Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Alles über lange Noppen mit normaler d.h. griffiger Oberfläche

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Holg
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Holg »

Herzlichen Dank für Deinen umfangreichen und interessanten Bericht!
mlt1402 hat geschrieben: Mittwoch 25. März 2026, 23:18 Ich werde den Tactics LP direkt im Punktspiel einsetzen.

Am Wochenende spiele ich Hessenliga vorne, Gegner alle über 2100.

Mal sehen, was passiert:
• entweder es wird ein harter Realitätscheck
• oder das Ding ist genau unangenehm genug 😃

Ich werde berichten.
Ganz viel Spaß und Erfolg dabei! Drück Dir die Daumen und bin gespannt, wie es ausgehen wird!
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Xinet
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Xinet »

Bin auch gespannt. Bitte berichten ;)
mlt1402
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von mlt1402 »

Kurzes Update nach dem Spiel heute:

Ich bin mit dem Hallmark Tactics LP direkt ins Punktspiel gegangen (Hessenliga vorne) – und ja… das war schon ziemlich ernüchternd.

👉 Einzel: zweimal 0:3
👉 Doppel: gewonnen

Ich war lange nicht mehr so chancenlos.
Teilweise hatte ich sogar das Gefühl, dass die Bälle mit der Noppe wirklich unangenehm kommen – aber beide Gegner konnten einfach sofort voll draufgehen und haben gefühlt 9 von 10 Bällen brutal platziert.

Im Spiel selbst hatte ich oft gar nicht die Möglichkeit, in mein System zu kommen:
→ Aufschlagannahme unangenehm, ja
→ aber direkt danach kam so viel Druck, dass ich kaum zum Umlaufen gekommen bin und wenn ich Chancen bekommen habe, habe ich versucht unnötig fest zu spielen um überhaupt einen Punkt zu machen.

Und ganz ehrlich: In der Form war es ziemlich egal, welche Noppe ich spiele.
Die Qualität vom Gegner war einfach zu hoch.

Ich habe die Kamera mitlaufen lassen und überlege gerade, ob es überhaupt sinnvoll ist, da reinzuschauen – wahrscheinlich ist der Erkenntnisgewinn überschaubar… immerhin wurde nicht viel Speicherplatz verbraucht 😂


Kurze Frage in die Runde:
Kennt jemand ein Schnittprogramm / eine App, die automatisch Ballwechsel erkennt und die Pausen rausschneidet? Also quasi direkt fertige Rally-Clips ohne manuelles Schneiden?

Wäre gerade echt spannend für die Analyse oder zumindest könnte ich was zum Lachen posten 😅
Xinet
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Xinet »

Danke für den Bericht.
Du spielst besser als wahrs. 90% hier im Forum. Und jeder hier weiß was es bedeutet einen schöechten Tag zu haben bzw. Abgeschossen zu werden. Also gibt es sicher keinen Grund zu lachen.
Ich fände das Video sehr interessant und würde mich freuen es zu sehen, verstehe aber auch wenn du es nicht postest.
Schönen Sonntag
vdrsilver
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von vdrsilver »

Was du beschreibst, hat wohl nichts mit der Marke der Noppe zu tun, sondern mit der quasi natürlichen Limitierung des Langnoppen OX Spiels am Tisch. Wenn bei solcher Qualität der Gegner der Noppenball nicht nahezu 100% gut platziert wird, schlägt es sofort ein, wie störig die Noppe auch immer ist. Das interessiert auf dem Niveau niemanden mehr (die Noppenparty ist auch oft schon unterhalb dieses Niveaus vorbei).

Wenn ich es Recht sehe, spielst du noch nicht so lange ox am Tisch. Ich denke manchmal, es ist fast eine Illusion zu glauben, ok. ich habe eine starke Vorhand, warum nicht eine Störnoppe auf RH, damit reinfahren und danach Bumm mit der Vorhand. Dein Bericht beschreibt ja eigentlich die Zerstörung dieser Illusion.

