Re-Impact M3 2026

Infos über Hölzer aus Balsa und anderen leichten Materialien (Kiri, etc.)

Moderator: Noppen-Test-Team

arrigo
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Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Zunächst zur Vorgeschichte:
So langsam neigt sich die Saison 25/26 zu Ende und die Testphase über den Sommer kann beginnen. In der Vorrunde im Herbst 2025 habe ich aufgrund anhaltender Schulterprobleme und generell auch wegen Unzufriedenheit mit der Performance , vom NSD/Rakza7/DtecS ox, zurück zu Re-Impact gewechselt. Seitdem sind meine Schmerzen in der Schulter des Schlagarms passé und meine TTR-Talfahrt ist gestoppt. Ich benutzte dazu einen Re-Impact Sonderbau, den ich schon seit einiger Zeit zuhause hatte, laut Achim ist es eine Abwandlung des Dream Holzes mit 9mm Gesamtdicke und Bubinga Aussenfurnieren. Auf der Vorhand spiele ich den Zyre03 2.7mm und auf der Rückhand einen Palio CK351 ox. Der Wechsel war im Prinzip auf "gut Glück" und hat sich als Volltreffer herausgestellt! Jetzt habe ich natürlich Lunte gerochen und wollte mir von Achim nochmal ein Holz mit aktuellem Entwicklungsstand und auf mich abgestimmt bauen lassen. Herausgekommen ist dabei das M3 2026, angepasst auf mich und mein aktives Störspiel am Tisch.

Zum Holz:
Re-Impact Standartblatt 152 x 157mm, Gerader Griff, Rechtsauslage, Edelversiegelung Mahagoni, MCP-System, E4 Tuning, Gewicht: 83g; 8facher Aufbau (wenn ich mich nicht verzählt habe), mit Kork-Dämpfungsschicht auf der RH.

Das Holz ist tadellos verarbeitet und allein der sichtbare Aufbau zeugt von der großen Handwerkskunst die Achims Produkte einzigartig macht. Die Haptik ist tadellos, das Holz ist ein richtiger "Handschmeichler". Ich würde an dieser Stelle gerne Fotos einstellen, aber ich bekomme das leider nicht hin (hat jemand vielleicht Tipps?).

Erste Konfiguration (weitere ergeben sich aus den folgenden Testergebnissen, wenn's auf Anhieb passt, teste ich nicht weiter):
Vorhand: BTY Zyre03 2.5mm schwarz
Rückhand: Tibhar DtecS ox GS in acid green

Ab nächsten Montag beginnt im Training die erste Testphase mit dem M3 2026 und den o.g. Belägen. Ich werde hier dann zeitnah die dementsprechenden Testberichte veröffentlichen. Ich bin gespannt, ob das M3 mein bisheriges Setup (siehe Vorgeschichte), mit dem ich wirklich sehr gut zurecht komme, ablösen kann.

Falls noch jemand ein aktuelles M3 spielt/testet, hier bitte gerne weitere Testberichte einstellen.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von graupe007 »

das hört sich interessant an - ab wann ist diese Variante denn käuflich erwerbbar oder suchst Du noch Testspieler?
aktuelles Spielholz: Re-Impact Tachi
VH: Tenergy05 1,7mm, schwarz
RH: Tactics Ox rot

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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Meines Wissens nach ist das neue M3 bereits bei Achim bestellbar, ob Achim davon auch ein Testexemplar hat, weiß ich leider nicht… Achim?
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von achim »

arrigo hat geschrieben: ↑Samstag 21. März 2026, 01:34 Meines Wissens nach ist das neue M3 bereits bei Achim bestellbar, ob Achim davon auch ein Testexemplar hat, weiß ich leider nicht… Achim?
Ich habe leider keine Zeit mehr für Testexemplare. Außerdem ist das Wettkampfholz ausgereift.

Natürlich kann man eine abgespeckte Version des Versuchsholzes auf besondere Anfrage bestellen.

Das Originalholz ist viel zu teuer, um es der Allgemeinheit vorzustellen. Und ich habe nicht genug ultraleichtes Balsaholz,
um dieses Wettkampfholz in Serie zu bauen.

Das Material stammt aus Indonesien — ein Neueinkauf kostet heute mindestens 10 Riesen. Während der Corona-Krise kostete
dieses Material pro Schicht das Siebenfache — und unseriöse Geschäftsleute in Australien verlangten zeitweise sogar das Zwanzigfache.

