Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Infos über Hölzer aus Balsa und anderen leichten Materialien (Kiri, etc.)

Moderator: Noppen-Test-Team

Holg
Top Master
Top Master
Beiträge: 2824
Registriert: Samstag 7. Januar 2006, 00:44
TTR-Wert: 1603
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Holg »

Danke für Dein Feedback. Die Schlitze hatte ich nach unten. So hab ich auch das erste Holz zuerst getestet, weil in dieser Ausrichtung die Grifflinse auf der VH war. Dieses zweite Holz hat ja keine Grifflinse.
Bei Schupf und Aufschlägen hatte ich ordentlich Schnitt. Ebenso wenn ich mit der KN einen RH Topspin gespielt habe (Schlitze müssten dann nach oben gezeigt haben :?). Die hat mein Partner regelmäßig weit über den Tisch gespielt, weil er sie vollkommen unterschätzt hat.
Bin gespannt, wie es nächste Woche damit läuft und gegen andere Gegner und gute Offensivspieler.
Bogen - Spinfire 2,1 - Sternenfall pro OX
graupe007
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 811
Registriert: Freitag 8. Oktober 2021, 20:41
TTR-Wert: 1290

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von graupe007 »

Eben hatte ich nicht wenig Zeit investiert um einem Bericht zu schreiben und als ich diesen posten wollte war alles weg, offensichtlich weil Holg mir zwischenzeitlich zuvor gekommen ist dieses Portal bei parallelen Eingaben ausssteigt. Das ist mir nicht zum ersten Mal passiert. Für heute mache ich tief frustriert Schluss.

@ alle Mods falls Ihr mitlest: kann man nicht endlich hierfür eine zeitgemäße Lösung zur Verfügung stellen?

@ alle Input-Gebenden: speichert Euch VOR dem Absenden den eigenen Text irgendwo ab um ihn evtl. erneut eingeben zu müssen.
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
graupe007
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 811
Registriert: Freitag 8. Oktober 2021, 20:41
TTR-Wert: 1290

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von graupe007 »

... hier ist es evtl doch noch:
Noch eine Trainingssession mit meinem Testholz - sorry das musste ich noch ausprobieren bevor ich es weiterverschicke:

1) Vorhand: Wechsel vom Mark V auf Tenergy 05 und Fastarc D, alle in 1,7 bzw.1,8mm. Wie ich schon berichtete, harmonieren Holz und Mark V hervorragend was das Spielgefühl anbetrifft, nur hat der Mark V natürlich nicht die Dynamik der moderneren Alternativen. Das Überraschende aus der heutigen Session war: selbst der Gewöhnungseffekt des Tenergy, den ich einige Zeit mit Begeisterung spiele, überdeckt nicht die Tatsache dass sich dieses Holz tatsächlich mit dem Mark V am "spielbarsten" verhält mit wirklich toller Rückmeldung, aber eben leider nur moderater Durchschlagskraft. Trotzdem: wer primär über Platzierung kommt, für den mag diese Kombi absolut interessant sein. Mit dem T05 fand ich für meinen Bedarf bereits die Grenze erreicht, was ich an Dynamik noch sicher beherrsche. Allerdings hatte leider die Klebefolie den Zenith überschritten und ich hatte keine zweite dabei, deswegen ist diese Aussage etwas mit Vorsicht zu genießen und letztlich der Grund, auf den Fastarc D zu wechseln. Aber auch für den Fastarc gilt: bessere Dynamik als der Mark V, aber an der Präzision der Rückmeldung kommt er auf diesem Holz nicht heran.