Meiner allerdings bescheidenen Erfahrung nach auf viel niedrigerem Niveau, erfordert das ox Spiel am Tisch vor allem, dass man den Noppenball nicht nur als Vorbereitungsball ansieht, sondern sich wirklich darauf konzentriert und auf das Noppenspiel (drücken, blocken, drücken usw.) einlässt. Das bedeutet: die Noppe macht das Spiel, der Noppenball ist kein Neben-, sondern der Hauptschlag. Die VH dient nur der möglichen Vollendung. Sie kommt viel seltener zum Einsatz als die RH. Das ist das Wesen des erfolgreichen Noppenspiels ox am Tisch, und wenn man eine Ox Noppe am Tisch verwendet, muss man sich fragen, ob man überhaupt so spielen will. Wenn man die Noppe nur so nebenbei einsetzten möchte und ständig darauf lauert, die VH anzubringen, leidet das Noppenspiel, das Spiel mit dem natürlich Hauptschlag des OX Noppenspiels, extrem darunter und die ganze Qualität des Spiels sinkt.
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von MAFIA »

Also grade im Zeitalter des Plastikballs und der Beschneidung der langen Noppen, gewinnt man ohne Vorhand keinen Blumentopf mehr. So zumindest meine Erfahrung zwischen Regionalliga und Bezirksliga.
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vdrsilver
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von vdrsilver »

Ja klar, nur wird in der Regel auf dem Niveau auf das Langnoppen Ox Spiel am Tisch soviel Druck auf die Noppenbälle ausgeübt, dass es sehr schwierig wird, die VH einzusetzen. Das beschreibt ja auch mlt1402 in seinem Erfahrungsbericht. LN Ox am Tisch und gleichzeitig Punkten mit Vorhand geht nur bis zu einem bestimmten Niveau (Ausnahmen bestätigen die Regel) und letztlich nur, wenn das Noppenspiel sehr aggressiv und bis an die Grenzen des taktisch Möglichen erfolgt. Das bedeutet, man muss sich sehr viel mit Noppenschlägen beschäftigen und sehr viel trainieren, mehr als man vermutlich gedacht hat, als man die Idee hatte, eine OX Noppe am Tisch zur Vorbereitung der Vorhandwaffe aufzumontieren.
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von graupe007 »

Das ist wohl unbestreitbar. Gerade hier krankt mein Spiel denn offensiv mache ich mit den Noppen noch zu viele Fehler. In den unteren Klassen funktioniert es aber, mit einem harten Druckschupf und ggf Seitwischer einen passiven gegnerischen Ball zu erzwingen der einem die Zeit gibt sich zur VH zu stellen.
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von mlt1402 »

vdrsilver hat geschrieben: Montag 30. März 2026, 14:15 Was du beschreibst, hat wohl nichts mit der Marke der Noppe zu tun, sondern mit der quasi natürlichen Limitierung des Langnoppen OX Spiels am Tisch. Wenn bei solcher Qualität der Gegner der Noppenball nicht nahezu 100% gut platziert wird, schlägt es sofort ein, wie störig die Noppe auch immer ist. Das interessiert auf dem Niveau niemanden mehr (die Noppenparty ist auch oft schon unterhalb dieses Niveaus vorbei).

Wenn ich es Recht sehe, spielst du noch nicht so lange ox am Tisch. Ich denke manchmal, es ist fast eine Illusion zu glauben, ok. ich habe eine starke Vorhand, warum nicht eine Störnoppe auf RH, damit reinfahren und danach Bumm mit der Vorhand. Dein Bericht beschreibt ja eigentlich die Zerstörung dieser Illusion.

Meiner allerdings bescheidenen Erfahrung nach auf viel niedrigerem Niveau, erfordert das ox Spiel am Tisch vor allem, dass man den Noppenball nicht nur als Vorbereitungsball ansieht, sondern sich wirklich darauf konzentriert und auf das Noppenspiel (drücken, blocken, drücken usw.) einlässt. Das bedeutet: die Noppe macht das Spiel, der Noppenball ist kein Neben-, sondern der Hauptschlag. Die VH dient nur der möglichen Vollendung. Sie kommt viel seltener zum Einsatz als die RH. Das ist das Wesen des erfolgreichen Noppenspiels ox am Tisch, und wenn man eine Ox Noppe am Tisch verwendet, muss man sich fragen, ob man überhaupt so spielen will. Wenn man die Noppe nur so nebenbei einsetzten möchte und ständig darauf lauert, die VH anzubringen, leidet das Noppenspiel, das Spiel mit dem natürlich Hauptschlag des OX Noppenspiels, extrem darunter und die ganze Qualität des Spiels sinkt.
Sehr interessanter Ansatz, den du da beschreibst – und nach etwas längerem Nachdenken kann ich das inzwischen wirklich gut nachvollziehen.