10 Schichten dieses superleichten Holzes in einem einzigen Modell zu verschwenden, wäre viel zu schade — denn mit demselben Material
lassen sich mindestens 5 Schläger mit einem vollständigen Kaskadensystem aufbauen.

Das Prinzip: Das steife Deckblatt überträgt den Druck auf die schwerere Balsaschicht — diese dehnt die weichere,
darunter liegende Schicht trotz vollständiger, aber elastischer Verklebung.


Das ist das Ergebnis einer logischen Schlussfolgerung aus 27 Jahren Prototypenbau, Holzanatomie und der direkten Beobachtung,
wie Schichten unter Belastung zusammenwirken. Es ist meine Entwicklung — gemeinsam mit meinem Bruder Eugen erarbeitet,
aus 18 einzelnen Erfindungen zusammengewachsen.

Daher die extrem gute Ballkontrolle: weil 18 Entwicklungen in jedem Schläger zusammenwirken.

und ein großes Sweetspot über die gesamte Schlagfläche bilden und übertragen.
Verba movent, exempla trahunt. – Worte bewegen, Beispiele reißen mit.
Sapere aude! – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Dum spiro, aedifico. | Lude animo et mente.
Rendler-Hölzer seit 1999 | 24 Jahre Re-Impact | Balsa für Ihre Seele
Das Prinzip ist erklärbar, die Erfahrung nicht.
„Von der Handidee – für den unteren Arm bestimmt und gebaut."
info@re-impact.de | www.re-impact.de | Tel. +49 (0) 5443 - 3570 968
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Montag 23.03.2026 erstes komplettes Training mit dem M3 Select 2026 (ca 2 1/2 Std): Trainingspartnerin von unseren Damen 1, Bezirksoberliga, TTR ca. 1450, Offensivspielerin, kann gegen Noppen! :wink:
Rückhand mit dem DtecS GS grün:

Pro's:
Das Spiel über der Platte auf leere Bälle ist sehr sicher, kurze Unterschnittbälle können mit Lift, Druckschupf oder Seitwischer sehr sicher und eklig angegriffen werden. Lange Unterschnittbälle mit viel Rotation können mit etwas mehr Entfernung zur Platte mit einem lockeren Lift auch platziert zurückgespielt werden, wobei diese Bälle auf der gegnerischen Seite teilweise derart "verspringen", wie ich es noch nie gesehen habe :twisted: . Der Hackblock auf Topspin hat eine hohe Schnittweiterleitung, erfordert aber ein lockeres Handgelenk. Auch Ausflüge in die Distanz und dementsprechend lange Abwehr sind sehr effektiv, flach, mit viel Schnitt... aber das kennt man ja vom DtecS ox. Trockene Schüsse am Tisch auf zu hohe Unterschnittbälle sind aus dem Handgelenk gespielt, ein sicherer Punkt.

Con's:
Einfach hinhalten geht gar nicht, für das ist der DtecS nicht gemacht, auch nicht auf dem neuen M3 Select 2026! Das ist so wie ich es bislang auch auf der Vorhand vom Zyre03 gewöhnt bin, aktiv gespielt sehr sicher, kontrolliert und effektiv, passiv grüßt die Hallenwand auf der anderen Seite :mrgreen:

Ich hatte bei aktiven Techniken gefühlt noch nie soviel Sicherheit und Gift in den Bällen, wie mit dieser Kombi aus M3 Select 2026 und DtecS. Trotz des höheren Grundtempos gegenüber meiner Spielkombi, bin ich nach kurzer Zeit mit dem neuen Setup auf der Rückhand zurecht gekommen. Meine Trainingspartnerin hat mir bestätigt, dass sie gegen die "Noppenbälle", die sie von mir am Montag bekommen hat, viel mehr Probleme hatte, wie mit meiner Spielkombi aus Dream/Palio CK351. Bei der Vereinsmeisterschaft Ende Dezember, hat sie nach verlorenem ersten Satz umgestellt und locker 3:1 gegen mich gewonnen, dies ist ihr am Montag nicht gelungen. Mit etwas Glück, hat sie mich im 5ten Satz 11:9 nieder gerungen :D und das obwohl ich definitiv noch nicht richtig eingespielt war mit der Testkombi.