2) Rückhand: Wechsel vom Hydra Prototypen auf den Neptune. Hier war ich wirklich positiv erstaunt was der Neptune auf diesem Holz an Qualitäten auspackt. Die Spielbarkeit ist nahe an überragend mit toller Rückmeldung und einem sehr breiten Portfolio. Auch hinsichtlich Ekelfaktor tat sich heute einer meiner Trainingspartner schwer, der andere meinte "auf dem Niveau des Hydra", für mich ist der Neptun aber deutlich reproduzierbarer spielbar, nicht zuletzt bei harten Blockbällen die auf dem Tachi durchaus eine gewisse Herausforderung darstellten. Ich bin noch nicht sicher ob letztlich eine leichte Hackblock-Bewegung nach unten oder eine Kickblock-Bewegung zum Ball effizienter ist. Trifft man den Ball optimal, geht beides, aber immer mit lockerem Handgelenk.
Insbesondere eröffnet diese Kombi die komplette neue Dimension der kurzen Bälle die ich mit Tachi&Tactics nur sehr eingeschränkt nutzen konnte. Der intrinsische Störeffekt ist geringer als beim Tactics, aber nicht vernachlässigbar. Ähnlich bei beim Spectre würde ich sagen: man muss sich den Störeffekt durch Aktivität erkaufen. Druckschupfs sind beispielsweise ok aber gewinnen wenn sie zusätzlich als Seitwischer gespielt werden. Frontale Angriffe gehen auch, aber wenn zu häufig, stellt sich der Gegner darauf ein. Noppenschüsse gehen auch prima. Bei der Aufschlagsannahme besteht eine gewisse Schnittanfälligkeit die - heute zumindest - relativ gut lesbar und deswegen nicht problematisch war. In wie weit dies vom Belag oder Holz kommt, kann ich nicht beurteilen.

Was das Grundtempo anbetrifft, würde ich die Kombi bei All- eingruppieren, obwohl der Neptun eher langsam ist, das Holz zeigt in gewissen Spielsituationen aber durchaus ein gewissens Katapultverhalten. Man muss wirklich sehr stark auf das eigene Handgelenk achten. Gar nicht gehen (das hatte ich bereits berichtet) Drop-Kick ähnliche, früh genommene, nur abtropfende Bälle die häufig unkontrolliert hinten hinausspringen. Besser ist es, die Bälle etwas später zu nehmen und dafür mit Schnittvariationen zu arbeiten.

Insgesamt würde ich die Charakteristik dieser Kombi weniger im direkten Punktgewinn sehen, sondern insbesondere der Vorbereitung um anschließend die eigene VH in Szene zu bringen - also genau das was ich mir vorstelle.

3) Grundsätzlich gilt für beide Seiten: der Ballabsprung fällt relativ flach aus. Ich habe nicht wenige Bälle ins Netz gesetzt, verbuche das aber unter allgemeiner Anpassung. Gegen Ende des Trainings wurde es auch besser.
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
Holg
Top Master
Top Master
Beiträge: 2824
Registriert: Samstag 7. Januar 2006, 00:44
TTR-Wert: 1603
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Holg »

graupe007 hat geschrieben: Freitag 8. Mai 2026, 23:25 Eben hatte ich nicht wenig Zeit investiert um einem Bericht zu schreiben und als ich diesen posten wollte war alles weg, offensichtlich weil Holg mir zwischenzeitlich zuvor gekommen ist dieses Portal bei parallelen Eingaben ausssteigt. Das ist mir nicht zum ersten Mal passiert. Für heute mache ich tief frustriert Schluss.

@ alle Mods falls Ihr mitlest: kann man nicht endlich hierfür eine zeitgemäße Lösung zur Verfügung stellen?

@ alle Input-Gebenden: speichert Euch VOR dem Absenden den eigenen Text irgendwo ab um ihn evtl. erneut eingeben zu müssen.
Oh man, das tut mir leid!
Ich schreib manchmal woanders vor und kopier es dann in das Schreibfenster hier und ansonsten immer vor dem absenden den Text nochmal markieren und in die Zwischenablage kopieren. Ich habe das oft, dass ich auf senden drücke und dann ist der Text weg und ich muss mich nochmal neu mit Passwort anmelden.
Bogen - Spinfire 2,1 - Sternenfall pro OX
Benutzeravatar
achim
Gewerblicher Hersteller
Beiträge: 2870
Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Wohnort: Lembruch, Germany
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Eine Beobachtung am Rande:

Das Handgelenk ist am Tisch ein wertvolles Werkzeug — aus der Halbdistanz übernehmen Unterarm und Körper die Führung.

Wer das nicht trennt, belastet Arm und Schulter mehr als nötig. Besonders dann, wenn das Holz kopflastig spielt — dann wirkt der Hebel noch stärker.

Die Konsequenz ist einfach: mit der Belagdicke runter, um den Schwerpunkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Benutzeravatar
achim
Gewerblicher Hersteller
Beiträge: 2870
Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Wohnort: Lembruch, Germany
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Manche Spieler greifen immer wieder auf dasselbe Holz zurück — ohne genau erklären zu können, warum. Das ist kein Zufall. Es ist Konstruktion.

