habe mit dem fantastischen Sport angefangen, nach vielen Jahren Pause. Nun bin ich wie vermutlich viele Neulinge am testen.
Daher meine Frage, wie klebe und löse ich am besten Beläge, und wie bewahre ich die Beläge auf, das sie nochmals verwenden kann?
Insbesondere lösen und wiederverwenden interssiert mich
Amateur hat geschrieben: ↑Donnerstag 20. Februar 2025, 19:29
habe mit dem fantastischen Sport angefangen, nach vielen Jahren Pause. Nun bin ich wie vermutlich viele Neulinge am testen.
Daher meine Frage, wie klebe und löse ich am besten Beläge, und wie bewahre ich die Beläge auf, das sie nochmals verwenden kann?
Insbesondere lösen und wiederverwenden interssiert mich
Moin und willkommen!
Die Antwort auf deine Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil es darauf ankommt wie du klebst.
1. Normalerweise lassen sich Beläge vorsichtig ohne weitere Maßnahmen vom Holz abziehen. Das geht aber nur sehr mühsam bei vorgefertigten "Komplettschlägern" aus dem Spielzeugladen oder Kaufhaus.
Es macht Sinn das Holz anfangs einmalig dünn zu versiegeln (ich verwende Überzugs-Klarlack) um zu verhindern, dass dabei Holzsplitter ausfasern.
2. Klebst du mit Tischtennis-(Latex-)kleber, dann ziehst du den Belag ruhig ab und rubbelst Holz und Schwamm frei. Das geht zum Beispiel mit einer harten Nagelbürste. Solchen Kleber von OX-Belägen entfernen geht ausschließlich mit Terpentin.
3. Viel einfacher wird alles bei Verwendung von einem guten Klebestift, weil der Klebstoff wasserlöslich ist.
Siehe dazu dieses Experiment: https://youtu.be/CCNUoj76fN8
Für Spieler, die sehr oft wechseln ist Klebestift perfekt. Übrigens ist auch dabei die Versiegelung des Holzes ideal!
Vor Wiederverwendung ist es wichtig, Holz und Belag zu reinigen.
Beim erneuten Kleben ist die größte Herausforderung: wie bekomme ich den zugeschnittenen Belag passgenau aufs Holz? Bei Verwendung von Latexkleber hast du nur einen Versuch. Verwendest du aber Klebestift, ist Korrektur der Position auch nach dem Kleben möglich.
Dazu: https://youtu.be/wYAuUVBsfHs und https://youtu.be/0LTd2dIETl8
Manche Beläge schrumpfen mit der Zeit etwas. Es kann sein, dass ein Belag nach zwei-/dreimaliger Wiederverwendung ringsherum 1-2mm kleiner geworden ist. Oftmals lässt sich mit etwas "mogeln" noch was machen: klebe den Belag einige Millimeter höher aufs Holz (es bleibt eine kleine Spalte am Griff frei, was nicht regelwidrig ist) und schon sieht es wieder einigermaßen vernünftig aus.
Aufbewahrung: bei mir liegen Dutzende Beläge im großen Karton rum. Sauber verpackt mit Frischhaltefolie und dann in der Originalhülle. Vielleicht hat jemand anders hier dafür bessere Ideen.
Wenn du nen Belag gerade nicht benutzt und ihn später wiederverwenden möchtest, solltest du aufjeden Fall ein bisschen auf die Lagerung achten – sonst wird er spröde, staubig oder verliert an Grip (frag nicht woher ich das weiß )
Am besten reinigst du den, sobald du ihn vom Schläger abgezogen hast. Dann legst du ne Belagfolie auf das Obergummi – die schützt die Oberfläche vor Staub und Austrocknung. Falls du keine Belagfolie hast, tut’s zur Not auch ne glatte Klarsichtfolie. Hauptsache es ist geschützt. Danach lagerst du den Belag am besten flach – zum Beispiel zwischen zwei Kartonplatten oder in ner Schlägerhülle, damit der sich nicht wellt. Würde auch drauf achten, dass er nicht zu warm, zu feucht und vor allem (!!!) nicht in der Sonne liegt – also eher in ne Schublade als Fensterbrett oder Garage. So bleibt der Belag tendenziell länger in gutem Zustand, und du kannst ihn beim nächsten Testversuch nochmal ordentlich verwenden.
