Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Moderator: Noppen-Test-Team
Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Heute habe ich zum ersten Mal das Rapier 44 mit anatomischem Griff trainiert – kombiniert mit dem Stiga Platinum 2,2 mm und dem Victas Curl P4 0,5 mm. Die Einheit mit meinem Trainer konzentrierte sich dabei hauptsächlich auf die Rückhand mit dem Victas.
Kleines Fazit nach dem ersten Eindruck:
Die Noppe muss gegen Unterschnitt aktiv aus dem Unterarm gespielt werden. Passiert das nicht, „verhungert“ der Ball schnell und landet im Netz. Nopspin und Platzierung haben dagegen direkt recht gut funktioniert, waren allerdings noch etwas ungefährlich.
Für das Gesamtkonzept empfiehlt mein Trainer weiterhin, beim Turbo 82 mit dem Grass D.TecS und dem Zyre 03 zu bleiben. Offen ist aktuell nur noch das neue Material, das demnächst erscheint und das wir auf jeden Fall noch testen möchten.
Kleines Fazit nach dem ersten Eindruck:
Die Noppe muss gegen Unterschnitt aktiv aus dem Unterarm gespielt werden. Passiert das nicht, „verhungert“ der Ball schnell und landet im Netz. Nopspin und Platzierung haben dagegen direkt recht gut funktioniert, waren allerdings noch etwas ungefährlich.
Für das Gesamtkonzept empfiehlt mein Trainer weiterhin, beim Turbo 82 mit dem Grass D.TecS und dem Zyre 03 zu bleiben. Offen ist aktuell nur noch das neue Material, das demnächst erscheint und das wir auf jeden Fall noch testen möchten.
Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Der Eintrag ist schon ein paar Tage alt, trotzdem die Frage dazu warum der Trainer den DTecs empfiehlt?
Heute hatte ich ein interessantes Erlebnis, leider immer noch in der Garage da der Hausmeister offensichtlich anders zählt aber auf einem Turniertisch. Ich spiele mich zunehmend auf den Hydra ein allerdings auch mein Partner so dass mehr und mehr zurückkommt. Das erinnert mich etwas an die Zeit mit dem Spectre: er macht nahezu alles mit aber man muss sich die Punkte erarbeiten. Irgendwann wechselte ich auf meinen Vergleichsschläger, ein Anders Lind mit DTecs allerdings Ox wie alles bei mir. Ich war wieder überrascht wie gut diese Kombi beim lockeren Block einbremst bis ich schließlich umklebte und das war der Hammer: der DTecs auf dem Rapier stellt nochmals alles vorige in den Schatten! Besonders hart angeschossene Notblocks, meine Achillesferse, kommen traumhaft sicher statt unkontrolliert wegzuspringen. Von Flummieffekt keine Spur. Ein solches wegdämpfen von Spitzen hatte ich ja auch schon in der Verbindung Tachi&Tactics festgestellt, nun aber nochmal ausgeprägter. Also kommt das bisherige gute Blockverhalten gar nicht vom Hydra sondern offensichtlich von Holz! Bei eigenen Aktivitäten finde ich den Hydra zwar noch einen Tick einfacher zu spielen aber eben auch mit deutlich weniger Störwirkung. Ob das alles nur Gewöhnung ist wird sich in den nächsten Trainings zeigen, ich glaube es aber nicht.
Ein charakteristisches Verhalten hat sich unabhängig vom Belag bestätigt und zwar geraten früh genommene eher passive „Dropkicks“ gerne etwas zu lange. Das hatte ich schon einmal erläutert dass ich das Rapier in seiner Katapultcharakteristik gradueller empfinde als das Tachi das vorrangig erst bei hohem „Impact“ den zweiten Gang zuschaltet. Das kommt beim Rapier früher und setzt bereits bei den beschriebenen Bällen ein, da schön gleichmäßig aber gut kontrollierbar. Ich bin sicher das in den Griff zu bekommen. Man darf nicht zu früh aufs Gas gehen oder solche Bälle etwas später nehmen. Jedenfalls bleibt der DTecs nun erst einmal drauf und eventuell bekommt auch der Tactics noch eine Chance. Testen ist immer wieder spannend…
Heute hatte ich ein interessantes Erlebnis, leider immer noch in der Garage da der Hausmeister offensichtlich anders zählt aber auf einem Turniertisch. Ich spiele mich zunehmend auf den Hydra ein allerdings auch mein Partner so dass mehr und mehr zurückkommt. Das erinnert mich etwas an die Zeit mit dem Spectre: er macht nahezu alles mit aber man muss sich die Punkte erarbeiten. Irgendwann wechselte ich auf meinen Vergleichsschläger, ein Anders Lind mit DTecs allerdings Ox wie alles bei mir. Ich war wieder überrascht wie gut diese Kombi beim lockeren Block einbremst bis ich schließlich umklebte und das war der Hammer: der DTecs auf dem Rapier stellt nochmals alles vorige in den Schatten! Besonders hart angeschossene Notblocks, meine Achillesferse, kommen traumhaft sicher statt unkontrolliert wegzuspringen. Von Flummieffekt keine Spur. Ein solches wegdämpfen von Spitzen hatte ich ja auch schon in der Verbindung Tachi&Tactics festgestellt, nun aber nochmal ausgeprägter. Also kommt das bisherige gute Blockverhalten gar nicht vom Hydra sondern offensichtlich von Holz! Bei eigenen Aktivitäten finde ich den Hydra zwar noch einen Tick einfacher zu spielen aber eben auch mit deutlich weniger Störwirkung. Ob das alles nur Gewöhnung ist wird sich in den nächsten Trainings zeigen, ich glaube es aber nicht.