Der Kaskadenbau Turbo 2822 enthält eineinhalb Rauten in seiner Bauweise. Die Raute ist das geometrische Prinzip, das dem Holz seine Symmetrie gibt
— beide Diagonalrichtungen sind eingebaut, als Paar.

Das bedeutet:

das Holz antwortet auf beiden Seiten gleich. Was auf der Vorhand funktioniert, funktioniert auf der Rückhand genauso — gespiegelt, aber mit derselben inneren Logik.

Die halbe Raute im Mittenpaket macht dieses Holz schwerer zu bauen. Aber sie gibt ihm genau das, was Spieler spüren, ohne es benennen zu können:

einen Charakter, den kein anderes Holz hat. Entwickelt für den 40+ABS-Ball — kalibriert auf die Anforderungen des modernen Spiels.

michel101 greift immer wieder auf dasselbe Holz zurück, weil das Holz der Grund ist,

den er für sein Spiel gewinnbringend, gefühlsbetont und offensiv in der über 2000 TTR-Punkte Ebene verwerten kann.
Holg
Top Master
Top Master
Beiträge: 2824
Registriert: Samstag 7. Januar 2006, 00:44
TTR-Wert: 1603
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Holg »

achim hat geschrieben: Freitag 8. Mai 2026, 20:08 Okay, Ich schicke auch Testhölzer hinaus, wenn sie leichte Fehler aufweisen — genau dafür sind sie gedacht. Für das Testen nehme ich solche Blockplatten,
weil es keinen Sinn ergibt, dafür eigens neue Hölzer herzustellen. Als Verkaufsware kämen sie nicht in Frage, aber zum Testen des Spielverhaltens sind sie vollkommen geeignet
— wenn auch manchmal etwas schwerer als sonst.
Das kann ich einerseits natürlich vollkommen nachvollziehen dass Du für Testhölzer nicht Dein feinstes und leichtestes Balsa verschwenden möchtest, andererseits kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, dass sich ein deutlich leichteres Holz nicht auch deutlich anders spielen würde.
Was den Unterschnitt betrifft:

Das Holz hat den gegnerischen Spin neutralisiert — der Ball kam für den Gegner entsprechend harmlos an. Dass er problemlos nachziehen konnte, ist genau das Ergebnis davon.
Der Dream ist nicht umsonst als spinunanfällig beschrieben. Allerdings: Die lange Abwehr spielt man mit der zweiten Spielebene — Einschnitte unten.
Wer stattdessen in der ersten Spielebene bleibt — Einschnitte oben — den kann das Holz veräppeln.
In der zweiten Spielebene kommen die Bälle in der langen Abwehr viel direkter, und der Gegner hat ein echtes Problem. Man sollte also bewusst öfter in die Schlagspinebene
der zweiten Spielebene wechseln — dann haben die Spielbälle so viel Schnitt, dass sie eher runterfallen.
Diese ganze Spielebenen und Diagonalensache hab ich immer noch nicht verstanden und da bin ich, nach wie vor, auch skeptisch. Das bekannte DIN A4 Blatt Experiment habe ich praktisch durchgeführt hat mich jedoch auch nicht weiter gebracht.

Wohin sollten bei meinem Testholz die Kiemen denn idealerweise zeigen für mein Spiel?
Ich spiele hauptsächlich tischnah, bekanntermaßen Doppelnoppe, viel Block-Konter und Schuss, Schnitt für Aufschläge und Schupfbälle ist mit der KN aber enorm wichtig.
Bogen - Spinfire 2,1 - Sternenfall pro OX
Benutzeravatar
achim
Gewerblicher Hersteller
Beiträge: 2870
Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Wohnort: Lembruch, Germany
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Lernschläger versus Kompensationsschläger — ein grundlegender Unterschied
Im Tischtennismarkt gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Ansätze beim Holzbau.
Der eine Ansatz zielt darauf ab, dem Spieler sofortige Ergebnisse zu liefern: hohe Kontrolle, gutes Blockverhalten, Sicherheit von der ersten Minute an.
Das Holz übernimmt — es gleicht aus, was der Unterarm noch nicht gelernt hat.

