Bewegen ich auch in dieser Region wie Du - das Turbo82 in Kombi mit dem Zyre03 ist super - wenn Du richtig triffst ist das System sehr explosiv und spinnig - da kommt oft nichts mehr zurück. LN Noppe ergänzt das Spiel und hat eher vorbereitenden Charakter in der RH. Mit einer tollen Beinarbeit brauchst Du die RH nur noch temporär.derchrome hat geschrieben: ↑Donnerstag 2. Juli 2026, 08:16 Alles gelesen, aber jetzt bin ich maximal verwirrt.
Katapultarmer Belag für die VH oder nicht? E4 System?
In welchen TTR Regionen bewegen sich dir Turbo82 Spieler hier denn?
Ich habe mich kein Holz von Re-Impact würde es aber gerne mal testen. Das ist ja letztendlich das einzige was hilft
Ich spiele VH Topspins am Tisch, versuche das Spiel zu machen. LN oX auf der Rückhand zum Blocken und verteilen, druckvolles Spiel fällt mir mit meiner jetzigen Kombi schwer. Eigentlich war die Intention auf LN zu wechseln, damit meine VH besser ins Spiel zu bringen. Drehe auch mal ganz gerne. TTR um die 1400
Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
Moderator: Noppen-Test-Team
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
Meine Frage wurde nicht wirklich beantwortet
Der Vorhand Belag eher katapultig oder nicht? Spielst du mit E4?
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
@ Achim vielleicht kannst Du als Hersteller darauf eingehen.
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
So wie ich diesen Thread bisher verfolgt habe spielst Du E4 und die Frage nach Katapult sollte sich beim Zyre erübrigen…
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot
Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot
Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
- achim
- Gewerblicher Hersteller
- Beiträge: 2904
- Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
- Wohnort: Lembruch, Germany
- Kontaktdaten:
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
derchrome hat geschrieben: ↑Donnerstag 2. Juli 2026, 08:16 Alles gelesen, aber jetzt bin ich maximal verwirrt.
Katapultarmer Belag für die VH oder nicht? E4 System?
In welchen TTR Regionen bewegen sich dir Turbo82 Spieler hier denn?
Ich habe mich kein Holz von Re-Impact würde es aber gerne mal testen. Das ist ja letztendlich das einzige was hilft
Ich spiele VH Topspins am Tisch, versuche das Spiel zu machen. LN oX auf der Rückhand zum Blocken und verteilen, druckvolles Spiel fällt mir mit meiner jetzigen Kombi schwer. Eigentlich war die Intention auf LN zu wechseln, damit meine VH besser ins Spiel zu bringen. Drehe auch mal ganz gerne. TTR um die 1400
Zur Verwirrung:
Ein katapultarmer Belag auf der Vorhand ergibt vor allem dann Sinn, wenn das Holz selbst katapultreich ist – die Kombination aus beidem ist es, die bei Re-Impact durch die steuerbare Holzkonstruktion überhaupt erst möglich wird. Es können aber auch Katapultbeläge eingesetzt werden, sofern diese eine Stärke von 1,8 mm nicht überschreiten. Wichtig ist dabei, dass der Belag elastisch ist. Leicht klebrig ist noch akzeptabel, besser ist jedoch ein Belag, der griffig ist.
Grundsätzlich sind auch dickere Spielgummis bis 2,1 mm spielbar. Entscheidend ist dabei immer die Spielklasse des Spielers und sein Händchen, also die benötigte Kontrolle beim Spiel. Da das Holz selbst bereits dick ist, ist es grundsätzlich für dünnere Beläge ausgelegt. Das Maximum von 2,1 mm eignet sich daher eher für Spieler, die keine große Kontrolle benötigen, weil sie das entsprechende Händchen dafür mitbringen. Bei Zyre03 sollten Sie in jedem Fall die schwächere Variante mit 2,5 mm wählen.
Man sollte in diesem Zusammenhang auch einmal darüber nachdenken, warum auf dünnen Hölzern in der Regel nur Maximumbeläge gespielt werden.