Ein charakteristisches Verhalten hat sich unabhängig vom Belag bestätigt und zwar geraten früh genommene eher passive „Dropkicks“ gerne etwas zu lange. Das hatte ich schon einmal erläutert dass ich das Rapier in seiner Katapultcharakteristik gradueller empfinde als das Tachi das vorrangig erst bei hohem „Impact“ den zweiten Gang zuschaltet. Das kommt beim Rapier früher und setzt bereits bei den beschriebenen Bällen ein, da schön gleichmäßig aber gut kontrollierbar. Ich bin sicher das in den Griff zu bekommen. Man darf nicht zu früh aufs Gas gehen oder solche Bälle etwas später nehmen. Jedenfalls bleibt der DTecs nun erst einmal drauf und eventuell bekommt auch der Tactics noch eine Chance. Testen ist immer wieder spannend…
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VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot
Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
https://www.deepl.com/en/translatorgraupe007 hat geschrieben: ↑Freitag 11. September 2026, 21:01 Der Eintrag ist schon ein paar Tage alt, trotzdem die Frage dazu warum der Trainer den DTecs empfiehlt?
Heute hatte ich ein interessantes Erlebnis, leider immer noch in der Garage da der Hausmeister offensichtlich anders zählt aber auf einem Turniertisch. Ich spiele mich zunehmend auf den Hydra ein allerdings auch mein Partner so dass mehr und mehr zurückkommt. Das erinnert mich etwas an die Zeit mit dem Spectre: er macht nahezu alles mit aber man muss sich die Punkte erarbeiten. Irgendwann wechselte ich auf meinen Vergleichsschläger, ein Anders Lind mit DTecs allerdings Ox wie alles bei mir. Ich war wieder überrascht wie gut diese Kombi beim lockeren Block einbremst bis ich schließlich umklebte und das war der Hammer: der DTecs auf dem Rapier stellt nochmals alles vorige in den Schatten! Besonders hart angeschossene Notblocks, meine Achillesferse, kommen traumhaft sicher statt unkontrolliert wegzuspringen. Von Flummieffekt keine Spur. Ein solches wegdämpfen von Spitzen hatte ich ja auch schon in der Verbindung Tachi&Tactics festgestellt, nun aber nochmal ausgeprägter. Also kommt das bisherige gute Blockverhalten gar nicht vom Hydra sondern offensichtlich von Holz! Bei eigenen Aktivitäten finde ich den Hydra zwar noch einen Tick einfacher zu spielen aber eben auch mit deutlich weniger Störwirkung. Ob das alles nur Gewöhnung ist wird sich in den nächsten Trainings zeigen, ich glaube es aber nicht.
Ein charakteristisches Verhalten hat sich unabhängig vom Belag bestätigt und zwar geraten früh genommene eher passive „Dropkicks“ gerne etwas zu lange. Das hatte ich schon einmal erläutert dass ich das Rapier in seiner Katapultcharakteristik gradueller empfinde als das Tachi das vorrangig erst bei hohem „Impact“ den zweiten Gang zuschaltet. Das kommt beim Rapier früher und setzt bereits bei den beschriebenen Bällen ein, da schön gleichmäßig aber gut kontrollierbar. Ich bin sicher das in den Griff zu bekommen. Man darf nicht zu früh aufs Gas gehen oder solche Bälle etwas später nehmen. Jedenfalls bleibt der DTecs nun erst einmal drauf und eventuell bekommt auch der Tactics noch eine Chance. Testen ist immer wieder spannend…
Zu Deiner Beobachtung mit den Dropkicks:
Das ist kein Zufall, sondern der Kern. Das Rapier 44 hat 4 mm Balsakernauflage je Seite, das Tachi nur 3 mm, dazu Lärche außen. Mehr Kern heißt mehr Weg — deshalb setzt das Katapult beim Rapier früher und gradueller ein, während das Tachi mit weniger Auflage und dem harten Außenfurnier erst bei hohem Impact zuschaltet. Genau das spürst Du bei den früh genommenen passiven Bällen.
Dein Schluss ist richtig:
Nicht zu früh aufs Gas gehen oder solche Bälle etwas später nehmen. Das ist Gewöhnung, kein Fehler im Holz.
Und dass das Blockverhalten vom Holz kommt und nicht vom Belag, hast Du beim Umkleben selbst festgestellt. Derselbe D.TecS verhält sich auf einem gesperrten Holz anders als auf einem, das arbeitet.
Beim Rapier E4 liegt außen Okoumé, das weichere Furnier — daher die stärkere Dämpfung der Spitzen, die Du beschreibst.
Mit dem normalen Rapier 44 lässt sich das nicht vergleichen, - dort liegt Mahagoni Pommelé außen:
in der Oberfläche wesentlich härter und dazu deutlich schwerer. Deine Achillesferse bei den hart angeschossenen Notblocks trifft damit genau die Stärke dieses Aufbaus.
Ich arbeite gern mit Okoumé. Der Handelsname „Gabun-Mahagoni" kommt nur von der ähnlichen, etwas helleren Farbe
— botanisch ist es kein Mahagoni, fachlich heißt es deshalb Okoumé.
Ein Hinweis noch zu Deiner Frage bei Neros:
Ihr könnt Euch beide nicht wirklich miteinander vergleichen. Ihr spielt nicht dasselbe Holz — Du das Rapier 44, er ein Turbo.
Und E4 ist eine Option, kein Modell. Weil der Kleber ganz anders trägt, müssen die Deckblätter außen in dieser Anwendung gleich sein — das Holz sperrt die Oberflächenwirkung anders,
und die Holzspannung wird durch den Kleber steifer. Ein Rapier mit E4 ist deshalb eine andere Konstruktion als ein Turbo mit E4.
Vor allem liegen die beiden nicht in derselben Klasse — das Turbo ist in der Vorhand viel offensiver, das Rapier E4 liegt bei all+. Eine Belagempfehlung, die bei ihm funktioniert,
sagt deshalb wenig über Dein Material aus.
Dazu kommen unterschiedliche Techniken und ein anderer Trainingsumfang; er trainiert fast täglich. Was Du selbst am Tisch feststellst, ist für Dich die verlässlichere Auskunft
— und Deine Beobachtungen oben zeigen, dass Du das ohnehin so machst.