Der andere Ansatz — der Ansatz von Re-Impact — ist ein anderer:

Das Holz stellt Anforderungen. Es fordert den Spieler neurologisch heraus, verlangt Anpassung, erzeugt in den ersten Wochen Umgewöhnung.
Dieser Prozess ist gewollt. Denn was danach entsteht, ist kein Abhängigkeitsverhältnis vom Material, sondern eine neue motorische Kompetenz
— verankert im Unterarm, im Nervensystem, im Spieler selbst.

Ein Lernschläger gibt nichts geschenkt. Er investiert in den Menschen.
Noch präziser — das Prinzip gilt für alle Spieler:

- Der Anfänger lernt sein Feedback kennen — baut Technik auf

- Der fortgeschrittene Spieler lernt sein Feedback kennen — verfeinert und optimiert

Re-Impact ist kein Einsteigerholz und kein Expertenholz —

Es ist ein Entwicklungsholz für jeden Spieler auf seiner Stufe.


Das widerlegt auch das häufige Missverständnis im Forum:

"Re-Impact ist nur für Anfänger" oder umgekehrt "Re-Impact ist zu schwierig für Einsteiger."


Beides falsch. Das Holz fordert jeden Spieler — "auf seinem eigenen Niveau."
graupe007
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 811
Registriert: Freitag 8. Oktober 2021, 20:41
TTR-Wert: 1290

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von graupe007 »

graupe007 hat geschrieben: Freitag 8. Mai 2026, 23:26 ... hier ist es evtl doch noch:
Noch eine Trainingssession mit meinem Testholz - sorry das musste ich noch ausprobieren bevor ich es weiterverschicke:

1) Vorhand: Wechsel vom Mark V auf Tenergy 05 und Fastarc D, alle in 1,7 bzw.1,8mm. Wie ich schon berichtete, harmonieren Holz und Mark V hervorragend was das Spielgefühl anbetrifft, nur hat der Mark V natürlich nicht die Dynamik der moderneren Alternativen. Das Überraschende aus der heutigen Session war: selbst der Gewöhnungseffekt des Tenergy, den ich einige Zeit mit Begeisterung spiele, überdeckt nicht die Tatsache dass sich dieses Holz tatsächlich mit dem Mark V am "spielbarsten" verhält mit wirklich toller Rückmeldung, aber eben leider nur moderater Durchschlagskraft. Trotzdem: wer primär über Platzierung kommt, für den mag diese Kombi absolut interessant sein. Mit dem T05 fand ich für meinen Bedarf bereits die Grenze erreicht, was ich an Dynamik noch sicher beherrsche. Allerdings hatte leider die Klebefolie den Zenith überschritten und ich hatte keine zweite dabei, deswegen ist diese Aussage etwas mit Vorsicht zu genießen und letztlich der Grund, auf den Fastarc D zu wechseln. Aber auch für den Fastarc gilt: bessere Dynamik als der Mark V, aber an der Präzision der Rückmeldung kommt er auf diesem Holz nicht heran.

2) Rückhand: Wechsel vom Hydra Prototypen auf den Neptune. Hier war ich wirklich positiv erstaunt was der Neptune auf diesem Holz an Qualitäten auspackt. Die Spielbarkeit ist nahe an überragend mit toller Rückmeldung und einem sehr breiten Portfolio. Auch hinsichtlich Ekelfaktor tat sich heute einer meiner Trainingspartner schwer, der andere meinte "auf dem Niveau des Hydra", für mich ist der Neptun aber deutlich reproduzierbarer spielbar, nicht zuletzt bei harten Blockbällen die auf dem Tachi durchaus eine gewisse Herausforderung darstellten. Ich bin noch nicht sicher ob letztlich eine leichte Hackblock-Bewegung nach unten oder eine Kickblock-Bewegung zum Ball effizienter ist. Trifft man den Ball optimal, geht beides, aber immer mit lockerem Handgelenk.
Insbesondere eröffnet diese Kombi die komplette neue Dimension der kurzen Bälle die ich mit Tachi&Tactics nur sehr eingeschränkt nutzen konnte. Der intrinsische Störeffekt ist geringer als beim Tactics, aber nicht vernachlässigbar. Ähnlich bei beim Spectre würde ich sagen: man muss sich den Störeffekt durch Aktivität erkaufen. Druckschupfs sind beispielsweise ok aber gewinnen wenn sie zusätzlich als Seitwischer gespielt werden. Frontale Angriffe gehen auch, aber wenn zu häufig, stellt sich der Gegner darauf ein. Noppenschüsse gehen auch prima. Bei der Aufschlagsannahme besteht eine gewisse Schnittanfälligkeit die - heute zumindest - relativ gut lesbar und deswegen nicht problematisch war. In wie weit dies vom Belag oder Holz kommt, kann ich nicht beurteilen.