Frischhaltefolie ist die noch günstigere und vielleicht sogar noch bessere Alternative zu den Klarsichthüllen.
Zudem scheinen auch besonders Beläge mit einer klebrigen Oberfläche davon zu profitieren wenn man sie nach dem Spielen und Säubern luftdicht in Frischhaltefolie packt.
Die Klebestift-Empfehlung kann ich nur bedingt nachvollziehen. Bei mir artete dies in eine ziemliche S...ei aus, vielleicht hatte ich den falschen verwendet. Wer häufiger umklebt für den geht meiner Meinung nach nichts an Klebefolien vorbei, für Ox-Noppen sowieso. Eine vernünftige Folie kann man mehrfach wiederverwenden und wenn sie nicht mehr ausreichend klebt, dann nimmt man halt eine neue, kostet rd 2€. Zum Ablösen für schwere Fälle verwende ich Feuerzeugbenzin, das geht ebenfalls wunderbar.
graupe007 hat geschrieben: ↑Mittwoch 14. Mai 2025, 21:38
Die Klebestift-Empfehlung kann ich nur bedingt nachvollziehen. Bei mir artete dies in eine ziemliche S...ei aus, vielleicht hatte ich den falschen verwendet.
Da muss etwas fürchterlich schief gelaufen sein, denn Verwendung von Klebestift ist normalerweise einfach und problemlos. Erst recht für OX.
Kannst du etwas mehr über deinen Versuch erzählen? Was beinhaltete diese Sauerei und wie ist es bloß dazu gekommen?
graupe007 hat geschrieben: ↑Mittwoch 14. Mai 2025, 21:38
Die Klebestift-Empfehlung kann ich nur bedingt nachvollziehen. Bei mir artete dies in eine ziemliche S...ei aus, vielleicht hatte ich den falschen verwendet. Wer häufiger umklebt für den geht meiner Meinung nach nichts an Klebefolien vorbei, für Ox-Noppen sowieso. Eine vernünftige Folie kann man mehrfach wiederverwenden und wenn sie nicht mehr ausreichend klebt, dann nimmt man halt eine neue, kostet rd 2€. Zum Ablösen für schwere Fälle verwende ich Feuerzeugbenzin, das geht ebenfalls wunderbar.
Aus meiner Erfahrung sollte man unbedingt eine Klebefolie bei OX nehmen IMMER dann geht um kleben und testen MEGA
auch bei Glatt Anti kommt man um eine Klebefolie nicht herum
Pritt Stift oder UHU Klebestift kann ich auch nicht empfehlen, ist aus meiner Sicht murks - da Rückstände bleiben. Nur wenn man das Spielgefühl ohne Klebefolie bevorzugt und den Belag auf dem Holz lässt und nur wechselt wenn die OX Noppe durch ist
b.t.w. ihr solltet mal den DHS Kleber verwenden! Für Vieltester ist der fast ein absoluter MUSS - man kann den Kleber am einfachsten wieder abziehen, in einem ZUG und nix bleibt auf Schwamm etc.
phänomenal noch viel besser als der GEWO Kleber (HydroKleber)
wenn ich allerdings nicht teste würde ich den HydroTec Kleber von Gewo bevorzugen, da handling etwas besser...
Zuletzt geändert von Kogser am Freitag 1. Mai 2026, 07:18, insgesamt 1-mal geändert.
Xiom Icecream AZX Pro Butterfly Dignics 05 1.9 Dr.Neubauer ABS 3 Pro 1.7
Kogser hat geschrieben: ↑Donnerstag 15. Mai 2025, 07:29
Pritt Stift oder UHU Klebestift kann ich auch nicht empfehlen, ist aus meiner Sicht murks - da Rückstände bleiben. Nur wenn man das Spielgefühl ohne Klebefolie bevorzugt und den Belag auf dem Holz lässt und nur wechselt wenn die OX Noppe durch ist
Rückstände auf OX?