Verba movent, exempla trahunt. – Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Zusatz: Die Option E 4
E 4 ist kein Modell, sondern eine Option. Der Kleber imprägniert das Balsasystem von innen und macht es härter, als es normal ist.
Dass es als Option geführt wird und nicht als eigenes Holz, ist eine Preisentscheidung. Die Spielwirkung ist tatsächlich eine völlig andere — ein eigenes Modell wäre im Verkauf deutlich teurer.
Als Zusatzoption kostet es nur 20 € Aufpreis.
Daraus folgt alles Weitere. Der Kleber trägt anders, die Holzspannung wird steifer, und die Deckblätter außen müssen in dieser Anwendung gleich sein, weil das Holz die Oberflächenwirkung anders sperrt.
Der Kern trägt sich dabei ohne Querfurniere und arbeitet als Ganzes.
Was der Spieler davon merkt:
Härter und direkter wird es in der Vorhand. Durch das einfache Deckblatt ist das Katapult schneller da und unmittelbarer.
Zum Vergleich der Aufbauten:
Beim normalen Turbo 82 (O-8/-kk-2-kk-Ko) sitzen die Korkdoppellagen innen, außen liegt Koto.
Koto ist deutlich härter als Okoumé, wird durch den Kork dahinter aber ausgedämpft — die Härte kommt also nicht zur Wirkung.
Beim Turbo mit E 4 (O-k-8/-kk-2-k-O) liegt je eine Korklage außen vor dem Balsa, außen beidseitig Okoumé.
Weniger Dämpfung pro Seite, dadurch direkter, obwohl das Außenfurnier weicher ist.
E 4 auf zwei verschiedenen Modellen ergibt deshalb nicht zwei vergleichbare Hölzer. Ein Rapier mit E 4 ist eine andere Konstruktion als ein Turbo mit E 4 —
Die Option verändert jeden Aufbau nach seinen eigenen Voraussetzungen. Die Bezeichnung sagt nichts darüber, dass zwei Hölzer in derselben Klasse liegen.
E 4 ist kein Modell, sondern eine Option. Der Kleber imprägniert das Balsasystem von innen und macht es härter, als es normal ist.
Dass es als Option geführt wird und nicht als eigenes Holz, ist eine Preisentscheidung. Die Spielwirkung ist tatsächlich eine völlig andere — ein eigenes Modell wäre im Verkauf deutlich teurer.
Als Zusatzoption kostet es nur 20 € Aufpreis.
Daraus folgt alles Weitere. Der Kleber trägt anders, die Holzspannung wird steifer, und die Deckblätter außen müssen in dieser Anwendung gleich sein, weil das Holz die Oberflächenwirkung anders sperrt.
Der Kern trägt sich dabei ohne Querfurniere und arbeitet als Ganzes.
Was der Spieler davon merkt:
Härter und direkter wird es in der Vorhand. Durch das einfache Deckblatt ist das Katapult schneller da und unmittelbarer.
Ein dickerer Balsakern hält dabei das Weichheitsgefühl. Die Imprägnierung nimmt es nicht weg, solange genug Kern vorhanden ist.
Zum Vergleich der Aufbauten:
Beim normalen Turbo 82 (O-8/-kk-2-kk-Ko) sitzen die Korkdoppellagen innen, außen liegt Koto.
Koto ist deutlich härter als Okoumé, wird durch den Kork dahinter aber ausgedämpft — die Härte kommt also nicht zur Wirkung.
Beim Turbo mit E 4 (O-k-8/-kk-2-k-O) liegt je eine Korklage außen vor dem Balsa, außen beidseitig Okoumé.
Weniger Dämpfung pro Seite, dadurch direkter, obwohl das Außenfurnier weicher ist.
E 4 auf zwei verschiedenen Modellen ergibt deshalb nicht zwei vergleichbare Hölzer. Ein Rapier mit E 4 ist eine andere Konstruktion als ein Turbo mit E 4 —
Die Option verändert jeden Aufbau nach seinen eigenen Voraussetzungen. Die Bezeichnung sagt nichts darüber, dass zwei Hölzer in derselben Klasse liegen.
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Guten Morgen,
danke für die Klärung. Für den "normalen" Kunden der nicht täglich das Forum verfolgt, ist das nicht ganz trivial...
Ich finde es immer angenehm wenn die eigenen Beobachtungen aus der Praxis auch in der Theorie bestätigt werden. Das Anders Lind als Gegenpol zeigt das sehr deutlich: es besitzt wegen des dünneren Aufbaus weniger "Weg" und verhält sich "direkter". Wichtig finde ich dabei, dies stellt zumindest für mein Empfinden keine Wertung dar denn obwohl ich prinzipiell knackige Anschläge mag, fühle ich mich mit beiden Charakteristika wohl. Auch bei der Schnittumkehr finde ich nicht, dass es beim Rapier E4 mangelt. Ich hatte abgespeichert, harte Deckfurniere wären hierbei vorteilhaft (?) In meinem Anwendungsfall benötige ich aber auch nicht die letzten Nuancen, sondern die Bälle müssen zuverlässig auf die Platte. Mich juckt es nun in den Fingern, auch den Tactics auf dem Rapier nochmals zu testen ob der sich hinsichtlich Notblock ähnlich verhält. Mit dem Tactics weiß ich umzugehen, beim DTecs schwingen immer Bedenken bei leeren Bällen mit, meine zweite Achillesferse... Da empfand ich gestern den Hydra dem DTecs überlegen.
Zur Vorhand des Rapier halte ich mich bewusst zurück da diese sicherlich stark von der Charakteristik des Zyre geprägt wird. Mir ging es ja darum ein Holz zu finden was den Zyre auch für mich spielbar macht was ich grundsätzlich mit ja beantworten kann. Die Feinabstimmung meines Händchens ist natürlich noch nicht bei 100%. Auch das habe ich nicht anders erwartet. Wenn die Zeit reif ist, werde ich sicherlich auch noch andere VH Beläge vergleichen. Derzeit sind die Prios anders gelagert.
danke für die Klärung. Für den "normalen" Kunden der nicht täglich das Forum verfolgt, ist das nicht ganz trivial...