Wenn der Spielgummi das Spiel machen soll, befinden wir uns bei einem linearen System:
Dabei steht dem Ball nur eine apfelsinengroße Fläche zur Verfügung, auf der das eigentliche Spielgeschehen stattfindet. Das Spiel findet dann faktisch auf dem Belag statt, nicht auf dem Holz
– das Holz dient dem Belag hier lediglich als Halt.
Ein dünnes Holz bringt selbst wenig Eigenimpuls mit, sodass diese Rolle vollständig dem Belag zufällt, weshalb hier ein dicker, katapultstarker Belag notwendig ist.
Bei einem dominanteren, bereits lebendigen Holz kehrt sich diese Logik jedoch um.
Soll das Spielgeschehen vom Holz ausgehen, um den Belag in seiner Wirkung aufzuwerten, ist ein dicker Belag hier kontraproduktiv:
Er dämpft das Holz, anstatt dessen Eigenschwingung zur Geltung kommen zu lassen. Liegt der Belag wie eine Tapete auf dem Holz, wird genau diese Lebendigkeit unterdrückt.
Das Ziel ist aber, dass das Holz spielbestimmend bleibt und nicht unter dem Belag erstickt. Es kann dabei sogar so weit gehen, dass das Spielen mit einer solchen Kombination
keinen Spaß mehr macht, weil der Belag dem Holz genau die Kräfte nimmt, die es bräuchte, um selbst mitentscheidend am Schlag beteiligt zu sein.
Genau dieser Effekt zeigt sich besonders bei sehr dicken Re-Impact Hölzern, die von Natur aus sehr lebendig sind:
Wird hier ein zu dicker Spielgummi eingesetzt, wird das Holz zusätzlich ausgebremst, anstatt sich mit ihm zu ergänzen – Holz und Belag neutralisieren sich dann gegenseitig,
statt sich zu verstärken. Damit dies nicht passiert, sollte der gewählte Spielbelag die Biegeelastizität des jeweiligen Holzes berücksichtigen.
Dabei bringen dickere Re-Impact Hölzer zwei weitere, sehr interessante Vorteile mit, die aufeinander aufbauen.
Zum einen:
Je dicker das Holz, desto größer wird die gesamte Schlagfläche eingebunden, um als Sweetspot mit erstklassigen Ballkontrollwerten zu dienen – unabhängig davon,
wie schnell der Ball wird. Das können dünnere, konventionelle Hölzer in dieser Form nicht leisten.
Noch entscheidender als dieses Sweetspotverhalten ist jedoch der zweite Vorteil:
Das Gesamtgewicht eines solchen Holzes. Ein dickes Re-Impact Holz spielt sich mit dünneren Spielgummis genauso gut oder sogar besser, weil das gesamte System dadurch die Hebelpunkte der Arme und des Rumpfes entlasten kann. Weniger Gewicht in Kombination mit einem dünneren Belag bedeutet weniger Kraftaufwand an genau den Hebelpunkten, über die der Körper den Schläger führt – ein Vorteil, der sich über die gesamte Spieldauer hinweg bemerkbar macht.
Im Kern geht es also um Ballkontrolle bei gleichzeitig leichtem Gesamtgewicht,
was Arm- und Schultergelenke entlastet, in Verbindung mit Spielgummis, die – je nach gewähltem System – das Massenverhalten des Holzes gezielt unterstützen und lenken,
ohne dass der Schläger dabei insgesamt zu schwer wird.
Im Grunde geht es hier in erster Linie darum, den Spieler zu fördern und ihn körperlich zu entlasten. Je dicker das Holz, desto größer die Ballkontrolle, ohne dass es sich dabei besonders
schwer oder zu langsam anfühlt.
Genau das macht ein solches Holz in der Kombination auch deutlich allroundtauglicher und sicherer im gesamten Spielverhalten.
Ist ein Holz jedoch sehr dick und zugleich sehr leicht, kann ihm mitunter das nötige Gegengewicht fehlen, um bestimmte Technikschläge voll auszureizen.