Zur Vorhand mit Zyre03 2.5mm schwarz:
Da bin ich noch vorsichtig mit der Einschätzung, da der Zyre seine Einspielzeit braucht. Das Einkontern war auf der Vorhand absolut problemlos, auf die Rückhand gedreht hatte ich noch nicht das gute Gefühl, das ich mit meiner Spielkombi aus Dream und Zyre03 2.7mm habe. Das liegt womöglich auch am flacheren Ballabsprung den der Zyre03 auf dem M3 Select hat. Auch beim Eröffnungstopspin habe ich noch nicht das gute Gefühl wie mit dem Dream. Ich habe aber auch noch mit festem und lockerem Griff experimentiert und mein Treffpunkt (Stellungsspiel) war dem neuen Holz noch nicht perfekt angepasst.

Ich bin auf jeden Fall extrem angefixt von meinem neuen M3 Select 2026 und die Rückhand mit dem DtecS ox scheint nach diesem ersten Eindruck für mein aktives Stör- (Allround-) Spiel sehr gut zu passen. Ich freue mich auf die weiteren Trainings und wie sich der Zyre03 auf dem M3 Select für mich entwickelt wird man sehen. Da habe ich zur Not noch andere Kandidaten für die Vorhand in der Warteschleife (Tibhar Evolution ELS, Nittaku Hammond... )

Noch eine Besonderheit auf die Achim mich hingewiesen hat und die ich überprüft habe im Training: Der "Klangunterschied" zwischen aktiv geschlagenen Bällen und hingehaltenen Bällen, ist eklatant! Beim Kontern mit dem Zyre03 erzeugt das M3 Select 2026 ein sehr helles und Lautes Geräusch, das hört sich auf dem Dream mit dem dickeren Zyre viel viel dumpfer an. Bei purem Hinhalten ist das Geräusch beim Ballaufprall auf dem M3 um einiges gedämpfter, es fühlt sich wirklich so an, als ob sich die Aufprallenergie, wie auch immer, im Schläger verteilt! (Die Luftkanäle im Griff habe ich zu den Fingern zeigend; Rechtsauslage).

Ps. Aus aktuellem Anlass: Ich hoffe, man merkt dass ich den Text nicht mit KI verfasst habe, sondern frei aus dem Bauch heraus :mrgreen:
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Kurzes Update in Stichpunkten:
- Zyre03 2.5mm schwarz passt für mich bislang nicht auf dem M3 Select 2026; Der Ballabsprung ist mir viel zu flach und die Kopplung die ich mit dem Zyre03 2.7mm auf meinem 9mm Dream Sonderbau aus 2022 habe, fehlt mir hier komplett. Ich entwickle da null Gefühl für die Vorhand, das komplette Gegenteil zu meinem Spielschläger. Nächster Test auf der Vorhand deshalb ein Victas VS401 in 1.5mm schwarz mit dem ich auch schon früher auf dickeren Re-Impact Hölzern gute Erfahrungen gemacht habe.

- DornenglanzX OX auf der Rückhand hingegen scheint sehr gut zu passen zum M3 2026. Sehr hohe Sicherheit und hoher Störeffekt im aktiven Spiel. Lift, Konter auf Unterschnitt und leere Bälle sind gut platzierbar, flach und verspringen teilweise auf der gegnerischen Hälfte immens. Gegenüber dem DtecS ox mit deutlich reduziertem Flummi. Der DornenglanzX bleibt erstmal drauf und wird noch ausführlicher getestet. In der Warteschleife habe ich hier noch den "normalen" Dornenglanz und den SpinLab Lochness.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von Neros »

arrigo hat geschrieben: ↑Sonntag 19. April 2026, 09:25 Kurzes Update in Stichpunkten:
- Zyre03 2.5mm schwarz passt für mich bislang nicht auf dem M3 Select 2026; Der Ballabsprung ist mir viel zu flach und die Kopplung die ich mit dem Zyre03 2.7mm auf meinem 9mm Dream Sonderbau aus 2022 habe, fehlt mir hier komplett. Ich entwickle da null Gefühl für die Vorhand, das komplette Gegenteil zu meinem Spielschläger. Nächster Test auf der Vorhand deshalb ein Victas VS401 in 1.5mm schwarz mit dem ich auch schon früher auf dickeren Re-Impact Hölzern gute Erfahrungen gemacht habe.