Ich finde es immer angenehm wenn die eigenen Beobachtungen aus der Praxis auch in der Theorie bestätigt werden. Das Anders Lind als Gegenpol zeigt das sehr deutlich: es besitzt wegen des dünneren Aufbaus weniger "Weg" und verhält sich "direkter". Wichtig finde ich dabei, dies stellt zumindest für mein Empfinden keine Wertung dar denn obwohl ich prinzipiell knackige Anschläge mag, fühle ich mich mit beiden Charakteristika wohl. Auch bei der Schnittumkehr finde ich nicht, dass es beim Rapier E4 mangelt. Ich hatte abgespeichert, harte Deckfurniere wären hierbei vorteilhaft (?) In meinem Anwendungsfall benötige ich aber auch nicht die letzten Nuancen, sondern die Bälle müssen zuverlässig auf die Platte. Mich juckt es nun in den Fingern, auch den Tactics auf dem Rapier nochmals zu testen ob der sich hinsichtlich Notblock ähnlich verhält. Mit dem Tactics weiß ich umzugehen, beim DTecs schwingen immer Bedenken bei leeren Bällen mit, meine zweite Achillesferse... Da empfand ich gestern den Hydra dem DTecs überlegen.
Zur Vorhand des Rapier halte ich mich bewusst zurück da diese sicherlich stark von der Charakteristik des Zyre geprägt wird. Mir ging es ja darum ein Holz zu finden was den Zyre auch für mich spielbar macht was ich grundsätzlich mit ja beantworten kann. Die Feinabstimmung meines Händchens ist natürlich noch nicht bei 100%. Auch das habe ich nicht anders erwartet. Wenn die Zeit reif ist, werde ich sicherlich auch noch andere VH Beläge vergleichen. Derzeit sind die Prios anders gelagert.
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VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Guten Abend,graupe007 hat geschrieben: ↑Samstag 12. September 2026, 08:55 Guten Morgen,
danke für die Klärung. Für den "normalen" Kunden der nicht täglich das Forum verfolgt, ist das nicht ganz trivial...
Ich finde es immer angenehm wenn die eigenen Beobachtungen aus der Praxis auch in der Theorie bestätigt werden. Das Anders Lind als Gegenpol zeigt das sehr deutlich: es besitzt wegen des dünneren Aufbaus weniger "Weg" und verhält sich "direkter". Wichtig finde ich dabei, dies stellt zumindest für mein Empfinden keine Wertung dar denn obwohl ich prinzipiell knackige Anschläge mag, fühle ich mich mit beiden Charakteristika wohl. Auch bei der Schnittumkehr finde ich nicht, dass es beim Rapier E4 mangelt. Ich hatte abgespeichert, harte Deckfurniere wären hierbei vorteilhaft (?) In meinem Anwendungsfall benötige ich aber auch nicht die letzten Nuancen, sondern die Bälle müssen zuverlässig auf die Platte. Mich juckt es nun in den Fingern, auch den Tactics auf dem Rapier nochmals zu testen ob der sich hinsichtlich Notblock ähnlich verhält. Mit dem Tactics weiß ich umzugehen, beim DTecs schwingen immer Bedenken bei leeren Bällen mit, meine zweite Achillesferse... Da empfand ich gestern den Hydra dem DTecs überlegen.
Zur Vorhand des Rapier halte ich mich bewusst zurück da diese sicherlich stark von der Charakteristik des Zyre geprägt wird. Mir ging es ja darum ein Holz zu finden was den Zyre auch für mich spielbar macht was ich grundsätzlich mit ja beantworten kann. Die Feinabstimmung meines Händchens ist natürlich noch nicht bei 100%. Auch das habe ich nicht anders erwartet. Wenn die Zeit reif ist, werde ich sicherlich auch noch andere VH Beläge vergleichen. Derzeit sind die Prios anders gelagert.
Deine Annahme mit den harten Deckfurnieren ist ein verbreiteter Irrtum. Die meisten denken, hart mache die Musik — das stimmt aber nur, wenn die Noppenstruktur genauso hart ist wie das Holz. Dann heben sich die beiden Wirkungen spieltechnisch gegenseitig auf.
Ist die Noppenstruktur dagegen weicher, braucht es das harte Deckfurnier nicht. Deshalb mangelt es Dir beim Rapier E4 auch nicht an der Schnittumkehr, obwohl außen das weichere Okoumé liegt.
Entscheidend ist also nicht die Härte an sich, sondern das Verhältnis zwischen Belag und Holz und die jeweilige Technik dazu. Ein Topspin-Spieler liebt variantenreiches TS-Spiel,
weil der eher Schlagspin spielt, statt zu blocken oder zu schießen...
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
... das bestätigt was mir durch den Kopf gegangen ist nachdem ich selbst nochmals "Einbremsem" nachgedacht habe. Zum einen haben natürlich auch die Beläge unterschiedliche Charakteristika wie z.B. ein stark dämpfender Spectre zB gegenüber einem Sternenfall. Entscheidend ist am Ende wie so häufig das Zusammenspiel was ich wieder einmal an einem plaktativen Beispiel festmachen möchte: bei Skifahren versuchst Du auf Eis mit einem maximal impulsiven Stoß kurzzeitig maximalen Grip aufzubauen. Michaela Schiffren zeigt das in Vollendung. Im Tiefschnee dagegen scheiterst Du mit der Taktik da der Impuls im weichen Untergrund verloren geht. Hier heißt es, die Bewegung und damit die Härte des Impuls zu verlangsamen um den Peak zu reduzieren. Das Entscheidende: über die verlängerte Kontaktzeit leitet man trotzdem über das Intergral dieselbe Gesamtenergie ein, nur anders und zwar so, wie es in der entsprechenden Situation erforderlich ist.
