Re-Impact M3 2026

Infos über Hölzer aus Balsa und anderen leichten Materialien (Kiri, etc.)

Moderator: Noppen-Test-Team

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arrigo
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Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Zunächst zur Vorgeschichte:
So langsam neigt sich die Saison 25/26 zu Ende und die Testphase über den Sommer kann beginnen. In der Vorrunde im Herbst 2025 habe ich aufgrund anhaltender Schulterprobleme und generell auch wegen Unzufriedenheit mit der Performance , vom NSD/Rakza7/DtecS ox, zurück zu Re-Impact gewechselt. Seitdem sind meine Schmerzen in der Schulter des Schlagarms passé und meine TTR-Talfahrt ist gestoppt. Ich benutzte dazu einen Re-Impact Sonderbau, den ich schon seit einiger Zeit zuhause hatte, laut Achim ist es eine Abwandlung des Dream Holzes mit 9mm Gesamtdicke und Bubinga Aussenfurnieren. Auf der Vorhand spiele ich den Zyre03 2.7mm und auf der Rückhand einen Palio CK351 ox. Der Wechsel war im Prinzip auf "gut Glück" und hat sich als Volltreffer herausgestellt! Jetzt habe ich natürlich Lunte gerochen und wollte mir von Achim nochmal ein Holz mit aktuellem Entwicklungsstand und auf mich abgestimmt bauen lassen. Herausgekommen ist dabei das M3 2026, angepasst auf mich und mein aktives Störspiel am Tisch.

Zum Holz:
Re-Impact Standartblatt 152 x 157mm, Gerader Griff, Rechtsauslage, Edelversiegelung Mahagoni, MCP-System, E4 Tuning, Gewicht: 83g; 8facher Aufbau (wenn ich mich nicht verzählt habe), mit Kork-Dämpfungsschicht auf der RH.

Das Holz ist tadellos verarbeitet und allein der sichtbare Aufbau zeugt von der großen Handwerkskunst die Achims Produkte einzigartig macht. Die Haptik ist tadellos, das Holz ist ein richtiger "Handschmeichler". Ich würde an dieser Stelle gerne Fotos einstellen, aber ich bekomme das leider nicht hin (hat jemand vielleicht Tipps?).

Erste Konfiguration (weitere ergeben sich aus den folgenden Testergebnissen, wenn's auf Anhieb passt, teste ich nicht weiter):
Vorhand: BTY Zyre03 2.5mm schwarz
Rückhand: Tibhar DtecS ox GS in acid green

Ab nächsten Montag beginnt im Training die erste Testphase mit dem M3 2026 und den o.g. Belägen. Ich werde hier dann zeitnah die dementsprechenden Testberichte veröffentlichen. Ich bin gespannt, ob das M3 mein bisheriges Setup (siehe Vorgeschichte), mit dem ich wirklich sehr gut zurecht komme, ablösen kann.

Falls noch jemand ein aktuelles M3 spielt/testet, hier bitte gerne weitere Testberichte einstellen.
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graupe007
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von graupe007 »

das hört sich interessant an - ab wann ist diese Variante denn käuflich erwerbbar oder suchst Du noch Testspieler?
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

Stil: tischnahes Störspiel, VH spinlastig
arrigo
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Meines Wissens nach ist das neue M3 bereits bei Achim bestellbar, ob Achim davon auch ein Testexemplar hat, weiß ich leider nicht… Achim?
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achim
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von achim »

arrigo hat geschrieben: Samstag 21. März 2026, 01:34 Meines Wissens nach ist das neue M3 bereits bei Achim bestellbar, ob Achim davon auch ein Testexemplar hat, weiß ich leider nicht… Achim?
Ich habe leider keine Zeit mehr für Testexemplare. Außerdem ist das Wettkampfholz ausgereift.

Natürlich kann man eine abgespeckte Version des Versuchsholzes auf besondere Anfrage bestellen.

Das Originalholz ist viel zu teuer, um es der Allgemeinheit vorzustellen. Und ich habe nicht genug ultraleichtes Balsaholz,
um dieses Wettkampfholz in Serie zu bauen.

Das Material stammt aus Indonesien — ein Neueinkauf kostet heute mindestens 10 Riesen. Während der Corona-Krise kostete
dieses Material pro Schicht das Siebenfache — und unseriöse Geschäftsleute in Australien verlangten zeitweise sogar das Zwanzigfache.

10 Schichten dieses superleichten Holzes in einem einzigen Modell zu verschwenden, wäre viel zu schade — denn mit demselben Material
lassen sich mindestens 5 Schläger mit einem vollständigen Kaskadensystem aufbauen.

Das Prinzip: Das steife Deckblatt überträgt den Druck auf die schwerere Balsaschicht — diese dehnt die weichere,
darunter liegende Schicht trotz vollständiger, aber elastischer Verklebung.


Das ist das Ergebnis einer logischen Schlussfolgerung aus 27 Jahren Prototypenbau, Holzanatomie und der direkten Beobachtung,
wie Schichten unter Belastung zusammenwirken. Es ist meine Entwicklung — gemeinsam mit meinem Bruder Eugen erarbeitet,
aus 18 einzelnen Erfindungen zusammengewachsen.