- DornenglanzX OX auf der Rückhand hingegen scheint sehr gut zu passen zum M3 2026. Sehr hohe Sicherheit und hoher Störeffekt im aktiven Spiel. Lift, Konter auf Unterschnitt und leere Bälle sind gut platzierbar, flach und verspringen teilweise auf der gegnerischen Hälfte immens. Gegenüber dem DtecS ox mit deutlich reduziertem Flummi. Der DornenglanzX bleibt erstmal drauf und wird noch ausführlicher getestet. In der Warteschleife habe ich hier noch den "normalen" Dornenglanz und den SpinLab Lochness.
Wieviele Stunden hast Du damit trainiert?
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von arrigo »

Hallo Neros
Ich habe damit bislang ca 7-9 Stunden trainiert. Das Gefühl für diese Kombi auf der Vorhand kommt nicht und das liegt an dem viel flacheren Ballabsprung des Zyre03 auf dem M3. Mit dem dickeren Zyre03 auf meinem Dream Sonderbau hatte ich sofort ein gutes Gefühl und damit spiele ich jetzt erfolgreich seit letztem Oktober. Auf dem M3 fühlt sich der Zyre03 für mich wie ein Fremdkörper an.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von achim »

Testbericht 1 — 26. März 2026

arrigo hat den ersten Testbericht außergewöhnlich präzise verfasst — strukturiert, ehrlich, mit konkreten Spielsituationen gegen eine bekannte Trainingspartnerin.

Was er richtig erkannt hat:

Den Klangunterschied aktiv/passiv hat er selbst im Training überprüft und als eklatant beschrieben — helles, lautes Geräusch beim aktiven Kontern, gedämpfter Klang beim Hinhalten.

Das ist eine unabhängige Bestätigung des Kaskaden-Prinzips:

Der Klang ist Information, kein Nebeneffekt. Dass er die Luftkanäle in Richtung Finger ausgerichtet hat — korrekt, Rechtsauslage
— zeigt, dass er die Systemlogik verstanden hat.

Die Energieverteilung im Schläger — sein Gefühl, dass sich die Aufprallenergie im Schläger verteilt — beschreibt exakt das, was
das Kaskaden-System leistet. Er hat es gespürt, ohne es technisch benennen zu können. Das ist das ehrlichste Feedback, das ein Tester geben kann.

Die Rückhand mit DtecS GS funktioniert auf Anhieb — hohe Sicherheit, Gift in den Bällen, Verspringen auf der gegnerischen Seite. Dass seine Trainingspartnerin,
die ihn bei der Vereinsmeisterschaft noch locker 3:1 geschlagen hatte, im ersten Testtraining nur knapp im fünften Satz gewann — das spricht für sich.


Das PS — „Ich hoffe, man merkt, dass ich den Text nicht mit KI verfasst habe" — ist eine direkte, unbeabsichtigte Antwort auf die KI-Vorwürfe im Forum.
Spielersprache, aus dem Bauch heraus. Genau so.

Testbericht 2 — 19. April 2026

Der zweite Bericht zeigt die ehrliche Weiterentwicklung eines gewissenhaften Testers.

Zur Vorhand mit Zyre 03 2.5mm:

Der flachere Ballabsprung und die fehlende Kopplung im Vergleich zum Dream Sonderbau 2022 sind systembedingt — das M3 Select 2026 ist dünner als das Dream, und der Zyre 03
braucht mehr Holzvolumen für seine volle Entfaltung. Was auf dem dickeren Dream mit 2.7mm perfekt funktioniert, passt auf dem dünneren M3 Select mit 2.5mm noch nicht zusammen.

Der nächste Test mit Victas VS401 in 1.5mm ist der richtige Schritt — weniger Belagsvolumen, bessere Abstimmung auf das Holz.

Zur Rückhand mit Dornenglanz X OX:

Hohe Sicherheit, hoher Störeffekt, aktives Spiel — das passt zum M3 Select 2026 sehr gut. Das Verspringen auf der gegnerischen Seite bestätigt die Systemwirkung erneut.
Der Dornenglanz X bleibt zurecht drauf.

Gesamteinschätzung:

arrigo ist ein wertvoller Tester — weil er aktiv spielt, genau beobachtet, ehrlich berichtet und Schwächen offen benennt.

Seine Berichte sind keine Werbetexte. Das macht sie glaubwürdig.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von Neros »

**Holz: M3**
**Beläge:** Nittaku Hammond Z2 (1,8 mm, schwarz) + Grass D.TecS (0,5 mm, grün)

**Kurzfazit vorweg:**
Ein klar kontrollorientiertes Allround+ Setup mit sehr guten Störeigenschaften auf der Rückhand und ausreichend Tempo für den Punktabschluss. Besonders geeignet für platzierungsorientiertes Noppenspiel.

**Spieleindruck:**

Im Dotztest zeigt das M3 einen moderaten Absprung mit soliden Temporeserven. Der Klang ist hell bis leicht hohl, was dem Feedback eine etwas direktere, aber nicht unangenehme Note gibt.