Was ich hinsichtlich TT sagen möchte: es kommt eben darauf an, WIE die Energie beim Schlag übertragen wird was erklärt warum z.B. Beläge wie der DTecs, die in ihrem Aufbau bereits eine gewisse Komplexität mitbringen, so extrem auf unterschiedliche Randbedingungen reagieren. Eine Aussage "Belag x harmoniert mit Deckfurnier y" kann daher nicht allgemeingültig funktionieren, dazu ist die Systematik zu komplex. Was mir extrem auffiel ist dass der DTecs, der sicherlich keine Leichtspielnoppe ist, beim bloßen intuitiven Hinhalten enorm präzise Blockbälle produzierte als ob ich nie etwas anderes gespielt hatte, obwohl der Hydra grundsätzlich sicherlich der einfacher zu spielende Belag ist. Ähnlich ging es mir letztes Jahr mit dem Tactics, was ich leider nicht gänzlich in die neue Saison hinein konservieren konnte.
Was ich hinsichtlich TT sagen möchte: es kommt eben darauf an, WIE die Energie beim Schlag übertragen wird was erklärt warum z.B. Beläge wie der DTecs, die in ihrem Aufbau bereits eine gewisse Komplexität mitbringen, so extrem auf unterschiedliche Randbedingungen reagieren. Eine Aussage "Belag x harmoniert mit Deckfurnier y" kann daher nicht allgemeingültig funktionieren, dazu ist die Systematik zu komplex. Was mir extrem auffiel ist dass der DTecs, der sicherlich keine Leichtspielnoppe ist, beim bloßen intuitiven Hinhalten enorm präzise Blockbälle produzierte als ob ich nie etwas anderes gespielt hatte, obwohl der Hydra grundsätzlich sicherlich der einfacher zu spielende Belag ist. Ähnlich ging es mir letztes Jahr mit dem Tactics, was ich leider nicht gänzlich in die neue Saison hinein konservieren konnte.
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Ergänzung 2: was hat das mir dem Rapier zu tun? Nun, es scheint sich tatsächlich um ein exzellentes "Enabling" Holz zu handeln welches auch etwas spielschwächeren Protagonisten spielstarke Beläge wie Zyre, DTecs etc erst sinnvoll ermöglicht. Natürlich kann man sich fragen ob es das braucht, aber ich kann bestätigen dass auch bei solchen Belägen selbst wenn man sie etwas einbremst immer noch ein gewaltiges Rest-Potential übrig bleibt.
Ergänzung3: um wieder einmal eine Lanze zu brechen - wer außer Achim bringt sich gleichermaßen aktiv in solche Diskussionen ein die andernfalls längst im Sand verlaufen wären?
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
graupe007 hat geschrieben: ↑Samstag 12. September 2026, 22:01 ... das bestätigt was mir durch den Kopf gegangen ist nachdem ich selbst nochmals "Einbremsem" nachgedacht habe. Zum einen haben natürlich auch die Beläge unterschiedliche Charakteristika wie z.B. ein stark dämpfender Spectre zB gegenüber einem Sternenfall. Entscheidend ist am Ende wie so häufig das Zusammenspiel was ich wieder einmal an einem plaktativen Beispiel festmachen möchte: bei Skifahren versuchst Du auf Eis mit einem maximal impulsiven Stoß kurzzeitig maximalen Grip aufzubauen. Michaela Schiffren zeigt das in Vollendung. Im Tiefschnee dagegen scheiterst Du mit der Taktik da der Impuls im weichen Untergrund verloren geht. Hier heißt es, die Bewegung und damit die Härte des Impuls zu verlangsamen um den Peak zu reduzieren. Das Entscheidende: über die verlängerte Kontaktzeit leitet man trotzdem über das Intergral dieselbe Gesamtenergie ein, nur anders und zwar so, wie es in der entsprechenden Situation erforderlich ist.
Was ich hinsichtlich TT sagen möchte: es kommt eben darauf an, WIE die Energie beim Schlag übertragen wird was erklärt warum z.B. Beläge wie der DTecs, die in ihrem Aufbau bereits eine gewisse Komplexität mitbringen, so extrem auf unterschiedliche Randbedingungen reagieren. Eine Aussage "Belag x harmoniert mit Deckfurnier y" kann daher nicht allgemeingültig funktionieren, dazu ist die Systematik zu komplex. Was mir extrem auffiel ist dass der DTecs, der sicherlich keine Leichtspielnoppe ist, beim bloßen intuitiven Hinhalten enorm präzise Blockbälle produzierte als ob ich nie etwas anderes gespielt hatte, obwohl der Hydra grundsätzlich sicherlich der einfacher zu spielende Belag ist. Ähnlich ging es mir letztes Jahr mit dem Tactics, was ich leider nicht gänzlich in die neue Saison hinein konservieren konnte.
Ergänzung 2: was hat das mir dem Rapier zu tun? Nun, es scheint sich tatsächlich um ein exzellentes "Enabling" Holz zu handeln welches auch etwas spielschwächeren Protagonisten spielstarke Beläge wie Zyre, DTecs etc erst sinnvoll ermöglicht. Natürlich kann man sich fragen ob es das braucht, aber ich kann bestätigen dass auch bei solchen Belägen selbst wenn man sie etwas einbremst immer noch ein gewaltiges Rest-Potential übrig bleibt.
Guten Morgen,
Dein Begriff trifft es: Enabling-Holz. Genau so sehe ich es auch.
Jeder Spielbelag ist zunächst eine Hürde — das Holz muss ihn erst spielbar machen. Für Spieler mit weniger Erfahrung ist das die Voraussetzung, überhaupt mit einem solchen Belag zu arbeiten. Für stärkere Spieler ist es genauso interessant, nur in die andere Richtung: Sie kommen damit weiter, als sie sonst kämen.
