Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Die Rauten-Funktion: zwei Dreiecke, und wer welches bekommt

Ein Schlägerblatt ist rund, und in einem Kreis gibt es keine Linien mit Anfang und Ende, sondern Achsen durch die Mitte.

Das ist der Ausgangspunkt der ganzen Geometrie:

Jede Richtung, die ich in ein Blatt lege, bringt automatisch ihr Gegenüber mit. 30° hat 210°, 120° hat 300°. Man kann die eine nicht ohne die andere bauen.

Ein solches Paar aus Achse und Gegenachse ist die Raute. Sie ist keine gezeichnete Form, sondern das Ergebnis dieser Spiegelung — und sie ist der Grund dafür,
dass die Umkehrfunktion überhaupt funktioniert. Dreht man den Schläger, arbeitet dieselbe Achse, die vorher den Topspin getragen hat, als Block mit Unterschnitt.

Wichtig ist dabei, dass nicht jede Richtung Spin erzeugt. Es gibt Fenster, in denen die Achse arbeitet, und Flächen dazwischen, in denen die Kräfte nach außen laufen
und nichts entsteht. Ich nenne sie Driftflächen. Ein Blatt ist deshalb kein gleichmäßiger Körper, sondern eine Anordnung aus arbeitenden und ruhenden Bereichen.

Und jetzt der Punkt, um den es hier geht.

Eine Raute besteht aus zwei Dreiecken, geteilt entlang ihrer Achse — bildlich ein A und, gespiegelt, ein V. Die beiden sind nicht gleich, sondern liegen spiegelbildlich
zueinander, und bei einer asymmetrischen Form erreicht die Hand nur eines davon.

A ist die Form des Rechtshänders, V die des Linkshänders.

Deshalb ist ein asymmetrisches Holz immer ein händiges Holz: Es gibt kein neutrales asymmetrisches Blatt, sondern nur A und V.

Diese Zuordnung ist allerdings keine Vorschrift, sondern nur der Normalfall. Man kann einem Spieler auch bewusst die entgegengesetzte Form geben —
dann liegt das Dreieck nicht dort, wo seine Hand es zuerst erwartet, und die Spielanlage dreht sich. Was vorher der Angriffsweg war, wird zum Ablageweg und umgekehrt.

Für Spieler, die das Blatt ohnehin drehen und mit unterschiedlichen Belägen auf beiden Seiten arbeiten,

ist das kein Nachteil, sondern der eigentliche Zweck:

Die Form entscheidet nicht über die Hand, sondern darüber, welche Seite welche Aufgabe übernimmt. Die Frage bei einer asymmetrischen Form ist deshalb

nie nur „Rechts- oder Linkshänder",

sondern: Welche Seite soll führen, und in welcher Drehlage soll das Holz seine Stärke haben.

Eine symmetrische Form dagegen besitzt beide Dreiecke — A und V zugleich.

Damit hat sie die vollständige Rauten-Funktion:

nicht die halbe, nicht die auf eine Hand zugeschnittene. Die Achse arbeitet in beide Richtungen, für beide Hände, und in beiden Drehlagen des Schlägers.


Daraus folgt eine Entscheidung, die jeder Spieler für sich treffen muss und die ich beim Bau berücksichtigen kann.

Asymmetrisch heißt:

ein ungleich-schenkliges Dreieck, dafür genau auf eine Hand und einen Spielschwerpunkt zugeschnitten, mit allem, was diese Zuspitzung bringt.

Symmetrisch heißt:

beide Dreiecke, vollständige Funktion, dafür ohne die Zuspitzung. Das eine ist nicht besser als das andere.

Es ist eher eine Wahl zwischen Vollständigkeit und Spezialisierung.

Wie viele Achsen ein Blatt trägt, welche davon führen und welche stützen, und wie die Fenster dabei liegen — das gehört zur Konstruktion und bleibt in der Werkstatt.