Die größte Stärke des Setups liegt eindeutig in der Kontrolle. Sowohl Vorhand als auch Rückhand sind sehr stabil spielbar. Mit der Grass D.TecS fällt besonders das flache, schnelle Abtauchen der Bälle auf, was den Gegner unter Druck setzt und Fehler provoziert. In passiven Situationen auf der Rückhand gelingt die Befreiung deutlich leichter als mit schnelleren Setups.

Über dem Tisch überzeugt die Kombination ebenfalls: Flip, Druckschupf und Schuss funktionieren nach kurzer Eingewöhnung zuverlässig. Das Kurz-Kurz-Spiel ist präzise und sicher, was gerade im Aufschlag-Rückschlag-Bereich ein klarer Vorteil ist.

Im direkten Vergleich zu meinem vorherigen Setup (Turbo 82 + Zyre03 2,5 mm + Grass D.TecS 0,5 mm) ist das M3 spürbar kontrollierter und weniger fehleranfällig, ohne dabei zu langsam zu wirken. Die Temporeserven sind für ein variables Allroundspiel absolut ausreichend.

Auffällig im Spielbetrieb: Gegner haben merkliche Probleme, die Länge und den Absprung der Noppenbälle korrekt einzuschätzen. Gerade Bälle, die scheinbar „durchrutschen“, führen häufig zu Unsicherheiten. Auch der typische Rückdreheffekt der langen Noppe ist klar vorhanden.

Taktisch verschiebt sich das Spiel: Weniger Fokus auf direkten Punktgewinn über Aufschlag und dritten Ball, sondern mehr über Platzierung, Rhythmuswechsel und Vorbereitung des Endschlags. Das Setup unterstützt ein kontrolliertes, geduldiges Spiel mit hoher Sicherheit.

**Einordnung:**
Klares Allround+ Setup mit Fokus auf Kontrolle, Platzierung und Störspiel. Für Spieler, die über Sicherheit und Variation kommen und nicht primär über maximales Tempo.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von graupe007 »

... das hört sich sehr interessant an.

Etwas unglücklich finde ich aber, beim direkten Vergleich zum Turbo den Belag zu wechseln, inklusive eines relativ dünnen Schwamms. Der Zyre besitzt nun einmal eine gewisse Dominanz und beeinflusst die Charakteristik des Holzes nicht ganz unwesentlich. Das wäre sehr interessant zu hören, wie das Holz auf den Zyre reagiert.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von Neros »

Das Turbo82 Setup ist ein anderes Spielsystem als das M3 - das M3 Setup ist fehlerverzeihender
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von achim »

Danke, arrigo — das ist einer der präzisesten Testberichte die ich je gelesen habe.


Zum Verspringen der langen Unterschnittbälle:

Das ist kein Zufall — das ist die Physik des ABS-Balles in Aktion. Der ABS-Ball trägt eine innere Unwucht — eine Vertrimmung, die ihn instabil macht.

Das vollständige Holzadersystem der Kaskadenlagen greift genau dort an:

Es überträgt lokalbezogene Schwingungen auf den Ball, verlängert seine Spielbewegung und macht sie sauberer. Die verschiedenen Holzrichtungen
enden in einem großen Sweetspot — und die Effekte werden direkt auf die Sensorpunkte der Hand weitergeleitet. Der Spieler spürt was der Ball tut.

Der ABS-Ball fällt plötzlich ab, sobald ihn seine eigene Vertrimmung einholt.

Das Kaskadenholzsystem verlängert diesen unrhythmischen Abfall auf der gegnerischen Seite — bis der Ball plötzlich und abrupt runterfällt.

Dieses Verhalten liegt nicht am Spieler, nicht am Belag — es liegt am Ball selbst.

Das Kaskadenholzsystem steuert seine Unwucht aus und verstärkt sie gleichzeitig für den Gegner.

Der Gegner bekommt einen Ball zurück, dessen Verhalten er nicht aus dem Aufprall ablesen kann. Das ist keine Tricktechnik — das ist die Physik des ABS-Balles.

Zum Klangunterschied aktiv/passiv:

Du hast selbst das Kaskadenprinzip beschrieben — ohne es so zu nennen. Beim aktiven Schlag fließt die Energie des Balles durch alle Schichten,
der Klang ist hell und laut. Beim Hinhalten trifft der Ball auf eine Barriere die seine Energie verteilt statt sie weiterzuleiten — der Klang wird gedämpft.

