Ich hab ihn mittlerweile einfach mal bestellt (rot/1,5mm) und eine Trainingseinheit intensiv getestet. Gespielt wurde auf einem black/white mit Dignics 09c in 1,9mm auf der Vorhand.
Bei mir kommt der Belag deutlich besser weg als in vielen Berichten hier. Ich spiele eigentlich Lange Noppe mit Schwamm, habe aber auch eine OX Zeit hinter mit und ganz früher in der Jugend Kurze Noppe gespielt.
Tempo: Der Belag ist auch in 1,5mm wirklich langsam. In 2,0mm kann ich ihn mir nur auf einem Offensivholz vorstellen, da der Schwamm wirklich stark dämpft. Es sind gut kurze Ablagen möglich und auch feste Konter, Topspins und Schüsse lassen sich einfangen.
Kontrolle: Die Kontrolle ist überdurchschnittlich hoch, lediglich das langsame Tempo bedarf kurze Anpassung. Sobald man raus hat, dass man fester reingehen darf, geht es wunderbar.
Schnittumkehr: Überraschend hoch für einen, zumindest offiziell, Antibelag. Man merkt eindeutig, dass der Belag sich irgendwie zwischen Anti und Glanti einordnen lässt.
Konter/Block: Geht sehr gut, Länge ist toll variierbar
Druckschupf/Schupfball: hier produziert man am ehesten leichte Fehler beim Gegner, da der Schnitt oft falsch eingeschätzt wird, sodass zwar keine direkten Punkte erzielt werden, der Ball aber öfter mal zu hoch zurückkommt und man mit der Vorhand verwerten kann
Lange Abwehr: Hier hat mich der Belag am meisten überrascht. Ja, man muss ordentlich ackern, dass der Ball es übers Netz schafft. Ist der Topspin aber spinnig gezogen gewesen, kommt richtig was zurück. Dachte eher, dass das nur so als Notschlag funktioniert.
Offensive: zu hohe Bälle können auch mit dem Blackout abgeschossen werden. Logischerweise sind diese Bälle nicht super schnell, aber man kann Spin des Gegners einfach durschlagen. Diese Schläge kommen in der Tat oft eher leer und eher ungefährlich wieder beim Gegner an. Da hab ich dann auch mal ein paar um die Ohren zurückbekommen, wie oben durch Unimaginer berichtet. Ich hab daher bevorzugt, die Vorhand zu nehmen oder zu drehen.
Im Spiel: Ich habe zwei Trainingsmatches mit dem Setup gemacht. Eins gegen meine Doppelpartnerin (sehr gerades, festes Spiel ohne viel Schnitt - eher über Druck und Platzierung) und eins gegen einen spinorientierten Angreifer. Gegen meine Doppelpartnerin gewinne ich sonst gefühlt immer 3:1, gegen den Angreifer meist 3:0 (Sätze so zu 5-6 für mich). Gegen meine Doppelpartnerin gewann ich auch mit dem Blackout 3:1, was zeigt, dass der Blackout auch gegen leere Bälle gut geht, da man viel über Platzierung und Variation machen kann. Gegen den Angreifer ging es 3:0 aus, sogar noch deutlicher als sonst. Da hat der Blackout seine volle Stärke zeigen könne, wenn Topspins teilweise kurz abgelegt, dann mal als Hackblock oder aus der langen Abwehr mit reichtlich Suppe zurück kommen und man, vorallem am Tisch, kaum Fehler mit dem Belag macht.
Fazit: Ein wirklich guter Anti, vorallem in der Passive und der Variation zur Vorbereitung der Vorhand. Auf meinem Zweitsetup bleibt der erstmal, so Just for Fun.