Im ersten Moment war ich eher so:
„Er kann ja gar nicht wissen, wie ich konkret mit der Noppe arbeite und welche Qualität meine Bälle haben.“
Aber wenn ich meinen eigenen Bericht nochmal durchgehe, wird eigentlich ziemlich deutlich, warum du genau zu dieser Einschätzung kommst.

Und je länger ich darüber nachgedacht habe, desto mehr muss ich dir recht geben.

Der Hintergrund bei mir:
Ich habe über 25 Jahre klassisch offensiv gespielt und erst nach der Schulter-OP umgestellt. Viel ausprobiert habe ich ehrlich gesagt nicht, sondern relativ schnell ein Setup gefunden und bin dabei geblieben. Ursprünglich war der Gedanke eher Richtung klassische Abwehr, das Spiel am Tisch mit OX habe ich jetzt erst intensiver getestet.

Beim Anschauen des Videos wurde mir ziemlich klar:
Ich habe aktuell keine saubere Struktur im Noppenspiel.

Ich spiele viele Bälle mit der Noppe, aber eher reaktiv:
- Winkel nicht konstant
- Platzierung zu wenig bewusst
- kaum Variation zwischen Block, aktivem Drücken und Störball

Ich nutze den Noppenball häufig als Übergangsball, ohne klare Anschlussidee.

Mein ursprünglicher Plan war:
- unangenehme Annahme / erster Ball mit der Noppe
- Gegner kommt nicht sauber rein
- ich laufe um und spiele VH-Topspin

Das hat auf einem gewissen Niveau auch funktioniert – ich bin mit der Spielidee wieder auf knapp 2000 TTR gekommen.
Aber eben nicht konstant.

Das Muster war ziemlich klar:
- Gegner, die Probleme mit Schnittumkehr / Ballflug haben → komme ich gut durch
- Gegner, die das lesen und aktiv dagegengehen → habe ich kaum Chancen

Und genau da wird es dann schwierig.

Wobei man fairerweise sagen muss:
Das kenne ich auch noch aus meiner Zeit als reiner Offensivspieler.
Da war es im Prinzip ähnlich:
- entweder die Gegner kamen mit meinem Spin klar → schwierig
- oder sie hatten Probleme → lief es gut

Die Frage ist für mich gerade eher, ob der Unterschied wirklich so groß ist – oder ob man sich mit jeder Spielweise auf einem gewissen Niveau einfach spezialisiert und damit auch limitiert, und dann versuchen muss, innerhalb dieses Systems das Maximum rauszuholen.

Was bei mir definitiv noch dazukommt:
Ich kann aktuell maximal einmal pro Woche trainieren.

Und gerade so ein System mit OX am Tisch lebt extrem von:
- Gefühl
- Timing
- Wiederholungen

Das fehlt mir im Moment einfach.

Dazu kommt mein eigentliches Kernproblem:
Ich baue mit der OX aktuell zu wenig eigenen Druck auf, weil ich sie technisch nicht sauber genug beherrsche (Winkelarbeit, aktive Bewegung, Platzierung).

Ich hänge oft zwischen:
- Umlaufen wollen
- und eigentlich im Noppenspiel bleiben müssen

Und genau diese Zwischenlösung kostet mich Qualität.

Deshalb stelle ich mir gerade die grundsätzliche Frage:
Will ich das System wirklich so spielen, dass die Noppe am Tisch der primäre Schlag ist?

Oder gehe ich stärker Richtung klassische Abwehr, um:
- mehr Zeit zu haben
- klarere Ballstrukturen zu bekommen
- und die Vorhand gezielter einzusetzen

Ich habe noch einen Curl P1V in 1,0 mm hier und werde den heute Abend mal testen, um zu schauen, ob mir das vom Spielgefühl eher liegt.

Die Vorhand bleibt für mich gesetzt.

Zum Thema Video:
Ich habe ein KI-basiertes Tool gefunden, das Ballwechsel automatisch erkennt. Funktioniert grundsätzlich, aber Export geht aktuell nicht und das komplette Spiel möchte ich ungern hochladen.