Wird es zu leicht, fehlt insbesondere die Durchschlagskraft, um aus größerer Distanz zum Tisch noch ausreichend Kraft auf den Ball zu bringen.
Genau hier kommt dem Spielgummi eine wichtige ergänzende und führende Rolle zu: Er kann das fehlende Gegengewicht in der Ausführung mit ausgleichen,
damit auch anspruchsvollere Schlagtechniken aus der Distanz ihre volle Wirkung entfalten können.
Grundsätzlich gilt dabei:
Je leichter das Holz, desto allroundtauglicher zeigt sich seine Spielwirkung in Tischnähe. Im HD (Halbdistanz) kann jedoch bereits eine zu geringe Masse vorliegen,
sodass die Unterstützung durch einen entsprechend abgestimmten Belag dort umso wichtiger wird.
Spielt man dagegen aus der RR (Rückraum), sind es eher Looping-Schläge oder lange Schnittabwehr, die hier zum Tragen kommen. Konterschläge sind aus dieser Distanz meist zu harmlos,
um noch effektiv zu sein, da ihnen schlicht die nötige Durchschlagskraft über die weite Strecke fehlt.
Als generelle Regel gilt dabei:
Je weiter man sich vom Tisch entfernt, desto leichter sollte die gesamte Spielkombination aus Holz und Belag ausfallen. Ein zu schweres Material geht auf Dauer zulasten der Kondition,
da die größere Distanz ohnehin schon mehr Kraft und Bewegung erfordert.
Im Ergebnis kann es beim Spiel aus dem Rückraum also im Wesentlichen nur um lange Abwehr gehen. Dabei muss man sich aber bewusst sein, dass ein leichtes Holz allein zu wenig
Massenverhalten mitbringt. Genau hier sollte der Spielgummi ergänzend wirken, damit das Massenverhalten insgesamt optimal auf das jeweilige Spiel abgestimmt ist.
Um das Spiel dabei jederzeit spielsicher zu gestalten, geht es bei dieser langen Abwehr letztlich um Vorbereitung:
Ziel ist es, wieder näher an den Tisch heranzukommen, um bereits aus dem HD-Bereich wieder in den eigentlichen Treffpunkt zu gelangen.
Als grobe Orientierung gilt dabei:
Wählt man stets die zum Holz gegensätzliche Eigenschaft beim Belag, funktioniert das Zusammenspiel in der Regel sehr gut.
Es gibt jedoch Kombinationen, die darüber hinausgehen und noch besser funktionieren:
Nimmt man die Stärke des Holzes bewusst an, anstatt ihr entgegenzuwirken, und setzt dazu einen dünneren Spielgummi, ergänzen sich die Spielwerte beider Materialien insgesamt,
statt sich lediglich auszugleichen.
Man muss sich hier auch bewusst machen, dass die meisten am Markt erhältlichen Spielgummis für dünne, eher tote Hölzer konzipiert sind – nicht für lebendige, dicke Re-Impact Hölzer.
Der Nachteil zeigt sich genau dort, wo Belag und Holz sich eigentlich ergänzen sollen:
Passt die Auslegung des Belags nicht zum Charakter des Holzes, bleibt dieses Zusammenspiel aus. Genau hierüber möchte die Aufklärungsarbeit von Re-Impact informieren,
damit nachvollziehbar wird, welche Spielgummis sich für welche Holzdicke eignen und welche eher nicht.
All das ist letztlich aber immer abhängig vom Spieler selbst, von seiner Spielklasse und seinem Spielverständnis. Eine pauschale Empfehlung kann es hier nicht geben
– die Kombination muss zum jeweiligen Spieler passen, nicht umgekehrt. Wie weit die eigene Spielklasse und das eigene Händchen darüber hinaus entscheiden,
weiß letztlich jeder Spieler selbst am besten. Diese Erklärungen richten sich aber gerade auch an Spieler, die noch lernen und sich orientieren möchten,
um diese Zusammenhänge besser einordnen zu können.