Dabei ist ein didaktisch freundlich ausgestattetes Holz nicht dasselbe wie ein Enabling-Holz. Ein einfaches Holz macht es leicht — ein Enabling-Holz muss größere Spielansprüche erfüllen.
Es nimmt Dir die Anforderung nicht ab, es macht sie erreichbar. Deshalb geht es nicht darum, Beläge zu zähmen, sondern sie nutzbar zu machen, und wie Du richtig schreibst,
bleibt vom Potential mehr als genug übrig.
Man kann dabei nicht alles haben. Soll das Holz zusätzlich sehr leicht sein, kann es nicht gleichzeitig sehr offensiv ausgelegt werden.
Warum nicht?
Leichte Hölzer setzen weniger Massenverhalten um. Was an Masse fehlt, muss dann der Belag leisten — er wird zur Zusatzoption zum Holz und übernimmt den Teil, den das Holz nicht mitbringt.
Irgendwo muss man sich also entscheiden, und genau diese Entscheidung ist der eigentliche Inhalt einer Beratung.
Für höhere Ansprüche entwickle ich andere Hölzer, die schärfere Voraussetzungen bilden oder höheren Leistungserwartungen gerecht spielen. Das bedeutet nicht immer, schneller zu sein —
Spieler höherer Klassen machen so gut wie keine Technikfehler mehr, die brauchen also keine Fehlertoleranz, sondern etwas anderes.
Will jemand dagegen eine Mannschaftsleistung ergänzen und sicher mitspielen, reicht die Entwicklungsstufe, über die wir hier schreiben, vollkommen aus.
Ein hoch fehlerverzeihendes Holz kann auch schärfere Beläge so zähmen, dass die Spielkontrolle nicht wegfällt.
Bei Dir ist genau das der Fall: Du willst Spaß beim Spielen haben und auf Deiner Ebene gewinnen. Was später kommt, kann später interessant werden
— im Moment ist es nicht die Hürde Deines eigenen Anspruchs in Deiner Leistungsklasse.
Dein Ski-Beispiel gefällt mir, weil es den Punkt physikalisch fasst, um den es tatsächlich geht: nicht wie viel Energie übertragen wird, sondern wie.
Solche Bilder finde ich immer wieder, und jeder findet ein anderes — je nachdem, woher er kommt. Bei Dir ist es das Skifahren, und es trifft genau.
Deine Schlussfolgerung ist ohnehin die richtige: "Belag x harmoniert mit Deckfurnier y" kann es so nicht geben, weil immer das gesamte System zusammenwirkt,
einschließlich der Technik des Spielers.
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Zur Ergänzung 3:
Ich begleite Spieler, die Aussagen machen. Aus Berichten wie Deinem lerne ich über meine eigenen Hölzer Dinge, die ich am Presstisch nicht feststellen kann. Und sie helfen anderen
— den stärkeren, die weiterkommen wollen, und genauso denen, die kurz davor sind, sich aufzugeben.
Wer liest, dass ein anderer mit denselben Schwierigkeiten eine Lösung gefunden hat, hört nicht auf. Das ist der Grund, warum ich hier mitschreibe
— und weil solche Fragen sonst unbeantwortet liegen bleiben.
Verba movent, exempla trahunt. – Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Dum spiro, aedifico. | Lude animo et mente.
Rendler-Hölzer seit 1999 | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
Das Prinzip ist erklärbar, die Erfahrung nicht.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
info@re-impact.de | www.re-impact.de | Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Ich denke (und hoffe) auch hier können wir alle im Gesamtverständnis etwas lernen, v.a. was die Einflüsse des Spielniveaus anbetrifft.Insbesondere ist der Begriff "Störwirkung" differenziert zu betrachten:
Dass in höheren Sphären Präzision dominiert, steht wohl außer Frage. Daraus abzuleiten, "Kontrolle" ist alles für die unteren Klassen ist zu einfach. Man muss detailliert in den individuellen Spielstil schauen und Fehlerquellen analysieren. Beim Blocken sehe ich mittlerweile hauptsächlich 2 Kategorien, natürlich mit Mischformen: 1) der aktive/aggressive der durch schnelle, harte und präzise Konter den Gegner unter Druck setzt. Ein typischer Belag dafür ist z.B. der Sternenfall und m.E. in Maßen auch der Hydra, die flache & schnelle Returns hervorbringen und den Gegner dadurch unter Druck setzen dass er nicht mehr die Zeit hat, optimal positioniert zu returnieren.
2) In meiner Klasse - ich maße mir diese Verallgemeinerung an - geht es bei harten gegnerischen Bällen zunächst erste einmal darum, den Return überhaupt auf die Platte zu bringen. Unmittelbar im zweiten Schritt ist dann wichtig: trifft der Gegner diesen zweiten Ball. In meinen letzten Trainigssessions war ich der Meinung, mich mit dem Hydra gut eingespielt zu haben und gut zu blocken - aber mein Trainigspartner trifft diese Bälle zunehmend sicher selbst wenn ich der Meinung war eine guten Ball gespielt zu haben. Das muss ein Indiz sein, die Bälle kommen relativ reproduzierbar und mein eigener Druck reicht noch nicht aus um das zu unterbinden. Das ist/scheint mit DTecs / Tactics anders zu sein und damit sind wir wieder beim "Enabling" Holz in dem Sinn wie Achim das präzisiert hat, denn genau so war es gemeint. Ich gebe gerne (um eine Zahl zu nennen) 20% der Spitzenperformance eines Belags preis der unter "normalen" Umständen für mich unspielbar wäre, wenn dieser in einer neuen Umgebung spielbar wird und durch seine Gesamt-Eigenschaften auch mit -20% klassische Leichtspielbeläge locker übertrumpft.