Ich werde heute im Training nochmal gezielt Sequenzen aufnehmen und mir vor allem anschauen.

Mal sehen, in welche Richtung sich das entwickelt. 😅
Holg
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Holg »

Ich finde, das ist hier eine wirklich sehr gute und interessante Diskussion! Die Gedanken von vdrsilver kann ich absolut nachvollziehen und haben auch mich zum Nachdenken gebracht.
Ich denke auch, dass man oft auf der Noppe festgenagelt wird (oder Gegner das versuchen) und das wird tendenziell mehr, je höher man spielt. Gerade dann wenn man eine sehr gute VH wird die LN schnell als (vermeintliche) Schwachstelle erkannt. Klar kommen dann vielleicht krumme Bälle und hier und da werden darauf auch Fehler gemacht, aber das ist dann für sehr viele Gegner das kleinere Übel (Nach dem Motto: lieber ein bisschen rumeiern, aber es kommt kein Druck als direkt die tödliche VH Rakete kassieren)
Von daher gebe ich vdrsilver vollkommen Recht! Für mich ziehe ich daraus 2 Konsequenzen:
1. Ich muss mit der LN sehr sicher spielen (=wenig Fehler machen)
2. Ich muss mit der konsequent variabel und taktisch klug spielen. Nicht nur mit Druck, sondern möglichst unberechenbar. Ganz wichtig ist dabei die Platzierung! Lang, kurz, rechts, links, Ellenbogen usw. Immer schön den Tisch "groß machen" usw.
Meine persönliche Konsequenz daraus: Ich brauche nicht die ekligste und störigste LN (wie z. B. DTecs oder Tactics) sondern die sicherste mit der ich variabel spielen kann und gleichzeitig wenig Fehler mache!
Zum Thema lieber lange Abwehr: Ich glaube, es ist ein gewaltiger Trugschluss, zu denken, dass Abwehr einfacher oder mit weniger Trainingsaufwand verbunden wäre!
Um hochklassig mit Abwehr bestehen zu können, muss man ultra sicher spielen, einfach alles zurück bringen können. Auch hier muss man sehr variabel spielen können (mit/ohne Schnitt, idealerweise mit nahezu identischer Bewegung) und gut platzieren. Die wenigsten Gegner werden dir einfach blind mehrfach hintereinander ziehen und dann brav den Fehler machen. Da wird gut platziert, du kriegst kurze Ablagen und anschließend feste Bälle auf die Ecken usw. Das erfordert enorm viel Athletik. Außerdem muss man mMn noch zwingender gut drehen können, damit man beidseitig selber Unterschnitt erzeugen kann. Die Gegner haben auch selbst meist mehr Zeit und ich vermute nahezu jeder Spieler im 2000er Bereich und darüber kann auf flache Abwehrbälle voll durchrohren, wenn genug Zeit da ist. Persönlich finde ich Abwehr deutlich anspruchsvoller als Störspiel am Tisch.
LG
Holger
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von mlt1402 »

Kurzes Update nach dem Training heute – war ziemlich aufschlussreich.

Ich habe zuerst den Curl P1V in 1,0 mm auf dem Def-Holz getestet, also bewusst Richtung klassische Abwehr.

Beim Einspielen war das auch echt gut:
- sehr stabile Abwehr
- viel Schnitt
- hohe Quote

Ich habe die Kamera mitlaufen lassen und schaue mal, ob ich’s hinbekomme ein paar Ballwechsel mal zu zeigen.

Aber im Spiel selbst habe ich schnell gemerkt:
Das System liegt mir einfach nicht.

Vor allem:
- Aufschlagannahme deutlich sensibler
- viel stärker abhängig vom gegnerischen Spin
- dieses „standardmäßig hinten bleiben“ fühlt sich für mich nicht natürlich an

Ich bin es durch OX am Tisch einfach gewohnt, schnittunempfindlicher an den Ball zu gehen – und genau das fehlt mir da komplett.

Deshalb habe ich das relativ schnell wieder verworfen, auch wenn die reine Abwehrqualität an sich gut war.

Danach wieder zurück auf mein aktuelles Setup mit Tactics LP am Tisch.

Und da hat sich das bestätigt, was ich schon im Spiel gemerkt habe:
Der Tactics ist für mich einfach zu schnell / zu direkt.