Was das Grundtempo anbetrifft, würde ich die Kombi bei All- eingruppieren, obwohl der Neptun eher langsam ist, das Holz zeigt in gewissen Spielsituationen aber durchaus ein gewissens Katapultverhalten. Man muss wirklich sehr stark auf das eigene Handgelenk achten. Gar nicht gehen (das hatte ich bereits berichtet) Drop-Kick ähnliche, früh genommene, nur abtropfende Bälle die häufig unkontrolliert hinten hinausspringen. Besser ist es, die Bälle etwas später zu nehmen und dafür mit Schnittvariationen zu arbeiten.

Insgesamt würde ich die Charakteristik dieser Kombi weniger im direkten Punktgewinn sehen, sondern insbesondere der Vorbereitung um anschließend die eigene VH in Szene zu bringen - also genau das was ich mir vorstelle.

3) Grundsätzlich gilt für beide Seiten: der Ballabsprung fällt relativ flach aus. Ich habe nicht wenige Bälle ins Netz gesetzt, verbuche das aber unter allgemeiner Anpassung. Gegen Ende des Trainings wurde es auch besser.
Der Referenz wegen zitiere ich meinen eigenen Post nachdem heute ein nun wirklich letzter Vergleichstest erfolgte bevor das Holz weiter gesendet wird. Ich mache keinen Hehl daraus dass mich das Holz zunehmend anfixt! Das gilt insbesondere im direkten Vergleich mit dem Fear-Holz welches ich wegen seiner geringeren Grundgeschwindigkeit als potentiellen Nachfolger auserkoren habe um den Zyre zu bändigen. Das Fear ist sicherlich kein schlechtes Holz, macht aber im direkten vergleich mit dem neuen Holz keinen Stich! Auf der VH hatte ich heute den Mark V aufgezogen der auf dem neuen Holz diese großartige Rückmeldung zeigte. Auf dem Fear fühlte er sich dagegen an, als wenn sich eine zusätzliche Lage Gummi darunter befinden würde - einfach indifferenter und weniger klar in der Rückmeldung. Auf dem Testholz versuchte ich heute nochmals den Zyre der bestätigte was ich bereits früher geschrieben hatte: bei tangentialen Bewegungskomponenten sobald man leicht über den Ball streicht spielt er sich prima und auch mit vergleichsweise guter Kontrolle. Das muss gar kein wilder Kick-Block sein, eine relativ zahme Bewegung genügt aber unbedingt über den Ball und nicht frontal. Für die frontale Komponente wünsche ich mir ein etwas langsameres, stärker dämpfendes Holz um den enormen Katapult des Zyre etwas zu entschärfen.

Auf der RH blieb es beim Neptune beim Testholz und der Zyre wanderte auf das Fear. Auch hier das Gleiche wie auf der VH: die Rückmeldung des Testholz+Neptune ist der Kombi Fear+Hydra deutlich überlegen was eindeutig ein Lob für ersteres ist denn absolut sind auch Fear & Hydra gut spielbar, aber eben auch hier weniger präzise in der Rückmeldung. Und die Offensivqualitäten des Neptun auf diesem Holz sind gerade für Leute wie mich, die eigentlich gar keine offensive RH beherrschen, bemerkenswert. Da besteht noch viel Potential mit 2 Auffälligkeiten: a) reines Hinhalten ist keine gute Idee, das können andere Kombis deutlich besser b) ohne den Neptun besonders schnittanfällig bezeichnen zu würden, reagiert er v.a. bei Seitschnitt-Angaben des Gegners erheblich sensitiver als Hydra&Fear. Da dies relativ gut lesbar ist, verursachte dies heute keine übermäßigen Probleme, bedarf nur einer gewissen Aufmerksamkeit.