Man sollte sich dabei auch bewusst machen:
Ein Holz zu bauen, das als "Zerstörer" ausgelegt ist, und gleichzeitig damit aktiv angreifen zu wollen, sind zwei verschiedene Hüte.
Beide Ziele lassen sich nur schwer in einer einzigen Konstruktion sauber miteinander vereinen.
Bei Re-Impact funktioniert genau das dennoch, weil die entsprechenden Kombihölzer durch ihre Konstruktion die richtige Spielumkehr bilden.
Das gelingt allerdings nur bei X-Aufbauten der mittleren Kernschichten, die eine solche Umkehr auch bei einem symmetrisch aufgebauten Kern erzeugen.
Alle anderen Hölzer, die stattdessen nur eine Mitteldiagonale besitzen, oder zwei dünnere äußere Schichten, die zwar diagonal verlaufen, aber beide in dieselbe Spielrichtung zeigen
(// -/, / - / oder / - //), erzeugen die vollständige Umkehr ebenfalls – allerdings erst dann, wenn man das Holz um 180° dreht. Aus / wird dabei \, bzw. aus / - // wird \ - .
Aus einem beidseitigen Spielaufbau für Spin wird auf diese Weise ein beidseitiger Aufbau für Blockkonter.
Bei der Kombi-Variante verändert sich das System durch die Drehung dagegen nicht grundsätzlich, sondern wird lediglich direkter im Spielverhalten.
Wer diese Umkehreigenschaft gar nicht nutzen möchte, ist mit einem Re-Impact-System wie das Re-Impact-Fear ohne Diagonalen besser beraten.
Daneben gibt es das Kreuz-System (- I -) sowie eine Kombination aus beiden Prinzipien (-/\ I - /\ - oder auch eine Diagonale im Wechsel mit einer Hirnholzvariante.
Diese kombinierten Aufbauten zählen zu den hochpreisigeren Hölzern im Sortiment, z.B. Re-Impact-Fire
Letztlich findet aber jeder bei Re-Impact das für sich Passende, und das bleibt auch im preiswerteren Bereich möglich. Man muss dafür nicht zwangsläufig zu den Sternen greifen.
Man kann es, aber das hängt ganz vom einzelnen Spieler ab und davon, wie viel er bereit ist, für ein System wie das Fire auszugeben. Das preiswertere Re-Impact-Power ist nicht viel schlechter.
Ob das für Ihre Vorhand die richtige Richtung ist, hängt davon ab, wie viel Eigenimpuls Sie sich vom Holz wünschen und wie viel Sie selbst über den Schlag einbringen möchten.
Zu den TTR-Bereichen der Turbo82-Spieler kann ich Ihnen keine belastbare Aussage machen, da ich diese Daten nicht systematisch erhebe und jede Angabe dazu unseriös wäre.
Was ich Ihnen aber sagen kann:
Das Holz funktioniert nicht über eine bestimmte Spielstärke, sondern über die individuelle Abstimmung auf Ihren Spielstil.
Zyre03 ist grundsätzlich eine gute Kombination für Ihr Turbo82, sowohl in der normalen Ausführung als auch mit der Zusatzoption E4.
Der Unterschied liegt dabei im Detail:
Die normale Variante bietet mehr Sicherheit auf der Rückhand, kann dafür insgesamt aber etwas weniger im Spielverhalten bieten. Mit der Zusatzoption E4 wird das Holz leichter
und kompakter im gesamten Spielverhalten, gleichzeitig kann die Rückhand dadurch aber auch einen Tacken schneller werden.
E4 ergänzt dabei ein klassischeres Spielverhalten der Vorhand. Wer es lieber direkter möchte, bleibt bei der Originalfassung des Turbo. Dabei sollte man wissen, dass dies auch
vom gewählten Griffsystem abhängig ist. Beim Original-Turbo lässt sich das Unwuchtverhalten sehr gut nutzen, um besondere Störeigenschaften im Spiel zu erzielen.