Was konkret passiert:
- Unsicherheit schon in der Aufschlagannahme
- auch im zweiten / dritten Ball fehlt mir das Vertrauen
- dadurch spiele ich automatisch vorsichtiger
- und genau dadurch verliere ich Qualität

Das führt dann dazu, dass:
- ich leichte Fehler mache
- die Bälle nicht mehr richtig „ziehen“
- und ich die Störwirkung gar nicht ausspielen kann

Im Training heute (Gegner 1900–2000) habe ich Spiele im Prinzip nur dann gewonnen,
wenn ich extrem viel gelaufen bin und fast alles über die Vorhand gelöst habe.

Und das ist ja eigentlich genau das, was ich vermeiden wollte.

Was mir im direkten Vergleich jetzt klar geworden ist:

👉 Dornenglanz X
- ich kann aktiv und fest in den Ball gehen
- Aufschlagannahme stabil
- weniger „Überraschungen“ im Ballabsprung
- dadurch mehr Vertrauen → bessere Qualität

👉 Tactics / auch Grass D.Tecs
- ich muss deutlich vorsichtiger spielen
- mehr Streuung
- weniger Vertrauen → weniger Qualität

Und genau das ist wahrscheinlich der entscheidende Punkt:
Wenn ich den Belag nicht aktiv spielen kann, bringt mir die theoretische Störwirkung nichts.

Stand jetzt ist mein Gedanke daher relativ klar:

👉 Zurück zum Dornenglanz X

Einfach, weil:
- es funktioniert
- ich damit aktiv spielen kann
- und die Gesamtstabilität höher ist

Holz und Vorhand sind für mich gesetzt.

Jetzt ist eher die Frage in die Runde:

Gibt es ausgehend vom Dornenglanz X
👉 etwas ähnlich Kontrolliertes / eher langsames OX,
aber vielleicht noch einen Tick unangenehmer (Ballflug / Störeffekt)?

Oder ist der Schritt zurück zum Dornenglanz X einfach der sinnvollste Move
und ich sollte eher daran arbeiten, das System damit sauberer zu spielen?

Thema Anti hatte ich auch kurz im Kopf, habe ich aber vor einiger Zeit mal getestet (AB3
in 2.0). Fühlt sich aktuell nicht wie eine sinnvolle Richtung an. Ggf mit dünnerem Schwamm?

Ich merke gerade, dass ich trotz gewonnener Trainingsspiele eher an einem Punkt bin,
wo ich mir die grundsätzliche Frage stelle:

👉 Wie bekomme ich es hin, dass mir die Noppe wirklich einen Vorteil bringt
und mich nicht limitiert?

Für reines Angriffsspiel ist die Schulter raus – also muss das System drumherum funktionieren.
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von mlt1402 »

Habe es nun doch geschafft ein paar Eindrücke des heutigen Trainings schnell zu schneiden.

BTY Joo Saehyuk + Victas P1V und J&H C52.5

https://youtu.be/Ii2_hLA0014?si=ziPLbwgeSDIPIAVw
Zuletzt geändert von mlt1402 am Donnerstag 2. April 2026, 08:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Noppen Rocken »

mlt1402 hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 21:10 👉 Dornenglanz X
- ich kann aktiv und fest in den Ball gehen
- Aufschlagannahme stabil
- weniger „Überraschungen“ im Ballabsprung
- dadurch mehr Vertrauen → bessere Qualität

👉 Tactics / auch Grass D.Tecs
- ich muss deutlich vorsichtiger spielen
- mehr Streuung
- weniger Vertrauen → weniger Qualität
Ja, das waren auch immer meine Erfahrungen. Besonders gegen die Gegner mit 1900-2000 TTR welche über eine Kickaufschlag-Variation + harten dritten Ball verfügen oder auch leer angespielt haben, sah ich mit DTecs/Tactics nicht gut aus.
Ich schieb das für mich persönlich klar auf den Flummi-Effekt dieser Beläge. Durch diesen enstehen genau die von dir aufgeführten Negativpunkte, weswegen für mich auch alle OX-Noppen die sich so verhalten, grundlegend raus sind.
mlt1402 hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 21:10 Jetzt ist eher die Frage in die Runde:

Gibt es ausgehend vom Dornenglanz X
👉 etwas ähnlich Kontrolliertes / eher langsames OX,
aber vielleicht noch einen Tick unangenehmer (Ballflug / Störeffekt)?