Der zuletzt erwähnte flache Ballabsprung war wohl ein klassisches Anpassungsproblem und heute kein Thema mehr.

Fazit: ein Klasse Holz dem ich eine dicke Krokodilsträne nachweine!
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
Neros
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 868
Registriert: Donnerstag 17. November 2022, 09:50

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Neros »

Wie spielen sich Hybrid Beläge auf Re-Impact Hölzern?
Hintergrund der Frage: Hybrid Beläge erfordern mehr Körpereinsatz können das eigene Spiel zudem variabler machen - es ist jedoch Arbeit und erfordert gezieltes Training.
Benutzeravatar
achim
Gewerblicher Hersteller
Beiträge: 2870
Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Wohnort: Lembruch, Germany
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Neros hat geschrieben: Samstag 16. Mai 2026, 05:03 Wie spielen sich Hybrid Beläge auf Re-Impact Hölzern?
Hintergrund der Frage: Hybrid Beläge erfordern mehr Körpereinsatz können das eigene Spiel zudem variabler machen - es ist jedoch Arbeit und erfordert gezieltes Training.
Hybrid-Beläge auf Re-Impact Hölzern — eine grundsätzliche Betrachtung

Hybrid-Beläge erfordern aktiven Körpereinsatz und eine klassisch saubere Grundtechnik. Wer technische Mängel durch Katapult kompensiert,
wird mit Hybrid-Belägen scheitern — unabhängig vom Holz.

Genau hier liegt die Stärke einer neuen Kaskadengruppe von der Re-Impact-Technologie:

Die Hölzer haben mittleres Katapultverhalten und gibt dem Spieler klare Rückmeldung über das, was der Unterarm wirklich tut. Diese Rückmeldung
ist die Grundvoraussetzung für das Erlernen der aktiven Spielweise die Hybrid-Beläge fordern.

Ein hohes Katapultholz unter einem Hybrid-Belag übersteuert — der Spieler verliert die Kontrolle weil zwei aktive Systeme gleichzeitig arbeiten.
Ein mittel katapultiges Re-Impact Holz darunter lässt den Hybrid-Belag seine Qualitäten voll entfalten, ohne zu übersteuern.

Das führt zu einem Re-Impact Grundprinzip:

Wer großes Katapult haben will, spielt katapultarme Beläge auf einem schnellen Holz (Turbo82 z.B.)

Wer ein katapultarmes Re-Impact Holz spielt, kann katapultstarke Beläge wählen — weil das Holz kontrollierbar bleibt.

Für Hybrid-Beläge sind deshalb besonders geeignet:

das Fire und der M3 Select. Beide verlangen aktiven Körpereinsatz und klassische Technik — genau das was Hybrid-Beläge ohnehin fordern.
Die Kombination verstärkt die Spielvariabilität, ohne den Kontrollverlust den ein hohes Katapultholz verursachen würde. Sie sollten allerdings
in kleinen Klassen nur bis 2,0 mm gespielt werden, Ausnahme Zyre03 bis 2,5 mm.

Eine persönliche Anmerkung des Herstellers:

Ich selbst bevorzuge ein katapultunterstütztes Holz — weil ich mich weniger bewegen muss.
Das ist mein persönlicher Spielstil, nicht meine Empfehlung.

Ich baue Hölzer für andere Spieler, nicht für meinen eigenen Geschmack, weil ich die Langnoppe in ox immer auf der Vorhand gespielt habe.

Immer nur Grass-D-TEc. ox

Dieses Störspiel lieben meine Gegner nicht besonders an mir.
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.

„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
Benutzeravatar
achim
Gewerblicher Hersteller
Beiträge: 2870
Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Wohnort: Lembruch, Germany
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Hypothese: Das Holz als Erkenntnismedium

René Descartes, der Begründer der modernen Philosophie, formulierte den Kern aller Erkenntnis:


„Cogito ergo sum" — Ich denke, also bin ich. Dieser Satz ist kein Triumph der Bequemlichkeit. Er ist das Ergebnis eines radikalen Zweifels

— Descartes zweifelte an allem, was ihm vertraut war, um zur Wahrheit vorzudringen.

Erkenntnis entsteht nicht durch Anpassung an das Gewohnte, sondern durch aktives Hinterfragen des Selbstverständlichen.