Die Geometrie darüber kann jeder nachzeichnen. Ein Kreis, eine Achse, ihr Spiegelbild, zwei Dreiecke. Mehr braucht es nicht, um zu verstehen, warum ich so baue —

weil unser anatomisch asymmetrisch gebauter Körper genau darin seine Vorteile hat

und wir den Schläger gern als verlängerte Hand nutzen wollen.
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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

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Nachtrag: Vier Zustände statt zwei

Damit ist die Umkehrung nicht nur eine Sache der Achsen. Die flache Kontur lässt den Ball direkter abspringen, die bauchige führt ihn über den längeren Weg.

Beim Drehen tauschen beide die Seite. Ein Schläger hat deshalb in jeder Spielebene beides zur Verfügung

— direkten und indirekten Absprung — je nachdem, welche Kontur gerade führt. Nicht zwei Möglichkeiten, sondern vier.


Und keine der beiden Konturen ist auf eine Spielweise festgelegt. Die indirekte Kante lässt sich passiv spielen — und wird explosiv, wenn der Griff aggressiver gehalten wird.

Die direkte Linie ist von sich aus explosiver, trägt aber auch die lange, schnittige Abwehr.

Beides in beide Richtungen.

Was am Ende entsteht, entscheidet nicht die Kante allein, sondern, was die Hand mit ihr macht — Griffdruck, Winkel, Beschleunigung.

Deshalb reicht es nicht, ein solches Blatt zu bauen:

Der Spieler muss wissen, welche Kante er gerade führt.

— und genau dafür braucht er die Rückmeldung, die durch den Griff kommt.

Bei einem Blatt, in dem alle Lagen in eine Richtung laufen, gäbe es diese vier Zustände nicht — dann bliebe nur, was die Kontur allein hergibt.

Fazit:

Meine Übertragung arbeitet lokal statt über die Gesamtfläche. Der Absprung unterscheidet sich messbar zwischen den Zonen des Blattes,

und der Spieler spürt, wo er genau getroffen hat.

Eine flächig gekoppelte Konstruktion vereinheitlicht dieses Verhalten

— das ist ihr Zweck. Meine geht den anderen Weg.
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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Auslage, Faserverlauf und die zweite Spielebene

Ich werde oft gefragt, warum meine Hölzer für die rechte oder die linke Hand gebaut werden und warum man sie nicht einfach umdrehen kann.

Und ich werde noch öfter gefragt, warum ein Holz, das ausdrücklich hart und schnell sein soll, bei mir weich anfängt.

Beides hat denselben Grund, und der beginnt beim Faserverlauf.

Der Faserverlauf und die halbe Raute

In meinen Hölzern laufen die Fasern der Furniere nicht längs, sondern diagonal. Zwei gegenläufige Lagen kreuzen sich und ergeben ein X:

/ \ Rechtshänder
\ / Linkshänder


Jede einzelne Lage bildet mit den Kanten des Blatts eine halbe Raute. Erst beide zusammen schließen sich zum X.

Das ist dieselbe Anordnung, die man in beiden eigenen Handflächen schon mitbringt:

Die drei Falten der Handinnenfläche bilden eine ähnliche Raute. Die Diagonale folgt also der Hand, nicht umgekehrt.

Deshalb funktioniert ein Holz, das für die rechte Hand gebaut ist, in der linken nur, wenn sich die Spieleigenschaften umkehren

– es ist eine Frage der Asymmetrie eines Blatts

weil unsere Hände, untere Arme und Oberarme zusammen genauso asymmetrisch arbeiten.

Welche der beiden Diagonalen oben liegt, entscheidet, welche Seite des Holzes welche Spielebene bekommt.
Beim Linkshänder ist es die entgegengesetzte Anordnung der Geometrie. Das ist die Auslage.

Die zweite Spielebene

Meine Hölzer arbeiten in zwei Ebenen.

Bei weichem Kontakt reagiert nur die Oberfläche. Der Ball bleibt kurz, ruhig und kontrolliert, und man platziert ihn mit der Hand.