Oder ist der Schritt zurück zum Dornenglanz X einfach der sinnvollste Move
und ich sollte eher daran arbeiten, das System damit sauberer zu spielen?
Du kannst mit dem DGX durchziehen und behältst die Vorteile dieser Noppe, oder du nimmst mehr Störeffekt -> verlierst aber Kontrolle.
Alternativen:
- Dornenglanz (deutlich mehr Störeffekt, kurze Haltbarkeit, weniger Variation)
- Bomb Talent (guter Störeffekt, sehr variabel, weniger Kontrolle + minimal Schnittanfällig)
- Hellfire x (etwas mehr Störung, etwas weniger Kontrolle)

Hier können andere natürlich gerne ergänzen, aber das sind so meine Kanditaten nach 20+ Testbelägen.
mlt1402 hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 21:10
Thema Anti hatte ich auch kurz im Kopf, habe ich aber vor einiger Zeit mal getestet (AB3
in 2.0). Fühlt sich aktuell nicht wie eine sinnvolle Richtung an. Ggf mit dünnerem Schwamm?
Seh ich bei dir nur, wenn du komplett am Tisch bleibst. Sobald man etwas nach hinten geht, wirds Quatsch.
Kann funktionieren, limitiert deine Rückhand aber noch mehr -> Vorhand/Offensive wird noch zwingender nötig, um zu punkten.
mlt1402 hat geschrieben: Mittwoch 1. April 2026, 21:10
👉 Wie bekomme ich es hin, dass mir die Noppe wirklich einen Vorteil bringt
und mich nicht limitiert?
Deine Gegner dürfen im Aufschlag-Rückschlag nicht mehr wissen, was passiert. Ganz kurze Ablagen, langer Druckschupf auf Ellenbogen/Ecke, umlaufen und eröffnen...einfach variabel sein. Und dann natürlich mit der Vorhand drauf, wenn sich die Chance ergibt.
Am Ende stellt Material denke immer eine gewisse Limitation dar. Es kommt darauf an, für den Gegner nicht ausrechenbar zu werden und ihn permanent zu beschäftigen.

Bei mir hat es in 4 Oberliga-Einsätzen für ne ausgeglichene Bilanz gereicht und ich war eigentlich nie chancenlos. Klar verliere ich nur dann, wenn ich hektisch werde und unsicher bin/leichte Fehler mache. Von Niederlagen gegen Spieler mit 1850 TTR bis Siege gegen 2050+TTR war da alles dabei.
Glaube meine wichtigste Erkenntnis:
Man muss sich mit seinem Material super wohl fühlen und darf keine leichten Fehler machen. Der Rest kommt dann von selbst.
VH: Butterfly Tenergy 05 2.1mm
Holz: Butterfly Joo Sae Hyuk
RH: Bomb Talent OX
Holg
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Holg »

Stimm ich Noppen Rocken voll zu. Im Prinzip er mir ja auch :D
Störige Flumminoppen sind Mist.
Es gibt noch ein paar mehr Beläge (Blitzschlag, Hai, Sternenfall z. B.) die Du probieren könntest, aber letztlich wird Dich das wahrscheinlich auch nicht bahnbrechend weiterbringen.
Wenn Du Dich mit dem DGX erstmal gut fühlst, würde ich den Fokus auf das Training damit legen! Lernziel: Super sicher, super variabel, eklig und taktisch klug damit spielen! Eventuell Schlägerdrehen mit einbauen.
Zeig uns gern bei Zeiten auch mal ein Video von einem Trainingsspiel damit!
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Re: Grass D.Tecs OX auf Matador Titan: Liebe ja – Kontrolle nein. Alternativen?

Beitrag von Störnoppenfan »

Hervorragender Beitrag von "Noppen Rocken" dem ich absolut zustimme. :ok:
Holz:Yinhe DE1,VH:Friendship Origin Soft;1,8 mm;RH:Spinlord Sternenfall Pro;ox
Holz:Butterfly Grubba Carbon All+,VH:Friendship Orogin Soft;1,8 mm;RH:Bomb Talent;ox
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