Das hat allerdings zur Folge, dass die Griffe ausgetauscht werden müssen, sobald diese zu weich werden, was das Holz insgesamt teurer macht.
Das MCP-System lässt sich dagegen ausschließlich mit der E4-Variante spielen. Es gibt darüber hinaus bereits eine Variante, bei der sich beide Systeme sinnvoll miteinander
kombinieren lassen. Das gesamte Holz wird dadurch lediglich etwas schwerer, da MCP und die zusätzlichen Schichten das Gesamtgewicht erhöhen. So kann ein Turbo82 in
dieser Kombination auch schon mal 86 bis 90 g wiegen. Diese Fassung gibt es allerdings nur auf besondere Anfrage.
Für Ihre Situation würde ich daher das Turbo82 mit der Zusatzoption E4 in der normalen Dicke empfehlen. Diese Kombination bleibt gut spielbar und eignet sich gerade auch
in den unteren Spielklassen.
Ihre Beschreibung – druckvolles Vorhand-Topspin-Spiel, LN oX auf der Rückhand zum Blocken und Verteilen, der Wunsch, mit einem Wechsel die Vorhand besser einzubinden
– ist eine gute Ausgangslage, um gemeinsam zu schauen, welche Holzkonstruktion und welcher Belag auf der Vorhand zu Ihnen passen. Wenn Sie mögen, können wir das im
Detail besprechen, gerne auch mit den üblichen Maßangaben, damit ich Ihnen etwas Passendes empfehlen kann.
PS: Entscheidend ist letztlich nur das Sweetspotverhalten und die Spielleichtigkeit des Holzes selbst, um Arm und Schulter – gerade bei bestehenden Vorschädigungen – gezielter zu entlasten.
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
Sehr interessanter Beitrag von Achim – gerade die Erklärung, dass „Zerstörer-Holz“ und aktives Angriffsspiel eigentlich zwei unterschiedliche Anforderungen sind, fand ich spannend. Genau diese Kombination aus Stören, Blockkonter und trotzdem eigenem Druck nach vorne macht die Re-Impact-Systeme ja so interessant.
Ich finde auch den Punkt wichtig, dass nicht nur die Spielstärke entscheidet, sondern vor allem die Abstimmung zwischen Holz, Belag und eigenem Spielsystem. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum zwei Spieler mit ähnlichem TTR ein und dasselbe Holz komplett unterschiedlich wahrnehmen können.
Eine Frage hätte ich dazu noch an die Re-Impact-Kenner:
Wie stark merkt man den Unterschied zwischen einem klassischen Turbo82 und der E4-Variante im praktischen Spiel wirklich? Ist es eher ein feiner Unterschied für erfahrene Spieler oder verändert sich das Spielgefühl (z. B. Vorhand-Topspin, Rückhand-Block und Störeffekt) deutlich?
Gerade für Spieler, die mit langer Noppe auf der Rückhand eher kontrollieren und über die Vorhand Druck machen, wäre das interessant.
Ich finde auch den Punkt wichtig, dass nicht nur die Spielstärke entscheidet, sondern vor allem die Abstimmung zwischen Holz, Belag und eigenem Spielsystem. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum zwei Spieler mit ähnlichem TTR ein und dasselbe Holz komplett unterschiedlich wahrnehmen können.
Eine Frage hätte ich dazu noch an die Re-Impact-Kenner:
Wie stark merkt man den Unterschied zwischen einem klassischen Turbo82 und der E4-Variante im praktischen Spiel wirklich? Ist es eher ein feiner Unterschied für erfahrene Spieler oder verändert sich das Spielgefühl (z. B. Vorhand-Topspin, Rückhand-Block und Störeffekt) deutlich?
Gerade für Spieler, die mit langer Noppe auf der Rückhand eher kontrollieren und über die Vorhand Druck machen, wäre das interessant.