Daher die extrem gute Ballkontrolle: weil 18 Entwicklungen in jedem Schläger zusammenwirken.

und ein großes Sweetspot über die gesamte Schlagfläche bilden und übertragen.
Verba movent, exempla trahunt - Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! - "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"
26 Jahre Rendler | 23 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Montag 23.03.2026 erstes komplettes Training mit dem M3 Select 2026 (ca 2 1/2 Std): Trainingspartnerin von unseren Damen 1, Bezirksoberliga, TTR ca. 1450, Offensivspielerin, kann gegen Noppen! :wink:
Rückhand mit dem DtecS GS grün:

Pro's:
Das Spiel über der Platte auf leere Bälle ist sehr sicher, kurze Unterschnittbälle können mit Lift, Druckschupf oder Seitwischer sehr sicher und eklig angegriffen werden. Lange Unterschnittbälle mit viel Rotation können mit etwas mehr Entfernung zur Platte mit einem lockeren Lift auch platziert zurückgespielt werden, wobei diese Bälle auf der gegnerischen Seite teilweise derart "verspringen", wie ich es noch nie gesehen habe :twisted: . Der Hackblock auf Topspin hat eine hohe Schnittweiterleitung, erfordert aber ein lockeres Handgelenk. Auch Ausflüge in die Distanz und dementsprechend lange Abwehr sind sehr effektiv, flach, mit viel Schnitt... aber das kennt man ja vom DtecS ox. Trockene Schüsse am Tisch auf zu hohe Unterschnittbälle sind aus dem Handgelenk gespielt, ein sicherer Punkt.

Con's:
Einfach hinhalten geht gar nicht, für das ist der DtecS nicht gemacht, auch nicht auf dem neuen M3 Select 2026! Das ist so wie ich es bislang auch auf der Vorhand vom Zyre03 gewöhnt bin, aktiv gespielt sehr sicher, kontrolliert und effektiv, passiv grüßt die Hallenwand auf der anderen Seite :mrgreen:

Ich hatte bei aktiven Techniken gefühlt noch nie soviel Sicherheit und Gift in den Bällen, wie mit dieser Kombi aus M3 Select 2026 und DtecS. Trotz des höheren Grundtempos gegenüber meiner Spielkombi, bin ich nach kurzer Zeit mit dem neuen Setup auf der Rückhand zurecht gekommen. Meine Trainingspartnerin hat mir bestätigt, dass sie gegen die "Noppenbälle", die sie von mir am Montag bekommen hat, viel mehr Probleme hatte, wie mit meiner Spielkombi aus Dream/Palio CK351. Bei der Vereinsmeisterschaft Ende Dezember, hat sie nach verlorenem ersten Satz umgestellt und locker 3:1 gegen mich gewonnen, dies ist ihr am Montag nicht gelungen. Mit etwas Glück, hat sie mich im 5ten Satz 11:9 nieder gerungen :D und das obwohl ich definitiv noch nicht richtig eingespielt war mit der Testkombi.

Zur Vorhand mit Zyre03 2.5mm schwarz:
Da bin ich noch vorsichtig mit der Einschätzung, da der Zyre seine Einspielzeit braucht. Das Einkontern war auf der Vorhand absolut problemlos, auf die Rückhand gedreht hatte ich noch nicht das gute Gefühl, das ich mit meiner Spielkombi aus Dream und Zyre03 2.7mm habe. Das liegt womöglich auch am flacheren Ballabsprung den der Zyre03 auf dem M3 Select hat. Auch beim Eröffnungstopspin habe ich noch nicht das gute Gefühl wie mit dem Dream. Ich habe aber auch noch mit festem und lockerem Griff experimentiert und mein Treffpunkt (Stellungsspiel) war dem neuen Holz noch nicht perfekt angepasst.

Ich bin auf jeden Fall extrem angefixt von meinem neuen M3 Select 2026 und die Rückhand mit dem DtecS ox scheint nach diesem ersten Eindruck für mein aktives Stör- (Allround-) Spiel sehr gut zu passen. Ich freue mich auf die weiteren Trainings und wie sich der Zyre03 auf dem M3 Select für mich entwickelt wird man sehen. Da habe ich zur Not noch andere Kandidaten für die Vorhand in der Warteschleife (Tibhar Evolution ELS, Nittaku Hammond... )

Noch eine Besonderheit auf die Achim mich hingewiesen hat und die ich überprüft habe im Training: Der "Klangunterschied" zwischen aktiv geschlagenen Bällen und hingehaltenen Bällen, ist eklatant! Beim Kontern mit dem Zyre03 erzeugt das M3 Select 2026 ein sehr helles und Lautes Geräusch, das hört sich auf dem Dream mit dem dickeren Zyre viel viel dumpfer an. Bei purem Hinhalten ist das Geräusch beim Ballaufprall auf dem M3 um einiges gedämpfter, es fühlt sich wirklich so an, als ob sich die Aufprallenergie, wie auch immer, im Schläger verteilt! (Die Luftkanäle im Griff habe ich zu den Fingern zeigend; Rechtsauslage).

Ps. Aus aktuellem Anlass: Ich hoffe, man merkt dass ich den Text nicht mit KI verfasst habe, sondern frei aus dem Bauch heraus :mrgreen:
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