Dass in höheren Sphären Präzision dominiert, steht wohl außer Frage. Daraus abzuleiten, "Kontrolle" ist alles für die unteren Klassen ist zu einfach. Man muss detailliert in den individuellen Spielstil schauen und Fehlerquellen analysieren. Beim Blocken sehe ich mittlerweile hauptsächlich 2 Kategorien, natürlich mit Mischformen: 1) der aktive/aggressive der durch schnelle, harte und präzise Konter den Gegner unter Druck setzt. Ein typischer Belag dafür ist z.B. der Sternenfall und m.E. in Maßen auch der Hydra, die flache & schnelle Returns hervorbringen und den Gegner dadurch unter Druck setzen dass er nicht mehr die Zeit hat, optimal positioniert zu returnieren.
2) In meiner Klasse - ich maße mir diese Verallgemeinerung an - geht es bei harten gegnerischen Bällen zunächst erste einmal darum, den Return überhaupt auf die Platte zu bringen. Unmittelbar im zweiten Schritt ist dann wichtig: trifft der Gegner diesen zweiten Ball. In meinen letzten Trainigssessions war ich der Meinung, mich mit dem Hydra gut eingespielt zu haben und gut zu blocken - aber mein Trainigspartner trifft diese Bälle zunehmend sicher selbst wenn ich der Meinung war eine guten Ball gespielt zu haben. Das muss ein Indiz sein, die Bälle kommen relativ reproduzierbar und mein eigener Druck reicht noch nicht aus um das zu unterbinden. Das ist/scheint mit DTecs / Tactics anders zu sein und damit sind wir wieder beim "Enabling" Holz in dem Sinn wie Achim das präzisiert hat, denn genau so war es gemeint. Ich gebe gerne (um eine Zahl zu nennen) 20% der Spitzenperformance eines Belags preis der unter "normalen" Umständen für mich unspielbar wäre, wenn dieser in einer neuen Umgebung spielbar wird und durch seine Gesamt-Eigenschaften auch mit -20% klassische Leichtspielbeläge locker übertrumpft.
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot
Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Das könnte aber auch daran liegen, dass die Qualität Deiner Bälle nicht so hoch ist wie Du annimmst und dass Dein Gegner sich darauf eingestellt hat. Möglicherweise musst Du auch Deine Technik verbessern (und nicht das Material). Wenn ein Block mit LN (Hackblock) mit gut US und flach gespielt wird, dann legt der Gegner ab und du kannst dann angreifen. Das funktioniert auch in hohen Klassen.
Blauweiße Grüße
Glück Auf,
Matthes
Nittaku S-CZ, VH: Dr. N Dominance Spin Hard 2,1, RH: Dr. N ABS3 Pro 1,7
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Beides trifft zu, und es schließt sich nicht aus. Technik muss stimmen, keine Frage. Aber graupe007 hat ja selbst festgestellt, dass derselbe D.TecS auf einem anderen Holz anders arbeitetNoppen Matthes hat geschrieben: ↑Dienstag 15. September 2026, 01:51Das könnte aber auch daran liegen, dass die Qualität Deiner Bälle nicht so hoch ist wie Du annimmst und dass Dein Gegner sich darauf eingestellt hat. Möglicherweise musst Du auch Deine Technik verbessern (und nicht das Material). Wenn ein Block mit LN (Hackblock) mit gut US und flach gespielt wird, dann legt der Gegner ab und du kannst dann angreifen. Das funktioniert auch in hohen Klassen.
— bei gleicher Technik. Das Material entscheidet also mit, ob eine Technik überhaupt Wirkung bekommt.
Beim Hackblock mit Unterschnitt und flachem Ball gebe ich Dir recht:
Das funktioniert in jeder Klasse. Nur braucht man ein Holz, das den Unterschnitt zurückgibt statt ihn zu schlucken
— sonst legt der Gegner nicht ab, weil im Ball nichts drin ist.
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Im Prinzip habt Ihr alle Recht. Heute im Training ist mir nochmals eine relative Binsenweisheit bewusst geworden, nämlich sorgfältig zu analysieren, womit man im tatsächlichen Spielbetrieb die Mehrzahl seine Punkte respektive Fehler macht. Beim Systemtraining besteht die Gefahr auf eine vermeintliche aber falsche Fährte zu geraten. So bleibe ich dabei, ist der DTecs beim Blocken auf dem Rapier stärker und insbesondere unangenehmer für den Gegner als der Hydra. Zwischenzeitlich war ich sogar so frustriert über die hohe Quote der zurückkommenden Bälle und gab dem Neptune nochmals ein Zwischenintermezzo, mit dem machte ich aber wieder mehr eigene Fehler.achim hat geschrieben: ↑Donnerstag 17. September 2026, 14:22Beides trifft zu, und es schließt sich nicht aus. Technik muss stimmen, keine Frage. Aber graupe007 hat ja selbst festgestellt, dass derselbe D.TecS auf einem anderen Holz anders arbeitetNoppen Matthes hat geschrieben: ↑Dienstag 15. September 2026, 01:51Das könnte aber auch daran liegen, dass die Qualität Deiner Bälle nicht so hoch ist wie Du annimmst und dass Dein Gegner sich darauf eingestellt hat. Möglicherweise musst Du auch Deine Technik verbessern (und nicht das Material). Wenn ein Block mit LN (Hackblock) mit gut US und flach gespielt wird, dann legt der Gegner ab und du kannst dann angreifen. Das funktioniert auch in hohen Klassen.
— bei gleicher Technik. Das Material entscheidet also mit, ob eine Technik überhaupt Wirkung bekommt.
Beim Hackblock mit Unterschnitt und flachem Ball gebe ich Dir recht:
Das funktioniert in jeder Klasse. Nur braucht man ein Holz, das den Unterschnitt zurückgibt statt ihn zu schlucken
— sonst legt der Gegner nicht ab, weil im Ball nichts drin ist.