- achim
- Gewerblicher Hersteller
- Beiträge: 2904
- Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
- Wohnort: Lembruch, Germany
- Kontaktdaten:
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
Zur Frage nach dem praktischen Unterschied zwischen klassischem Turbo82 und der E4-Variante:Neros hat geschrieben: ↑Donnerstag 9. Juli 2026, 02:30 Sehr interessanter Beitrag von Achim – gerade die Erklärung, dass „Zerstörer-Holz“ und aktives Angriffsspiel eigentlich zwei unterschiedliche Anforderungen sind, fand ich spannend. Genau diese Kombination aus Stören, Blockkonter und trotzdem eigenem Druck nach vorne macht die Re-Impact-Systeme ja so interessant.
Ich finde auch den Punkt wichtig, dass nicht nur die Spielstärke entscheidet, sondern vor allem die Abstimmung zwischen Holz, Belag und eigenem Spielsystem. Das erklärt wahrscheinlich auch, warum zwei Spieler mit ähnlichem TTR ein und dasselbe Holz komplett unterschiedlich wahrnehmen können.
Eine Frage hätte ich dazu noch an die Re-Impact-Kenner:
Wie stark merkt man den Unterschied zwischen einem klassischen Turbo82 und der E4-Variante im praktischen Spiel wirklich? Ist es eher ein feiner Unterschied für erfahrene Spieler oder verändert sich das Spielgefühl (z. B. Vorhand-Topspin, Rückhand-Block und Störeffekt) deutlich?
Gerade für Spieler, die mit langer Noppe auf der Rückhand eher kontrollieren und über die Vorhand Druck machen, wäre das interessant.
Das ist kein rein feiner Unterschied für Kenner, sondern durchaus im Spielgefühl spürbar – allerdings nicht dort, wo man es zuerst vermuten würde.
Beim klassischen Turbo82 ist der Aufbau bereits von Natur aus seitenspezifisch,
obwohl es sich um denselben Schichtstapel handelt (A-8/-kk-2\-kk-Ko):
Von der Vorhand aus trifft der Ball direkt auf die 8mm-Balsakonstruktion, ohne vorgeschalteten Kork – die Wirkung der Schichten addiert sich dort auf,
das Tempo bleibt voll erhalten, der Anschlag ist direkt und schnell. Von der Rückhand aus trifft der Ball zunächst auf den eingebauten Kork, bevor er
zur Balsakonstruktion vordringt
– genau hier zeigt sich der Kaskadeneffekt der Schichten ganz konkret:
Das Tempo wird dadurch schon beim ersten Kontakt ausgebremst und neutralisiert. Die dünnere, 2mm starke Balsaschicht, die dabei zwischen den Kork-Lagen eingebettet ist,
sorgt zusätzlich dafür, dass der Ballkontakt auf der Rückhand trotzdem klar spürbar bleibt – ohne sie würde reiner Kork diese Wahrnehmung deutlich abschwächen.
Zusätzlich macht sich gerade in der Abwehr – etwa beim Blocken mit der langen Noppe – der Umkehreffekt der gegensätzlich verlaufenden Diagonalen im Aufbau besonders deutlich spürbar.
Wer auf der Rückhand mit langer Noppe blockiert, bekommt damit eine von Natur aus tempo-neutralisierte, aber dennoch klar fühlbare Basis mit spürbarem Umkehreffekt,
während die Vorhand ihr volles Tempo für den Angriffsaufbau behält.
Bei der E4-Variante ist dieser Aufbau bewusst seitenspezifisch weiter abgestimmt:
Die Vorhand reagiert dadurch etwas ruhiger und kontrollierter im Antritt, während die Rückhand im Vergleich spürbar flotter bleibt. Im feinen Detail hängt das mit der
inneren Schichtfolge und der Art der Botanik zusammen und wie man es unterschiedlich von Spieler zu Spieler in der Wahrnehmung der Effekte spürt,
weil jeder anders spielt und anders das Fühlen wahrnimmt.