Spielt man den Ball durch, erreicht er die darunterliegende Struktur, und die zweite Ebene wird wirksam.

Daher kommen Geschwindigkeit und flache Flugbahn.

Das meine ich, wenn ich ein Holz direkt nenne. Nicht linear – linear beschreibt, wie die Geschwindigkeit mit der Schlaghärte wächst.
Direkt beschreibt, dass der Ball im Moment des Kontakts antwortet, ohne Verzögerung.

Und das ist der Grund, warum ich ein Holz nicht hart baue,

auch wenn es hart bestellt wird:

Härte im Holz nimmt die erste Ebene weg. Dann ist alles schnell, auch die Schläge, bei denen man das gar nicht wollte,
und der Bogen geht nach oben statt flach.

Wer eines meiner Hölzer zum ersten Mal aufzieht und die erste halbe Stunde mit halber Kraft testet, hält es für zu langsam.
Von Anfang an durchspielen – dort lebt es.

Eigenkatapult – zwei Bauweisen, zwei Belagentscheidungen

Hier muss man unterscheiden, und es ist die wichtigste Unterscheidung überhaupt, wenn es um die Belagwahl geht.

Hölzer mit einer Hirnholzschicht machen kein Eigenkatapult.

Was sie liefern, ist eine höhere Grundgeschwindigkeit:

Das Holz ist schnell, ohne zurückzufedern. Das Katapult muss hier der Belag bringen. Ein harter, katapultfreier Belag gibt auf so einem Holz
die Grundgeschwindigkeit und sonst nichts.

Hölzer mit Horizontallagen machen sehr wohl starkes Eigenkatapult.

Hier ist es umgekehrt:

Das Katapult ist schon im Holz, und ein Belag mit viel Spannung legt es doppelt darauf. Was hier passt, ist der ruhigere Belag.

Wer also fragt, welcher Belag auf ein Holz von mir gehört, muss erst wissen, wie es gebaut ist. Dieselbe Frage hat zwei entgegengesetzte Antworten.

Zum Griff

Griffe werden hier von Hand geformt, nicht auf ein Maß gefräst. Schultern und Flügelbereich, wo Daumen und Zeigefinger liegen, sind vollständig gerundet, ohne scharfe Übergänge.
Das ist kein Aufpreis, sondern der Normalfall.

Wer einen Penholder-Griff bestellt, schickt mir am besten den Umriss seiner Hand: flach auf ein Blatt Papier legen, Finger spreizen, mit dem Stift umfahren
und eintragen, wo Daumen und Zeigefinger beim Halten liegen.

Danach forme ich den Griff, nicht nach einer Norm.

Jedes Holz, das hier gebaut wird, bekommt seine eigene Kennung. Wer nach Jahren ein zweites will, bekommt dasselbe.
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von graupe007 »

achim hat geschrieben: Sonntag 30. August 2026, 19:51
Bei weichem Kontakt reagiert nur die Oberfläche. Der Ball bleibt kurz, ruhig und kontrolliert, und man platziert ihn mit der Hand.

Spielt man den Ball durch, erreicht er die darunterliegende Struktur, und die zweite Ebene wird wirksam.
...
Wer eines meiner Hölzer zum ersten Mal aufzieht und die erste halbe Stunde mit halber Kraft testet, hält es für zu langsam.
Von Anfang an durchspielen – dort lebt es.
Ich bin gespannt ob gleich wieder ein Kommentar kommt, das sei alles abgesprochen - ist es aber nicht. Eigentlich wollte ich mich mit einem Kommentar über das Rapier das mir Achim zukommen ließ, angesichts der wenigen Trainingseinheiten bis zum Start nach der Sommerpause zurückhalten, aber dies hier entspricht exakt meiner Beobachtung und damit decken sich Theorie und Praxis.