Spannung — Barriere — Fluss. Das ist die Physik des Balles, kein Zufall.

Je nachdem wie fest der Griff gehalten wird, verändert sich das Klang- und Spielverhalten des Balles — weil der Griff Teil der Schwingungskette ist, die der Ball durchläuft.

Die Hand ist der letzte Empfänger. Und genau das ist der entscheidende Punkt:

Der Spieler bemerkt das Feedback des Balles — was ihn weiterfördert. Der Ball lehrt den Spieler, weil er ihm zurückmeldet, was er tut.

Aktiv oder passiv, fest oder locker — der Ball antwortet ehrlich.

Zum DtecS:

Deine Beobachtung bestätigt, was ich meinen Testern immer sage:

aktiv gespielt entfaltet der Ball sein volles Potential — passiv funktioniert er nicht. Das ist keine Schwäche, das ist Bestimmung.

Zum Spielwitz:

Das Holz überträgt unser eigenes Feedback — was wir auslösen, gibt es zurück. Es vermittelt unsere Gefühle und lenkt die Ballbewegung.
Der Rest geht von uns aus. Kurz und lang setzen, Rhythmus brechen, den Gegner überraschen — das ist unser Spielwitz.
Und genau damit ärgern wir den ABS-Ball — bis er das tut, was wir wollen, nicht, was der Gegner erwartet.

Ich freue mich auf deine weiteren Berichte.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von achim »

Danke, Neros — auch das ist ein präziser und ehrlicher Testbericht.

Zum flachen, schnellen Abtauchen der Bälle:

Das ist kein Zufall — das ist wieder die Physik des ABS-Balles in Aktion. Die Grass D.TecS greift die innere Unwucht des ABS-Balles auf und leitet sie weiter.
Das Kaskadenholzsystem verlängert den unrhythmischen Abfall — bis der Ball auf der gegnerischen Seite flach und schnell abtaucht. Der Gegner kann die Länge
und den Absprung nicht korrekt einschätzen, weil der Ball ihm keine verlässliche Information liefert. Das ist keine Tricktechnik — das ist die Physik des ABS-Balles.

Zum Klang — hell bis leicht hohl:

Du beschreibst genau die Barrierewirkung des M3.

Der leicht hohle Klang zeigt:

Die Energie des Balles wird nicht sofort zurückgeworfen, sondern verteilt sich durch die Kaskadenlagen. Spannung — Barriere — Fluss.

Das gibt dem Spieler direktes, ehrliches Feedback — was ihn weiterfördert.

Zum Vergleich Turbo 82 vs. M3:

Neros hat es selbst auf den Punkt gebracht:

zwei verschiedene Spielsysteme. Das Turbo 82 ist direkter und schneller — das M3 ist fehlerverzeihender und kontrollorientierter.

Beide haben ihre Bestimmung. Das M3 überträgt das eigene Feedback des Spielers — was er auslöst, gibt es zurück. Es vermittelt seine Gefühle und lenkt die Ballbewegung.

Zum Spielwitz:

Taktisch hast du es selbst beschrieben: weniger direkter Punktgewinn, mehr Platzierung, Rhythmuswechsel, Vorbereitung des Endschlags.

Das ist der Spielwitz, der den ABS-Ball ärgert — kurz und lang setzen, den Gegner in Unsicherheit bringen, bis er den Fehler macht.

Der Rest geht von uns aus.
Das Holz kann nur unsere Gefühle vermitteln und die Ballbewegung für uns präzise lenken.


Ich freue mich auf deine weiteren Berichte.
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Re: Re-Impact M3 2026

Beitrag von Neros »

Heute hatte ich ein intensives Einzeltraining und konnte zusammen mit meinem Trainer einige neue Erkenntnisse gewinnen:
Der Grass D.TecS spielt sich für mich deutlich gefährlicher als auf dem Turbo 82. Ich habe spürbar bessere Kontrolle, kann die Winkel variabler gestalten und produziere früh flach abtauchende Bälle. Gerade auf der Rückhand hilft mir das enorm – ich kann mich viel besser aus Drucksituationen befreien, wenn ich festgenagelt werde.
Auch auf der Vorhand hat sich etwas getan: Meinen Topspin kann ich kontrollierter spielen, ohne dass mir die Power verloren geht.
Insgesamt habe ich eine deutlich verbesserte Kontrolle und mehr Spielstabilität. Die Fehlerquote ist gesunken, und es gehen spürbar weniger Bälle über den Tisch.
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