Für Ihre Konstellation – Kontrolle über die lange Noppe auf der Rückhand, Druck über die Vorhand
– passt der klassische Turbo82 durch seine eingebaute Asymmetrie eigentlich schon sehr gut:
Die Vorhand bringt von sich aus volles Tempo für den Angriffsaufbau, die Rückhand bleibt naturgemäß tempo-neutralisiert und kontrolliert für den Noppenblock.
Mit E4 verschieben Sie diesen Ausgangspunkt leicht in Richtung Balance:
Die Vorhand wird etwas ruhiger und damit steuerbarer, die Rückhand gewinnt zusätzlich an Tempo für schnellere Blockreaktionen.
Ein weiterer praktischer Punkt:
Beim Original-Turbo sollten die Griffe ausgetauscht werden, sobald sie zu weich werden, weil genau darüber das Unwuchtverhalten funktioniert.
Das macht das Holz auf Dauer etwas pflegeintensiver – bei E4 entfällt das.
All das ist letztlich Ausdruck eines durchgängigen Bauprinzips,
das seit den Anfängen der Re-Impact-Technologie Teil der Konstruktion ist:
der Kaskade von leichteren zu schwereren Schichten, wie sie sich hier an der Rückhand ganz konkret zeigt.
Erst der Austausch hier im Forum hat mir dabei immer wieder neue Sichtweisen ermöglicht, durch die ich selbst weitere Verbesserungen in dieser Entwicklungskette erkannt habe.
Dahinter steckt aber noch ein grundsätzlicherer Punkt, der oft übersehen wird:
Normalerweise stehen Tempo und Ballkontrolle im Widerspruch zueinander
– wer auf Tempo geht, opfert Kontrolle, das Gegenteil davon ist die reine Abwehr mit viel Kontrolle, aber wenig Tempo.
Bei üblichen, dünneren Systemen ist das ein echter Tausch, man bekommt nicht beides gleichzeitig. Bei Re-Impact-Hölzern entsteht das Tempo aber nicht über einen harten,
kontrollarmen Belag, sondern über das Eigenverhalten des dicken Holzes selbst – und genau dieses dicke Holz vergrößert gleichzeitig den nutzbaren Sweetspot.
Die Ballkontrolle sinkt dadurch nicht mit steigendem Tempo, weil beides aus derselben Quelle kommt, statt gegeneinander ausgespielt zu werden.
Das ist der eigentliche Grund, warum sich Re-Impact-Hölzer im Tempoverhalten von üblichen Systemen unterscheiden.
Man wird diesen Unterschied im Spiel spüren, aber vermutlich nicht selbst erklären können, warum sich das so anfühlt – das liegt an handwerklichen Details in der Fertigung,
die sich rein aus dem Spielgefühl heraus nicht erschließen lassen. Genau das macht am Ende den Unterschied zwischen einem Holz „von der Stange" und einem, das gezielt
für ein bestimmtes Spielverhalten gebaut wurde.
Beides sind also keine besseren oder schlechteren Varianten, sondern zwei unterschiedliche Philosophien, wie man zu Störwirkung und Kontrolle kommt.
Es berichten insgesamt viel zu wenige Spieler wirklich genau, was beim Spielen tatsächlich passiert – wobei man auch bedenken muss, dass der Ball nur einen
Bruchteil einer Sekunde am Schläger ist. In dieser extrem kurzen Zeitspanne bewusst wahrzunehmen, was man fühlt, wie man es fühlt und wie man es hört,
ist keine leichte Übung.
Dabei gibt es so viele Dinge, die den Ball sichtbar beeinflussen
– dazu zählt auch der Ball selbst:
Er ist heute kompakter, gleichzeitig aber auch träger als früher, was das Zusammenspiel mit Holz und Belag zusätzlich verändert. Man muss also gar nicht nur auf das eigene Gefühl
im Moment des Kontakts warten, sondern kann auch am Ballverhalten selbst schon vieles ablesen. Genau solche eigenen Beobachtungen, egal ob gefühlt, gehört oder am Ball selbst
gesehen, wären oft aufschlussreicher als jede Beschreibung von außen. Mir würde es sehr helfen, wenn mehr Leser sich einmal daran versuchen.