Wie man Tempo durch Festigkeit im Griff herausnimmt, kennen alle Noppenspieler. Auf der VH ist mir ein solches sehr ausgeprägtes Verhalten zum ersten Mal beim Tachi aufgefallen das zwischen lockerer Hand und hartem Zug zum Ball plötzlich den Turbo zündet. Auf diese 2-Gänge wurde in andren Threads bereits hingewiesen. Das Rapier verhält sich anders nämlich im Übergang gradueller, dabei absolut keinesfalls schmäler in der Bandbreite der "Übersetzung". Zweite Beobachtung: das funktioniert auch prächtig nach unten im Tempo d.h. wenn man beim Kontern lediglich den Griff etwas lockert was für den Gegner kaum erkennbar ist, ergeben sich kürzere Blockbälle die zudem relativ tot herunterfallen und der Gegner steht zu tief. Im Wettkampf konnte ich das noch nicht ausprobieren aber mein Trainingspartner hat seine liebe Not wenn ich diese einstreue. Und es hilft enorm, den Zyre der für mich mit meinen knapp 1300 Punkten natürlich zu grundschnell ist, zu bändigen und gut spielbar zu machen. Selbst weiche Eröffnungstops gehen mir mittlerweile gut und sicher von der Hand. Ich vergleiche das gerne mit einem Beach-Volleyballer oder auch Skifahrer im weichen Tiefschnee dem der weiche Untergrund die Bewegungsspitzen kappt und zu einem graduellerem Verhalten führt. Mit Dampf gespielt, entwickelt er auch auf dem Rapier hohes Potential was in meiner Klasse locker genügt auch wenn vielleicht 25% in der Spitze fehlen.
Ähnliches habe ich auf der RH beobachtet: während mir mit dem Tachi harte generische Bälle häufig relativ unkontrolliert hinten hinausgesprungen sind, fallen genau diese Bälle nun mit dem Rapier mit weit höherer Quote auf den Tisch. Fairerweise muss ich zugeben auch den Belag in Form des Hydra statt Tactics gewechselt zu haben aber auch Rapier & Tactics deuteten dieses Verhalten bereits an. Auf langsamere gegnerische Bälle reagiere ich mit einem stärkeren Frontalanteil in der ansonsten gleichen Bewegung, also kein Schlag sondern eher ein Drücken gegen den Ball was die Differenzgeschwindigkeit erhöht und das Holz nimmt Dynamik auf. Das Ergebnis sind unangenehm flach abspringende Bälle die sich zudem gut variieren lassen. Für Spieler wie mich die den Noppenschuss nicht unbedingt zu ihren Spezialitäten zählen, eine wunderbare Option den Gegner bei eigener geringen Fehlerquote zu beschäftigen. Ich bin sehr gespannt wie sich dies im realen Spielbetrieb gegen andere Gegner auswirkt.

Ich bin jedenfalls zunehmend geflasht von der Kombi Rapier und Hydra und bin sicher, auch andere in meiner Spielstärke hätten ihren Spass damit. Auch der Zyre ist aktuell noch gesetzt und ich hoffe er bleibt es. Natürlich ist das Teil anspruchsvoll zu spielen aber wenn man es von der anderen Seite sieht nämlich wieviel muss ich investieren um relativ sicher den Punkt zu machen dann sieht die Betrachtung anders aus.
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
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achim
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Re: Wissenswertes bei der Anwendung von Re-Impact Hölzern

Beitrag von achim »

Warum zuerst der Auftrag kommt und dann das Holz

Es gibt eine Vorstellung, die aus dem übrigen Markt kommt:

dass irgendwo ein fertiges Holz liegt, das man kauft und dem man hinterher einen Griff verpasst. Bei mir stimmt das nur zum Teil.

Zwei Wege

Es gibt bei mir beides, und beides ist legitim.