Der größte Vorteil der Kombination Rapier & Hydra ist sicherlich die enorm sichere, intuitive Spielbarkeit. Damit kann ich mein gewohntes Krökelspiel aufziehen, Winkel spielen, Länge, Härte und Schnitt variieren und was man so alles treibt im Noppenspiel und das alles mit einer sehr niedrigen eigenen Fehlerquote was den Gegner zwingt, selbst mehr ins Risiko zu gehen. Das zweite große Plus ist die Breitbandigkeit. Auch offensive Aktionen, inklusive der zuvor erwähnten Angriffe auf gegnerische Ablagen, gelingen so sicher, dass ich mir diese auch unter echten Spielbedingungen zutraue was z.B. mit dem DTecs nicht der Fall war. Mir hilft kein Traumschlag im Training den ich im Spiel nicht umgesetzt bekomme. Deswegen muss ich "von unten" kommen, also aus der Sicherheit heraus, um mich selbst in neue, spielerisch anspruchsvollere Sphären hinein zu bewegen. Dazu ist die Kombi Rapier & Hydra sicherlich die richtige und auch der Zyre auf der VH kommt zunehmend sicherer zur Geltung. Ich muss nur konsequent gegen den Ball gehen, zu passiv funktioniert nicht.
Die heutigen Trainingsspiele habe ich recht klar und v.a. mit einem guten Gefühl im Händchen gewonnen. Der Störeffekt kommt primär aus der Variabilität meiner Aktionen aber das war z.B. mit einem Spectre auch nicht anders. Ich denke, ich habe mein Setup für die neue Saison gefunden was eine Woche vor Beginn der Runde keine schlechte Erkenntnis ist...
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot
Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
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Re: Rapier 44 mit Zusatzoption E 4
Higraupe007 hat geschrieben: ↑Freitag 18. September 2026, 23:39
Im Prinzip habt Ihr alle Recht. Heute im Training ist mir nochmals eine relative Binsenweisheit bewusst geworden, nämlich sorgfältig zu analysieren, womit man im tatsächlichen Spielbetrieb die Mehrzahl seine Punkte respektive Fehler macht. Beim Systemtraining besteht die Gefahr auf eine vermeintliche aber falsche Fährte zu geraten. So bleibe ich dabei, ist der DTecs beim Blocken auf dem Rapier stärker und insbesondere unangenehmer für den Gegner als der Hydra. Zwischenzeitlich war ich sogar so frustriert über die hohe Quote der zurückkommenden Bälle und gab dem Neptune nochmals ein Zwischenintermezzo, mit dem machte ich aber wieder mehr eigene Fehler.
Der größte Vorteil der Kombination Rapier & Hydra ist sicherlich die enorm sichere, intuitive Spielbarkeit. Damit kann ich mein gewohntes Krökelspiel aufziehen, Winkel spielen, Länge, Härte und Schnitt variieren und was man so alles treibt im Noppenspiel und das alles mit einer sehr niedrigen eigenen Fehlerquote was den Gegner zwingt, selbst mehr ins Risiko zu gehen. Das zweite große Plus ist die Breitbandigkeit. Auch offensive Aktionen, inklusive der zuvor erwähnten Angriffe auf gegnerische Ablagen, gelingen so sicher, dass ich mir diese auch unter echten Spielbedingungen zutraue was z.B. mit dem DTecs nicht der Fall war. Mir hilft kein Traumschlag im Training den ich im Spiel nicht umgesetzt bekomme. Deswegen muss ich "von unten" kommen, also aus der Sicherheit heraus, um mich selbst in neue, spielerisch anspruchsvollere Sphären hinein zu bewegen. Dazu ist die Kombi Rapier & Hydra sicherlich die richtige und auch der Zyre auf der VH kommt zunehmend sicherer zur Geltung. Ich muss nur konsequent gegen den Ball gehen, zu passiv funktioniert nicht.
Die heutigen Trainingsspiele habe ich recht klar und v.a. mit einem guten Gefühl im Händchen gewonnen. Der Störeffekt kommt primär aus der Variabilität meiner Aktionen aber das war z.B. mit einem Spectre auch nicht anders. Ich denke, ich habe mein Setup für die neue Saison gefunden was eine Woche vor Beginn der Runde keine schlechte Erkenntnis ist...
Dein Beitrag zeigt, dass Du die richtige Unterscheidung getroffen hast:
Was im Training beeindruckt, ist nicht dasselbe wie das, was im Spiel Punkte bringt. Darauf kommen die wenigsten von selbst.
Einen Punkt dazu:
Dein Trainingspartner ist kein Maßstab für die Störwirkung. Er kennt Dein Spiel, Deine Winkel und Deine Variationen — deshalb kommen die Bälle zunehmend zurück.
In der Runde gegen fremde Gegner fehlt genau diese Gewöhnung, und dort wirkt dieselbe Aktion ganz anders.
Entscheidend ist ohnehin etwas anderes:
Solange Du den Gegner unter Druck hältst, muss er Dein Spiel kontern. Er kann nicht selbst übernehmen, solange er damit beschäftigt ist, Deine Bälle zu entflechten.
Genau darin liegt der Wert einer niedrigen eigenen Fehlerquote — sie zwingt ihn, ins Risiko zu gehen, und das hast Du selbst so beschrieben.
Und was Du schreibst, trifft den Kern:
Du musst konsequent gegen den Ball gehen, zu passiv funktioniert nicht. Wann man zieht und wann nicht, entscheidet sich nicht im Training,
sondern über Spielerfahrung — und genau die bringt Dir die Runde.
Am Ende ist das nichts Kompliziertes. Es ist eine Hilfe für Spieler in den unteren Klassen, sich zu trauen. Wer weiß, dass seine Bälle auf den Tisch kommen,
geht die Aktion an, die er sonst gelassen hätte
— und genau das schreibst Du ja:
dass Du Dir offensive Aktionen inzwischen auch unter echten Spielbedingungen zutraust.
Eine Woche vor Rundenbeginn ein Setup gefunden zu haben, mit dem das geht, ist eine gute Ausgangslage. Viel Erfolg in der Saison.
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