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
- achim
- Gewerblicher Hersteller
- Beiträge: 2904
- Registriert: Samstag 13. August 2005, 14:50
- Wohnort: Lembruch, Germany
- Kontaktdaten:
Re: Re-Impact Turbo 82 mit E4-Zusatzoption
Nachtrag:
Bei all den technischen Betrachtungen zu Holz, Kork, Diagonalen und Kaskadeneffekten sollte man einen Gesichtspunkt nicht vergessen:
Es gibt unzählig viele Einflussfaktoren auf den Ball, die die meisten Spieler gar nicht bewusst wahrnehmen oder als zusammenwirkend erkennen.
Dazu zählen unter anderem:
- Holzkonstruktion (Schichtaufbau, Diagonalen, Kaskade leicht zu schwer)
- Kernmaterial und Zwischenschichten (z. B. Balsa, Kork – Lage und Aufteilung)
- Außenfurnier und Verklebung
- Spielgummi, Schwammhärte und -dicke
- Griffsystem und Gesamtgewicht des Schlägers
- Ball selbst – Material, Kompaktheit, Trägheit, Zustand
- Eingehender Spin und Tempo des gegnerischen Balls
- Distanz zum Tisch
Der größte Faktor bleibt aber der Mensch selbst:
- Technik, Timing und Schwungführung
- Anstellwinkel des Schlägers im Kontaktmoment
- Körperhaltung insgesamt
- Standposition zum Ball, ohne Rücklage
- Die oft nicht bewusst gesetzte Balancehand, die eigentlich zur Stabilisierung beim Schlag mit eingesetzt werden sollte
Genau solche einfachen, aber entscheidenden Details werden oft übersehen, obwohl sie die Wirkung jeder noch so durchdachten Materialkombination
erst ermöglichen oder eben verhindern.
Alle Materialeigenschaften, die wir hier besprechen, wirken immer nur im Zusammenspiel mit dem,
was der Spieler selbst in dem Bruchteil einer Sekunde einbringt.
Bei all den technischen Betrachtungen zu Holz, Kork, Diagonalen und Kaskadeneffekten sollte man einen Gesichtspunkt nicht vergessen:
Es gibt unzählig viele Einflussfaktoren auf den Ball, die die meisten Spieler gar nicht bewusst wahrnehmen oder als zusammenwirkend erkennen.
Dazu zählen unter anderem:
- Holzkonstruktion (Schichtaufbau, Diagonalen, Kaskade leicht zu schwer)
- Kernmaterial und Zwischenschichten (z. B. Balsa, Kork – Lage und Aufteilung)
- Außenfurnier und Verklebung
- Spielgummi, Schwammhärte und -dicke
- Griffsystem und Gesamtgewicht des Schlägers
- Ball selbst – Material, Kompaktheit, Trägheit, Zustand
- Eingehender Spin und Tempo des gegnerischen Balls
- Distanz zum Tisch
Der größte Faktor bleibt aber der Mensch selbst:
- Technik, Timing und Schwungführung
- Anstellwinkel des Schlägers im Kontaktmoment
- Körperhaltung insgesamt
- Standposition zum Ball, ohne Rücklage
- Die oft nicht bewusst gesetzte Balancehand, die eigentlich zur Stabilisierung beim Schlag mit eingesetzt werden sollte
Genau solche einfachen, aber entscheidenden Details werden oft übersehen, obwohl sie die Wirkung jeder noch so durchdachten Materialkombination
erst ermöglichen oder eben verhindern.
Alle Materialeigenschaften, die wir hier besprechen, wirken immer nur im Zusammenspiel mit dem,
was der Spieler selbst in dem Bruchteil einer Sekunde einbringt.
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
seit November 1999 Rendlerhölzer | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
info@re-impact.de | www.re-impact.de Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
-------------------------------------------------------------------------------
Re-Impact-Technologie -> Das ist Geometrie. -> Das ist Physik.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."