Der erste Weg ist der neutrale Bautyp. Das sind Konstruktionen, die ich nach Erfahrung baue, ohne Bezug auf eine bestimmte Hand – für den Zwischenvertrieb und für Kunden,
die keine besonderen Vorgaben machen. Sie sind sauber gebaut und funktionieren.

Was sie nicht sind: auf einen einzelnen Spieler zugeschnitten.

Der zweite Weg ist die Maßanfertigung und die vorbestimmte Körperteilung auf Rechts- oder Linkshänder. Da entsteht das Holz nach dem Auftrag und auf eine bestimmte Hand
nach einer biometrisch vorbestimmten und aufgearbeiteten Körperhaltung hin.

Es gibt es vorher nicht, und deshalb liegen zwischen Auftrag und Lieferung Wochen und nicht Tage.

Wer den zweiten Weg will, muss ihn vorher wählen. Denn:

Ein fertiges Holz lässt sich nachträglich nicht immer anpassen

Man kann einen Griff nachträglich dünner schleifen. Ein vorgefertigtes Holz auf eine andere Hand umzuarbeiten geht nur in einer Richtung: Die neue Hand muss kleiner sein als die, für die das Holz ausgelegt war.

Kostenlos ist das aber nicht. Die Flippstellung stimmt dann nicht mehr – bei einer kleineren Hand auf einem größeren Holz geht sie verloren.

Umgekehrt ist es günstiger: Eine kleine Auslegung in einer größeren Hand ergibt bessere Flippqualitäten.

Der Spielwinkel, der dabei entsteht, ist allerdings nur für Abwehrspieler ein Vorteil. Für Topspinspieler mit größerer Armbreite ist er es nicht.

Sondergriffe und Prototypen

Bei einer echten Sonderanfertigung – Sondergriffe wie die Schiffsschraube, oder ein Prototyp nach Körpermaßen – gehen mehr Angaben ein als die Hand allein.

Körpergröße und Gewicht. Die Länge des Unterarms und die Länge des Spielarms. Das Alter.

Und die Arbeitsgewohnheiten im Beruf:

Eine Hand, die täglich schwer zupackt, braucht eine andere Griffform als eine, die am Schreibtisch sitzt. Andere Schwielen, andere Fingerhaltung, andere Kraftverteilung
– das spürt man am Griff, nicht in der Theorie.

Das Kundenbild

Zusammen ergeben diese Angaben für mich ein persönliches Bild des Spielers. Erst daraus lässt sich der Schläger auf seine Bewegungen einstellen.

Und auf seine Bewegungsmöglichkeiten. Wer älter ist oder körperlich eingeschränkt, bewegt den Arm anders. Ein Schläger, der das berücksichtigt, arbeitet sanfter,
und einzelne Körperteile lassen sich so entlasten, dass weniger auf ihnen liegt. Das ist einer der Gründe, warum ich diese Angaben erfrage.

Meine Spielgeräte sind keine Gesundheitsschläger, und ich habe dafür keine Zulassung. Ich mache keine medizinischen Versprechen.

Was ich sagen kann:

Viele Spieler berichten mir, dass Arm und Schulter mit meinen Hölzern weniger belastet werden. Das sind Rückmeldungen, keine Nachweise –

aber es sind viele, und sie kommen seit Jahren.

Was ich vor dem Auftrag brauche

Die Maße der Handfläche, die Länge von Unterarm und Spielarm, Körpergröße, Gewicht und Alter. Dazu die Schlaghand und die Verteilung Ihrer Schläge:

Womit greifen Sie an, womit blocken Sie. Und was Ihre Bewegungsfreiheit einschränkt, wenn es etwas gibt?

Das ist keine Bürokratie, sondern die Konstruktionsgrundlage. Wer sie nicht schickt, bekommt einen neutralen Bautyp in Standardgröße –

auch gut gebaut, aber eben nicht auf ihn zugeschnitten.

Mir ist die andere Reihenfolge lieber, obwohl diese auch aufwendiger in der Arbeit ist und längere Lieferzeiten entstehen.
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