Wie kann das passieren? Die Klebstoffe sind wasserlöslich. Man wirft also das abgezogene Gummi in ein Wasserbad, wischt es mit einem Küchenschwamm ab, spült noch einmal Wasser drüber und es ist absolut sauber.
(Im Übrigen, aber das nur nebenbei, habe ich die besten Erfahrungen mit Stylex und Pelikan)
ardane hat geschrieben: ↑Samstag 22. Februar 2025, 08:30
2. Klebst du mit Tischtennis-(Latex-)kleber, dann ziehst du den Belag ruhig ab und rubbelst Holz und Schwamm frei. Das geht zum Beispiel mit einer harten Nagelbürste. Solchen Kleber von OX-Belägen entfernen geht ausschließlich mit Terpentin.
Gewagte Empfehlung !
Bei einmaligem Auf/Umkleben beim Belag 1. absolut unnötig, die Klebeschicht unterm Schwamm ist ja dann nur sehr dünn und 2, machst du dir bei weichem Schwämmen den Schwamm kaputt.
Holz : Viscaria Super ALC
VH : Dignics 64 , 2,1 mm
RH : Dignics 05 , 1,9 mm
Rana-Hunter hat geschrieben: ↑Donnerstag 15. Mai 2025, 08:31
Bei einmaligem Auf/Umkleben beim Belag 1. absolut unnötig, die Klebeschicht unterm Schwamm ist ja dann nur sehr dünn
In einer Zeit, in der hier im Forum über geringe Temperaturschwankungen an Gummimolekulen als wissenschaftlich bewiesenen Einflussfaktoren gesprochen wird, muss doch auch eine sehr dünne Klebeschicht wohl relevant sein.
Andererseits: "damals", als jeder noch Pinsel und eine Dose VOC-haltigem Kleister verwendete, hatte man keinerlei Probleme mit vier, fünf oder mehr Schichten Gummikleber. Also, Kleberschichten entfernen oder einfach drauf lassen ist wohl offenbar Geschmackssache.
und 2, machst du dir bei weichem Schwämmen den Schwamm kaputt.
Geht man unvorsichtig und grob vor, dann könnte es zu Beschädigungen kommen, ja. Wieder ein Vorteil von der Verwendung wasserlöslichen Klebers: mit diesem wird sowas sicherlich nicht passieren.
Nur damit keine Missverständnisse entstehen: ich bin gar nicht gegen Verwendung von Latexkleber oder Folie. Alles hat wohl seine Vor- und Nachteile. Meine Empfehlung für Klebestift basiert allerdings auf das Gesamtpaket der Vorteile dieser Methode:
- sauber auftragen ohne Kleckerei, Schwämmchen, usw
- die Position des Belags ist nach dem Auflegen noch einige Minuten korrigierbar (!)
- Klebstoff ist wasserlöslig und absolut restlos mit Wasser abzuwischen
- sehr kostengünstige Lösung
Natürlich höre ich von Kollegen auch immer wieder Bedenken. Die verschwinden aber oftmals (die Bedenken, nicht die Kollegen) nachdem ich die Methode mal live vorgeführt habe.
ardane hat geschrieben: ↑Donnerstag 15. Mai 2025, 09:47
Geht man unvorsichtig und grob vor, dann könnte es zu Beschädigungen kommen, ja. Wieder ein Vorteil von der Verwendung wasserlöslichen Klebers: mit diesem wird sowas sicherlich nicht passieren.
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Doch, ist genauso Kautschuk wie bei den alten Klebern, nur eben das Lösungsmittel Wasser und das ist dann längst verflogen.
Fahrlässig sowas zu posten, ohne auf verschiedene Schwämme einzugehn, es gibt neben dem Härtegrad auf noch die Porengrösse zu beachten z.B..
Holz : Viscaria Super ALC
VH : Dignics 64 , 2,1 mm
RH : Dignics 05 , 1,9 mm