wird derjenige Spieler, der in der Qualifikations-Runde das höchste Level erreicht hat oder der im höchsten Level die größte Anzahl Ballwechsel spielt.
Beim High-Level-Spiel können die Vorgaben variiert werden:
  • wahlweise mit Vorhand oder mit Rückhand zurückschlagen (Standard-Spiel)
  • ausschließlich nur mit der Vorhand spielen
  • ausschließlich Rückhandspiel
  • Vorhand-/Rückhand-Wechsel bei jedem Schlag ( zusätzliche Beinarbeits-Übung )
  • Spiel mit dem schwächeren Arm (etwa im Level 4 beginnend)
Bei diesem Spiel wird nicht "wild draufgeschlagen", sondern mit Ballgefühl und gutem Timing ein langer Ballwechsel angestrebt.

Weitere Trainings-Spiele

Für mehr Abwechslung im Training und für spassvolles, spielerisches Erlernen der Ballbehandlung können die Spiele
  • Kaiser-Spiel
  • Topspin-Spiel
  • Ballon-Spiel
  • Service-King
  • Partner-Board
  • Marathon
  • Power-Spiel


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