Wer nie auf Widerstand trifft, denkt nicht — er gleitet.

Immanuel Kant formulierte daraus eine Forderung an jeden Menschen:


„Sapere aude" — Habe Mut, deinen eigenen Verstand zu benutzen. Dieser Satz steht seit Beginn als Leitmotiv von Re-Impact — nicht zufällig.

Er beschreibt genau das, was ein Re-Impact Holz vom Spieler verlangt:

Mut zur Auseinandersetzung mit sich selbst, mit den eigenen Fehlern, mit den eigenen Grenzen. Nicht das Holz entscheidet — der Spieler entscheidet.

Das Holz zeigt ihm nur, wo er steht.

Alexander von Humboldt verstand die Welt als vernetztes System — Kaskaden von Ursache und Wirkung, die sich gegenseitig bedingen und verstärken.
In seinem Kosmos beschrieb er die Natur nicht als passive Kulisse, sondern als aktives System, das nur dem Beobachtenden seine Geheimnisse preisgibt.

Wer die Natur nicht herausfordert, versteht sie nicht. Wer sie nur betrachtet ohne einzutauchen, bleibt an der Oberfläche.


Re-Impact folgt diesem Prinzip. Das Holz ist kein passives Werkzeug — es ist ein aktives Übertragungsmedium zwischen Ball und Spieler,
zwischen Außenwelt und Nervensystem. Es gibt zurück, was der Spieler hineingibt — verstärkt, präzisiert, rückgemeldet.

Wer zuhört, lernt. Wer das Feedback meidet, stagniert.

Hermann von Helmholtz beschrieb die Violine als Kaskadensystem:


Spannung durch die Saite, Barriere durch den Steg, Fluss durch den Korpus,
Empfang durch die Hand — nicht durch das Ohr allein.


Das Instrument erzieht den Musiker nicht durch Bequemlichkeit, sondern durch Widerstand und Rückmeldung. Nur wer den Widerstand des Instruments annimmt,

wird Meister —
nicht wer ein Instrument spielt, das jeden Fehler verbirgt.


Charles Darwin zeigte:

Nicht der Stärkste überlebt, nicht der Intelligenteste — sondern derjenige, der sich aktiv mit seiner Umwelt auseinandersetzt und daraus lernt.
Anpassung bei Darwin bedeutet keine passive Bequemlichkeit — sie bedeutet aktive Auseinandersetzung mit dem Widerstand der Umwelt.

Ein Lebewesen, das von seiner Umwelt vollständig geschützt wird, entwickelt keine Stärke. Es verlernt sie.


Was bedeutet das für den Tischtennisspieler?

Ein Holz, das sich dem Spieler anpasst, nimmt ihm die Erkenntnisarbeit ab.


Es gleicht aus, was der Unterarm noch nicht gelernt hat.

Es versteckt, was der Spieler noch nicht beherrscht.


Der Spieler lernt das Material kennen — nicht sich selbst. Er wird abhängig vom Komfort des Werkzeugs, nicht frei durch das Beherrschen desselben.

Er spielt — aber er lernt nicht. Er wird unterhalten — aber er wächst nicht.

Ein Re-Impact Holz funktioniert anders. Es stellt Anforderungen. Es zeigt Fehler auf — nicht um zu bestrafen, sondern um zu informieren.

Die Rückmeldung des Holzes ist der Spiegel des Spielers. Was der Unterarm falsch macht, meldet das Holz zurück — klar, direkt, ohne Beschönigung
.

Wer diesen Spiegel meidet, bleibt wo er ist. Wer ihn annimmt, wächst.

Dieser Prozess ist kein angenehmer. Er braucht Zeit. Er fordert Geduld. In den ersten Wochen entsteht Umgewöhnung — nicht weil das Holz schlecht ist,
sondern weil der Spieler sich selbst neu kennenlernen muss. Das ist kein Fehler des Systems. Das ist sein Zweck.

Descartes zweifelte, um zu erkennen. Kant forderte Mut zur Erkenntnis. Humboldt beobachtete, um zu verstehen. Darwin zeigte,
dass nur aktive Auseinandersetzung zur Entwicklung führt. Helmholtz bewies,
dass das Instrument den Musiker durch Widerstand formt — nicht durch Nachgeben.


Fünf Denker — eine Botschaft:

Erkenntnis kommt durch Auseinandersetzung, nicht durch Bequemlichkeit. Ein Komfortversprechen ist kein Lernziel. Es ist eine Einladung zur Stagnation.

Re-Impact stellt Anforderungen. Das ist kein Fehler des Holzes — das ist sein Zweck.

Aber dieser Zweck kommt nicht auf Kosten des Spielspaßes.

Im Gegenteil:

Kein anderes Holz gibt dem Spieler vom ersten Ball an so viel zurück — so viel Gefühl, so viel Rückmeldung,
so viel lebendigen Kontakt zwischen Hand und Ball.

Der Unterschied zu einem Komfortholz ist nicht der Anfang — er ist die Richtung.

Das Komfortholz erreicht seinen Höhepunkt am ersten Tag.

Re-Impact wächst mit dem Spieler — weil das Holz ihn nicht nur schützt, sondern auch begleitet.

Das ist kein hartes Lernprogramm.

Es ist der Spiegel, der sofort zeigt, was möglich ist. Und dieser Spiegel wird mit jedem Tag klarer.
Zuletzt geändert von achim am Montag 18. Mai 2026, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.

„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
R.Barath
Greenhorn
Beiträge: 19
Registriert: Samstag 7. Februar 2026, 15:42

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von R.Barath »

Chapeau!
Wer es schafft, René Descartes, Immanuel Kant, Alexander von Humboldt und Hermann von Helmholtz in einen Text zu packen, um den Verkauf eines profanen Tischtennisholzes zu rechtfertigen, hat den schwarzen Gürtel im olympischen Phrasendreschen verdient. Das ist kein Marketing mehr, das ist Realsatire auf allerhöchstem Niveau. :tt:
Neros
Gold-Member
Gold-Member
Beiträge: 868
Registriert: Donnerstag 17. November 2022, 09:50

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von Neros »

R.Barath hat geschrieben: Sonntag 17. Mai 2026, 10:38 Chapeau!
Wer es schafft, René Descartes, Immanuel Kant, Alexander von Humboldt und Hermann von Helmholtz in einen Text zu packen, um den Verkauf eines profanen Tischtennisholzes zu rechtfertigen, hat den schwarzen Gürtel im olympischen Phrasendreschen verdient. Das ist kein Marketing mehr, das ist Realsatire auf allerhöchstem Niveau. :tt:
Hören Sie bitte auf damit - jeder Hersteller hat hier seine Daseinsberechtigung und jeder interessierte Spieler sollte die Möglichkeit haben das passende Holz zu finden und die für ihn individuelle Beratung zu bekommen.
Benutzeravatar
achim
Gewerblicher Hersteller
Beiträge: 2870
Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
Wohnort: Lembruch, Germany
Kontaktdaten:

Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

R.Barath hat geschrieben: Sonntag 17. Mai 2026, 10:38 Chapeau!
Wer es schafft, René Descartes, Immanuel Kant, Alexander von Humboldt und Hermann von Helmholtz in einen Text zu packen,
um den Verkauf eines profanen Tischtennisholzes zu rechtfertigen, hat den schwarzen Gürtel im olympischen Phrasendreschen verdient.
Das ist kein Marketing mehr, das ist Realsatire auf allerhöchstem Niveau. :tt:
Wer keine inhaltliche Antwort hat, spottet. Das ist keine Kritik — das ist Kapitulation in Spottform.

Was ich unter "Wissenswertes" geschrieben habe, ist kein Marketing und keine Phrasensammlung.

Es ist mein eigenes Gedächtnis — aufgebaut seit der Jugend durch medizinische und wissenschaftliche Bücher in der Mineralogie und Kristallographie.

Unter den Zeitgeistern dieser Lektüren habe ich mein Wissen abgelegt und für mich bewahrt.

Nach einem Unfall mit teilweiser Amnesie war genau diese Art des Denkens und Erinnerns mein einziger Weg, verlorenes Wissen zurückzuholen.

Was ich in der Forschungsarbeit geschrieben habe, kommt nicht aus einer Datenbank — es kommt aus meinem Leben.


Und wer das als Phrasendreschen bezeichnet, offenbart nicht meine Schwäche.

"Er offenbart seine eigene Fehlbarkeit des Nichtverstehen oder nicht verstehen wollen!"
Antworten